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	<title>Affen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Affen&amp;diff=26885&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Haplochromis: Anzahl der Arten, siehe Disk, ca. Angabe, da immer noch neue hinzukommen</title>
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		<updated>2026-01-21T16:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anzahl der Arten, siehe Disk, ca. Angabe, da immer noch neue hinzukommen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen finden sich unter [[Affe]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Affen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Anthropoidea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[St. George Mivart|Mivart]], 1864&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Trockennasenprimaten&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Haplorrhini&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Primaten&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Primates&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Euarchonta&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Euarchontoglires&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Abuko monkey.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Westliche Grünmeerkatze]] (&amp;#039;&amp;#039;Chlorocebus sabaeus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Affen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Starck |Titel=Lehrbuch der Speziellen Zoologie. Band&amp;amp;nbsp;II: Wirbeltiere. Teil&amp;amp;nbsp;5: Säugetiere |Verlag=Gustav Fischer |Ort=Jena |Datum=1995 |ISBN=3-334-60453-5 |Seiten=550 |Umfang=1241}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Anthropoidea, Simiae&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Malcolm C. McKenna, Susan K. Bell |Titel=Classification of Mammals Above the Species Level |Verlag=Columbia University Press |Ort=New York |Datum=1997 |ISBN=0-231-11012-X |Seiten=340 |Umfang=631}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder Simiiformes&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Colin P. Groves |Hrsg=Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder |Titel=Order Primates |Sammelwerk=[[Mammal Species of the World|Mammal Species of the World: A Taxonomic and Geographic Reference]] |Verlag=Johns Hopkins University Press |Ort=Baltimore |Datum=2005 |ISBN=0-8018-8221-4 |Seiten=111–184 |Umfang=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
auch als „Eigentliche Affen“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Maier |Hrsg=Wilfried Westheide, Reinhard Rieger |Titel=Primates |Sammelwerk=Spezielle Zoologie. Teil&amp;amp;nbsp;2: Wirbel- oder Schädeltiere |Auflage=1. |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag (Elsevier) |Ort=Heidelberg/Berlin |Datum=2004 |ISBN=3-8274-0307-3 |Seiten=553–573 |Umfang=567}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Echte Affen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Haeckel |Titel=Stammes-Geschichte des Menschen |Sammelwerk=Allgemeine Stammes-Geschichte: (Phylogenie und Anthropologie). XVI–XXX. Vortrag |Auflage=1. |Verlag=Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-11-143995-2 |Seiten=680-712 |Umfang=460}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder „Höhere Primaten“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Rolf Sauermost, Doris Freudig |Titel=Lexikon der Biologie in vierzehn Bänden. Band&amp;amp;nbsp;1: A bis Arj |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag (Elsevier) |Ort=Heidelberg |Datum=1999 |ISBN=3-8274-0326-X |Kapitel=Affen |Seiten=108 |Umfang=452}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bezeichnet, sind eine zu den [[Trockennasenprimaten]] gehörende Verwandtschaftsgruppe der [[Primaten]]. Traditionell wurden sie den „[[Halbaffen]]“ gegenübergestellt, jedoch sind sie mit den [[Koboldmakis]] näher verwandt als mit den übrigen Vertretern dieser Gruppe. Sie teilen sich in die [[Neuweltaffen]] und die [[Altweltaffen]] auf, zu denen auch der [[Mensch]] gehört. Insgesamt gehören zu den Affen über 360 Arten in 51 Gattungen und 8 Familien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chernasky et al. (2023)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mountain gorilla in Rwanda.jpg|mini|[[Gorillas]] (hier ein [[Berggorilla]]) sind die größten lebenden Affen]]&lt;br /&gt;
Die Größe der Affen schwankt zwischen dem [[Zwergseidenäffchen]], mit einer Kopf-Rumpf-Länge von rund 12 bis 15 Zentimetern und einem Gewicht von rund 100 Gramm, und den [[Gorillas]], die stehend bis zu 1,75 Meter hoch werden und ein Gewicht von 200 Kilogramm erreichen können, sowie den [[Mensch]]en mit einer Körpergröße von durchschnittlich 1,60 bis 1,80 Metern, in Einzelfällen auch mehr als 2,00 Metern. Einige Arten haben einen ausgeprägten [[Geschlechtsdimorphismus]], wobei die Männchen mancher Arten doppelt so schwer wie die Weibchen sein können und sich auch in der Fellfarbe unterscheiden können. Ihr Körper ist meist mit [[Fell]] bedeckt, dessen Färbung von schwarz über verschiedene Braun- und Grautöne bis zu weiß variieren kann. Die Handflächen und Fußsohlen sind meistens unbehaart, manchmal auch das Gesicht. Die Augen sind groß und nach vorn gerichtet, womit ein guter Gesichtssinn einhergeht. Als [[Trockennasenprimaten]] ist ihr [[Geruchssinn]] hingegen unterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die meisten Arten Baumbewohner sind, sind ihre Gliedmaßen an die Lebensweise angepasst. Die Hinterbeine sind fast immer länger und stärker als die Vorderbeine (Ausnahmen sind die [[Gibbons]] und die nicht-menschlichen [[Menschenaffen]]) und tragen den größeren Anteil der Bewegung. Die Finger und Zehen sind an das Greifen angepasst. Merkmal aller Arten (mit Ausnahme des Menschen) ist die [[Opposition (Anatomie)|opponierbare]] (den anderen Zehen gegenüberstellbare) Großzehe. Auch der Daumen ist manchmal opponierbar, bei Arten, die sich hangelnd durch die Äste bewegen, ist er jedoch zurückgebildet. Die jeweils fünf Strahlen der Gliedmaßen (Finger und Zehen) tragen in den meisten Fällen Nägel statt Krallen. Der Schwanz ist meist lang und dient vorrangig als Balanceorgan. Einige Neuweltaffen haben einen [[Greifschwanz]] ausgebildet. Bei den [[Menschenartige]]n und einigen anderen Arten ist es allerdings zu einer Rückbildung des Schwanzes gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Population density.png|mini|Gebiete mit höchster Siedlungsdichte des Menschen (rot)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Non-human primate range.png|mini|Verbreitung nichtmenschlicher Primaten (grün)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute mit Abstand individuenreichste Affenart ist der Mensch, ein [[Höhere Säugetiere|Höheres Säugetier]] aus der Ordnung der Primaten, mit einer [[Weltbevölkerung|weltweiten Population]] von 8&amp;amp;nbsp;Milliarden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/8-milliarden-menschen-8-milliarden-chancen-127434 &amp;#039;&amp;#039;8 Milliarden Menschen – 8 Milliarden Chancen.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;bmz.de&amp;#039;&amp;#039; vom 3. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hat alle Kontinente mit Ausnahme von [[Antarktika]] besiedelt und ist auch weltweit das Säugetier mit der größten Population.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Affenarten sind in den tropischen und subtropischen Regionen [[Amerika]]s, [[Afrika]]s und [[Asien]]s verbreitet, wobei die ältesten fossilen Funde – zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Eosimias]]&amp;#039;&amp;#039; – rund 45 Millionen Jahre alt und nur aus Asien belegt sind. In Amerika reicht das Verbreitungsgebiet der Affen vom südlichen [[Mexiko]] bis ins nördliche [[Argentinien]]. In Afrika sind sie weitverbreitet, die größte Artendichte gibt es südlich der [[Sahara]]. Auf [[Madagaskar]] gibt es keine Affen außer dem Menschen, hier sind die Primaten ansonsten nur durch die [[Lemuren]] vertreten. In Asien sind sie vorwiegend in [[Südasien|Süd-]] und [[Südostasien]] vertreten, ihr Verbreitungsgebiet reicht bis [[Japan]] beziehungsweise [[Timor]]. Die einzige in [[Europa]] freilebende Affenart außer dem Menschen ist der [[Berberaffe]] auf Gibraltar, diese Population wurde aber vermutlich vom Menschen eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lebensraum der Affen mit Ausnahme des Menschen sind vorwiegend Wälder und andere baumbestandene Gebiete. Sie sind dabei in verschiedensten Waldtypen zu finden, von [[Tropischer Regenwald|Regenwäldern]] bis in Gebirgswälder über 3000 Meter Höhe. Einige Arten sind teilweise Bodenbewohner, am ausgeprägtesten der [[Dschelada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Affen sind mit Ausnahme der [[Nachtaffen]] immer tagaktiv. Sie haben verschiedene Fortbewegungsarten entwickelt, neben dem [[Gehen|zweibeinigen Gehen]] (Mensch) und dem vierbeinigen Gehen findet sich auch das senkrechte Klettern und Springen und das Schwinghangeln. Die Mehrzahl der Affenarten sind vorwiegend oder reine Baumbewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affen haben in den meisten Fällen ein komplexes Sozialverhalten entwickelt, Einzelgänger sind selten. Manche Arten bilden große gemischte Gruppen, andere leben in Haremsgruppen, in denen ein einzelnes Männchen zahlreiche Weibchen um sich schart, wieder andere leben in langjährigen [[Monogamie|monogamen]] Beziehungen. In Gruppen bildet sich oft eine [[Rangordnung (Biologie)|Rangordnung]] heraus, die durch Kämpfe, Alter, Verwandtschaft und andere Faktoren bestimmt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baviaan2.JPG|mini|[[Mantelpavian]] (&amp;#039;&amp;#039;Papio hamadryas&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Affenarten ist vorrangig [[Pflanzenfresser]]. Früchte stellen vielfach den Hauptbestandteil der Nahrung dar, ergänzt werden sie durch Blätter, Blüten, Knollen, Pilze, Samen, Nüsse, Baumsäfte und andere Pflanzenteile. Viele Arten sind jedoch [[Allesfresser]], die neben pflanzlicher auch tierische Nahrung zu sich nehmen, insbesondere Insekten, Spinnen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Mensch und [[Stammesgeschichte des Menschen|fossile Hominiden]] sind von Natur aus Allesfresser, siehe [[Ernährung des Menschen]]. Waffenreste wie die [[Schöninger Speere]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Homo heidelbergensis]]&amp;#039;&amp;#039; belegen Jagdaktivitäten seit mindestens 450.000 Jahren,&amp;lt;ref&amp;gt;Kim Hill: &amp;#039;&amp;#039;Hunting and human evolution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Human Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, Nr.&amp;amp;nbsp;6, 1982, S.&amp;amp;nbsp;521–544, [[doi:10.1016/S0047-2484(82)80107-3]].&amp;lt;/ref&amp;gt; aus der Abnutzung von Zähnen der gleichen Spezies wurde jedoch auch auf raue Nahrung geschlossen, die zu mindestens 80 Prozent aus pflanzlichen Anteilen bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Gary J. Sawyer, Viktor Deak: &amp;#039;&amp;#039;Der lange Weg zum Menschen. Lebensbilder aus 7 Millionen Jahren Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach Lebensraum überwog beim Menschen die pflanzliche oder die tierische Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Papio papio and juvenile Port Lympne Wild Animal Park.jpg|mini|Affen sind aktive [[Tragling]]e: hier ein [[Guinea-Pavian]]-Weibchen mit Jungtier auf dem Rücken]]&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzung der Affen zeichnet sich durch eine lange Trächtigkeitsdauer, eine lange Entwicklungszeit der Jungen und eine eher hohe Lebenserwartung aus. Die Strategie dieser Tiere liegt darin, viel Zeit in die Aufzucht der Jungtiere zu investieren, dafür ist die Fortpflanzungsrate gering. Im Gegensatz zu anderen Primaten haben Affen eine einfache [[Gebärmutter]] (Uterus simplex) und nur ein [[Zitze]]npaar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tragzeit beträgt etwa fünf bis neun Monate. Bei den meisten Arten überwiegen Einzelgeburten, nur bei den [[Krallenaffen]] kommt es meist zu Zwillingsgeburten. Die Jungtiere werden als aktive [[Tragling]]e, die sich am Fell der Mutter – bei manchen Arten auch an anderen Individuen einer sozialen Gruppe – festhalten, bei den Wanderungen und Streifzügen getragen. Sie werden häufig einige Monate oder gar Jahre [[Säugen|gesäugt]], die Geschlechtsreife tritt meist erst nach einigen Jahren auf. Bei Menschenaffen tritt die Geschlechtsreife besonders spät, meist im Alter zwischen 6 und 10 Jahren ein, beim Menschen noch einige Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenserwartung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lebenserwartung]] der Affen beträgt typischerweise 10 bis 15 Jahre. Menschenaffen erreichen in freier Wildbahn 35 bis 50 Jahre. Unter allen Affen hat der Mensch die höchste Lebenserwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Affen und Menschen ==&lt;br /&gt;
Zur Forschungsgeschichte und zur kulturellen Bedeutung von Primaten siehe [[Primaten#Primaten und Menschen|Primaten und Menschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Affen hat unterschiedliche Aspekte. Sie werden als [[Zootier]]e zur Schau gestellt, einige treten als [[Tierdarsteller]] auf und manche werden als [[Haustier]] gehalten. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu Menschen werden sie als medizinische und/oder neurologische [[Versuchstier]]e erforscht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-bremen.de/forschung/wissenschaftliche-integritaet-und-forschungsethik/tierversuche-in-forschung-und-lehre/arbeitsgruppe-kognitive-neurophysiologie &amp;#039;&amp;#039;Tierversuche in Forschung und Lehre. Arbeitsgruppe Kognitive Neurophysiologie. Fragen zur Hirnforschung an der Universität Bremen.&amp;#039;&amp;#039;] [[Universität Bremen]], abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einigen Gegenden werden (auch geschützte) Affen nach wie vor wegen ihres Fells (siehe [[Affenfell]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.artenschutz-online.de/information/art.php?land=TZ&amp;amp;sammelname=Affen &amp;#039;&amp;#039;Affen.&amp;#039;&amp;#039;] artenschutz-online.de, abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder ihres Fleisches (siehe hierzu „[[Bushmeat]]“) gejagt, das teilweise bis nach [[Europa]] importiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eu-umweltbuero.at/inhalt/vier-kilo-affenfleisch-um-100-euro-in-europa-blueht-der-illegale-handel-mit-buschfleisch &amp;#039;&amp;#039;Vier Kilo Affenfleisch um 100 Euro: In Europa blüht der illegale Handel mit Buschfleisch.&amp;#039;&amp;#039;] [[Europäisches Umweltbüro]], abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Sprachgebrauch wird „Affe“ auch als [[Schimpfwort]] für einen dummen Kerl oder einen eitlen Menschen, der sich geziert verhält, gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Affe &amp;#039;&amp;#039;Affe, der&amp;#039;&amp;#039;] [[Duden]], abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Adjektiv „affig“ hat verschiedene ausschließlich negative Bedeutungen. Jemanden zu „äffen“ heißt, ihn hinters Licht zu führen, ihn „nachzuäffen“, ihn veralbernd nachzuahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Kulturen galten oder gelten dagegen manche Affenarten als besonders weise und klug und werden sogar als [[Heiliges Tier|heilig]] verehrt, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Mantelpavian]]e im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wissen/paviane-aegypten-tierwohl-1.6315993 &amp;#039;&amp;#039;Ägyptologie: Die Leiden der heiligen Affen.&amp;#039;&amp;#039;] [[Süddeutsche Zeitung]], abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die [[Hanuman-Languren]] im [[Hinduismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nationalgeographic.de/tiere/lustig-und-lastig-die-languren &amp;#039;&amp;#039;Lustig und lästig: die Languren. Indiens heilige Affen können ganz schön nerven.&amp;#039;&amp;#039;] [[National Geographic]], abgerufen am 30. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die Affen bilden zusammen mit den [[Koboldmakis]] die Gruppe der [[Trockennasenprimaten]] (Haplorhini). Trocken- und [[Feuchtnasenprimaten]] werden als [[Primaten]] zusammengefasst. Das kommt in folgendem Kladogramm zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=[[Primaten]]&amp;amp;nbsp; (Primates)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |label1=&amp;amp;nbsp;[[Trockennasenprimaten]]&amp;amp;nbsp; (Haplorrhini)&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
  |1=&amp;amp;nbsp;[[Koboldmakis]] (Tarsiiformes)&lt;br /&gt;
  |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Affen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Anthropoidea)&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;[[Feuchtnasenprimaten]] (Strepsirrhini)&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden Koboldmakis und Feuchtnasenprimaten als [[Halbaffen]] zusammengefasst. Die Halbaffen sind allerdings [[Kladistik|paraphyletisch]], da die Koboldmakis näher mit den Affen als den Feuchtnasenprimaten verwandt sind und werden darum in heutigen Systematiken nicht mehr angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Uakari male.jpg|mini|[[Uakaris]] sind Vertreter der [[Neuweltaffen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Macaca fascicularis in Tarutao National Marine Park.jpg|mini|Der [[Javaneraffe]] gehört zu den [[Altweltaffen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die Affen teilen sich in zwei Gruppen, die [[Neuweltaffen]] (Platyrrhini) und die [[Altweltaffen]] (Catarrhini). Die folgende Systematik gibt die Affen bis zur Familienebene wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Affen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Anthropoidea)&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |label1=Platyrrhini&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
  |1=[[Sakiaffen]] (Pitheciidae)&lt;br /&gt;
  |2={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=[[Klammerschwanzaffen]] (Atelidae)&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=[[Nachtaffen]] (Aotidae)&lt;br /&gt;
    |2={{Klade&lt;br /&gt;
     |1=[[Krallenaffen]] (Callitrichidae)&lt;br /&gt;
     |2=[[Kapuzinerartige]] (Cebidae)&lt;br /&gt;
}}}}}}}}&lt;br /&gt;
 |label2=Catarrhini&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
  |1=[[Meerkatzenverwandte]] (Cercopithecidae)&lt;br /&gt;
  |label2=[[Menschenartige]] (Hominoidea)&lt;br /&gt;
  |2={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=[[Gibbons]] (Hylobatidae)&lt;br /&gt;
   |2=[[Menschenaffen]] (Hominidae inkl. Mensch)&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Aufspaltung der Affen in die beiden Hauptlinien [[Neuweltaffen]] (Platyrrhini) und [[Altweltaffen]] (Catarrhini) soll nach molekulargenetischen Schätzungen im mittleren Eozän vor ca. 43 Millionen Jahren erfolgt sein. Erste fossile Affen aus eozänen Ablagerungen in China, Thailand und Burma (&amp;#039;&amp;#039;[[Eosimias]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Aseanpithecus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Amphipithecus]]&amp;#039;&amp;#039;) können jedoch keiner der Teilgruppen zugeordnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Jacques Jaeger, Olivier Chavasseau, Vincent Lazzari, Aung Naing Soe, Chit Sein, Anne Le Maître, Hla Shwe und Yaowalak Chaimanee: &amp;#039;&amp;#039;New Eocene primate from Myanmar shares dental characters with African Eocene crown anthropoids.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Communications.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 2019, S. 3531, [[doi:10.1038/s41467-019-11295-6]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleiches gilt für die in Nordafrika gefundenen späteozänen [[Proteopithecidae]] und [[Parapithecidae]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Apidium]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Parapithecus]]&amp;#039;&amp;#039;), die in Schädelbau und Bezahnung die für Affen ursprünglichen Merkmalsausprägungen aufweisen. Die reiche Primatenfauna der Gebel Qatrani-Formation der berühmten [[Fayyum (Fossillagerstätte)|Fayyum-Fossillagerstätte]] in Ägypten, die mit einem Alter von 34 bis 29 Millionen Jahren den Übergang vom Eozän zum Oligozän markiert, enthält jedoch nicht nur Stammgruppenvertreter der Anthropoidea. In den obersten Schichten des frühen Oligozän tauchen mit den [[Oligopithecidae]] und den [[Propliopithecidae]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Aegyptopithecus]]&amp;#039;&amp;#039;) die ersten Altweltaffen (Catarrhini) auf. Sie besitzen bereits die abgeleitete Zahnformel der Altweltaffen (Reduktion des zweiten Praemolaren), das Ectotympanicum (ein Knochen, auf dem das Trommelfell aufgespannt ist) ist allerdings noch nicht zu einer knöchernen Röhre ausgewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westheide&amp;amp;Rieger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankunft der [[Neuweltaffen]] (Platyrrhini) in der Neuen Welt ist mit einem einzelnen, in Peru gefundenen linken [[Molar (Zahn)|Molar]] aus dem [[Oberkiefer]] nachgewiesen. Er stammt aus dem späten Eozän vor ca. 35 Millionen Jahren und wurde unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Perupithecus]]&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Mariano Bond, Marcelo F. Tejedor, Kenneth E. Campbell Jr, Laura Chornogubsky, Nelson Novo, Francisco Goin: &amp;#039;&amp;#039;Eocene primates of South America and the African origins of New World monkeys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 520, Nr. 7548, 2015, S. 538–541, [[doi:10.1038/nature14120]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem späten Oligozän (vor 26 Millionen Jahren) von Bolivien stammt &amp;#039;&amp;#039;[[Branisella]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Gattung ist durch Kieferknochen und einzelne Zähne dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Takai, F. Anaya, N. Shigehara, T. Setoguchi: &amp;#039;&amp;#039;New fossil materials of the earliest new world monkey, Branisella boliviana, and the problem of platyrrhine origins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Physical Anthropology.&amp;#039;&amp;#039; Band 111, Nr. 2, Februar 2000, {{DOI|10.1002/(SICI)1096-8644(200002)111:2&amp;lt;263::AID-AJPA10&amp;gt;3.0.CO;2-6}}, {{ISSN|0275-2565}}, PMID 10640951, S. 263–281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine frühe Radiation der Neuweltaffen erfolgte im Unteren und Mittleren Miozän und fand überwiegend im südlichen Teil Südamerikas statt. Aus ihr gingen Formen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Chilecebus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Tremacebus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Homunculus (Gattung)|Homunculus]]&amp;#039;&amp;#039; hervor. Unklar ist hierbei, ob es sich um [[Stammgruppe]]nvertreter der Neuweltaffen oder um frühe Mitglieder der heutigen Linien handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard F. Kay: &amp;#039;&amp;#039;Biogeography in deep time – What do phylogenetics, geology, and paleoclimate tell us about early platyrrhine evolution?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 82, 2015, S. 358–374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laurent Marivaux, Sylvain Adnet, Ali J. Altamirano-Sierra, Myriam Boivin, François Pujos, Anusha Ramdarshan, Rodolfo Salas-Gismondi, Julia V. Tejada-Lara, Pierre-Olivier Antoine: &amp;#039;&amp;#039;Neotropics provide insights into the emergence of New World monkeys: New dental evidence from the late Oligocene of Peruvian Amazonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Human Evolution&amp;#039;&amp;#039;. Band 97, 2016, S. 159–175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens im Mittleren Miozän entstanden die einzelnen Familien der Neuweltaffen und die aus dem Oberen Miozän stammenden Fossilien aus der Fundstätte von [[La Venta (Kolumbien)|La Venta]] in Kolumbien können bereits den rezenten Familien zugeordnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westheide&amp;amp;Rieger&amp;quot; /&amp;gt; Neben den Vorfahren der Neuweltaffen hat auch eine zweite Affenlinie den Atlantik überquert und so [[Südamerika]] besiedelt. Mit &amp;#039;&amp;#039;[[Ucayalipithecus]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der Parapithecidae ist eine Form aus dem [[Amazonas]]tiefland von [[Peru]] nachgewiesen. Gefunden an der Fossilfundstelle Santa Rosa wurden bisher vier Zähne geborgen, deren Alter etwa bei 35 bis 32 Millionen Jahren liegt. Diese Seitenlinie der Affen ist allerdings wieder ausgestorben.&amp;lt;ref&amp;gt;Erik R. Seiffert, Marcelo F. Tejedor, John G. Fleagle, Nelson M. Novo, Fanny M. Cornejo, Mariano Bond, Dorien de Vries, Kenneth E. Campbell Jr.: &amp;#039;&amp;#039;A parapithecid stem anthropoid of African origin in the Paleogene of South America.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 368 (6487), 2020, S. 194–197, [[doi:10.1126/science.aba1135]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr frühe Belege aus dem Umfeld der [[Meerkatzenverwandte]]n (Cercopithecoidea) liegen mit einzelnen Unterkieferfragmenten von &amp;#039;&amp;#039;[[Alophe (Gattung)|Alophe]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Region westlich des [[Turkana-See]]s vor. Sie datieren mit rund 22 Millionen Jahren in das Untere Miozän.&amp;lt;ref&amp;gt;David Tab Rasmussen, Anthony R. Friscia, Mercedes Gutierrez, John Kappelman, Ellen R. Miller, Samuel Muteti, Dawn Reynoso, James B. Rossie, Terry L. Spell, Neil J. Tabor, Elizabeth Gierlowski-Kordesch, Bonnie F. Jacobs, Benson Kyongo, Mathew Macharwas, Francis Muchemi: &amp;#039;&amp;#039;Primitive Old World monkey from the earliest Miocene of Kenya and the evolution of cercopithecoid bilophodonty.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;PNAS.&amp;#039;&amp;#039; Band 116 (13), 2019, S. 6051–6056, [[doi:10.1073/pnas.1815423116]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Stammgruppenvertreter erscheinen im Mittleren und Oberen Miozän. Sie sind 19 und 12,5 Mio. Jahre alt, belegen bereits Anpassungen an eine teilweise terrestrische Lebensweise und wurden der Familie [[Victoriapithecidae]] zugeordnet. Hierzu zählen etwa die bedeutenden Funde aus der Napak-Region im östlichen [[Uganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Pilbeam]], [[Alan Walker (Paläoanthropologe)|Alan Walker]]: &amp;#039;&amp;#039;Fossil Monkeys from the Miocene of Napak, North-East Uganda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 220, 1968, S. 657–660.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Pickford]], [[Brigitte Senut]], Sarah Musalizi, Dominique Gommery und Christopher Ssebuyungo: &amp;#039;&amp;#039;Early Miocene Victoriapithecid Monkey from Napak, Uganda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geo-Pal Uganda.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 2019, S. 1–17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trennung von Meerkatzenverwandten und [[Menschenartige]]n (Hominoidea) fand vor etwa 25 Mio. Jahren statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westheide&amp;amp;Rieger&amp;quot; /&amp;gt; In die Nähe der letzten gemeinsamen Vorfahren von Meerkatzenverwandten und Menschenartigen wird &amp;#039;&amp;#039;[[Saadanius]]&amp;#039;&amp;#039; gestellt, der während des mittleren Oligozäns auf der Arabischen Halbinsel vorkam.&amp;lt;ref&amp;gt;Iyad S. Zalmout, William J. Sanders, Laura M. MacLatchy, Gregg F. Gunnell, Yahya A. Al-Mufarreh, Mohammad A. Ali, Abdul-Azziz H. Nasser, Abdu M. Al-Masari, Salih A. Al-Sobhi, Ayman O. Nadhra, Adel H. Matari, Jeffrey A. Wilson, Philip D. Gingerich: &amp;#039;&amp;#039;New Oligocene primate from Saudi Arabia and the divergence of apes and Old World monkeys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 466, 2010, S. 360–364, [[doi:10.1038/nature09094]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Arten- und formenreiche Primatengruppen, die als früheste Stammlinienvertreter der Hominoidea angesehen werden fand man in aus dem Miozän stammenden Ablagerungen von Ostafrika (Uganda, Kenia) bis zur Arabischen Halbinsel. Etwa 20 Arten werden den [[Proconsulidae]] und [[Dendropithecidae]] zugeordnet. Sie haben mit rezenten Hominoidea einige Gebissmerkmale gemeinsam. Ihr Schwanz ist reduziert. Anpassungen an eine [[Suspensorische Lokomotion|suspensorische]] (hangelnde) Fortbewegung lassen sich aber nicht feststellen. Aus dem späten Miozän vor 11 bis 9 Millionen Jahren sind auch Vertreter der Hominidae in Südeuropa (Frankreich, Spanien, Norditalien) dokumentiert. Sie wurden den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Oreopithecus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Dryopithecus]]&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Wie die rezenten großen Menschenaffen besitzen sie einen dicken Zahnschmelz. Vor mindestens 9 Millionen Jahren erfolgte die Trennung der asiatischen Ponginae, deren einzige heutige Vertreter die [[Orang-Utans]] sind, von den europäisch-afrikanischen [[Homininae]], zu denen die [[Gorillas]], die [[Schimpansen]] und die Menschen gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westheide&amp;amp;Rieger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Geissmann: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Primatologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-540-43645-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Affe (Wappentier)]]&lt;br /&gt;
* [[Der nackte Affe]]&lt;br /&gt;
* [[Japanisches Affenzentrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Simiiformes|Affen}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Affen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chernasky et al. (2023)&amp;quot;&amp;gt;Amy Chernasky et al.: &amp;#039;&amp;#039;All the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Juni 2023, ISBN 978-84-16728-66-4 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westheide&amp;amp;Rieger&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wilfried Westheide &amp;amp; Reinhard Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie Teil 2: Wirbel und Schädeltiere&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg • Berlin, 2010, ISBN 978-3-8274-2039-8, S. 575 f.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Affen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haplochromis</name></author>
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