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	<title>Affirmative Action - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Affirmative_Action&amp;diff=1274800&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Fuchs: Bot: verschoben</title>
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		<updated>2025-10-27T14:28:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: verschoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Affirmative Action}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in Großbritannien auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Positive Action&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;positive Diskriminierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-rPBfJ7WU7a0C-22&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|978-3-86931-121-0|Seite=22}} {{&amp;quot; |Affirmative Action wird oftmals auch positive Diskriminierung genannt.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet gesellschaftspolitische Maßnahmen, die der negativen [[Diskriminierung]] [[Soziale Gruppe|sozialer Gruppen]] durch gezielte Vorteilsgewährung entgegenwirken sollen. „Affirmativ“ in diesem Sinne bedeutet die besondere Bestätigung, Förderung und Unterstützung solcher Gruppen. Die Vorgehensweise ist umstritten, weil sie Diskriminierung durch erneute, entgegengesetzte Ungleichbehandlung ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßnahmen der &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039; wurden im Zuge der [[Bürgerrechtsbewegung]] zunächst in den [[Vereinigte Staaten|USA]] entwickelt. Gemäß dem Bericht der [[US-Bürgerrechtskommission]] von 1977 versteht sich als Affirmative Action {{&amp;quot; |jede Maßnahme, die über die einfache Beseitigung einer diskriminierenden Praktik hinausgeht, um einstige und heutige Diskriminierung zu korrigieren, zu kompensieren und in Zukunft zu verhüten. |Kathrin Meier-Rust&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Meier-Rust: [http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/1e5623f3-5e1e-49fa-9e28-9d31b0dae121.aspx &amp;#039;&amp;#039;Interview mit Wade Henderson: Was kann Minderheitenförderung?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Im Hinblick auf Ausbildung, Arbeitsmarktes und Karrierechancen soll mit Maßnahmen der Affirmative Action die Situation insbesondere für Frauen und für Menschen benachteiligter ethnischer Gruppen verbessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Für den Zusammenhang sind unterschiedliche deutschsprachige Bezeichnungen gebräuchlich, keine davon konnte sich fachsprachlich oder in der Öffentlichkeit bisher allgemein durchsetzen: „positive Maßnahmen“ &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|positive action}})&amp;#039;&amp;#039; wie in {{§|5|agg|juris|text=§&amp;amp;nbsp;5 AGG}}, „fördernde Maßnahmen“,&amp;lt;ref&amp;gt;Bauer, Krieger, Günther: &amp;#039;&amp;#039;AGG&amp;#039;&amp;#039;. § 5 Rdnr. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; „[[affirmativ]]e Maßnahmen“ &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|affirmative action}})&amp;#039;&amp;#039; und „positive Diskriminierung“ &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|positive discrimination}})&amp;#039;&amp;#039;. In verschiedenen Ländern haben diese Begriffe verschiedene Bedeutungen, und selbst in der wissenschaftlichen Literatur herrscht Uneinigkeit darüber, was genau jeder einzelne von ihnen beinhaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Bell: &amp;#039;&amp;#039;Positive Maßnahmen – Einführung des Konzepts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Kommission, Chancengleichheit verwirklichen: Welche Rolle soll positiven Maßnahmen zukommen?&amp;#039;&amp;#039; Luxemburg (Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften), 2007, S. 5 f. ([https://ec.europa.eu/employment_social/publications/2007/ke7707098_de.pdf europa.eu]; PDF; abgerufen am 27. März 2008).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Unterscheidung, die der unterschiedenen Person auf den ersten Blick Vorteile bringt, kann dennoch Nachteile für diese Person mit sich bringen, so etwa hinsichtlich ihrer Fähigkeit, sich selbst als gleichberechtigtes Mitglied einer Gruppe zu fühlen und mit ihr zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „positive Diskriminierung“ ist missverständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zara.or.at/materialien/gleiche-chancen/elearning/kyr/e_tuerken.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Know Your Rights&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20131209213225}} ZARA Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Begriffsvariante wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;Diskriminierung&amp;#039;&amp;#039; von seinen Befürwortern in seiner älteren, wertneutralen Bedeutungsvariante im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;Ungleichbehandlung&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Unterscheidung&amp;#039;&amp;#039;) verstanden – statt wie heute meist üblich im abwertenden Sinne als &amp;#039;&amp;#039;Benachteiligung&amp;#039;&amp;#039;. Allerdings kann er verwendet werden, um auszudrücken, dass eine Affirmative Action ihr Ziel erreicht hat und zu einer positiven oder [[umgekehrte Diskriminierung|umgekehrten Diskriminierung]] umschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Affirmative Action ==&lt;br /&gt;
Erstmals eingeführt wurde das Konzept der Affirmative Action 1961 von Präsident [[John F. Kennedy]], welcher mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Executive Order]] 10925&amp;#039;&amp;#039; die [[Equal Employment Opportunity Commission]] ins Leben rief, welche 1964 wirksam wurde. Im Jahr 1965 erläuterte Präsident [[Lyndon Baines Johnson|Lyndon B. Johnson]] in einer Rede vor den schwarzen Studenten der [[Howard University]] die Grundidee der Affirmative Action:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=You do not take a man who for years has been hobbled by chains, liberate him, bring him to the starting line of a race, saying, ‘you are free to compete with all the others,’ and still justly believe you have been completely fair… We seek not just freedom but opportunity, not just legal equity but human ability, not just equality as a right and a theory, but equality as a fact and as a result.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Quelle=Timeline of Affirmative Action Milestones&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Man kann einen Menschen, der jahrelang in Ketten humpeln musste, nicht einfach befreien, ihn auf die Startlinie eines Wettrennens stellen mit den Worten: ‚Du bist nun frei fürs Wettlaufen‘, und dabei auch noch glauben, man sei überaus fair … Wir wollen nicht nur Freiheit, sondern Chancengleichheit, nicht nur Gleichheit vor dem Gesetz, sondern echte Befähigung, nicht nur Gleichheit als Recht und Theorie, sondern als Tatsache und Resultat.&lt;br /&gt;
 |ref= &amp;lt;ref&amp;gt;Borgna Brunner, Beth Rowen: [https://www.infoplease.com/spot/affirmativetimeline1.html &amp;#039;&amp;#039;Timeline of Affirmative Action Milestones&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. September 1965 erließ Johnson die &amp;#039;&amp;#039;Executive Order 11246&amp;#039;&amp;#039;, die festlegt, dass staatliche und staatlich finanzierte Arbeitgeber Personen nicht mehr wegen ihrer Ethnizität, Hautfarbe, Religion, ihrem Geschlecht oder ihrer Nationalität diskriminieren dürfen. Johnsons Executive Order erfordert außerdem, dass diese Arbeitgeber Affirmative Action-Maßnahmen ergreifen müssen, um Chancengleichheit sicherzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-KSn22ZClMwIC-17&amp;quot;&amp;gt;John Fobanjong: &amp;#039;&amp;#039;Understanding the Backlash Against Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039;. Nova Science Publishers, Huntington / New York 2001, ISBN 978-1-59033-065-4, S. 17 ff. ({{Google Buch |BuchID=KSn22ZClMwIC |Seite=17}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der „Order No. 4“ legte [[Richard Nixon]] 1970 als erster Präsident&amp;lt;ref&amp;gt;Dean J. Kotlowski: &amp;#039;&amp;#039;Richard Nixon and the Origins of Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Historian&amp;#039;&amp;#039;, Band 60, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 1998; {{JSTOR|24451639}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Quoten für die Beschäftigung von Minderheiten bei staatlichen Aufträgen fest, 1971 wurde die Order auf Frauen ausgeweitet und ein Programm zum gezielten Vertragsabschluss mit Unternehmen in Besitz von Minderheiten durch Bundesbehörden verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aaaed.org/aaaed/History_of_Affirmative_Action.asp &amp;#039;&amp;#039;More History of Affirmative Action Policies from the 1960s&amp;#039;&amp;#039;.] American Association for Access, Equity and Diversity; abgerufen am 8. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[KSZE]] wurde die positive Diskriminierung ebenfalls verpflichtend eingeführt, um Menschenrechte und Grundfreiheiten insbesondere der Minderheiten zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Höhn: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Menschenrechten und Konfliktprävention.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2005, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde &amp;#039;&amp;#039;affirmative action&amp;#039;&amp;#039; Anfang der 1980er Jahre programmatisch formuliert. Die damalige Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, die FDP-Politikerin [[Liselotte Funcke]], [[Volker Schmidt (Politiker)|Volker Schmidt]] von der Berliner Senatskanzlei und Peter Menke-Glückert als Vorsitzender der Gesellschaft für Zukunftsfragen gaben eine Schrift mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ausländer oder Deutsche. Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039; heraus, die 1981 im Kölner Bund-Verlag erschien. Im Vorwort wird die Idee umrissen: „Für wenigstens zwei Generationen muss für die Ausländer mehr getan werden als für die Deutschen.“ Auf Seite 13 wird die Programmatik präzisiert: „Um den Ausländern Chancengleichheit zu verschaffen, muss jedoch für wenigstens zwei Generationen mehr für Ausländer getan werden als für Deutsche.“&lt;br /&gt;
Rechtlich wurden sogenannte „positive Maßnahmen“ erstmals 2002 vom [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] (BVerwG) anerkannt&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesverwaltungsgericht: [https://www.bverwg.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung.php?jahr=2002&amp;amp;nr=24 &amp;#039;&amp;#039;Frauen dürfen bei der Gewährung von Meistergründungsprämien bevorzugt werden&amp;#039;&amp;#039;] zu BVerwG, Az.: 3 C 53.01, abgerufen am 10. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2006 in Form des {{§|5|agg|juris}} AGG ([[Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz]]) gesetzlich verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dadv.de/positive_diskriminie.html |text=Positive Diskriminierung |webciteID=5WazU1MRC}} Deutscher Antidiskriminierungsverband, dadv.de; abgerufen am 26. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der EU werden mit &amp;#039;&amp;#039;affirmative action&amp;#039;&amp;#039; gewöhnlich zulässige Maßnahmen bezeichnet, während gerichtlich verbotene eher als &amp;#039;&amp;#039;positive Diskriminierung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Bell: &amp;#039;&amp;#039;Positive Maßnahmen – Einführung des Konzepts.&amp;#039;&amp;#039; In: Europäische Kommission: &amp;#039;&amp;#039;Chancengleichheit verwirklichen: Welche Rolle soll positiven Maßnahmen zukommen?&amp;#039;&amp;#039; Luxemburg (Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften), 2007, S. 6&amp;amp;nbsp;f. ([https://ec.europa.eu/employment_social/publications/2007/ke7707098_de.pdf europa.eu]; PDF; abgerufen am 27. März 2008).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurde in [[Südafrika]] das &amp;#039;&amp;#039;[[Broad-Based Black Economic Empowerment]]&amp;#039;&amp;#039; eingeführt, um nach der Zeit der [[Apartheid]] das Wohlstandsgefälle zwischen den Bevölkerungsgruppen aufzuheben. Seither müssen Unternehmen nachweisen, dass sie Schwarze, [[Coloured]]s und [[Inder in Südafrika|Inder]] fördern, um öffentliche Aufträge oder Lizenzen zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 stimmten im größten US-Bundesstaat [[Kalifornien]] 57 % der Bevölkerung gegen &amp;#039;&amp;#039;Proposition&amp;amp;nbsp;16&amp;#039;&amp;#039;, die Affirmative Action im Bundesstaat erlaubt hätte (bislang verbietet die Verfassung Kaliforniens Bevorzugung und Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe, Religion usw.). Die Ablehnung war damit etwas gewachsen im Vergleich zu 1996, als bei einer ähnlichen Volksabstimmung 55 % der Bevölkerung gegen Affirmative Action gestimmt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Conor Friedersdorf |url=https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/11/why-california-rejected-affirmative-action-again/617049/ |titel=Why California Rejected Racial Preferences, Again |werk=[[The Atlantic]] |datum=2020-09-10 |sprache=en |abruf=2021-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ballotpedia.org/California_Proposition_16,_Repeal_Proposition_209_Affirmative_Action_Amendment_(2020) |titel=Ballotpedia zu Proposition 16 |sprache=en |abruf=2021-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine repräsentative Umfrage der [[UC Berkeley]] ergab, dass fast alle Bevölkerungsgruppen (Weiße, Latinos, Asiaten, Indianer) mehrheitlich gegen Affirmative Action stimmten, nur Afroamerikaner stimmten mehrheitlich dafür.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berkeley&amp;quot;&amp;gt;[https://escholarship.org/uc/item/5nf4r5hz Umfrage des UC Berkeley Institute of Governmental Studies], [[UC Berkeley]], Seite 3, Tabelle 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;CBS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sanfrancisco.cbslocal.com/2020/10/27/prop-16-repeal-affirmative-action-ban-trailing-uc-berkeley-igs-poll/ |titel=Prop. 16: Affirmative Action Measure Trailing By Double-Digits Before Election, Berkeley Poll Finds |hrsg=[[Columbia Broadcasting System|CBS]] |datum=2020-10-27 |sprache=en |abruf=2021-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Kalifornien#Demographie|Bevölkerung Kaliforniens]] stellt keine ethnische Gruppe die Mehrheit ([[Majority-Minority-State]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:90%; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Befürworter und Gegner von Affirmative Action in Kalifornien 2020&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berkeley&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;CBS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Volksgruppe&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:100px;&amp;quot;|Für Affirmative Action&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:100px;&amp;quot;|Gegen Affirmative Action&lt;br /&gt;
! Neutral&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weiße (Vereinigte Staaten)|Weiße]]&lt;br /&gt;
| 35 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#E96B67&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;53 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 12 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Afroamerikaner]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#01DF74&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;58 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 33 %&lt;br /&gt;
| 10 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Asiatische Amerikaner|Asiaten]]&lt;br /&gt;
| 39 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#E96B67&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;50 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 11 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hispanics|Latinos]]&lt;br /&gt;
| 40 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#F8C1BE&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;42 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 17 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Indianer|Amerikanische Ureinwohner]]&lt;br /&gt;
| 22 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#E96B67&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;72 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 4 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxis der Affirmative Action ==&lt;br /&gt;
Affirmative Action umfasst mehr als die [[Quotenregelung]], die in den Vereinigten Staaten nur sehr selten und dann in besonders starken Fällen von Diskriminierung angewandt wird. Affirmative Action schließt [[Diversity Training]]s und spezielle Bildungsprogramme gegen [[Rassismus]] und [[Sexismus]] sowie die Senkung von Leistungsanforderungen (beispielsweise an Hochschulen) insgesamt oder für bestimmte benachteiligte Gruppen ein. An einigen Hochschulen in den Vereinigten Staaten findet Affirmative Action durch das Punktesystem statt: An der Universität von Michigan können Bewerber maximal 150 Punkte erreichen, hiervon jeweils 20 Punkte für „sozio-ökonomische Benachteiligung“ und für die Zugehörigkeit zu einer „unterrepräsentierten rassisch-ethnischen Minderheit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-254303&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jochen Leffers |url=https://www.spiegel.de/unispiegel/studium/urteil-zur-affirmative-action-us-unis-duerfen-minderheiten-weiter-foerdern-a-254303.html |titel=Urteil zur &amp;quot;affirmative action&amp;quot;: US-Unis dürfen Minderheiten weiter fördern |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2003-06-23 |abruf=2015-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Affirmative-Action-Programme in den Vereinigten Staaten verwenden zur Feststellung der Rasse und ethnischen Abstammung die Selbstangabe der potenziell Begünstigten. Die dabei verwendeten Kategorien –&amp;amp;nbsp;zum Beispiel bei Bewerbungsbögen für Aufnahme in ein [[College]]&amp;amp;nbsp;– lehnen sich meist an die entsprechenden [[Rasse (United States Census)|Definitionen des United States Census]] an. Wenn sich die Selbstangabe im Nachhinein als unplausibel oder gar Betrug herausstellt, kann dies für den Bewerber negative Konsequenzen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan Diesenhouse: [http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=940DE1DC1639F93AA35753C1A96E948260 &amp;#039;&amp;#039;Boston Case Raises Questions on Misuse of Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[New York Times]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. Oktober 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Maßnahme ist die sogenannte [[Contract Compliance]] (Vertragseinhaltung). Die US-Bundesregierung verpflichtet damit alle staatlichen Subventions- und Auftragsempfänger zur Umsetzung der Affirmative Action. Die Vergabe öffentlicher Aufträge und Subventionen einschließlich solcher an Schulen und Hochschulen wurde an die Vertragsunterzeichnung und -einhaltung von positiver Diskriminierung gebunden, welche durch das [[Federal Office for Contract Compliance]] kontrolliert wird. Diese Contract compliance verpflichtet die Einrichtungen zur Überwachung und Lenkung der ethnischen Zusammensetzung ihrer Belegschaft (oder ihrer Klientel) sowie zur Vorlage von Trendberichten, die ihre konkreten Zukunftspläne für den Diskriminierungsabbau darlegen. Entsprechende Maßnahmen wurden auch in die Antidiskriminierungsstrategien Großbritanniens und der Niederlande aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elçin Kürsat-Ahlers |url=http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/staff/ek/text/berl_rep_2001.html |titel=Wo bleibt das versprochene Antidiskriminierungsgesetz? Die Zuwanderer warten auf wirksame rechtliche Gleichstellungsansprüche |werk=Berliner Republik |datum=2001 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060218072449/http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/staff/ek/text/berl_rep_2001.html |archiv-datum=2006-02-18 |abruf=2014-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soziologe [[Ralf Dahrendorf]] forderte im September 2007 auch für deutsche Hochschulen aufgrund der anhaltenden [[Bildungsbenachteiligung in der Bundesrepublik Deutschland|Bildungsbenachteiligung]] eine [[Migrantenquote]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-506940&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christine Prußky |url=https://www.spiegel.de/unispiegel/studium/zuwanderer-an-die-unis-soziologe-ralf-dahrendorf-fordert-migrantenquote-a-506940.html |titel=Zuwanderer an die Unis: Soziologe Ralf Dahrendorf fordert Migrantenquote |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2007-09-21 |abruf=2015-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[SPD]]-Bundesvorstand hat im Mai 2011 eine solche Quote in Höhe von 15 % für die führenden Gremien der Partei beschlossen. Die Linke in Berlin fordert eine Quotenregelung, die Kindern aus armen Haushalten den [[Gymnasium|Zugang zum Gymnasium]] erleichtern soll. Von der Regelung sollen Hartz-IV-Kinder und auch die Kinder, deren Eltern Wohngeld oder andere staatliche Transferleistungen erhalten, profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel-1405628&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Susanne Vieth-Entus |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/sozialquote-berliner-gymnasien-sollen-mehr-schueler-aus-armen-familien-aufnehmen/1405628.html |titel=Berliner Gymnasien sollen mehr Schüler aus armen Familien aufnehmen |werk=[[Der Tagesspiegel|tagesspiegel.de]] |datum=2008-12-29 |abruf=2015-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Bekannte Gegner und Befürworter der Affirmative Action ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DanielPatrickMoynihan.jpg|mini|links|Daniel Patrick Moynihan war ein bekannter Befürworter der Affirmative Action]]&lt;br /&gt;
Generell lässt sich Kritik an &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039; unter folgender Formel zusammenfassen:&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Die positive Diskriminierung des Einen ist die negative Diskriminierung des Anderen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielhaft am Problem der positiven Diskriminierung Afroamerikaner: Jakob Schissler, Hartmut Wasser, [[Werner Kremp]] in: &amp;#039;&amp;#039;USA: Wirtschaft. Gesellschaft. Politik&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;185: „Darf Rasse verfassungsrechtlich die Basis für staatliches Handeln sein; gilt für ‚affirmative action‘ –&amp;amp;nbsp;kompensatorische Maßnahmen&amp;amp;nbsp;– das Prinzip der ‚Farbenblindheit‘ nicht? Bedeutet ‚positive Diskriminierung‘ für Schwarze nicht gleichzeitig ‚negative Diskriminierung‘ für Weiße?“&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den bekannten Befürwortern der Affirmative Action zählen der Geschichtsprofessor [[Stanley Elkins]] (der darin einen Ausgleich für die [[Sklaverei in den Vereinigten Staaten|Sklaverei]] sah, wie er in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Slavery: A Problem in American Institutional and Intellectual Life&amp;#039;&amp;#039; erklärte) und der [[Soziologe]] und [[Senat der Vereinigten Staaten|US-Senator]] [[Daniel Patrick Moynihan]], der sich unter anderem auf Elkins berief. Zu den Gegnern zählen [[Antonin Scalia]], [[Anthony Kennedy (Jurist)|Anthony Kennedy]] und [[Clarence Thomas]], die Richter am [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten]] waren bzw. sind, der [[Philosoph]] [[Carl Cohen]] und der Buchautor [[Richard Rodriguez (Schriftsteller)|Richard Rodriguez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2004|US-Präsidentschaftswahlen 2004]] sprach sich der amtierende [[Republikanische Partei|republikanische]] Präsident [[George W. Bush]] gegen &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039; zugunsten schwarzer Jugendlicher bei der Aufnahme an staatlichen Universitäten aus. Der damalige [[Afroamerikaner|afroamerikanische]] Außenminister [[Colin Powell]] befürwortete diese Praxis, die ebenfalls afroamerikanische damalige Sicherheitsberaterin [[Condoleezza Rice]] hielt sie für legal: „[[Rasse]] kann als ein Faktor unter anderen angemessen sein, um eine wirklich repräsentative Studentenschaft zusammenzusetzen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-26218469&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=26218469 |Autor=Gerhard Spörl |Titel=Rasse statt Klasse |Jahr=2003 |Nr=5 |Datum=27.&amp;amp;nbsp;Januar 2003 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard H. Sander und Stuart Taylor Jr. weisen in einer Analyse von Zulassungs- und Abbrecherzahlen darauf hin, dass die verstärkte Zulassung benachteiligter Gruppen und ihre Förderung durch Stipendien an hoch selektiven amerikanischen Hochschulen zu verstärkten Misserfolgen im Studium und zu steigenden Abbruchquoten führe.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard H. Sander, Stuart Taylor Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Mismatch: How Affirmative Action Hurts Students It’s Intended to Help, and Why Universities Won’t Admit It.&amp;#039;&amp;#039; Basic Books, Kindle edition, 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgekehrt habe das Verbot der Maßnahmen der &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039; an der [[University of California, Los Angeles|UCLA]] nicht zu einem Absinken der Bachelor-Abschlussquoten von Afroamerikanern und [[Hispanics|Hispanos]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard H. Sander, Stuart Taylor Jr.: &amp;#039;&amp;#039;The Painful Truth About Affirmative Action.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Atlantic&amp;#039;&amp;#039;, online: [https://www.theatlantic.com/national/archive/2012/10/the-painful-truth-about-affirmative-action/263122/ theatlantic.com], 2. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emmanuel Todd]] weist darauf hin, dass die Weißen Eliten der USA ihren Widerstand gegen die positive Diskriminierung der Schwarzen in dem Moment aufgaben, als sie selbst nicht mehr an die Gleichheit der Weißen glaubten und die Rassenfrage damit für sie gleichgültig wurde. Ärmere Weiße hingegen verließen die Innenstädte, beteiligten sich an Steuerstreiks und beklagten (wie vor allem die Iren und Italiener) den Verlust traditionell von ihnen besetzter Positionen bei Polizei oder Feuerwehr. Die Weißen Wähler der Südstaaten wanderten verstärkt zur Republikanischen Partei, der es in den Wahlkämpfen unter [[Richard Nixon]] und [[Ronald Reagan]] gelang, ihre Feindschaft auf die Bundesebene und die Gerichte zu lenken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emmanuel Todd]]: &amp;#039;&amp;#039;Traurige Moderne&amp;#039;&amp;#039;. München 2018, S. 319–324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtsurteile zur Affirmative Action in den USA ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2003 war die Zulassungspolitik der [[University of Michigan Law School]] Gegenstand einer Grundsatzentscheidung des [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten]], der im Fall [[Grutter v. Bollinger]] entschied, dass die ethnische Zugehörigkeit der Bewerber als ein Kriterium bei der Zulassungsentscheidung herangezogen werden darf, und damit die verfolgte Affirmative-Action-Politik, die auf Förderung schwarzer und anderer Minderheitenbewerber zielte, aufrechterhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Politik der University of Michigan Law School folglich mit Blick auf die Bundesverfassung keinen Bedenken mehr begegnete, stieß sie bei den unterlegenen Klägern wie auch in Teilen der Bevölkerung Michigans weiterhin auf Widerstand. Am 7. November 2006 hatte schließlich ein von [[Barbara Grutter]] und [[Jennifer Gratz]] angestrengtes Referendum Erfolg, nach dem die Verfassung des Bundesstaats Michigan dahingehend geändert werden soll, dass bei Zulassungsentscheidungen von öffentlichen Bildungsinstitutionen, also insbesondere der [[University of Michigan]] und der University of Michigan Law School, Bewerbern keine bevorzugte Behandlung anhand von Rasse, Herkunft oder anderen ethnischen Kriterien gewährt werden darf. Gegen das ursprünglich zum 22. Dezember 2006 vorgesehene Inkrafttreten der Verfassungsänderung sind 2016 noch mehrere Klagen anhängig. Am 19. Dezember 2006 urteilte der U.S. District Court des Eastern District of Michigan daher, dass bis zur Entscheidung in der Hauptsache zumindest die University of Michigan und zwei andere öffentliche Hochschulen im Bundesstaat die bisherige Zulassungspraxis aufrechterhalten dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Fällen &amp;#039;&amp;#039;[[Students for Fair Admissions v. Harvard]]&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Students for Fair Admissions v. University of North Carolina]]&amp;#039;&amp;#039; hatten über 20.000 weiße und asiatischstämmige Studenten gegen die bevorzugte Zulassung von Afro-Amerikanern trotz schlechterer Leistungen geklagt. Am 29. Juni 2023 untersagte der Oberste Gerichtshof mit einer 6:3-Entscheidung den Universitäten &amp;#039;&amp;#039;race-based affirmative action&amp;#039;&amp;#039;, also die Berücksichtigung des Kriteriums „Rasse“ bei der Zulassung zum Hochschulstudium. Dies sei unvereinbar mit dem Gebot der Chancengleichheit, denn die Benachteiligung eines Studenten aufgrund seiner „Rasse“ verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Olivia B. Waxman: [https://time.com/6291182/affirmative-action-supreme-court-decision-overturns &amp;#039;&amp;#039;Supreme Court Rules Against Race-Based Affirmative Action&amp;#039;&amp;#039;], 29. Juni 2023, abgerufen am 21. August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Student muss auf der Basis seiner oder ihrer&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Erfahrungen als Individuum behandelt werden – und nicht auf der Basis seiner ethischen&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Herkunft. Viel zu lange haben Universitäten das genaue Gegenteil gemacht“, hieß es in der Urteilsbegründung. Das bedeute aber keinesfalls, dass „Hochschulen nicht auch künftig darauf schauen dürfen, wie Hautfarbe und Herkunft das Leben der Bewerber beeinflusst hat – ob ‚in Form von Diskriminierung, Inspiration oder anderweitig‘, so der Richter“.&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Kastein: [https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/supreme-court-affirmative-action-100.html &amp;#039;&amp;#039;Supreme Court zu „Affirmative Action“: Ein Urteil, das polarisiert&amp;#039;&amp;#039;.] In:  tagesschau.de, 30. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastenquoten in Indien ==&lt;br /&gt;
In Indien sind bis zu 50 % der Stellen im öffentlichen Dienst und in staatlichen Unternehmen Bewerbern aus den unteren [[Kaste]]n, vor allem den [[Dalit]], den sogenannten Unberührbaren, vorbehalten. Diese brauchen bei Eignungs- und Einstellungstests außerdem nur geringere Punktzahlen zu erreichen. Dies führte angesichts der schlechten Arbeitsmarktlage zur massiven Benachteiligung hochqualifizierter Bewerber aus den oberen Kasten und zu betrieblichen Problemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Soutik Biswas: [https://www.bbc.com/news/world-asia-india-46806089 &amp;#039;&amp;#039;Is affirmative action in India becoming a gimmick?&amp;#039;&amp;#039;] In: bbc.com, 10. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung im Film ==&lt;br /&gt;
Die Filmkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Soul Man (Film)|Soul Man]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1986 greift das Thema Affirmative Action in ironisch-kritischer Form auf: Ein an der [[Harvard University]] zugelassener Weißer sieht keine andere Möglichkeit, sein Studium zu finanzieren, als durch ein nur an Schwarze vergebenes [[Stipendium]]. Er färbt seine Haut mittels Bräunungspillen und erhält das Stipendium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eric D. Snider |url=http://www.film.com/movies/soul-man/story/erics-time-capsule-soul-man/23808704 |titel=Eric’s Time Capsule: Soul Man |werk=film.com |datum=1986-10-24 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081205030759/http://www.film.com/movies/soul-man/story/erics-time-capsule-soul-man/23808704 |archiv-datum=2008-12-05 |abruf=2014-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in den Filmen &amp;#039;&amp;#039;[[American History X]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[L.A. Crash]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[So High]]&amp;#039;&amp;#039; wird das Thema angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Inländerdiskriminierung]]&lt;br /&gt;
* [[Tokenismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- WP:WEB und WP:LIT --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Anne Peters]], Noah Birkhäuser: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action à l’Américaine – Vorbild für Europa?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, 65, 2005, S. 1–34.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Peters, Noah Birkhäuser: {{Webarchiv |url=http://ius.unibas.ch/uploads/publics/4671/20100219153014_4b7ea076849c0.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action à l’Américaine – Vorbild für Europa?&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 8,2&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20120130212912}} In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, 65, 2005, S. 1–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* Terry Martin: &amp;#039;&amp;#039;The Affirmative Action Empire: Nations and Nationalism in the Soviet Union 1923–1939&amp;#039;&amp;#039;. Cornell UP, Ithaca 2001.&lt;br /&gt;
* Roy Simmons: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative action&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 1982.&lt;br /&gt;
* Philip Rubio: &amp;#039;&amp;#039;A history of affirmative action&amp;#039;&amp;#039;. Mississippi 2001.&lt;br /&gt;
* Björn G. Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action und Reverse Discrimination&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden 2003.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* W. Kathanne Greene: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action and Principles of Justice&amp;#039;&amp;#039;. Connecticut 1989.&lt;br /&gt;
* John D. Skrentny: &amp;#039;&amp;#039;USA: Ethnoquote für die Chefetage&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/05/11.mondeText.artikel,a0041.idx,15 |text=Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe. |wayback=20080302161901}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- *[http://plato.stanford.edu/entries/affirmative-action/ Stanford Enzyclopedy of Philosophy: Affirmative action]&lt;br /&gt;
* Andreas Merx: [http://migration-boell.de/web/diversity/48_1201.asp Positive Maßnahmen in der Antidiskriminierungspraxis.] 2007--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alexander Klose, Andreas Merx: [http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Expertise_Positive_Ma%C3%9Fnahmen.pdf?__blob=publicationFile &amp;#039;&amp;#039;Positive Maßnahmen zur Verhinderung oder zum Ausgleich bestehender Nachteile im Sinne des §&amp;amp;nbsp;5 AGG.&amp;#039;&amp;#039; Expertise im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.] (PDF) 2010.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sowell]]: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action Around the World: An Empirical Study&amp;#039;&amp;#039;. Yale University Press, 2004, ISBN 0-300-10199-6.&lt;br /&gt;
* Tim Wise: &amp;#039;&amp;#039;Affirmative Action: Racial Preference in Black and White&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/affirmative-action/|Affirmative Action|Robert Fullinwider}}&lt;br /&gt;
* Borgna Brunner: [https://www.infoplease.com/spot/affirmativetimeline1.html &amp;#039;&amp;#039;Timeline of Affirmative Action Milestones.&amp;#039;&amp;#039;] infoplease.com&lt;br /&gt;
* [http://www.affirmativeaction.org/ American Association for Affirmative Action].&lt;br /&gt;
* Kathrin Meier-Rust: [http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/1e5623f3-5e1e-49fa-9e28-9d31b0dae121.aspx &amp;#039;&amp;#039;Was kann Minderheitenförderung?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[NZZ Folio]]&amp;#039;&amp;#039;, 07/95.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfliktforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anti-Diskriminierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Fuchs</name></author>
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