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	<title>Agneta Willeken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Agnete am 8. August 2025 um 09:36 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agneta Willeken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1497 in [[Hamburg]]; † vor 1562 in Hamburg) war die Geliebte des Lübecker Stadthauptmanns [[Marx Meyer]] und nahm über ihn Einfluss auf die Lübecker Politik während der [[Grafenfehde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agneta Willeken war eine von fünf Töchtern des wohlhabenden Hamburger Brauers Peter Radkens. Sie heiratete den [[Island|Islandfahrer]] Hans Willeken (oder Wilken), mit dem sie die Töchter Anna und Margaretha hatte. Als ihr Mann 1527 finanziell ruiniert die Stadt verlassen musste (er starb 1535 in Lübeck), überließ sie die Erziehung ihrer Töchter ihren Schwestern und begann ein Verhältnis mit dem Schmied Marx Meyer. Seine militärische Karriere verdankt er wohl auch ihrem Ehrgeiz. Jedenfalls war er 1531/32 als [[Söldner|Söldnerführer]] bei dem missglückten Versuch des 1523 abgesetzten dänischen Königs [[Christian II. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian II.]] dabei, Norwegen zurückzuerobern. Obwohl Agnete ihm nicht nach [[Lübeck]] folgte, beeinflusste sie ihn und über ihn die politischen Entscheidungen des Lübecker Bürgermeisters [[Jürgen Wullenwever]]. Zeugen in dem unten erwähnten Prozess geben ihr wenigstens indirekt die Schuld am Krieg Lübecks gegen [[Herzogtum Holstein|Holstein]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar heiratete Marx Meyer bereits 1533 Elsabe Lunte, die Witwe des kurz zuvor verstorbenen  Lübecker [[Lübecker Bürgermeister#16. Jahrhundert|Bürgermeisters]] [[Gottschalck Lunte]] und Tochter des [[Patrizier]]s [[Hermann von Wickede II|Hermann von Wickede]], doch hielt er die Beziehung zu Agneta aufrecht. Sogar die Ritterkette, die er von [[Heinrich VIII. (England)|Heinrich VIII.]] von England verliehen bekam, schenkte er ihr. Als 1534 die Grafenfehde ausbrach, kam sie zu ihrem Geliebten in das Kay von [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]] abgenommene [[Trittauer Schloss]] und bediente sich reichlich an den zurückgelassenen Kleidern und dem Schmuck der Frau von Rantzau. Fortan führte sie sich auf wie eine Fürstin.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Marx Meyer jedoch im Mai 1536 auf der [[Festung Varberg]] kapitulieren musste und kurz darauf hingerichtet wurde, schlug ihr in Hamburg Verachtung entgegen. Besonders der Umstand, dass sie sich in einem Brief, den sie im August 1535 an den in [[Varberg]] belagerten Marx Meyer sandte, als „rechte Hauptkirche“ neben den „Capellen“, seiner Lübecker Ehefrau und seinen zahlreichen Geliebten, bezeichnete, brachte ihr viel Spott ein, da der Brief von dem dänischen Feldherrn [[Johann Rantzau]] abgefangen wurde. Dieser leitete ihn an den König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]] weiter, der ihn vervielfältigen und veröffentlichen ließ. Da nur eine dieser Kopien erhalten geblieben ist, nicht aber der Originalbrief der Agneta Willeken, lässt sich nur spekulieren, inwieweit das Schreiben um diffamierende Passagen ergänzt wurde. Agneta Willeken versuchte sich durch ein Verhältnis mit dem Englandfahrer, Ratsherrn und [[Kollegium der Oberalten|Oberalten]] Joachim Wullenwever, dem Bruder des mittlerweile gestürzten Lübecker Bürgermeisters, zu halten. Dieses Verhältnis förderte den Verdacht – neben der Verteidigung seines inzwischen in [[Rotenburg (Wümme)]] inhaftierten Bruders – des Verrats Joachim Wullenwevers an der Heimatstadt und führte 1536 zu seinem Ausschluss aus dem Rat. Er starb 1558 verarmt in [[Malmö]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem von den Dänen abgefangenen Brief, in dem sie ihrem Geliebten empfahl, die Festung Varberg dem englischen König zuzuschanzen, sind die ausführlichen Akten eines mehrjährigen Prozesses beim [[Reichskammergericht]] in Speyer von 1548 an erhalten. Die Witwe Agneta Willeken klagte darin gegen Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg wegen Beleidigung. Zehn Jahre zuvor hatten ihre jugendlichen Töchter Anna und Margareta, die bis dahin im [[Kloster Uetersen]] erzogen wurden, unter der Aufsicht zweier Tanten einem Fest, das die Stadt zu Ehren eines Besuchs König Christians III. von Dänemark gab, zugesehen. Angeblich ohne Angabe von Gründen wurden sie von einem Stadtdiener auf Geheiß von [[Melchior Rantzau]] fortgeschickt. Zudem hatte man ihnen ihren nach der [[Kleiderordnung]] für Bürgertöchter überreichen – vermutlich aus den Beständen der Trittauer Rantzaus stammenden – Schmuck abgenommen. Diese Schande hätte sowohl die Mädchen als auch die Klägerin selbst guter Heiratschancen beraubt. Obwohl beide Töchter entgegen der Behauptung zum Zeitpunkt der Klage verheiratet waren, forderte Agnete Willeken daher 24.000 Gulden Entschädigung, was in etwa dem entsprach, was die Stadt in einem Jahr einnahm. Dass sie erst nach so langer Zeit vor Gericht zog, lag daran, dass sie zuvor von [[Schwerin]] aus vergeblich versucht hatte, mit Hilfe des [[Reisläufer|Reisigen]] Hans Kopeke und sogar Herzog [[Albrecht VII. (Mecklenburg)|Albrechts von Mecklenburg]] Genugtuung zu erlangen. Hans Kopeke, der Agneta Willekens ältere Tochter geheiratet hatte, hatte Hamburg die [[Fehde]] erklärt, war aber nach mehrjähriger Tätigkeit als Räuber hingerichtet worden. Der Prozess fand erst 1583 seinen Abschluss, als die Stadt wegen unrechtmäßiger Beleidigung der beiden Mädchen zu einer Entschädigung von 1000 Gulden verurteilt wurde. Das Geld teilten sich die Nachkommen der inzwischen verstorbenen Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Reincke]]: &amp;#039;&amp;#039;Agneta Willeken. Ein Lebensbild aus Wullenwevers Tagen&amp;#039;&amp;#039;, Pfingstblätter des [[Hansischer Geschichtsverein|Hansischen Geschichtsvereins]] 1928.&lt;br /&gt;
* Edith Ennen: &amp;#039;&amp;#039;Frauen im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, C.H.Beck, 1999; S. 154–156.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://hamburg-frauenbiografien.de/item/3035|autor=Rita Bake |titel=Agneta Willeken.|werk=Biografien-Datenbank: Frauen aus Hamburg|abruf=2025-08-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1066794588|VIAF=285877795}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Willeken, Agneta}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mätresse (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamburger Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lübecker Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in der Grafenfehde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Willeken, Agneta&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Geliebte des Lübecker Stadthauptmanns Marx Meyer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1497&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=vor 1562&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnete</name></author>
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