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	<title>Aizanoi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/| NS=39.2043 |EW=29.6105 |type=city |maptype=relief |region=TR |map=right}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Aizanoi.ZeusTemple.jpg|miniatur|Relief beim Zeustempel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aizanoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Αἰζανοί}}, {{laS|&amp;#039;&amp;#039;Aezani&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine [[antike]] Stadt in der Landschaft [[Phrygien]] in [[Kleinasien]] (heute [[Türkei]], in der Nähe von [[Çavdarhisar]], etwa 50&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Kütahya]]). Sie liegt im Tal des [[Bedir Çayı]] (&amp;#039;&amp;#039;Penkalas&amp;#039;&amp;#039;), eines Quellflusses des [[Orhaneli Çayı|Kocaçay]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Rhyndakos]]&amp;#039;&amp;#039;). Umfangreiche Ausgrabungen machen Aizanoi zum gut erforschten Beispiel für eine kleinere Stadt insbesondere zur Zeit des [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserreichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründungslegende wurde die Stadt von [[Arkadien|arkadischen]] Siedlern gegründet. Eine Besiedlung hat sich archäologisch bereits für das 3. Jahrtausend v. Chr. nachweisen lassen, eine ausgedehntere Siedlung entstand allerdings erst in [[Hellenismus|hellenistischer]] Zeit. Um 200&amp;amp;nbsp;v. Chr. gelangte die Gegend, in der Aizanoi liegt, als &amp;#039;&amp;#039;Phrygia epiktetos&amp;#039;&amp;#039; („hinzuerworbenes Phrygien“) an das Königreich [[Pergamon]]; zeitweilig gehörte sie auch zu [[Bithynien]]. Die pergamenischen Könige siedelten Söldner an, die wohl aus [[Makedonien]] stammten. Zusammen mit ihrem ganzen Reich ging die Stadt nach 133&amp;amp;nbsp;v. Chr. in die [[römische Provinz]] [[Asia (Provinz)|Asia]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AizanoiZeustempel.jpg|mini|links|Zeustempel von Nordosten]]&lt;br /&gt;
Aizanoi erlebte in der frühen Kaiserzeit einen großen Aufschwung. Insbesondere wurden zahlreiche öffentliche Bauten errichtet, so in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. ein [[Griechischer Tempel|Tempel]] der [[Artemis]] Hagiotate, und noch vor dessen Ende das Heiligtum des [[Zeus]], des Hauptgottes der Stadt, in Form eines [[Pseudodipteros]]&amp;lt;ref&amp;gt;Seine Datierung in die Zeit des Kaisers [[Domitian]] ist erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts gelungen, anhand stilistischer Beobachtungen, vor allem aber dadurch, dass die Weihinschrift weitgehend aus den Dübellöchern rekonstruiert werden konnte; s. [[Richard Posamentir]], [[Michael Wörrle]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zeustempel von Aizanoi, ein Großbau flavischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Istanbuler Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 56, 2006, S. 227–245 ([https://www.academia.edu/25457437/ Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es ist zu großen Teilen erhalten. An den Wänden der [[Cella]] finden sich Reste umfangreicher [[Inschrift]]en aus [[Hadrian (Kaiser)|hadrianischer]] Zeit, die sich auf den Landbesitz des Heiligtums beziehen. Bemerkenswert ist ein darunter liegendes Tonnengewölbe mit Lichtfenstern, das vermutlich als Kultraum diente. Eine weitere wichtige Gottheit war die [[Meter Steunene]], die in einer Höhle verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Münze aus Aizanoi, 253-268 n. Chr., Vorderseite.jpg|mini|hochkant|Münze aus Aizanoi, 253–268 n. Chr., Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Münze aus Aizanoi, 253-268 n. Chr., Rückseite.jpg|mini|hochkant|Münze aus Aizanoi, 253–268 n. Chr., Rückseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AizanoiBrücke.jpg|miniatur|Die [[Penkalasbrücke]] aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde auch in mehreren Bauphasen ein [[Theater]] errichtet, das in ungewöhnlicher Art mit dem benachbarten [[Stadion]] verbunden war. Außerdem wurde das Ufer des Penkalas befestigt und im Jahr 157 [[Penkalasbrücke|eine heute noch erhaltene Brücke]] erbaut. Einige dieser Baumaßnahmen stehen in Verbindung mit einer reichen Familie der Stadt, vor allem Ulpius Appuleianus Flavianus und dessen Sohn Ulpius Appuleius Eurycles. Eurycles war auch Abgesandter zum [[Panhellenion]] in [[Athen]], das Hadrian eingerichtet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit entstand ferner eine große [[Thermen|Bad]]- und [[Gymnasion]]-Anlage sowie eine wohl dorthin führende [[Aquädukt|Wasserleitung]]. Weitere öffentliche Bauten waren ein Rundbau, der als [[Macellum]] (Marktgebäude) diente und an dem eine Kopie des [[Höchstpreisedikt]]s von [[Diokletian]] angebracht war, und eine spätantike (um 400 n. Chr.) Säulenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In byzantinischer Zeit war Aizanoi Bischofssitz, worauf das spätere [[Titularbistum Aezani]] zurückgeht. Während der Seldschukenzeit wurden Tataren angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgrabungen in Aizanoi führte das [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutsche Archäologische Institut]] in den 1920er Jahren und wieder von 1970 bis 2011 durch. Neben der Erforschung einzelner Bauten (Zeustempel, Stadion, Bäder) steht inzwischen vor allem die Gesamtanlage der Stadt im Zentrum des Interesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|1131|1132|Aizanoi|[[Gustav Hirschfeld]]|RE:Aizanoi}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Naumann]], [[Friederike Naumann-Steckner|Friederike Naumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rundbau in Aezani mit dem Preisedikt des Diokletian und das Gebäude mit dem Edikt in Stratonikeia&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Istanbuler Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 10). Wasmuth, Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
* Rudolf Naumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zeustempel zu Aizanoi. Nach den Ausgrabungen von [[Daniel Krencker]] und [[Martin Schede]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler antiker Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). de Gruyter, Berlin 1979, ISBN 3-11-007879-1&lt;br /&gt;
* [[Klaus Rheidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi. Çavdarhisar. Führer durch die Ruinen&amp;#039;&amp;#039;. 2., erweiterte und überarbeitete Auflage. Ankara 1998.&lt;br /&gt;
* Klaus Rheidt: &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi in hellenistischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Elmar Schwertheim]], [[Engelbert Winter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Funde und Forschungen in Phrygien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Asia Minor Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Rudolf Habelt, Bonn 2008, ISBN 978-3-7749-3518-1, S. 107–122.&lt;br /&gt;
* Klaus Rheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi und Anatolien. Neue Entdeckungen zur Geschichte und Archäologie im Hochland des westlichen Kleinasien&amp;#039;&amp;#039; (Zaberns Bildbände zur Archäologie). von Zabern, Mainz 2010, ISBN 978-3-8053-4169-1.&lt;br /&gt;
* Elif Özer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi 1. 2012 Yılı Kazı ve Araştırma Raporları&amp;#039;&amp;#039;. Ankara 2013, ISBN 978-605-85730-2-4&lt;br /&gt;
* Elif Özer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi 2&amp;#039;&amp;#039;. Ankara 2016, ISBN 978-605-9636-05-6&lt;br /&gt;
* Mustafa Beyazıt, &amp;#039;&amp;#039;Aizanoi 3. Aizanoi Zeus Tapınağı&amp;#039;ndaki Türk İzleri&amp;#039;&amp;#039;. Ankara 2018, ISBN 978-605-9636-49-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.kultur.gov.tr/DE/BelgeGoster.aspx?48BD9BC89B9B89DA6407999D5EC50F899DAC10DE3DF29AC6 | wayback=20070929124151 | text=Seite des türkischen Kulturministeriums zu Kütahya und Aizanoi}}&lt;br /&gt;
* [http://paleoberkay.atspace.com/foto/aizanoi.html Aizanoi Photos]&lt;br /&gt;
* [https://snible.org/coins/hn/phrygia.html#Aezanis Münzen von Aizanoi] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4000861-7|LCCN=|NDL=|VIAF=244056648}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike phrygische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort des Zeus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort der Artemis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Kütahya)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
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