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	<title>Agrarreform - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agrarreform&amp;diff=167631&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TabellenBot: Einzelnachweis mit deutschlandfunk.de-Link formatiert</title>
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		<updated>2024-02-17T15:58:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis mit deutschlandfunk.de-Link formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agrarreform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Reform]], welche durch die [[Agrarpolitik]] ausgelöst wird und Maßnahmen zur Veränderung der [[Agrarstruktur]] betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Reformen betreffen allgemein die Umgestaltung bestehender Verhältnisse, meist mit Hilfe von [[Rechtsnorm]]en. Auch [[Moralischer Appell|moralische Appelle]] können im Rahmen der [[Ablaufpolitik]] helfen, wenn entweder klare gesetzliche Regelungen fehlen oder sich die [[Regierung]] scheut, gesetzlich bereits vorgesehene Maßnahmen sofort zu ergreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=1ijSsSU4-akC&amp;amp;pg=PA311&amp;amp;dq=die+Moral+suasion&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj2rfqBxbbXAhXFmBoKHVzMD60Q6AEIPjAE#v=onepage&amp;amp;q=die%20Moral%20suasion&amp;amp;f=false Alfred Katz/Claus Köhler, &amp;#039;&amp;#039;Geldwirtschaft: Geldversorgung und Kreditpolitik&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1977, S. 311]&amp;lt;/ref&amp;gt; Agrarreformen betreffen im weiteren Sinne auch die Veränderung der Lebens- und Produktionsbedingungen auf dem Lande durch [[Agrarrecht (Deutschland)|agrarrechtliche]] oder agrarpolitische Maßnahmen, [[Agrarkredit]]e, staatliche [[Infrastruktur]]investitionen oder [[Besteuerung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SJn4x11g0-AC&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;dq=Agrarreform&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjvjvyLjaPlAhUHNOwKHd2KCS8Q6AEIPjAD#v=onepage&amp;amp;q=Agrarreform&amp;amp;f=false Philipp Hartmann, &amp;#039;&amp;#039;Agrarreform im brasilianischen Bundesstaat Ceará&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 3 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefgreifende Agrarreformen werden mit Ausnahme von Afrika südlich der Sahara mit mehr oder weniger Erfolg in den meisten Ländern der [[Dritte Welt|Dritten Welt]] durchgeführt, so in Ägypten, Algerien, Indien, Iran, Kuba, Pakistan oder den Philippinen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PiskBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=Agrarreform+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiA0N-DnqPlAhXVuHEKHS_uCcEQ6AEIOzAC#v=onepage&amp;amp;q=Agrarreform%20lexikon&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 7]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Agrarreformen betreffen drei Teilgebiete der [[Landwirtschaft]], nämlich die [[Landreform]], die [[Bodenbewirtschaftung]] und den [[Agrarmarkt]]. Während sich die Landreform mit der Änderung der Eigentumsverhältnisse ([[Grundeigentum]]) oder der [[Landnutzung]] [[Landwirtschaftliche Nutzfläche|landwirtschaftlicher Nutzfläche]] befasst ([[Agrarstrukturreform]]), betrifft die Bodenbewirtschaftung beispielsweise die [[Betriebsgröße]]n oder [[Kulturtechnik (Bodenkultur)|kulturtechnische]] Maßnahmen zur Werterhöhung des [[Boden (Bodenkunde)|Bodens]]. Häufigeren Reformen ist der Agrarmarkt ausgesetzt (Agrarmarktreformen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agrarreformen in der EU ==&lt;br /&gt;
Die [[Gemeinsame Agrarpolitik der EU]] (GAP) beruht auch auf dem Grundgedanken, dass ein freier [[Binnenmarkt]] mit [[Agrarprodukt]]en ohne [[Dirigismus|dirigistische]] Eingriffe mit Rücksicht auf die Einkommenssituation der Landwirte nicht realisierbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=93TKBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=agrarmarkt+ist+ein+markt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjp3NKwu4rlAhWDJ1AKHRPrD9sQ6AEIXjAH#v=onepage&amp;amp;q=agrarmarkt%20ist%20ein%20markt&amp;amp;f=false Karl-Werner Hansmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Europa 1992&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 9]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1962 einigte man sich auf eine einheitliche Preisfestsetzung für die meisten Agrarprodukte, auf die Bevorzugung von EU-Agrarprodukten ([[Agrarprotektionismus]]), die Stabilisierung der Einkommenssituation der Landwirte und auf die Einrichtung eines Garantiefonds für die Landwirtschaft. Im Dezember 1969 einigte man sich auch über die [[Finanzierung]] der gemeinsamen Agrarpolitik. Agrarreformen sollen in der EU die negativen Auswirkungen der [[Agrarmarktordnung]]en einschränken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=kFMgBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA6&amp;amp;dq=eu+agrar-Reform+1984&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiU7ITRzorlAhXGIVAKHcjqDMUQ6AEIOjAC#v=onepage&amp;amp;q=eu%20agrar-Reform%201984&amp;amp;f=false Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erste Agrarreform sorgte 1983/1984 dafür, dass es [[Produktionsquote]]n für einige Agrarprodukte gab (etwa die [[Milchquote]]) und Preisgarantien für Überschussprodukte entfielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Werner Hansmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Europa 1992&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine grundlegende Agrarreform folgte im Mai 1992 und brachte im [[Pflanzenbau]] einen Abbau der Preisstützung für Getreide und Rindfleisch sowie einen Ausgleich der Preissenkungen bei der Rindfleischerzeugung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der im März 1999 verabschiedeten Agrarreform [[Agenda 2000]] soll die [[Wettbewerbsfähigkeit]] der europäischen Landwirtschaft dem [[Weltmarkt]] und damit auch die Preise dem Weltmarktpreisniveau angeglichen werden. Dazu mussten die garantierten [[Agrarpreise]] für Milch um 15 %, Getreide um 20 % und Rindfleisch um 30 % gesenkt werden; ein Ausgleich erfolgt durch [[Direktzahlung]]en. Die Umsetzung fand bis Dezember 2006 statt. Die Agrarreform von 2003 brachte in der EU eine Entkopplung der Direktzahlungen von der Agrarproduktion. In der im Dezember 2013 beschlossenen „Agrarreform 2014“ wird die Marktorientierung der Landwirtschaft fortgesetzt und die GAP noch stärker als bisher auf die Entlohnung gesellschaftlicher Leistungen ausgerichtet. Zudem werden durch das [[Gemeinsame Agrarpolitik#Direktzahlungen und Greening: GAP-Leitlinien 2014–2020|Greening]] die Direktzahlungen stärker an die Erfüllung von Umweltbelangen gekoppelt. Gleichzeitig bietet die GAP den Landwirten weiterhin ein Sicherheitsnetz im Falle von [[Marktrisiko|Marktkrisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2020 einigten sich die Agrarminister der EU auf Kernpunkte einer weiteren Reform der GAP.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.phoenix.de/eu-agrarminister-a-1871160.html?ref=252248&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/gemeinsame-agrarpolitik-was-die-eu-agrarreform-bringen-soll.2897.de.html?dram:article_id=486148 |titel=Gemeinsame Agrarpolitik - Was die EU-Agrarreform bringen soll |werk=[[Deutschlandfunk|deutschlandfunk.de]] |datum=2024-02-17 |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tagesschau.de/ausland/eu-agrarreform-103.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agrarreformen der FAO ==&lt;br /&gt;
Die [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen]] (FAO) hat bereits im Juli 1979 ihre erste Konferenz zur Agrarreform abgehalten, wobei sie nicht nur landwirtschaftliche ({{enS|agricultural}}), sondern auch eine umfassende ländliche ({{enS|rural}}) Entwicklung forderte. Beschlossen wurde die Schaffung sozialer Gerechtigkeit und breiter Zugang zu Landflächen und anderen Ressourcen für die arme Landbevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=gCAfBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA206&amp;amp;dq=Agrarreform+vereinte+nationen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjkweuytaPlAhXELFAKHZV1D6EQ6AEIKTAA#v=onepage&amp;amp;q=Agrarreform%20%20&amp;amp;f=false Reinhard Wesel, &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Politik der Vereinten Nationen: Die „Weltkonferenzen“ als Rituale&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 206]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Als nicht funktionierender [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] unterliegt der Agrarmarkt der staatlichen [[Marktregulierung]], die sich als [[Staatsinterventionismus]] in Form von [[Agrarprotektionismus]], [[Agrarsubvention]]en, [[Interventionspreis]]en ([[Mindestpreis|Mindest-]] und [[Höchstpreis]]e bei Agrarpreisen) oder [[Produktionsquote]]n zeigt. Die intensive Marktregulierung führt bei politisch unerwünschten Änderungen des [[Marktgleichgewicht]]s oder der [[Marktstruktur]] zu Agrarreformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agrarreformen wirken sich auf das [[Einkommen]] und/oder [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] der [[Marktteilnehmer]] aus. Da {{Art.|39|AEUV|dejure}} [[AEUV]] neben dem Ziel der [[Versorgungssicherheit (Nahrung)|Versorgungssicherheit]] auch die Sicherung einer angemessenen Lebenshaltung der Landwirte verfolgt, soll ihr [[Pro-Kopf-Einkommen]] erhöht werden. Das Vermögen kann durch Bodenreformen (etwa [[Flurbereinigung]]) betroffen sein. Ziel der Agrarreformen ist die Verbesserung des [[Lebensstandard]]s der [[Landbevölkerung]] sowie der [[Produktivität]]ssteigerung der Landwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks/Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Agrarreform}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Agrarreform|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.professor-frithjof-kuhnen.de/publications/agrarreform-siedlungswesen/1.htm Frithjof Kuhnen: Agrarreform und Siedlungswesen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4000776-5|LCCN=sh/85/074300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarpolitik der Europäischen Union]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landreform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Subvention]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TabellenBot</name></author>
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