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	<title>Agrarkredit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:40:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agrarkredit&amp;diff=1300703&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: /* Einzelnachweise */ +GND +Kat.</title>
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		<updated>2024-01-04T14:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; +GND +Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agrarkredit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Zweckbindung|zweckbestimmter]] [[Kredit]], der zur [[Finanzierung]] der [[Liquidität]] oder von [[Investition]]en in der [[Agrarsektor|Agrarwirtschaft]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der [[Produktionsprozess]] ist in der [[Landwirtschaft]] von hoher [[Anlagenintensität]] geprägt, bedarf also dem starken Einsatz von [[Maschine]]n ([[Landmaschine]]n) und [[Landwirtschaftliches Gerät|Geräten]], die unter Umständen eine [[Fremdfinanzierung]] erfordern. Zudem ist bei der [[Agrarproduktion]] der Zeitraum zwischen [[Saat]] und [[Ernte]] finanziell zu überbrücken, da die [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] für Saat anfallen, bevor [[Einnahme]]n aus der Ernte erzielt werden können. Als [[Kreditnehmer]] kommen in erster Linie [[Landwirt]]e in Frage („Hofkredit“), darüber hinaus auch genossenschaftliche [[Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main|Warenzentralen]], [[Mühle]]n oder [[Zuckerfabrikation|Zuckerfabriken]].&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Löffelholz/Gerhard Müller, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, Sp. 1053&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Schaffung der [[Landschaft (Landstände)|Landschaften]] begann in [[Preußen]] im 18. Jahrhundert der Agrarkredit für [[Rittergut]]sbesitzer. Ihre [[Kreditgeber]] waren die Landschaften, die sich selbst durch Ausgabe von „landschaftlichen [[Pfandbrief]]en“ [[Refinanzierung|refinanzierten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=h1ckMhpnSnQC&amp;amp;pg=PA149&amp;amp;dq=Pfandbrief+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Pfandbriefe&amp;amp;f=false Günther Schulz, &amp;#039;&amp;#039;Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 149]&amp;lt;/ref&amp;gt; König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] erkannte im Juni 1770 als erste die [[Schlesische Landschaft]] an. Es handelte sich um eine Kreditanstalt, mit deren Hilfe die Rittergutsbesitzer zu 5 % verzinste Pfandbriefe ausgeben konnten. Ihr folgten im Juni 1777 das [[Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kreditinstitut|Kur- und Neumärkische Ritterschaftliche Kreditinstitut]], danach die Landschaften in [[Pommersche Landschaft|Pommern]] im März 1781, [[Landschaft (Preußen)|Westpreußen]] 1787 und [[Ostpreußische Generallandschaftsdirektion|Ostpreußen]] 1788.&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold-Michael Marzi, &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der Pfandbriefe und Hypothekenbanken in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach deutschem Muster der „Landschaften“ entstand 1823 in Holland die &amp;#039;&amp;#039;Groningsche Landschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ChJSAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA224&amp;amp;dq=Groning+Landschaft+1823&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Groning%20Landschaft%201823&amp;amp;f=false Karl Heinrich Rau, &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze der Volkswirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1854, S. 224]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende [[Mechanisierung]] in der Landwirtschaft erforderte einen höheren [[Kapitalbedarf]], der zum Teil durch Fremdfinanzierung zu decken war. Die in der [[Industrialisierung]] finanzierenden [[Universalbank]]en waren jedoch mit den agrartypischen Eigenheiten dieser Kreditnehmer wenig vertraut. Einige Landeskreditanstalten befassten sich vornehmlich mit der Gewährung von [[Hypothekendarlehen]] an Landwirte. So entstand 1840 die &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Landeskreditanstalt&amp;#039;&amp;#039;, die den Bauern bei der Durchführung der hannoverschen Agrarreform von 1833 helfen sollte. Auch [[Landesbank]]en befassten sich teilweise mit Agrarkrediten. Es bildeten sich schließlich [[Spezialbank]]en, die sich als Agrarbanken („Bauernbanken“) auf die Finanzierung der Landwirtschaft konzentrierten. Hierzu gehörten die ländlichen [[Kreditgenossenschaft]]en, die als Ergebnis einer [[Missernte]] im Jahre 1846 durch [[Friedrich Wilhelm Raiffeisen]] ins Leben gerufen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=6SyfBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA25&amp;amp;dq=agrarbanken&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=agrarbanken&amp;amp;f=false Hartwig Jessen, &amp;#039;&amp;#039;Das landschaftliche Kreditwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 25 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie waren bald in fast allen Landgemeinden vertreten und entfalteten dort eine sehr nützliche Tätigkeit. Aus der 1908 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Kaliwerke [[Ummendorf (Börde)|Ummendorf]]-[[Eilsleben]] AG&amp;#039;&amp;#039; ging im Jahre 1921 die &amp;#039;&amp;#039;Bank für Landwirtschaft AG&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, hervor, die ihrerseits 1935 die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bauernbank&amp;#039;&amp;#039; übernahm.&lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Im Mai 1949 entstand die [[Landwirtschaftliche Rentenbank]] als [[Förderbank]] für Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung. Zwei noch heute bestehende Agrarkreditinstitute sind der [[Calenberger Kreditverein]] (1825) und das [[Ritterschaftliches Kreditinstitut Stade|Ritterschaftliche Kreditinstitut Stade]] (1826).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditarten ==&lt;br /&gt;
Die [[Finanzierung]] der [[Liquidität]] geschieht durch kurzfristige Agrarkredite in Form von [[Kontokorrentkredit]]en für landwirtschaftliche [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]], [[Rohstoff (Produktion)|Roh-]], [[Hilfsstoff (Rechnungswesen)|Hilfs-]] und [[Betriebsstoff]]e. Die Finanzierung von [[Vieh]] erfolgt durch kurz- oder mittelfristige Kredite, die auch durch [[Sicherungsübereignung]] der [[Nutztier]]e [[Kreditsicherheit|gesichert]] werden kann, da [[Tier]]e rechtlich als [[bewegliche Sache]] gelten. Die Finanzierung von [[Liste landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen|landwirtschaftlichen Maschinen]] und [[Bauprojekt|Baumaßnahmen]] erfolgt durch langfristige [[Investitionskredit]]e, die meistens [[grundpfandrecht]]lich besichert sind und auch als landwirtschaftlicher [[Realkredit]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditsicherheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verglichen mit Krediten in anderen Wirtschaftsbereichen, ergeben sich bei Agrarkrediten hinsichtlich der möglichen [[Kreditsicherheit]]en deutliche Unterschiede. Da Landwirtschaftsbetriebe in der Regel viel [[Grund und Boden|Grund- und Bodenbesitz]] haben, können daher die darauf befindlichen Gebäude sowie die Landflächen selbst als Kreditsicherheit verwendet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Beleihungswert]] der als Sicherheit angegebenen [[Grundstücksfläche]]n, [[Gebäude]] und [[Maschine]]n kann alternativ durch die folgenden drei verschiedenen Rechenmodelle erfolgen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter König |url=https://www.kredite.org/ratgeber/agrarkredit-finanzspritze-landwirtschaft/ |titel=Agrarkredit als Finanzspritze für die Landwirtschaft |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2017-11-14 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
# [[Sachwertverfahren]]: Hier dient ein theoretischer Herstellungswert eines ähnlichen [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsguts]] als Maßstab;&lt;br /&gt;
# [[Vergleichswertverfahren]]: Der Beleihungswert wird anhand des Verkaufspreises eines gleichartigen Gutes bestimmt;&lt;br /&gt;
# [[Ertragswertverfahren]]: Nach diesem Verfahren wird der Beleihungswert anhand des prognostizierten Ertrages festgelegt, der mit dem beliehenen Wirtschaftsgut erzielt wird.&lt;br /&gt;
Je nach vorliegender Sachlage greifen Banken auch auf eine Kombination dieser Verfahren zurück. Bei Ertrag bringender landwirtschaftlicher Nutzfläche eignet sich eher das Ertragswertverfahren, bei Gebäuden das Sachwertverfahren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Blömer: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Agrarkredits in der preußischen Provinz Westfalen im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Knapp, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-7819-0450-4 (&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Instituts für Bankhistorische Forschung e.V.&amp;#039;&amp;#039; 16), (Zugleich: Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1989).&lt;br /&gt;
* Hans Greuer: &amp;#039;&amp;#039;Der Agrarkredit und seine bankmässige Organisation in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Triltsch, Düsseldorf 1963 (Zugleich: Köln, wirtschafts- u. sozialwiss. Diss. 1962).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.agrarconsult.de/_pdf/NL_Agrarkredit.pdf Agrarkredit im Wandel? Worauf sich Agrarunternehmen zukünftig einstellen sollten] &amp;#039;&amp;#039;Neue Landwirtschaft (4·2006)&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 458 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4000764-9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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