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	<title>Agnes Gutter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T05:49:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agnes_Gutter&amp;diff=2209246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2024-11-17T20:51:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agnes Gutter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. August]] [[1917]] in [[Zürich]]; † [[21. April]]  [[1982]] in [[Solothurn]]) war eine schweizerische [[Märchen]]-, [[Kinderliteratur]]- und [[Jugendliteratur]]forscherin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Zusammen mit ihrem um sechs Jahre jüngeren Bruder wuchs sie in [[Kilchberg ZH|Kilchberg]] auf. Nach Absolvierung des Mädchengymnasiums studierte Agnes Gutter [[Studium der Medizin|Medizin]], da sie Missionsärztin werden wollte. Doch aus gesundheitlichen Gründen brach sie ihr Medizinstudium ab. Im Alter von 22 Jahren trat sie der &amp;#039;&amp;#039;Schwesterngemeinschaft Seraphisches Liebeswerk Solothurn&amp;#039;&amp;#039; (Tertiär-Orden)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gem-sls.ch/ gem-sls.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt; bei und legte am 4. Oktober 1941 feierliche Versprechen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber/Egli 1995, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Bitten der Communitätsleitung studierte Agnes Gutter [[Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Fribourg]]. Ihr Studium schloss sie 1948 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab. Das Thema ihrer [[Dissertation]] lautete: „Freie und Staatliche Fürsorge – Eine sozialtheoretische Untersuchung mit besonderer Berücksichtigung der Staatsutopien“. Bis 1956 war sie als Juristin im Archiv und in der Abteilung „Rechtsdienst“, an die sich Mitschwestern mit rechtlichen Problemen wenden konnten,&amp;lt;ref&amp;gt;Huber/Egli 1995, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die juristische Disziplin entsprach Agnes Gutter nicht besonders gut. Sie baute eine beachtliche Studien- und Bildungsbibliothek auf. Ihr Hauptinteresse galt der Kinder- und Jugendliteratur. Unter Agnes Gutters Federführung wurde 1955 der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis Jugendliteratur&amp;#039;&amp;#039; gegründet, der weit über die Grenzen der Schweiz hohe Anerkennung fand. Seine Aufgaben waren:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Er soll über Inhalte der Jugendliteratur informieren können, diese bewerten und sich mit der praktischen Verwendbarkeit dieser Literatur auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit war: Welche Jugendliteratur spricht geistig und/oder geschädigte junge LeserInnen an und fördert sie auf ihrem Lebensweg?&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Huber/Egli 1995, S. 63 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Aufmerksamkeit widmete Agnes Gutter der religiösen Kinder- und Jugendliteratur, die sich ihrer Ansicht nach Anfang der 1960er Jahre in einer Krise befand:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Jene, die sich in besonderer Weise für die religiöse Jugendliteratur interessieren müssen – und das sind vor allem die Geistlichen, sodann die Verleger und die Besprechungs- und Beratungsstellen – nehmen mehr und mehr wahr, wie die zu einem guten Teil unerfreuliche Situation dieses Jugendschrifttums in eine Krise ausmündet.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Gutter 1961, S. 444.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 erschien ihre Publikation „Märchen und [[Märe]]“, die mit den Fachliteraturpreis des &amp;#039;&amp;#039;Premio Europeo Città di Caorle&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet wurde. Darin deutet Agnes Gutter die Märchen aus [[Tiefenpsychologie|tiefenpsychologischer]] Sicht. So interpretiert sie z. B. das Vorgehen im „Hexenhaus“ des Märchens [[Hänsel und Gretel]] als [[Ablösung (Psychologie)|Ablösungsprozess]]. Für sie ist es Hänsel, der, obgleich von seiner Mutter ausgesetzt, noch immer im „Mutterbild“ gefangen ist:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=So geht die Selbständigkeit, welcher er entgegenwachsen muß, in seiner Bindung zur Mutter unter, sie wird somit verschlungen. Deshalb hat die Hexe ihn ‚zum Fressen gern‘&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Gutter 1968, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben ihren vielfältigen Aufgaben unterrichtete Agnes Gutter u. a. die Fächer &amp;#039;&amp;#039;Armenrecht&amp;#039;&amp;#039; und Jugendliteratur am 1933 gegründeten Solothurner &amp;#039;&amp;#039;Sozialpädagogischen Fürsorgerinnenseminar des Seraphischen Liebeswerks&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz&amp;#039;&amp;#039;), ferner Jugendliteratur am &amp;#039;&amp;#039;Jugendleiterinnenseminar&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Katholische Hochschule Freiburg]]) in [[Freiburg im Breisgau]] sowie am &amp;#039;&amp;#039;Heilpädagogischen Seminar&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich&amp;#039;&amp;#039;) in Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langer schwerer Krankheit starb Agnes Gutter im Alter von 64 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freie und staatliche Fürsorge. Eine sozialtheoretische Untersuchung  mit besonderer Berücksichtigung der Staatsutopien.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zum gegenwärtigen Stand der religiösen Jugendliteratur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogische Welt.&amp;#039;&amp;#039; 1962, S. 44–448, 501–504, 557–560 u. 669–670.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Märchen und Märe. Psychologische Deutung und pädagogische Wertung.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jugendliteratur und Verkündigung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Informatio.&amp;#039;&amp;#039; 1972, S. 68–77.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Progressive Märchen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Informatio.&amp;#039;&amp;#039; H. 1, 1974, S. 83–87.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es ist ein Band von meinem Herzen… Zur Bedeutung des Märchens „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich“ für die Psychohygiene.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur psychosexuellen Reifung im Volksmärchen. Freudianische Aspekte im Märchen vom Tischlein deck dich.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skizzen zur Methodik und Didaktik des Jugendliteratur-Unterrichts. 1. Teil Methodische Probleme und Anregungen.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alter, Krankheit und Tod in der Jugendliteratur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Informatio.&amp;#039;&amp;#039; 1977, S. 88–106, 128–135 und 1978, S. 8–16 und 94–99.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Familie als Risiko und Chance.&amp;#039;&amp;#039; Solothurn 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eduard Montalta]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam: Dr. jur. Agnes Gutter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete.&amp;#039;&amp;#039; H. 2, 1982, S. 169.&lt;br /&gt;
* Kathrin Huber, Anna-Katharina Egli: &amp;#039;&amp;#039;Agnes Gutter, Johanna Haups: Pionierinnen der Sozialpädagogik,&amp;#039;&amp;#039; Köniz 1995.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Berger (Pädagoge)|Manfred Berger]]: &amp;#039;&amp;#039;Agnes Gutter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kurt Franz (Didaktiker)|Kurt Franz]], Günter Lange, [[Franz-Josef Payrhuber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 48. Erg.-Lfg. Februar 2013, Meitingen 2013, S. 1–18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119294885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119294885|LCCN=n82231286|VIAF=102460706}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gutter, Agnes}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchenforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gutter, Agnes&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Märchen-, Kinder- und Jugendliteraturforscherin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Solothurn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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