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	<title>Agrardumping - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:32:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2020-06-13T16:23:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WLW&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WLW (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WLW&lt;/a&gt; +1lf; 1 externer Link geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agrardumping&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet das Angebot von [[Agrar]]produkten zu [[Dumping]]-Preisen, also erheblich unterhalb der [[Produktionskosten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritikpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kritik unter dem Stichwort „Agrardumping“ kommt insbesondere von NGOs wie [[Oxfam]], [[Germanwatch]], [[FIAN]] sowie von dem ehemaligen UN-Sonderberichterstatter [[Jean Ziegler]]. Die Kritik richtet sich konkret gegen die [[Agrarmarktordnung]]en der [[Industrieland|Industrieländer]] – insbesondere der [[USA]], [[EU]] und [[Kanada]] – aber auch gegen die der [[Schwellenland|Schwellenländer]] wie [[Brasilien]] und [[Argentinien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochsubventionierte Produkte aus diesen Ländern, die mithilfe der [[Subventionen]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Ausfuhrerstattung]]&amp;#039;&amp;#039;) zu Niedrigstpreisen auf den [[Weltmarkt]] kommen, schädigen die [[Landwirtschaft in Entwicklungsländern]] und zerstören die Existenzgrundlage der [[Kleinbauer]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Haverkate: &amp;#039;&amp;#039;Probleme des Subventionsrechts in Einzelbereichen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches Wirtschaftsrecht. Besonderer Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; Berlin und Heidelberg 2013, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ländliche [[Armut|Verarmung]], [[Urbanisierung]], [[Hungersnot|Hungersnöte]], [[Welthunger]] und [[Flucht]] seien die Folgen dieser Politik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des Agrardumpings sehen auch Nachteile für die reicheren Länder. In deren Landwirtschaft würde &amp;#039;&amp;#039;Masse&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Qualität&amp;#039;&amp;#039; gefördert. Dies führe durch erhöhten [[Dünger]]- und [[Pflanzenschutzmittel]]einsatz zu einer unnötigen [[Umweltbelastung]]. Zudem würden die Subventionen ungerecht zugunsten der großen Betriebe verteilt, während kleine [[Biobauer]]n auch in den reichen Ländern unangemessen benachteiligt würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dumping|Preisdumping]] ist eine im Regelsystem der [[Welthandelsorganisation]] (WTO) untersagte Praxis, die durch diverse [[Handelshemmnis]]se unterbunden werden kann. Im Agrarbereich greifen jedoch bisher solche Regelungen nicht, sondern es gelten diverse Sonderregelungen wie [[Exportsubvention]]en und dumpingfördernde Auflagen des [[Internationaler Währungsfonds|Internationalen Währungsfonds]] und der [[Weltbank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bekenntnisse eines Economic Hit Man]] beschreibt [[John Perkins (Autor)|John Perkins]] u. a. die Strategie des Agrardumpings mit dem Teilziel des Bankrotts von Kreditschuldnern als Erfüllungsbedingung zu [[Land Grabbing]] und anderen &amp;#039;&amp;#039;Strukturanpassungsprogrammen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Verdichtet zu [[Strukturanpassungsprogramm]]en (&amp;#039;&amp;#039;structural adjustment policies&amp;#039;&amp;#039;) z. B. Liza Grandia (2011): {{Webarchiv | url=http://www.iss.nl/fileadmin/ASSETS/iss/Documents/Conference_papers/LDPI/13_Liza_Grandia.pdf | wayback=20160916095121 | text=&amp;#039;&amp;#039;Projecting Smallholders: Roads, the Puebla to Panama Plan and Land Grabbing in the Q’eqchi’ Lowlands of Northern Guatemala&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF), p. 36: &amp;quot;When Third World countries began in the 1980s to default on this debt, the International Monetary Fund imposed structural adjustment policies (SAPs) which forced countries to privatize resources and promote exports over local food security (Danaher 1994). As we have seen in Guatemala’s history of the coffee trade, export businesses demand externally-oriented, “pass-through” infrastructure, precipitating a vicious cycle in which a country applies for another development bank project, thereby falling ever deeper into debt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch [[Washington Consensus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderungen der Agrarpolitik ==&lt;br /&gt;
Wegen solcher Kritik überprüfte und änderte die EU teilweise ihre [[Gemeinsame Agrarpolitik]] (GAP). Seit der letzten Agrarreform 2003 verringert sie die Exportsubventionen zugunsten von [[Direktzahlung]]en und hat beispielsweise bei Milchprodukten die Exportsubventionen seit 2007 ganz gestrichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://eur-lex.europa.eu/budget/data/D2008_VOL4/DE/nmc-titleN123A5/nmc-chapterN50452281327-264/index.html#N50452281327-264 | wayback=20090423125827 | text=Statistik der EU-Kommission}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Beschluss wurde allerdings im Januar 2008 angesichts der historisch niedrigen Milchpreise von unter 20 Cent/Liter bei manchen Molkereien wieder revidiert. Die [[Heinrich-Böll-Stiftung]] kritisiert die GAP, weil dadurch kleinere Betriebe benachteiligt würden.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.boell.de/de/2019/01/09/hoefesterben-wachsen-oder-weichen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Abschaffung Exportsubventionen subventionieren die [[OECD]]-Staaten, vor allem die EU und die USA die Landwirtschaft in einer Größenordnung von jährlich 360 Mrd. Dollar an [[Agrarsubvention]]en. Dies entspricht dem siebenfachen Volumen der jährlichen [[Entwicklungszusammenarbeit]]. Ein Ende der Exportsubventionen ist also keinesfalls gleichzusetzen mit einem Ende des Agrardumpings.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wirtschaft-zentral.de/daniel-goeudevert_nahrungsmittelkrise.html &amp;#039;&amp;#039;Daniel Goeudevert nennt die Gründe der Hungerkrisen&amp;#039;&amp;#039;], Wirtschaft Zentral, 9.&amp;amp;nbsp;Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den aktuellen Verhandlungen zum [[Welthandelsorganisation|WTO-Agrarabkommen]] werden die Formen von Subventionen überprüft, die an die Produzenten in den Industrieländern fließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
*[[Germanwatch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dumping beenden – Ernährungsgrundlagen im Süden sichern!&amp;#039;&amp;#039;, Mai 2004, 111 Seiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
*[http://www.germanwatch.org/tw/agrar.htm Germanwatch-Initiative gegen Agrardumping]&lt;br /&gt;
* [http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/subventionen_umlenken/ BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland: Subventionen umlenken!] &lt;br /&gt;
*Sebastian Kinder: [http://www.eduhi.at/dl/2._Vorlesung.pdf Strukturen und Prozesse im Agrarsektor]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenhandelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Subvention]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fairer Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierungskritischer Begriff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Agricultural_policy#Dumping_of_agricultural_surpluses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bwbuz</name></author>
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