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	<title>Agnes Wendland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-21T06:04:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agnes Wendland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. Cralow (* [[18. März]] [[1891]] in [[Wittenberge]]; † [[31. August]] [[1946]] in [[Senzke]]) war eine [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin]] gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] und Pfarrfrau der evangelischen [[Gethsemanekirche (Berlin)|Gethsemanegemeinde]] in [[Berlin]]. Unter Einsatz ihres Lebens versteckte und schützte sie während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als [[Juden]] verfolgte Menschen im Pfarrhaus der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[File:Gethsemanestr Berlin Pfarrhaus.jpg|thumb|Pfarrhaus der Gethsemanegemeinde Berlin-Prenzlauer Berg]]&lt;br /&gt;
Sie war die Ehefrau des promovierten evangelischen Pfarrers [[Walter Wendland]], der 1916 die Pfarrstelle an der Gethsemanegemeinde in Berlin antrat und gleichzeitig als Dozent für Kirchengeschichte an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] wirkte; ihr Schwager war der [[Basel|Basler]] Hochschullehrer [[Johannes Wendland]]. Zusammen mit ihrem Ehemann bekam sie zwei Töchter und einen Sohn. Während der Zeit des [[Nationalsozialismus]] schloss sie sich gemeinsam mit ihrer Tochter [[Ruth Wendland]] der evangelischen Oppositionsbewegung [[Bekennende Kirche]] an, die sich gegen die Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und Organisation der [[Deutsche Evangelische Kirche|Deutschen Evangelischen Kirche]] durch das NS-Regime wehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1943 versteckte sie den jüdischen Jugendlichen Ralph Neumann und stellte seine Schwester Rita als Haushaltshilfe an. Beide lebten wegen der Verfolgung durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] im Untergrund. &lt;br /&gt;
Ihrem Ehemann verheimlichte Agnes Wendland die wahre Identität und Herkunft der beiden Jugendlichen, um ihn in seiner Position als Pfarrer einer großen evangelischen Kirchengemeinde zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralph Neumann beschrieb Agnes Wendland in seinen Erinnerungen als eine Frau mit bewundernswerter Heiterkeit und Lebensfreude, die liebevoll, fürsorglich und selbstlos handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Ralph Neuman|Herausgeber=Gedenkstätte Deutscher Widerstand|Titel=Erinnerungen an meine Jugendjahre in Deutschland 1926–1946|ISBN=3-926082-23-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank Unterstützung der couragierten Studienrätin und Historikerin [[Elisabeth Abegg]] gelang es Rita Neumann im Sommer 1944, eine fingierte Identität zu erlangen. Sie gab unter Angabe eines fiktiven Namens an, aus einer Stadt zu stammen, in der nachweislich das Rathaus mit dem Melderegister bei einem Bombenangriff zerstört worden war. Daraufhin erhielt sie als vermeintlich „[[Arier|arische]]“ deutsche Staatsbürgerin einen neuen Personalausweis, Lebensmittelkarten und eine Arbeitsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1944 erlitt Walter Wendland einen Schlaganfall und zog zu seiner Tochter Angelika nach [[Senzke]], worauf Agnes Wendland den Pfarrbetrieb fortführte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1945 wurde Ralph Neumann bei einer Kontrolle durch eine Militärstreife im [[Berlin Lehrter Bahnhof|Lehrter Bahnhof]] festgenommen. Gemeinsam mit Rita Neumann, die ihre falsche Identität aufgab, setzte sich Agnes Wendland bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] aktiv für die Freilassung von Ralph Neumann ein. Daraufhin wurde Agnes Wendland verhaftet und vom 20. Februar bis 14. März 1945 im [[Arbeitserziehungslager]] der Gestapo in der Großen Hamburger Straße in [[Berlin-Mitte]] gefangen genommen. Nachdem sie dort an [[Typhus]] erkrankte, wurde sie gegen ihre Tochter Ruth ausgetauscht, die angeboten hatte, sich gegen ihre kranke Mutter auswechseln zu lassen. Gesundheitlich angeschlagen, verstarb Agnes Wendland im August 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Agnes Wendland Gedenktafel.jpg|thumb|Gedenktafel für Agnes Wendland am Pfarrhaus der Gethsemane-Gemeinde Berlin-Prenzlauer Berg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 12. August 1975 wurden Agnes und ihre Tochter Ruth Wendland von [[Yad Vashem]] für ihr mutiges Eintreten bei der Rettung verfolgter Juden postum mit dem Ehrentitel [[Gerechter unter den Völkern|Gerechte unter den Völkern]] ausgezeichnet. Seit 1975 erinnert an beide Frauen ein Baum in der &amp;#039;&amp;#039;[[Allee der Gerechten]]&amp;#039;&amp;#039; der dortigen Gedenkstätte. Angeregt wurde diese Ehrung durch die beiden damals im Pfarrhaus versteckten und geschützten jüdischen Geschwister, die durch den selbstlosen Einsatz der Familie Wendland und anderer couragierter Helfer den Holocaust überlebten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. August 2006 wurde am Pfarrhaus der Gethsemanegemeinde Berlin in der Gethsemanestraße 9 eine Gedenktafel als &amp;#039;&amp;#039;Denkzeichen&amp;#039;&amp;#039; für Agnes Wendland angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Israel Gutman unter Mitarbeit von Sara Bender|Titel=Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher.|Verlag=Wallstein Verlag|ISBN=978-3892449003}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ralph Neuman|Herausgeber=Gedenkstätte Deutscher Widerstand|Titel=Erinnerungen an meine Jugendjahre in Deutschland 1926–1946|ISBN=3-926082-23-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/ba-pankow/museumsverbund/geschichte-stadtraum/denkzeichen3.html Denkzeichen des Bezirksamts Pankow von Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://oeak.de/okumenische-projekte/zeugen-gottes-in-berlin/agnes-wendland/ Foto und Kurzbiografie bei: Ökumene im Prenzlauer Berg]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Thomas Loy|titel=Angelika Rutenborn (Geb. 1915)|url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/angelika-rutenborn-geb-1915/4590128.html |werk=[[Der Tagesspiegel]]|datum=2011-09-08|zugriff=2012-02-05|kommentar=Nachruf von Angelika Rutenborn, einer Tochter von Agnes Wendland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1071365177|VIAF=316388782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wendland, Agnes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judenretter)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wendland, Agnes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cralow, Agnes (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wittenberge]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. August 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Senzke]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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