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	<title>Aitarak - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aitarak&amp;diff=552469&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Patrick Fischer am 16. November 2024 um 14:54 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit Miliz Aitarak. Für den Ortsteil Aitarak der Stadt Dili siehe [[Aitarak (Motael)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aitarak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der gefürchtetsten [[Wanra|pro-indonesischen Milizen]] während der [[Operation Donner|Unruhen von 1999]] im [[Indonesien|indonesisch]] besetzten [[Osttimor]]. Sie erlangte sehr große öffentliche Aufmerksamkeit, da sie die wichtigste Miliz im [[Gemeinde (Osttimor)|Distrikt]] der Hauptstadt [[Dili]] war. Ohne sich darum zu scheren, beging sie vor den Augen der internationalen Presse ihre Verbrechen. Sie wird für mehrere Massaker, Morde und Vergewaltigungen verantwortlich gemacht. Das [[Bahasa Indonesia|indonesische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;Aitarak&amp;#039;&amp;#039; bedeutet zu deutsch [[Dorn (Botanik)|Dorn]]. Die Miliz hatte 1521 registrierte Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etan.org/etanpdf/2006/CAVR/03-History-of-the-Conflict.pdf „Part 3: The History of the Conflict“], S. 138 (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB) aus dem „Chega!“-Report der [[Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission von Osttimor|CAVR]] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die Miliz unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Gardapaksi&amp;#039;&amp;#039; 1994 gegründet worden. Im Januar 1999 ernannte Generalmajor [[Adam Damiri]] den Osttimoresen [[Eurico Guterres]] zum Chef der Miliz und übergab ihm 50 Millionen [[Indonesische Rupiah|Rupiah]] (damals etwa 5000 [[US-Dollar]]) zum Wiederaufbau der Organisation&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoT162&amp;quot;&amp;gt;Hamish McDonald et al.: [https://openresearch-repository.anu.edu.au/bitstreams/f3ab0f12-1c77-43b7-bff6-2f91fb7cc53d/download &amp;#039;&amp;#039;Masters of Terror: Indonesia&amp;#039;s military &amp;amp; violence in East Timor in 1999&amp;#039;&amp;#039;], S. 162, Strategic and Defence Studies Centre, Australian National University, Canberra 2002, ISBN 07315 54191.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gegenleistung für den paramilitärischen Dienst, gewährte sie ihren Mitgliedern billige Darlehen für die Gründung kleiner Geschäfte. Das indonesische Militär unterstützte die Miliz tatkräftig. Sie wurde von der Armee militärisch ausgebildet und mit Ausrüstung versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guterres plante mit der nun in Aitarak umbenannten Miliz, in Zusammenarbeit mit der [[Streitkräfte Indonesiens|indonesischen Armee]] und Polizei, die gesamte Destabilisierungskampagne im Vorfeld des [[Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999|Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor am 30. August]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Kirchenmassaker von Liquiçá]] vom 6. April 1999 und dem Angriff auf das [[Massaker im Haus von Manuel Carrascalão|Haus von Unabhängigkeitsführer]] [[Manuel Carrascalão]] am 17. April war die Aitarak ebenso beteiligt, wie an der Attacke auf die Residenz von [[Carlos Filipe Ximenes Belo|Bischof Belo]] am 6. September, wohin sich 5000 Zivilisten geflüchtet hatten, und an dem [[Kirchenmassaker von Suai]]. Auch bei den Vertreibungen von Osttimoresen war die Aitarak aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milizen in Osttimor waren äußerst rücksichtslos im Kampf gegen die Unabhängigkeitsbefürworter. Oft kannten sie ihre Opfer ihr ganzes Leben lang und waren Nachbarn. Die genaue Anzahl der Opfer der Aitarak ist unbekannt, aber Schätzungen gehen klar in die Hunderte. In mehreren Fällen beeinflussten sie auch andere Milizen in anderen Teilen Osttimors über die Guterres Kontrolle hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurico Guterres wurde am 27. November 2002 vom Menschenrechtsgerichtshof in [[Jakarta]] zu zehn Jahren Haft verurteilt. Im Mai 2006 trat Eurico Guterres schließlich seine zehnjährige Haftstrafe an. Er wurde von über 1000 Anhängern in [[Kupang]] mit einer katholischen Messe verabschiedet. Dabei beschuldigte Guterres Indonesien, ihn zum Sündenbock für die Gewalt in Osttimor zu machen. Die Regierung behandle ihn unfair, da sie ihn ins Gefängnis, führende Militärs und Polizeioffiziere, die größere Verantwortung trügen, aber ohne Strafe davonkommen lasse. Als Krieger sei er allerdings bereit, für „rot und weiß“ (die Farben der [[Flagge Indonesiens|indonesischen Flagge]]) ins Gefängnis zu gehen. Guterres wurde in Jakartas Hochsicherheitsgefängnis [[Haftanstalt Cipinang|Cipinang]] gebracht. Ironischerweise wurde hier zuvor [[Xanana Gusmão]] gefangen gehalten, Freiheitskämpfer und späterer [[Präsident (Osttimor)|Präsident Osttimors]]. Im April 2008 wurde Eurico Guterres aufgrund neuer Zeugenaussagen vom Obersten Gerichtshof wieder freigesprochen und freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mateus Carvalho&amp;#039;&amp;#039;, Chef der Aitarak in Dili, behauptete bei seiner Vernehmung durch die [[Wahrheits- und Freundschaftskommission]] 2007, die Gewalt nach dem Referendum sei nicht durch die indonesische Armee begangen worden, sondern infolge der Emotionen geschehen. Auch indonesische Regierung und Armee bestreiten, jegliche Kontrolle über die Milizen gehabt zu haben, doch reguläre Streitkräfte waren bei nahezu allen Hauptzwischenfällen anwesend und angeblich teilweise daran beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://ist-socrates.berkeley.edu/~warcrime/Serious%20Crimes%20Unit%20Files/all_documents/Press%20Releases/Press%20Release-English%20Alarico%2026-11-04.pdf | wayback=20070704142748 | text=Office of the Deputy General Prosecutor for Serious Crimes Timor-Leste - Artikel zur Verurteilung von acht Aitarak-Mitgliedern (englisch)}} (PDF-Datei; 23 kB)&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/1/hi/programmes/from_our_own_correspondent/437867.stm BBC-Bericht zur Aitarak (englisch)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.hrw.org/german/press/1999/timor-bck0908-ger.htm | wayback=20081114194838 | text=Human Rights Watch über die osttimoresischen Milizen (deutsch)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pro-indonesische Milizen in Osttimor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Dili, Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Osttimor)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Patrick Fischer</name></author>
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