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	<title>Ajvide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:40:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur schwedischen Schriftstellerin siehe [[Mia Ajvide]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Excursion to Stora Karlsö.jpg|Ajvide|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ajvide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{svS|&amp;#039;&amp;#039;Ajvideboplatsen&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein vorgeschichtlicher Fundplatz an der Westküste der [[Schweden|schwedischen]] Insel [[Gotland]]. Er bedeckt eine Fläche von etwa 200.000 m² und war von der späten [[Mittelsteinzeit]] bis zur mittleren [[Bronzezeit]] bewohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hauptsächlichen Aktivitäten fanden in der mittleren [[Jungsteinzeit]] von 3100 bis 2700 v. Chr. statt. Diese Phase wird der [[Grübchenkeramische Kultur|Grübchenkeramischen Kultur]] zugerechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Outram&amp;quot;/&amp;gt; Um 2900 v. Chr. litt der [[Siedlung]]splatz unter der [[Transgression (Geologie)|marinen Transgression]], dem Wasserspiegelanstieg der [[Ostsee]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Outram&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1983 hat die [[Universität Stockholm]], später die [[Hochschule auf Gotland]] archäologische Untersuchungen des Geländes durchgeführt. [[Inger Österholm]] (1942–2007) und [[Göran Burenhult]] führten im jungsteinzeitlichen Gotland Untersuchungen durch, was Ajvide einschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fokusark.se&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Teil des Fundorts ist ein [[Gräberfeld]], das etwa 80 Gräber enthält. In manchen Fällen ist mehr als ein Individuum in einem Grab bestattet, während andere möglicherweise [[Kenotaph]]e (Leergräber) waren. Die meisten Gräber stammen aus der Zeit nach der &amp;#039;&amp;#039;Grübchenkeramischen Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Im Anschluss an das Gräberfeld findet sich im Osten eine Fläche mit sehr dunklem Boden, der eine Mischung aus [[Artefakt (Archäologie)|Artefakten]], Tongefäßen und Knochenfragmenten enthält. In einigen Texten wird dieses Gebiet als &amp;#039;&amp;#039;schwarzes Areal&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, das möglicherweise eine zeremonielle Funktion hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Outram&amp;quot;/&amp;gt; Österholm hat vorgeschlagen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Österholm&amp;quot;/&amp;gt; dass es der Gewinnung von [[Robben]]tran gedient haben könnte. Dies könnte ökonomische Aktivitäten anzeigen, aber bei Ajvide kann der Bereich auch rituelle Konnotation besessen haben. Das „Ölfeld“ wurde von einer Reihe von großen Pfostenlöchern begrenzt und die Gräber waren in einem Bogen da herum angelegt. Einige Gräber waren mit Robbenöl imprägniert. Ein wertvolles Produkt wie Robbenöl kann durchaus rituelle Bedeutung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schicht mit Tierknochen deutet darauf hin, dass die Wirtschaft in der späten Mittelsteinzeit nebst dem [[Fischfang]] auch auf der Jagd auf [[Kegelrobbe|Kegel-]], [[Ringelrobbe|Ringel-]] und [[Sattelrobbe]]n sowie [[Schweinswale]] basierte.&lt;br /&gt;
[[Hausrind|Rinder]], [[Hausschaf|Schafe]] und [[Hausschwein|Schweine]] wurden zu Beginn der [[Jungsteinzeit]] eingeführt. In der mittleren Jungsteinzeit kam es zu einer Ausweitung der Seehundjagd und Fischerei. Rinder und Schafe kehrten dann in der späten Jungsteinzeit und in der Bronzezeit zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Outram&amp;quot;/&amp;gt; Es ist argumentiert worden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rowley-Conwy and Storå&amp;quot;/&amp;gt;, dass die Schweine, die auch während der Grübchenkeramischen Kultur auf Gotland vorkamen, während dieser Zeit als wilde oder verwilderte Tiere lebten. Das würde einen Wandel zurück zum Leben als [[Jäger und Sammler]] implizieren und nicht bloß eine stärkere Nutzung maritimer Ressourcen. Die Untersuchung der Knochenbruchstellen deuten darauf hin, dass das Knochenmark extrahiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grab 62 war eine etwa 25- bis 30-jährige Frau bestattet. Zu den überdurchschnittlichen Grabbeigaben, die sich dicht neben dem Skelett befanden, gehören 44 Vogelknochen, die eindeutig als präpariert erkennbar sind. Bei einem Teil der Vogelknochen waren unterschiedliche Größen ineinander gesteckt und mit seitlichen Perforationen versehen. Es wird vermutet, dass es sich dabei um einen besonderen Typus von Blasinstrumenten handelte, bei denen die Töne mit den Lippen durch Ansaugen von Luft produziert werden und die unter dem englischen Namen &amp;#039;&amp;#039;[[sucked trumpet]]s&amp;#039;&amp;#039; bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Riitta Rainio, Kristiina Mannermaa: [https://tuhat.helsinki.fi/ws/portalfiles/portal/65327242/SLT_06_Rainio_Mannermaa.pdf &amp;#039;&amp;#039;Bird Calls from a Middle Neolithic Burial at Ajvide, Gotland. Interpreting Tubular Bird Bone Artefacts by Means of Use-wear and Sound Analysis, and Ethnographic Analogy&amp;#039;&amp;#039;.] In: Janne Ikäheimo, Anna-Kaisa Salmi, Tiina Äikäs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sounds Like Theory. XII Nordic Theoretical Archaeology Group Meeting in Oulu 25.–28.4.2012. Monographs of the Archaeological Society of Finland&amp;#039;&amp;#039;, 2, 2014, S. 85–100, hier S. 89–92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Åsa M. Larsson: [https://www.academia.edu/188986/Pots_Pits_and_People_Hunter_Gatherer_Pottery_Traditions_in_Neolithic_Sweden &amp;#039;&amp;#039;Pots, Pits, and People. Hunter-Gatherer Pottery Traditions in Neolithic Sweden&amp;#039;&amp;#039;.] (Gheorghiu, Dragos. Cambridge: Cambridge Scholars Publishing. 2009)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fokusark.se&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Oss människor emellan - En arkeologisk resa till stenålderns Ajvide&amp;#039;&amp;#039; (Niklas Wirsen. Fokus Arkeologi 3, April 2008) |url=http://www.fokusark.se/art_6.html |wayback=20100818062011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Outram&amp;quot;&amp;gt;Outram, A. K. 2006. Distinguishing bone fat exploitation from other taphonomic processes: what caused the high level of bone fragmentation at the Middle Neolithic site of Ajvide, Gotland? In Mulville, Jackie und Outram, A. K. (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;The Zooarchaeology of Milk and Fats&amp;#039;&amp;#039;. Oxford: Oxbow Books, S. 32–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rowley-Conwy and Storå&amp;quot;&amp;gt;Rowley-Conwy, Peter, Storå, J. 1997. Pitted Ware seals and pigs from Ajvide, Gotland: methods of study and first results. In Burenhult, Göran (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Remote Sensing&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Stockholm: Universität Stockholm, S. 113–130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Österholm&amp;quot;&amp;gt;Österholm, Sven. 1997. Traceable remains of train-oil on Neolithic seal-hunter sites. In Burenhult, Göran (Hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;Remote Sensing&amp;#039;&amp;#039;. Volume 1. Stockholm: Universität Stockholm, S. 163–164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=57/16/54/N |EW=18/9/27/E |type=landmark |region=SE-I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4499370-5|VIAF=245400499}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Gotland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gräberfeld in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grübchenkeramische Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GrindingRat</name></author>
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