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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Agamospermie</id>
	<title>Agamospermie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:34:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Agamospermie&amp;diff=579047&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meloe: /* Aposporie */ Bild getauscht (vorheriges war überbelichtet)</title>
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		<updated>2025-02-21T15:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aposporie: &lt;/span&gt; Bild getauscht (vorheriges war überbelichtet)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Taraxacum officinalis0.jpg|mini|300px|right|[[Löwenzahn (Taraxacum)|Löwenzahn]]  (&amp;#039;&amp;#039;Taraxacum&amp;#039;&amp;#039;) lockt zwar Bestäuber an, für eine Samenbildung ist dies jedoch nicht nötig]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agamospermie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die Bildung von [[Same (Pflanze)|Samen]] ohne sexuelle Prozesse. Sie ist somit eine Form der [[Apomixis]] (asexuelle Vermehrung). Wird dafür eine [[Bestäubung]] als Auslöser benötigt, so spricht man von [[Pseudogamie]].&lt;br /&gt;
Die entstehenden Tochterorganismen sind durch die fehlende Befruchtung durch ein anderes Individuum mit der Mutterpflanze [[gen]]etisch identisch ([[Klonen|Klon]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei manchen Formen der Agamospermie keine Befruchtung mehr möglich ist, kommt auch das [[Art (Biologie)|Art]]-Konzept von [[Ernst Walter Mayr|Ernst Mayr]] in Probleme, denn dieser definierte Arten dadurch, dass sie reproduktiv isolierte Populationen sind. Wenn es keine Befruchtung mehr gibt, dann ist demnach jedes Individuum reproduktiv isoliert, also eine eigene Art. Ein Ausweichen auf andere Artkonzepte wie die Unterscheidung durch [[Morphologie (Biologie)|morphologische]] Merkmale (Morphospezies) mag ein wenig Ordnung schaffen, aber in Fällen wie beim [[Löwenzahn (Taraxacum)]] führt auch dies zu hunderten von Kleinst-Arten („Agamospezies“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Autogamie|Selbstbestäubung]] führt Agamospermie nicht zu [[Inzuchtdepression]], da die dazu führenden genetischen Effekte, vor allem ungünstige [[Homozygotie|homozygote]] [[Allel]]e für [[rezessiv]] vererbte nachteilige Merkmale, bei agamospermen Individuen kaum auftreten werden, da die Genkombination des mütterlichen Organismus bei erfolgreichen Individuen vermutlich günstig war (geringe genetische Last bzw. Bürde). Dies entspricht der Ausgangslage auch bei regelmäßig selbstbestäubenden Arten. Allerdings vermuten viele Forscher trotzdem nachteilige Effekte aufgrund neuer Mutationen, wenn es im Zuge der Fortpflanzung nicht mehr zur [[Rekombination (Genetik)|Rekombination]] kommt ([[Muller’s ratchet]]); diese wirken sich aber ggf. erst sehr langfristig aus. Bei der Agamospermie im engeren Sinne kann allerdings, im Gegensatz zur [[Vegetative Vermehrung|vegetativen Vermehrung]], ein Stadium mit Meiose und Rekombination erhalten geblieben sein (eingeschlechtliche Fortpflanzung, im Gegensatz zur ungeschlechtlichen Fortpflanzung), so dass es nicht zwingend zu entsprechenden Folgen kommen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Variabilität bei agamospermen Arten geringer ist, können sie sich bei für ein bestimmtes Individuum zufällig besonders günstigen Umweltbedingungen besonders schnell vermehren. Sie sind deshalb oft gute Kolonisatoren in neu entstandenen Lebensräumen. So finden sich viele agamosperme Arten in Gebieten, die während der [[Eiszeitalter|Eiszeiten]] vegetationsfrei waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agamospermie ist aus mindestens 34 [[Familie (Biologie)|Pflanzenfamilien]] bekannt, wie den [[Rosengewächse]]n ([[Frauenmantel]], [[Brombeeren]] etc.), den [[Korbblütler]]n ([[Habichtskraut]], &amp;#039;&amp;#039;[[Taraxacum]]&amp;#039;&amp;#039; uvm.) und den [[Süßgräser]]n ([[Rispengräser]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Mechanismen unterscheidet man die [[sporophyt]]ische von der [[gametophyt]]ischen Agamospermie, wobei letztere nochmals in Aposporie und Diplosporie unterteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sporophytische Agamospermie ==&lt;br /&gt;
Bei der sporophytischen Agamospermie entsteht der [[Embryo (Botanik)|Embryo]] nicht durch [[Befruchtung]] des Embryosacks, sondern im sporophytischen (mütterlichen) [[Nucellus]]gewebe, das den weiblichen [[Gamet]]en umgibt und normalerweise meist der Samenernährung dient. Häufig ist zur Bildung eines Nucellusembryos eine Bestäubung als chemischer Reizgeber nötig (Pseudogamie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sporophytische Agamospermie ist fakultativ und kann sogar parallel zur sexuellen Samenbildung verlaufen. Bei der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Zitruspflanzen|Citrus]]&amp;#039;&amp;#039; kommt es z.&amp;amp;nbsp;B. somit zu einer [[Polyembryonie]], bei der mehrere Embryonen pro Samen entstehen, teils sexuell, teils asexuell entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele für sporophytische Agamospermie sind die Gattungen der [[Opuntien]] (&amp;#039;&amp;#039;Opuntia&amp;#039;&amp;#039;) sowie das [[Nigritella|Kohlröschen]] (&amp;#039;&amp;#039;Nigritella&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gametophytische Agamospermie ==&lt;br /&gt;
Bei der gametophytischen Agamospermie unterbleibt in der Embryosackmutterzelle die [[Meiose]], sodass der entstehende vielkernige [[Embryosack]] insgesamt polyploid ist. Aus einem der somit diploiden Embryosackkerne entwickelt sich dann ein [[diploid]]er Tochterorganismus, ohne eine Befruchtung durch einen männlichen [[Gamet]]en. Entspricht dieser Embryosackkern der Eizelle, so liegt [[Parthenogenese]] (Embryobildung aus einer unreduzierten Eizelle) vor, andernfalls spricht man von „Apogamie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aposporie ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Potentilla aurea 002.JPG|mini|250px|links|Das [[Gold-Fingerkraut]] &amp;#039;&amp;#039;Potentilla aurea&amp;#039;&amp;#039; kann sich ebenfalls durch Samen vermehren, ohne dass dazu eine Eizelle befruchtet werden muss.]]&lt;br /&gt;
Bei der Aposporie wird der Embryosack im Nucellus gebildet, jedoch nicht im eigentlichen sporenbildenden Gewebe ([[Archespor]]), sondern an anderer Stelle. Durch den übriggebliebenen („normalen“) Embryosack kann es ebenfalls zu einer parallelen sexuellen Befruchtung kommen. Häufig ist auch eine Bestäubung nötig (Pseudogamie), um ein triploides Endosperm (aus einem diploiden Embryosackkern, anstatt wie normal aus zwei haploiden Kernen) zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Wiesen-Rispengras]] (&amp;#039;&amp;#039;Poa pratensis&amp;#039;&amp;#039;) sind 5 [[Gen]]e nötig, um ohne Befruchtung Samen zu produzieren. Diese sind unter anderem für die Unterdrückung der Meiose zuständig. Die Aposporie ist auch bei den [[Fingerkraut|Fingerkräutern]] und in der [[Habichtskraut]]-Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Pilosella&amp;#039;&amp;#039; verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplosporie ===&lt;br /&gt;
Bei der Diplosporie entsteht der Embryosack, wie normal üblich, im Archespor. Dort wird allerdings keine Reduktionsteilung durchgeführt, sondern die Embryosackmutterzelle wächst gleich selbst zur nächsten Generation heran. Da somit keine sexuelle Fortpflanzung mehr möglich ist, ist diese Form obligat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diplosporie findet sich vor allem bei den [[Korbblütler]]n, wie dem [[Löwenzahn (Taraxacum)|&amp;#039;&amp;#039;Taraxacum&amp;#039;&amp;#039;-Löwenzahn]], dem [[Katzenpfötchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Antennaria&amp;#039;&amp;#039;) oder bei den Echten [[Habichtskraut|Habichtskräutern]] (Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Hieracium&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen &amp;amp; Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{BibISBN|382741010X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fortpflanzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meloe</name></author>
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