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	<title>Agrargesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:43:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agrargesellschaft&amp;diff=332244&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2024-07-25T15:25:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agrargesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine vormoderne [[Gesellschaft (Recht)|Gesellschaft]] mit einem hohen Anteil an [[Beschäftigte]]n in der [[Landwirtschaft]] als dem primären [[Wirtschaftssektor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Agrargesellschaft löste die [[Horde (Wildbeuter)|Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften]] ab und entstand erstmals um 9.500 v. Chr. mit der Erfindung des systematischen Pflanzenanbaus. Die [[Domestizierung]] der [[Nutzpflanze]]n und um 8.500 bis 8.000 v. Chr. der [[Nutztier]]e war so weit fortgeschritten, dass die Menschen ihre [[Arbeit (Philosophie)#Agrargesellschaft|Arbeit]] überwiegend als Bauern oder Viehzüchter organisierten. Da die Angehörigen der Agrargesellschaft mit Ausnahme der [[Hirtenvolk|Hirtenvölker]] wegen der Bodenbewirtschaftung meist sesshaft sind, können größere Bestände an materiellen Gütern zusammengetragen und errichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Hillmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 410). 5., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-520-41005-4, S. 12f. (Kapitel: Agrargesellschaft).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der frühen Agrargesellschaft entwickelte sich vermutlich nach und nach die gesellschaftsverändernde Idee des [[Grundeigentum]]s. Der Anthropologe [[Carel van Schaik]] und der Historiker [[Kai Michel]] schreiben zur Entstehung des Eigentums:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= Die Landwirtschaft erforderte, dass bestimmte Dinge nicht mehr allen gehörten. Wie sollte man etwas ernten, wenn sich vorher jeder bediente? […] Das neue Eigentumskonzept zu etablieren […] bedurfte eines enormen intellektuellen Aufwandes, der Idee, dass es nun Dinge geben sollte, die Einzelnen gehörten, in einer Gemeinschaft Geltung zu verschaffen. […] Mit dem Sesshaftwerden wurde eines der fundamentalen Gesetze menschlichen Zusammenlebens ausgehebelt, eines, das eine halbe Ewigkeit lang ein alltägliches Gebot gewesen war: Nahrung muss geteilt werden! […] Hier wird eine alltägliche, lebensnotwendige Handlung – das Sammeln von Früchten – nicht nur untersagt; sie wird kriminalisiert. […]&lt;br /&gt;
 |Autor= Carel van Schaik und Kai Michel&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Carel van Schaik, Kai Michel: &amp;#039;&amp;#039;Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2016, S. 64 ff, ISBN 978-3-498-06216-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Trotz der naheliegenden Schlussfolgerungen lässt sich auch diese [[Eigentumstheorien|Eigentumstheorie]] nicht beweisen. Es bleibt offen, wann und in welchem Zusammenhang das Eigentum tatsächlich die hohe [[Wertvorstellung|Wertschätzung]] erlangte, die es heute innehat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle europäischen Gesellschaften zwischen der [[Neolithische Revolution|neolithischen Revolution]] und der [[Industrielle Revolution|industriellen Revolution]] waren Agrargesellschaften, d.&amp;amp;nbsp;h. die kleinen und wenigen [[Stadt|Städte]] waren jeweils in ein größeres agrarisch geprägtes Umfeld eingebettet, das diese mit [[Lebensmittel]]n versorgte. Die Umwandlung dieser Agrargesellschaften in Industriegesellschaften erfolgte unter anderem durch die Industrialisierung der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder landwirtschaftliche Betrieb konnte durch Einsatz von [[Maschine]]n und chemischen [[Düngemittel]]n ein Mehrfaches an Produkten erzeugen, als für die Versorgung der in diesem Betrieb arbeitenden Menschen, meist Familienmitglieder, notwendig war. Dadurch wurden, unter der häufigen Begleiterscheinung von massenhaftem [[Elend (Zustand)|Elend]], Arbeitskräfte für die [[Industrie]] freigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen [[Mittelalter]] entwickelte sich ein [[Feudalismus|Feudalsystem]] innerhalb der Agrargesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Alle modernen Gesellschaften waren Agrargesellschaften, wandelten sich später in [[Industriegesellschaft]]en, um im Laufe der Zeit [[Dienstleistungsgesellschaft]]en zu werden. Dieser historische Ablauf wird [[Drei-Sektoren-Hypothese]] genannt. Er sagt aus, dass „in dem namensgebenden Sektor jeweils der Hauptanteil an Beschäftigung wie an wirtschaftlicher Wertschöpfung stattfindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ditmar Brock]]: &amp;#039;&amp;#039;Industrielle Revolution und moderne Industriegesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2011, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agrargesellschaft hebt sich von der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft durch eine geringe [[Arbeitsteilung]], starke [[Selbstversorgung]] und geringer Pendelwanderung der Beschäftigten ab. Die Menschen leben hier oft in [[Großfamilie]]n. [[Freizeit]] und [[Arbeitszeit]] verschmelzen oft. Die Bevölkerungsmehrheit ist mit der Herstellung von Agrarprodukten beschäftigt. Die Geburten- und Sterberaten sind beide hoch. Das Zusammenleben ist häufig von einer gemeinsamen Religion, alten Sitten, Bräuchen, Traditionen und Gewohnheiten geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Hillmann: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 410). 5., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-520-41005-4, S. 12 (Kapitel: Agrargesellschaft).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit geringem oder keinem maschinellen Einsatz hergestellten landwirtschaftlichen Produkte dienen dabei vor allem der Selbstversorgung (sog. Ackerschollenprinzip). Handel mit landwirtschaftlichen Produkten findet nur in geringem Maß statt, so dass der überwiegende Teil der Bevölkerung in der landwirtschaftlichen Produktion beschäftigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Die industrialisierten [[Stadt|Städte]] und Zentren in der [[Dritte Welt|Dritten Welt]] sind auch heute noch meist von agrarisch dominierten Bereichen umschlossen. Daraus resultierten zahlreiche gesellschaftliche und soziale Probleme, da sich z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Sozialisation]] auf dem Land entscheidend von der Sozialisation in einer industrialisierten Stadt unterscheidet. Dies führt oft zur sozialen und politischen Aufspaltung der Gesellschaften in Land- und Stadtbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125621-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsmodell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsordnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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