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	<title>Aeroarctic - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aeroarctic&amp;diff=764384&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-05-28T16:50:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aeroarctic&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die „Internationale Studiengesellschaft zur Erforschung der Arktis mit dem Luftschiff“, ab 1928 „Internationale Studiengesellschaft zur Erforschung der Arktis mit Luftfahrzeugen“, war eine nichtstaatliche wissenschaftliche Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, [[Luftschiff]]e in der [[Polarforschung]] einzusetzen. Ihre Gründung ging hauptsächlich auf Initiativen des Luftschiffers und späteren Generalsekretärs der Gesellschaft, [[Walther Bruns]], zurück. Gründungspräsident war 1924 [[Fridtjof Nansen]]. Nach mehrjähriger Vorbereitungsarbeit gelang es der Gesellschaft 1931, ein Luftschiff erstmals für eine rein wissenschaftliche Polarexpedition zu nutzen. Durch die Arktisfahrt von [[LZ 127]] „Graf Zeppelin“ wurde die Kenntnis über die Geographie der überflogenen Polargebiete wesentlich erweitert. 1937 löste sich die Aeroarctic auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:No-nb bldsa 4b011.jpg|mini|Ernst Kohlschütter, Fridtjof Nansen und Walther Bruns (von links nach rechts), etwa 1925.]]&lt;br /&gt;
1919 hielt Hauptmann a.&amp;amp;nbsp;D. Walther Bruns, der im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Luftschiffkommandant gedient hatte, vor der Naturforschenden Gesellschaft zu [[Görlitz]] öffentliche Vorträge über „Die Entwicklung der Lenkluftschiffahrt“, in der er erste Ideen zur Nutzung von Luftschiffen für den transpolaren Verkehr entwickelte. Er knüpfte damit an Ideen des Meteorologen [[Hugo Hergesell]] an, der schon 1907 auf das Potential des Luftschiffs für die geografische Erforschung der Polargebiete hingewiesen hatte und darin vom norwegischen Polarforscher [[Fridtjof Nansen]] unterstützt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Auszug aus einem Brief Nansens an Hergesell vom 16. Oktober 1909 in: Adolf Miethe, Hugo Hergesell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Zeppelin nach Spitzbergen&amp;#039;&amp;#039;. Bong, Berlin 1911, S.&amp;amp;nbsp;279–281.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1910 hatte Hergesell mit [[Ferdinand von Zeppelin]] eine Studienreise nach [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]] unternommen, um die meteorologischen und geografischen Voraussetzungen für Zeppelinfahrten in der [[Arktis]] zu untersuchen. An der Reise mit dem Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Mainz&amp;#039;&amp;#039; hatten auch der Geograph [[Erich von Drygalski]] und der Fototechniker [[Adolf Miethe]] teilgenommen. Die Resultate waren durchaus ermutigend. Die sommerliche Arktis schien für derartige Fahrten gut geeignet zu sein, da während des [[Polartag]]es nur geringe Temperaturschwankungen beobachtet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand von Zeppelin: &amp;#039;&amp;#039;Hat unsere Expedition die Zweckmäßigkeit der Verwendung meiner Luftschiffe zur Erforschung der Arktis ergeben?&amp;#039;&amp;#039; In: Adolf Miethe, Hugo Hergesell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Zeppelin nach Spitzbergen&amp;#039;&amp;#039;. Bong, Berlin 1911, S.&amp;amp;nbsp;284–291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gelang Bruns, bedeutende deutsche Wissenschaftler für seine Pläne zu gewinnen. Unter dem Vorsitz des [[Aerologie|Aerologen]] [[Arthur Berson]] entstand ein „Ausschuß zur Erforschung der Arktis mit dem Luftschiff“, zu dessen ersten Mitgliedern der Vorsteher des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums Potsdam, [[Adolf Schmidt (Geophysiker)|Adolf Schmidt]], der Vorsteher der meteorologischen Abteilung dieses Instituts, [[Reinhard Süring]], der Polarforscher [[Leonid Breitfuß]] und der Meteorologe [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Kurt Wegener]] gehörten. Berson und Bruns verfassten eine 1924 veröffentlichte Denkschrift, in der die Möglichkeiten der arktischen Luftfahrt und die der Arktisforschung mit dem Luftschiff diskutiert wurden. Der Ausführung der Pläne standen zu diesem Zeitpunkt zwei gewichtige Probleme entgegen: Erstens kam von der [[Luftschiffbau Zeppelin|Zeppelinwerft]] keinerlei Unterstützung, und zweitens war Deutschland politisch so isoliert, dass nur eine Internationalisierung dem Projekt zum Erfolg verhelfen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Lüdecke: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Polarforschung seit der Jahrhundertwende und der Einfluss Erich von Drygalskis.&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzteres war eine schwierige Aufgabe, die nur dank persönlicher weltweiter Kontakte Bersons und Bruns’ direktem Zugehen auf Fridtjof Nansen, den hochgeachteten [[Polarforscher]] und [[Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen|Hochkommissar für Flüchtlingsfragen]] im [[Völkerbund]], erfolgreich war. Am 7. Oktober 1924 wurde in Berlin die Aeroarctic, die „Internationale Studiengesellschaft zur Erforschung der Arktis mit dem Luftschiff“, gegründet. Nansen wurde zum Präsidenten, Bruns zum Generalsekretär gewählt. Den Vorsitz der deutschen Landesgruppe übernahm [[Ernst Kohlschütter (Geophysiker)|Ernst Kohlschütter]], der Vorsitzende der [[Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung bis 1930 ===&lt;br /&gt;
1925 unternahm Bruns eine Vortragsreise in die [[Sowjetunion]]. Er sprach vor der [[Russische Geographische Gesellschaft|Sowjetischen Geographischen Gesellschaft]] und unterbreitete dem [[Rat der Volkskommissare der Sowjetunion |Rat der Volkskommissare]] den Vorschlag, eine reguläre Luftschiffroute nach Ostasien einzurichten. Die Beteiligung der Sowjetunion war für das Projekt zwingend notwendig, da für die arktische Route in den pazifischen Raum ein Stützpunkt auf dem Festland benötigt wurde. Die sowjetische Landesgruppe innerhalb der Aeroarctic hatte nach der deutschen bald die zweitmeisten Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Mitglieder der Aeroarctic nach Ländern&amp;lt;ref&amp;gt;Diedrich Fritzsche: &amp;#039;&amp;#039;Walther Bruns und die Aeroarctic&amp;#039;&amp;#039;, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Datum&lt;br /&gt;
!BG&amp;lt;br /&amp;gt;{{BGR|#}}&lt;br /&gt;
!DK&amp;lt;br /&amp;gt;{{DNK|#}}&lt;br /&gt;
!DE&amp;lt;br /&amp;gt;{{DEU|#}}&lt;br /&gt;
!EE&amp;lt;br /&amp;gt;{{EST|#}}&lt;br /&gt;
!FI&amp;lt;br /&amp;gt;{{FIN|#}}&lt;br /&gt;
!FR&amp;lt;br /&amp;gt;{{FRA|#}}&lt;br /&gt;
!GB&amp;lt;br /&amp;gt;{{GBR|#}}&lt;br /&gt;
!IT&amp;lt;br /&amp;gt;{{ITA|#}}&lt;br /&gt;
!JP&amp;lt;br /&amp;gt;{{JPN|#}}&lt;br /&gt;
!LV&amp;lt;br /&amp;gt;{{LVA|#}}&lt;br /&gt;
!NL&amp;lt;br /&amp;gt;{{NLD|#}}&lt;br /&gt;
!NO&amp;lt;br /&amp;gt;{{NOR|#}}&lt;br /&gt;
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!CH&amp;lt;br /&amp;gt;{{CHE|#}}&lt;br /&gt;
!ES&amp;lt;br /&amp;gt;{{ESP|#}}&lt;br /&gt;
!CS&amp;lt;br /&amp;gt;{{CSK|#}}&lt;br /&gt;
!SU&amp;lt;br /&amp;gt;{{SUN|#}}&lt;br /&gt;
!US&amp;lt;br /&amp;gt;{{USA|#}}&lt;br /&gt;
!Summe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
[[Datei:No-nb bldsa 4b017.jpg|mini|[[Nikolai Knipowitsch]], Fridtjof Nansen und Walther Bruns auf der Jahresversammlung der Aeroarctic 1928 in [[Leningrad]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-12053, Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch und Hugo Eckener.jpg|mini|Rudolf Samoilowitsch und Hugo Eckener 1931]]&lt;br /&gt;
Die 1.&amp;amp;nbsp;Generalversammlung der Aeroarctic fand vom 9. bis 13. November 1926 in Berlin statt. Zur Eröffnungssitzung im [[Preußischer Landtag (Gebäude)|Preußischen Landtag]] kamen 300 Mitglieder und Gäste, darunter [[Wilhelm Külz]], der [[Reichsminister des Inneren]]. Der Gesellschaft gehörten jetzt 19 Landesgruppen mit 193 Mitgliedern an. Nansen und Bruns wurden in ihren Ämtern bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 sagte die deutsche Regierung zu, das im Bau befindliche Luftschiff LZ 127 für zwei Forschungsfahrten zur Verfügung zu stellen. Auf der 2.&amp;amp;nbsp;Generalversammlung der Aeroarctic in [[Leningrad]] wurde ein 52-köpfiger Forschungsrat eingesetzt, der die vorgesehene Luftfahrt wissenschaftlich und technisch vorbereitete. Im November 1928 bestätigte auch [[Hugo Eckener]] als Direktor der Zeppelinwerke die Bereitstellung von LZ 127 für zwei Fahrten im Jahr 1930. Die erste Fahrt sollte von Leningrad nach [[Nome (Alaska)|Nome]] in [[Alaska]] und wieder zurück führen. Bruns und Nansen reisten 1929 nach Amerika, um Vorträge zu halten und die Zusage für den Bau eines [[Ankermast]]es in Nome zu erhalten. Außerdem verhandelten sie mit dem [[Hearst Corporation|Hearst-Konzern]], dem die Exklusivrechte für die Berichterstattung angeboten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurden [[Hubert Wilkins]] und [[Carl Ben Eielson]] nach ihrem Transarktisflug von [[Alaska]] nach [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]] die ersten Ehrenmitglieder der Aeroarctic.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/40243/P402430010000000H.jpg |wayback=20140407085832 |text=Wilkins berichtet. Die beiden ersten Ehrenmitglieder der Aero-Arctic }}&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 2. Juni 1928 (abgerufen am 1. April 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Nansens unerwarteten Tod im Mai 1930 war die Durchführung der Expedition bedroht, da es zunächst schwierig war, einen geeigneten Nachfolger zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Lüdecke: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Polarforschung seit der Jahrhundertwende und der Einfluss Erich von Drygalskis.&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Probleme beim Abschluss einer Versicherung für das Luftschiff führten dazu, dass die Arktisfahrt immer wieder verschoben werden musste. Erst nachdem Eckener durch Fahrten nach Spitzbergen und [[Island]] die Eignung des Luftschiffs für den Einsatz in höheren Breiten nachgewiesen hatte, konnte ein Vertrag abgeschlossen werden, der Fahrten bis zum 82. Breitengrad erlaubte. Eine weitere Probefahrt führte den Zeppelin am 10. und 11.&amp;amp;nbsp;September 1930 nach Moskau. Vom 5. bis 8.&amp;amp;nbsp;November tagten der Forschungsrat und der Vorstand der Aeroarctic. Als Nachfolger von Nansen wurde Eckener zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt und [[Rudolf Samoilowitsch]] zum Vorsitzenden des Forschungsrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Arktisfahrt von LZ 127 „Graf Zeppelin“ im Jahr 1931 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexander Kircher LZ 127.jpg|mini|Treffen des Zeppelins LZ 127 mit dem sowjetischen Eisbrecher Malygin, Gemälde von [[Alexander Kircher]], 1931]]&lt;br /&gt;
Die Finanzierung der Arktisfahrt war auch im Frühjahr 1931 noch nicht gesichert. Es wurde deshalb ein pressewirksames Zusammentreffen des Zeppelins mit Wilkins’ [[Unterseeboot]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nautilus (U-Boot, 1917)|Nautilus]]&amp;#039;&amp;#039;  am [[Nordpol#Geographischer Nordpol|geographischen Nordpol]] erwogen. Als Wilkins mit seiner Nordpolfahrt scheiterte, zog sich Hearst vom Vertrag zurück. Eckener vergab die weltweiten Bild- und Presserechte daraufhin an den [[Ullstein Verlag]]. Die Pläne für einen Transarktisflug wurden aus Kosten- und versicherungstechnischen Gründen aufgegeben. Es wurde eine Routenvariante in die sowjetische Arktis, nach [[Franz-Joseph-Land]] und [[Sewernaja Semlja]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lange geplante Fahrt fand schließlich vom 24. bis 31. Juli 1931 statt. Neben der Besatzung waren 15 Expeditionsteilnehmer an Bord,&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Schennerlein: &amp;#039;&amp;#039;Die Aeroarctic und die Arktisfahrt des Luftschiffes „Graf Zeppelin“ LZ 127 im Juli 1931 und die Fahrt des U-Boots „Nautilus“&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;42.&amp;lt;/ref&amp;gt; darunter Rudolf Samoilowitsch als Leiter, der Geophysiker [[Ludwig Weickmann]], der Meteorologe [[Pawel Alexandrowitsch Moltschanow|Pawel Moltschanow]] und der Polarforscher [[Lincoln Ellsworth]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lincoln Ellsworth, Edward H. Smith: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.uscg.mil/history/articles/GeographicalReviewArticle1932.pdf Report of the Preliminary Results of the Aeroarctic Expedition with „Graf Zeppelin“, 1931]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB). In: &amp;#039;&amp;#039;Geographical Review&amp;#039;&amp;#039;. Band 22, Nr. 1, 1932, S. 61–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zeppelin flog zunächst von [[Friedrichshafen]] über Berlin und Leningrad nach Franz-Josef-Land. In der Buchta Tichaja der [[Hooker-Insel]] gab es ein Treffen mit dem sowjetischen Eisbrecher &amp;#039;&amp;#039;Malygin&amp;#039;&amp;#039;, bei dem zur Finanzierung der Unternehmung Post ausgetauscht wurde. Nach kurzem Kreisen über Franz-Josef-Land lenkte Eckener das Luftschiff nach Osten zur noch nicht vollständig kartierten [[Komsomolez-Insel]] und folgte der Westküste Sewernaja Semljas zum [[Kap Tscheljuskin]]. Über das [[Byrrangagebirge]] der [[Taimyrhalbinsel]] ging es bei [[Dikson]] wieder an die [[Karasee]] und an die Nordspitze [[Nowaja Semlja]]s. Der Südostküste der Doppelinsel folgend kehrte der Zeppelin nach Friedrichshafen zurück, nachdem er [[Archangelsk]] und Leningrad überflogen und in Berlin noch einmal haltgemacht hatte. LZ 127 hatte insgesamt etwa 10.600 Kilometer zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrt demonstrierte die hervorragende Eignung von Luftschiffen als Transportmittel und Forschungsplattform in der Arktis. Sie erbrachte sie eine Fülle wissenschaftlicher Ergebnisse. Auf geographischem Gebiet konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass es die [[Albert-Eduard-Insel]] ebenso wie die [[Harmsworth-Insel]] im Nordwesten Franz-Josef-Lands gar nicht gibt. Teile Severnaja Semljas, dessen Küsten nur grob bekannt waren, konnten [[Photogrammetrie|photogrammetrisch]] vermessen werden. Auch die [[Erdmagnetfeld|erdmagnetischen]] Messungen aus der Luft sowie der Einsatz von [[Radiosonde]]n waren zukunftsweisend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Jahre ===&lt;br /&gt;
Die 3. Generalversammlung der Aeroarctic fand vom 7. bis 9. November 1931 in Berlin statt. Trotz der [[Weltwirtschaftskrise]] ging man von einer weiteren Fahrt des LZ 127 im Rahmen des 2. [[Internationales Polarjahr|Internationalen Polarjahrs]] 1932/33 aus. Diese kam aber aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht zustande. Auch für die Publikation der umfangreichen Ergebnisse der Arktisfahrt fehlte das Geld. Die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Arktis&amp;#039;&amp;#039; wurde eingestellt. 1933 erschien aber ein 113 Seiten umfassender Sammelband mit wissenschaftlichen Ergebnissen als Ergänzungsheft zu &amp;#039;&amp;#039;[[Petermanns Mitteilungen]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]] zogen sich ausländische Landesverbände aus der Aeroarctic zurück. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 27. Januar 1937 beschloss die Auflösung, da keine Aussicht mehr bestand, die Forschungsarbeit der Gesellschaft wieder aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Polarforschung seit der Jahrhundertwende und der Einfluss Erich von Drygalskis.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], 1993 (= &amp;#039;&amp;#039;Berichte zur Polarforschung&amp;#039;&amp;#039;. Band 158, 1995). {{DOI|10.2312/BzP_0158_1995}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Diedrich Fritzsche |Titel=Walther Bruns und die Aeroarctic |Sammelwerk=[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]] |Band=88 |Nummer=1 |Datum=2018 |Seiten=7–22 |DOI=10.2312/polarforschung.88.1.7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Barbara Schennerlein |Titel=Die Aeroarctic und die Arktisfahrt des Luftschiffes „Graf Zeppelin“ LZ 127 im Juli 1931 und die Fahrt des U-Boots „Nautilus“ |Sammelwerk=[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]] |Band=88 |Nummer=1 |Datum=2018 |Seiten=31–48 |DOI=10.2312/polarforschung.88.1.31}}&lt;br /&gt;
* Reinhard A. Krause: &amp;#039;&amp;#039;Daten statt Sensationen. Der Weg zur internationalen Polarforschung aus einer deutschen Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte zur Polar- und Meeresforschung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reports on Polar and Marine Research&amp;#039;&amp;#039;). Band 609, 2010. [[doi:10.2312/BzPM_0609_2010]]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Guillaume de Syon |Titel=Ideologies of Science and Adventure: The Arctic Airship |Sammelwerk=Zeppelin! Germany and the Airship, 1900–1939 |Verlag=The Johns Hopkins University Press |Ort=Baltimore |Datum=2002 |ISBN=0-8018-6734-7 |Sprache=en |Seiten=147–171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/043102|TEXT=Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
* [https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/AEROARTIC.pdf Unterlagen] (Korrespondenz und Sitzungsunterlagen der Gesellschaft 1928-32) im Archiv für Geographie des [[Leibniz-Institut für Länderkunde|Leibniz-Instituts für Länderkunde]] in Leipzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1086828291|VIAF=329145858264223022875}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fridtjof Nansen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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