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	<title>Aigeai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:42:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aigeai&amp;diff=1091619&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 4. Oktober 2025 um 23:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-04T23:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Yumurtalik1.jpg|mini|Ayas Kalesi Seeburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Yumurtalik2.jpg|mini|Ayas Kalesi Landburg mit Moschee]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aigeai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Αἰγέαι, auch Αἰγαὶ, &amp;#039;&amp;#039;Aigai&amp;#039;&amp;#039;, Aegeae) war eine antike Stadt und gehörte zum Ebenen [[Kilikien]] &amp;#039;&amp;#039;(Kilikia Pedias)&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ayas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hyS|Այաս}}) ist sie heute ein Ortsteil von [[Yumurtalık]] in der [[Türkei|türkischen]] [[Provinz Adana]]. Im Mittelalter war der Name der Stadt Ayas, bei italienischen Handelsreisenden war sie als &amp;#039;&amp;#039;Ajazzo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lajazzo&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Antike war die Stadt unter ihrem [[Altgriechische Sprache|griechischen]] Namen Aigeai (Αἰγέαι) bekannt und gehörte zum &amp;#039;&amp;#039;Ebenen [[Kilikien]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Kilikia Pedias)&amp;#039;&amp;#039;. Der Ort ist strategisch günstig am [[Golf von İskenderun]] gelegen. Der Hafen von Aigeai bot eine gute und gern genutzte Möglichkeit, nach [[İskenderun|Alexandreia ad Orontem]] überzusetzen. Aigeai ist vermutlich eine [[Makedonien|makedonische]] Gründung, benannt nach der makedonischen Hauptstadt [[Vergina|Aigai]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Haymann |Titel=Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.) |Verlag=Habelt |Ort=Bonn |Datum=2014 |Seiten=16–26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Seleukidenreich]] kam der Stadt eine gewisse strategische Bedeutung zu. So war der Hafen der Stadt in die Rückeroberung der kleinasiatischen Küste von den Ptolemaiern durch [[Antiochos III.]] involviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Haymann |Titel=Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.) |Verlag=Habelt |Ort=Bonn |Datum=2014 |Seiten=29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise wurden auch bereits zu dieser Zeit seleukidische Tetradrachmen in Aigeai geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Haymann |Titel=Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.) |Verlag=Habelt |Ort=Bonn |Datum=2014 |Seiten=29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten mit Sicherheit datierbaren Münzen der Stadt stammen aus der Herrschaftszeit [[Antiochos IV.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Haymann |Titel=Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.) |Verlag=Habelt |Ort=Bonn |Datum=2014 |Seiten=30-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Debatte steht, inwiefern die Verleihung der städtischen Autonomie und Asylie mit einer Ehrung der Stadt durch den armenischen König [[Tigranes II.]] in Verbindung gebracht werden kann, der Ostkilikien zwischen ca. 78 und 69 v. Chr. besetzt hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Haymann: &amp;#039;&amp;#039;Ein entvölkertes Kilikien unter Tigranes II.?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Olba.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2014, S. 281–289.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gaius Iulius Caesar]] machte den Ort zum &amp;#039;&amp;#039;oppidum liberum&amp;#039;&amp;#039;. Hier setzt auch die caesarianische Zeitrechnung an: die [[Ära|Ärenrechnung]] in Aigeai beginnt 47 v. Chr., wohl Anfang November. Strategische Bedeutung erhielt der Ort vor allem ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der [[Parther]]kriege, doch war er bereits in die Kriegslogistik des [[Bar-Kochba-Aufstand|Bar-Kochbar-Krieges]] involviert, den Kaiser [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] führte, welcher die Stadt aufgrund ihres günstig gelegenen Hafens förderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Haymann |Titel=Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.) |Verlag=Habelt |Ort=Bonn |Datum=2014 |Seiten=79–86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr 253 hat Haymann nachgewiesen, dass aufgrund des Einbruchs des [[Sassaniden]] Shapurs I. in Syrien Teile der Bevölkerung aus [[Antiochia am Orontes]] flohen und in Aigeai Zuflucht fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;George Watson: &amp;#039;&amp;#039;The Provincial Coinage of Aemilian. A Study in Imperial Communication.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Numismatic Chronicle.&amp;#039;&amp;#039; Band 178, 2018, S. 185–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihren Münzen zeigt die Stadt häufig eine Ziege und verweist mit [[Asklepios]]-Darstellungen auf ihre Bedeutung als Kultzentrum. Während der Regierungszeit des Kaisers [[Decius (Kaiser)|Decius]] war es der Stadt erlaubt, den Ehrennamen „Asklepioupolis“ zu führen. Laut [[Eusebius von Caesarea]] ließ [[Konstantin der Große]] im Jahr 311 den Asklepiostempel zerstören, und zwar als Ausdruck seiner Bekehrung zum [[Christentum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eusebius: &amp;#039;&amp;#039;Vita Constantini&amp;#039;&amp;#039; 3,56,1 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch geschah die Zerstörung entgegen der christlichen Propaganda eher als Bestrafung der Stadt Aigeai, die in den bis 324 dauernden Kämpfen Konstantins mit [[Licinius]] auf der falschen Seite gestanden hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Libanios]], &amp;#039;&amp;#039;orationes&amp;#039;&amp;#039; 306; vgl. Ruprecht Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Aigeai, der Asklepioskult, das Kaiserhaus der Decier und das Christentum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tyche. Beiträge zur Alten Geschichte, Papyrologie und Epigraphik.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1994, S. 208; [[Florian Steger]]: &amp;#039;&amp;#039;Asklepiosmedizin. Medizinischer Alltag in der römischen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2004, S. 100–102.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Spätantike]] wurde die Stadt, in der die Heiligen [[Kosmas und Damian]] als Märtyrer den Tod gefunden haben sollen, christlicher [[Bischofssitz]]. Auf dieses Bistum geht das [[Titularbistum Aegeae]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelalterliche Ayas war eine wichtige Hafen- und Handelsstadt [[Königreich Kleinarmenien|Kleinarmeniens]]. Aufgrund der Verlandung des Hafens von [[Tarsos]] lief über Ayas ein großer Teil des byzantinischen Ost-West-Handels. Von hier brach 1271 [[Marco Polo]] zu seiner Asienreise auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ayas sind eine See- und eine [[Burg|Landburg]] erhalten, genannt &amp;#039;&amp;#039;Ayas Kalesi&amp;#039;&amp;#039;, sowie ein etwa einen Kilometer westlich am Meer liegender achteckiger, dreistöckiger Wachtturm mit einer Inschrift des Sultans [[Süleyman I.]] Von der antiken Stadt sind nur wenige Kapitelle und kleine Relikte erhalten, die auf dem Gelände der Landburg aufgestellt sind, sowie [[Spolie]]n in verschiedenen Teilen derselben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Sophist [[Antiochos von Aigai]] (2./3. Jh.) stammte aus Aigai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Florian Haymann: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Geschichte und Identitätskonstruktion von Aigeai im römischen Kilikien (20 v. – 260 n. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 2014, ISBN 978-3-7749-3930-1.&lt;br /&gt;
* [[Hansgerd Hellenkemper]], [[Friedrich Hild (Byzantinist)|Friedrich Hild]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Forschungen in Kilikien&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen der Kommission für die [[Tabula Imperii Byzantini]]. Band 4). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1986, ISBN 3-7001-0771-4, S.&amp;amp;nbsp;160–164.&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|945||Aigai 6|[[Gustav Hirschfeld]]|RE:Aigai 6}}&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Merkelbach]], [[Josef Stauber]]: &amp;#039;&amp;#039;Steinepigramme aus dem griechischen Osten.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Die Südküste Kleinasiens, Syrien und Palaestina.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, Leipzig/München 2002, ISBN 3-598-73007-1.&lt;br /&gt;
* [[Franz Taeschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Āyās.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Brill, Leiden, S. 778.&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht Ziegler]]: &amp;#039;&amp;#039;Aigeai, der Asklepioskult, das Kaiserhaus der Decier und das Christentum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tyche (Zeitschrift)|Tyche. Beiträge zur Alten Geschichte, Papyrologie und Epigraphik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1994, S. 187–212.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4580819-3|VIAF=246285531}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Provinz Adana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike kilikische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort des Asklepios]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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