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	<title>Aidhab - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Positionskarte&lt;br /&gt;
| 1= Ägypten&lt;br /&gt;
| maptype=relief&lt;br /&gt;
| label= Aidhab&lt;br /&gt;
| position= left&lt;br /&gt;
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| caption= Aidhab im [[Hala’ib-Dreieck]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aidhab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aydhab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{arS|عيذاب|d=ʿAiḏāb}}) war im [[Mittelalter]] eine Hafenstadt am [[Rotes Meer|Roten Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ort lag östlich von [[Assuan]], an der heutigen [[Ägypten|ägyptisch]]-[[sudan]]esischen Grenze, 20 Kilometer nördlich des heutigen Dorfes [[Halaib]], das im umstrittenen Gebiet des [[Hala’ib-Dreieck]] liegt. Die Umrisse der Wohnstadt sind durch Satellitenaufnahmen einigermaßen bekannt, Reste von Hafenanlagen sind auf diesen Bildern nicht zu sehen. Die Siedlung umfasste etwa 1,5 Quadratkilometer zwischen niedrigen Hügeln an der Korallenküste. Ein Stadtteil mit Häusern aus Korallenkalk in der Nähe des Hafens ließ sich von einem Siedlungsbereich mit einfacheren Häusern von sesshaft gewordenen Nomaden unterscheiden. Die Steingebäude umgaben Innenhöfe, ebenso wie in den anderen Hafenorten Badi und Dhalak Kebir. Die Friedhöfe im Norden und Süden des Ortes waren größer, als es der lokale Bedarf hätte erwarten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für das 5. Jahrhundert ist für Aidhab oder den wenige Kilometer nördlich gelegenen alten Hafen [[Berenike (Baranis)|Berenike]] ein Bischof Nabis in literarischen Quellen nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried G. Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Christianisierung Nubiens.&amp;#039;&amp;#039; Reichert, Wiesbaden 2002, S. 143, ISBN 3-89500-311-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit hätte das Christentum hier ein Jahrhundert früher als im Landesinnern Unter[[nubien]]s Fuß gefasst. Im Mittelalter war Aidhab, dank der günstigen Lage gegenüber von [[Dschidda]], einer der Haupthäfen für afrikanische Pilger auf dem Weg nach [[Mekka]]. Ein weiterer Hafenort etwas weiter südlich war Badi, dessen Blütezeit zwischen der Mitte des 7. und der Mitte des 12. Jahrhunderts lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Mohi El-Din Abdalla Zarroug: &amp;#039;&amp;#039;The Kingdom of Alwa: The Present State of the Question.&amp;#039;&amp;#039; University of Calgary Press, 1991, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Aidhab war der Endpunkt einer Karawanenroute und diente als Hafen für den Handel mit [[Jemen]], Indien und dem Fernen Osten. Der kleine Ort erlebte ab der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts einen Aufschwung, als durch die [[Kreuzzug|Kreuzritter]] die Landwege nach Mekka immer unsicherer wurden und diese den [[Sinai-Halbinsel|Sinai]] besetzt hatten. Ausfuhrgüter waren Baumwolle, Datteln, Zucker und Glas. Aus dem Osten wurden Gewürze, Perlen und chinesisches Porzellan importiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Insoll: &amp;#039;&amp;#039;The Archaeology of Islam in Sub-Saharan Africa.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2003, S. 94–101 Probegrabungen in den 1970er Jahren brachten glasierte Keramik aus Marokko oder dem muslimischen [[Andalusien]] zum Vorschein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aidhab soll mehrmals geplündert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;G. W. Murray: Geographical Journal, Vol. 68, No. 3, September 1926, S. 235–240&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1180 beschreibt [[Ibn Dschubair]] (1145–1217) Aidhab in seinem Tagebuch als einen Ort, wo alles eingeführt werden muss, sogar das Wasser. Die Lebensbedingungen seien hart. „Wir lebten in einer Luft, die den Körper schmelzen ließ, und tranken Wasser, das den Magen vom Appetit ablenkte“. Der Aufenthalt in dieser Stadt sei die schlimmste Prüfung auf dem Weg nach Mekka. Obwohl die Bevölkerung in Aidhab durch die [[Haddsch|Mekka-Pilger]] eine Menge Annehmlichkeiten genieße, verhalte sie sich ihnen gegenüber höchst ungerecht. Sie kenne keine Religion außer dem Lippenbekenntnis zur Einheit Gottes. „Sie sind ein sittenloses Volk, und es ist keine Sünde, sich in Flüchen über sie zu ergehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.edition-erdmann.de/buecher/Dschubair_Mekkapilger.htm Ibn Dschubair: &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines Mekkapilgers.&amp;#039;&amp;#039; S.47 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war im 12. Jahrhundert durch die Goldminen des nahegelegenen Wadi Allaqi, durch Handel und als Pilgerstation wohlhabend. Ibn Dschubair beschrieb die [[Bedscha (Ethnie)|Bedscha]]-Einwohner als „schwarzes Volk, das die Berge bewohnt“, mit Kamelen auf wasserlosen Routen unterwegs sei und alte Kunstschätze rauben würde. Im 13. Jahrhundert waren die Goldvorräte nahezu erschöpft, es war die Zeit von Kämpfen zwischen verschiedenen arabischen Volksgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Záhořík: [http://www.uni-köln.de/phil-fak/afrikanistik/kant/data/ZJ1_kant1.pdf &amp;#039;&amp;#039; The Islamization of the Beja until the 19th century.&amp;#039;&amp;#039;] Beiträge zur 1. Kölner Afrikawissenschaftlichen Nachwuchstagung (KANT I), 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Schilderung der „sittenlosen“ Zustände gab der marokkanische Pilger al-Qasim ibn Yusuf at-Tugibi as-Sabti († 1329), der mit seiner Reisegruppe von Kairo mit dem Schiff nilaufwärts bis [[Qus (Stadt)|Qus]] fuhr, die Wüste bis zum Roten Meer durchquerte und 1297 Aidhab als Hafen für die Überfahrt in den Jemen benutzte. Diese Reiseroute wurde nach 1360 zugunsten des Seeweges entlang des Roten Meeres aufgegeben. Al-Qasim fand die Umgebung des kleinen Ortes wüstenartig karg, schlechtes Trinkwasser wurde aus einer einzigen Zisterne geholt. Die Einwohner seien bis auf ein blaues Stück Stoff unbekleidet. Es gab einen von den ägyptischen [[Mamluken]] eingesetzten Statthalter und einen zweiten, der von den Herrschern von [[Sawakin]] ernannt war. Beide teilten sich die Tributzahlungen der Reisenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Haarmann]], Bettina Zantana: [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4924/pdf/Haarmann_Zwischen_Suez_und_Aden.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Suez und Aden - Pilger und Fernhändler im Roten Meer vom 10. bis zum 16. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;] In: Stephan Conermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Indische Ozean in historischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; EB-Verlag, Hamburg 1998, S. 109–142 (Schilderung von Aidhab: S. 130–134) (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aidhab wurde von [[Ibn Battūta]] (1304–1368/1377) als groß und gut mit Lebensmitteln versorgt beschrieben. Anders als bei Ibn Dschubair heißt es, Aidhab sei von den Bujah bewohnt, ein schwarzhäutiges Volk, das sich in gelbe Tücher hüllen und Stirnbänder tragen würde, wobei die Stadt zu einem Drittel zwischen dem [[Sultan]] von Ägypten und zu zwei Dritteln dem König der Bedscha aufgeteilt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fordham.edu/halsall/source/1354-ibnbattuta.html Ibn Battuta: &amp;#039;&amp;#039;Travels in Asia and Africa 1325-1354.&amp;#039;&amp;#039; Medieval Sourcebook]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später beschrieb der ägyptische Historiker [[al-Maqrīzī]] († 1442) den glühendheißen Ort mit Abscheu und setzte die Einwohner wilden Tieren gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort verlor im Laufe des 14. Jahrhunderts seine Stellung als wichtiger Hafen an Sawakin. Einmal wurde die Seereise auf dem Roten Meer als weniger gefährlich eingeschätzt als zuvor und war weniger beschwerlich als die erwähnte Wüstendurchquerung, zum anderen wurde das von Bedscha kontrollierte Sawakin bevorzugt, da es außerhalb des mamlukischen Einflussgebietes lag. Der Mangel an ausreichend sauberem Trinkwasser in der Umgebung mag ein weiterer Grund gewesen sein. 1426 wurde der Ort von Sultan [[Barsbay]] zerstört. Es war die Rache für Angriffe der Bewohner auf Karawanenrouten der Mamluken, wie sie bereits Ibn Battuta geschildert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Peacock, Andrew Peacock: &amp;#039;&amp;#039;The Enigma of &amp;#039;Aydhab: a Medieval Islamic Port on the Red Sea Coast.&amp;#039;&amp;#039; International Journal of Nautican Archaeology, Bd. 37, 1, S. 32–48, November 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=22/20/10/N |EW=36/28/58/E |region=EG-BA/SD-RS |type=city}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nubien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterliche Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Trustable</name></author>
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