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	<title>Aglaophyton major - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:28:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aglaophyton_major&amp;diff=1238682&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eschenmoser: korr.</title>
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		<updated>2025-01-23T11:09:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Paläoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus            = Paläobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Aglaophyton major&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[David S. Edwards|D.S. Edwards]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Aglaophyton&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = D.S. Edwards&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Rhyniophyta&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Abteilung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Pflanzen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Plantae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Reich&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Streptophyta&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Phragmoplastophyta&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Aglaophyton major reconstruccion en.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton major&amp;#039;&amp;#039;, Rekonstruktion&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon  = [[Devon (Geologie)|Devon]], [[Emsium]]/[[Eifelium]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterBis  = &lt;br /&gt;
| MioVon           = ca. 396 ± 8&lt;br /&gt;
| MioBis           = &lt;br /&gt;
| Fundorte         = [[Rhynie Chert]] ([[Aberdeenshire]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton major&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine fossile [[Pflanzen]]art, die aufgrund ihrer Merkmalskombination zwischen den [[Moose]]n und den [[Gefäßpflanzen]] steht. Sie wurde 1920 aus dem [[Rhynie Chert]] in der schottischen [[Unitary Authority|Council Area]] [[Aberdeenshire]] erstmals beschrieben. Die Art bildet alleine die Gattung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die also [[monotypisch]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Sporophyt ===&lt;br /&gt;
Das [[Rhizom]] wächst waagrecht. An bestimmten Stellen wachsen [[Rhizoid]]e, die nicht durch Scheidewände unterteilt sind und aus [[Epidermis (Pflanze)|Epidermis]]zellen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprosse des [[Sporophyt]]en sind aufrecht, nackt und verzweigen sich gleichmäßig [[Dichotomie#In_anderen_Gebieten|dichotom]]. Die Pflanze ist maximal 18 Zentimeter hoch. Der Durchmesser der Sprosse beträgt rund sechs Millimeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leitgewebe]] besteht aus einer inneren Zone aus länglichen, dünnwandigen Zellen und einer äußeren Zone aus länglichen, dickwandigen Zellen. Das Wasserleitungsgewebe enthält keine [[Tracheide]]n, da den Zellen die entsprechenden Verdickungen fehlen; stattdessen besteht das [[Leitbündel]] aus Hydroiden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strasburger&amp;quot;&amp;gt;[[Joachim W. Kadereit]], [[Christian Körner (Botaniker)|Christian Körner]], Benedikt Kost, [[Uwe Sonnewald]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lehrbuch der Botanik|Strasburger Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften]].&amp;#039;&amp;#039; [[Springer Spektrum]], 37. vollständig überarbeitete &amp;amp; aktualisierte Auflage, Berlin / Heidelberg 2014. ISBN 978-3-642-54434-7 (Print) / ISBN 978-3-642-54435-4 (E-Book). S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie sie auch bei den [[Moose]]n vorkommen. Dieser zentrale Teil des Leitgewebes ist umgeben von einer rund sechs Zellen dicken Schicht dünnwandiger, länglicher Zellen, die aufgrund ihrer Position als „[[Phloem]]“ angesehen werden. Nach außen schließt sich die Rinde an, die im äußeren Bereich ausgesprochen dickwandige Zellen besitzt. Die Epidermis besteht aus länglichen Zellen. Die [[Stoma (Botanik)|Spaltöffnungen]] werden von zwei Geleitzellen gebildet, die von sechs bis acht leicht modifizierten Epidermiszellen umgeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sporangium|Sporangien]] sind keulen- oder spindelförmig und im Querschnitt [[Radiärsymmetrie|radiärsymmetrisch]]. Sie stehen terminal (endständig), also an den Spitzen der Achsen, kurz oberhalb einer dichotomen Verzweigung der Achse. Die Wand der Sporangien besteht aus drei Zellschichten, ist also eusporangiat. Die äußere Schicht besteht aus dünnwandigen Epidermiszellen. Diese besitzt auch Spaltöffnungen. Die nächste Schicht ist [[parenchym]]atisch und ähnlich der inneren Rinde der Achse. Die dritte Schicht umgibt als [[Tapetum (Pflanze)|Tapetum]]-Schicht die zentrale Sporenmasse. Vorgebildete Öffnungsstellen des Sporangiums sind nicht vorhanden; es öffnet sich mit einem Längsriss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strasburger&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Spore]]n sind 52 bis 78 Mikrometer groß, trilet (besitzen eine dreistrahlige Narbe) und laevigat (glatt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gametophyt ===&lt;br /&gt;
Renate Remy und [[Winfried Remy]] beschrieben 1980 &amp;#039;&amp;#039;Lyonophyton rhyniensis&amp;#039;&amp;#039;, was wahrscheinlich der männliche [[Gametophyt]] von &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; ist. Allerdings ist nur das distale Ende des [[Antheridium|Antheridien]]-Trägers bekannt: eine nackte, mindestens 16&amp;amp;nbsp;mm lange Achse, die in einer scheibenförmigen Struktur von 2,6 bis 9&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser endet. Auf deren Oberfläche sitzen die rundlichen Antheridien. Jedes Antheridium besitzt ein zentrales, steriles Gewebe. Vielfach sind in den Antheridien die [[Spermatozoid]]en sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gametophyt war selbständig, also nicht mit dem Sporophyten verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aberdeen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.abdn.ac.uk/rhynie/aglao.htm &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; auf der Rhynie-Seite der Universität Aberdeen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verbindung zum Sporophyten ergibt sich durch Ähnlichkeiten der [[Cuticula (Pflanzen)|Cuticula]], der Spaltöffnungen und der Anatomie der wasserleitenden Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der weibliche Gametophyt wurde inzwischen identifiziert, aber noch nicht publiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aberdeen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; wuchs einzeln oder in Gruppen auf trockenen [[Substrat (Ökologie)|Substraten]], die mit Streu bedeckt waren. Zur Keimung waren wahrscheinlich feuchte Bedingungen nötig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Selden&amp;quot;&amp;gt;[[Paul Selden]], John Nudds: &amp;#039;&amp;#039;Fenster zur Evolution. Berühmte Fossilfundstellen der Welt&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier Spektrum Akademischer Verlag, München 2007, S. 52. ISBN 978-3-8274-1771-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematische Stellung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; ist keine [[Gefäßpflanzen|Gefäßpflanze]]. Sie entspricht dem Bau der Gefäßpflanzen mit Ausnahme des Leitgewebebaus. Damit nimmt sie eine Mittelstellung zwischen Moosen und Gefäßpflanzen ein. Traditionell wird &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; zu den [[Rhyniophyta]] gestellt, diese sind jedoch eine [[Kladistik#Polyphylie|polyphyletische Gruppe]] und eigentlich Teil der Gefäßpflanzen. In neueren kladistischen Analysen ist &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; die Schwestergruppe der Gefäßpflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crane&amp;quot;&amp;gt;Kenrick, Crane: &amp;#039;&amp;#039;The Origin and Early Diversification of Land Plants&amp;#039;&amp;#039;, 1997, Abb. 4.31; Peter R. Crane, Patrick Herendeen, Else Marie Friis: &amp;#039;&amp;#039;Fossils and Plant Phylogeny&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Botany&amp;#039;&amp;#039;, Band 91 (10), 2004, S. 1683–1699.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aglaophyton major 1.jpg|mini|Fossil von &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton major&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Fossilien aus dem [[Rhynie Chert]] wurden zunächst für &amp;#039;&amp;#039;[[Rhynia gwynne-vaughanii]]&amp;#039;&amp;#039; gehalten und 1920 von [[Robert Kidston]] und W. H. Lang als &amp;#039;&amp;#039;Rhynia major&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Lange waren von &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; keine Sporangien bekannt, was zur Vermutung Anlass gab, &amp;#039;&amp;#039;Rhynia major&amp;#039;&amp;#039; sei der Gametophyt von &amp;#039;&amp;#039;Rhynia gwynne-vaughanii&amp;#039;&amp;#039;. Dies wäre eine Bestätigung einer Theorie über die Entstehung der Landpflanzen gewesen, die an den Ursprung gleichgebaute (isomorphe) Gameto- und Sporophyten stellte. Der Fund von &amp;#039;&amp;#039;Rhynia-major&amp;#039;&amp;#039;-Fossilien mit Sporangien erübrigte weitere Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dianne S. Edwards konnte 1986 anhand einer Neuuntersuchung des ursprünglichen Materials und anhand von Neufunden zeigen, dass &amp;#039;&amp;#039;Rhynia major&amp;#039;&amp;#039; eindeutig nicht über Leitbündel verfügte. Sie stellte die neue, monotypische Gattung &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Edwards&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=D. S. Edwards |Jahr=1986 |Titel=Aglaophyton major, a non-vascular land-plant from the Devonian Rhynie chert| Sammelwerk=Botanical Journal of the Linnean Society |Nummer=93 |Seiten=173–204}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
* Paul Kenrick, Peter R. Crane: &amp;#039;&amp;#039;The Origin and Early Diversification of Land Plants. A Cladistic Study&amp;#039;&amp;#039;. Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 1997, S. 320–322. ISBN 1-56098-729-4.&lt;br /&gt;
* Thomas N. Taylor, Edith L. Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Biology and Evolution of Fossil Plants&amp;#039;&amp;#039;. Prentice Hall, Englewood Cliffs 1993, S. 196–198, 227. ISBN 0-13-651589-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aglaophyton}}&lt;br /&gt;
* [https://www.abdn.ac.uk/rhynie/aglao.htm &amp;#039;&amp;#039;Aglaophyton&amp;#039;&amp;#039; auf der Rhynie-Seite der Universität Aberdeen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhyniophyta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhyniophyta (Abteilung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Pflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eschenmoser</name></author>
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