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	<title>Aegidius Strauch II. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:24:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aegidius_Strauch_II.&amp;diff=419823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gloser: Eine Verlinkung; neutrale Formulierungen</title>
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		<updated>2026-03-13T14:58:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eine Verlinkung; neutrale Formulierungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PPN663948754 Bildnis von Aegidius Strauch (1682).jpg|mini|Aegidius Strauch, Kupferstich (1682)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aegidius Strauch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Februar]] [[1632]] in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]; † [[13. Dezember]] [[1682]] in [[Danzig]]) war ein lutherischer [[Theologe]], [[Historiker]], [[Mathematiker]] und [[Astronom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Aegidius Strauch wurde als Sohn des Professors der Rechte und kurfürstlichen Rats [[Johann Strauch I.|Johann Strauch]] am 21. Februar 1632 in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] geboren. Bereits 1646 besuchte er die Vorlesungen an der [[Leucorea|Wittenberger Universität]] und arbeitete auf den Gebieten der Geschichte, Mathematik und orientalischen Sprachen. 1649 wechselte er an die [[Universität Leipzig]], wo er seine Sprachstudien fortsetzte und sich dem Studium der Theologie widmete. 1650 kehrte er nach Wittenberg zurück und erwarb sich am 29. April 1651 den akademischen Grad eines [[Magister]]s der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine häufig disputierten Privatkollegien wurde er am 18. Oktober 1653 [[Adjunkt (Beruf)|Adjunkt]] der philosophischen Fakultät und 1656 zum Substitut [[Reinhold Frankenberger]]s dem Professor der Mathematik berufen. Nachdem Frankenberger gestorben war, übernahm er 1664 als [[ordentlicher Professor]] dessen Lehrstuhl. Jedoch war er in diesem Amt nur Platzhalter für seinen Bruder [[Michael Strauch]], der diese Professur 1665 übernahm. Strauch übernahm stattdessen die Professur für Geschichte und konnte sich in der Folge theologischen Studien widmen. 1655 erhielt er von der theologischen Fakultät die Erlaubnis, öffentliche Kollegien zu führen. Strauch wurde 1657 theologischer [[Lizentiat]], am 13. Oktober 1662 [[Doktor der Theologie]], und 1666 ernannte man ihn zum Assessor der theologischen Fakultät an der Wittenberger Universität. Er war in den [[Synkretistischer Streit|Synkretistischen Streit]] mit [[Friedrich Ulrich Calixt]] einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er von sächsischen Kurfürsten [[Johann Georg II. (Sachsen)|Johann Georg II.]] massiv unterstützt wurde, gab er seine Stelle an der Universität Wittenberg auf, um Pastor der [[St.-Trinitatis-Kirche (Danzig)|St.-Trinitatis-Kirche]] und Rektor des [[Akademisches Gymnasium Danzig|Akademischen Gymnasiums in Danzig]] zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die einfachen Bürger wurde er zum Hoffnungsträger. In seiner Schrift „Die Tage Purim“ setzte er sich für ihre Beteiligung an wichtigen Entscheidungen in der Stadt ein. Die Patrizier im Stadtrat fürchteten den Verlust ihrer Privilegien und setzte ihn am 28. Dezember 1673 unter fadenscheinigen Begründungen von seinen Ämtern ab. Nach massiven Unruhen der Bürger musste der Stadtrat seine Entscheidung am 4. Januar 1674 rückgängig machen. Als er nach Rufmord und Verrat nach Hamburg gehen wollte, wurde sein Schiff von Soldaten des Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] von Brandenburg gekapert und er selbst aufgrund falscher Verdächtigungen in der Festung [[Küstrin]] inhaftiert. Ohne Beweise sollte er „als königlich schwedischer Diener“ „unbarmherzig zu Tode gemartert werden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König von Polen, der König von Schweden, der Kurfürst von Sachsen, seine Verwandten und viele weitere Anhänger setzten sich für seine Freilassung ein. Erst eine Delegation von Bürgern aus [[Danzig]] erreichte, dass Strauch am 9. Juli 1678 aus der unbegründeten Haft freikam. In Danzig empfingen ihn Zehntausende Anhänger. Alle evangelischen Kirchen hielten zu seiner Befreiung Gottesdienste ab und ließen die Glocken läuten. Zu seiner Ehre wurden mehrere Münzen in Gold und Silber geprägt, die seine Anhänger um den Hals trugen. Der Danziger Rat setzte ihn am 8. September 1678 wieder in seine Ämter ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strauch verstarb am 13. Dezember 1682 in Danzig. Nach seinem Tod begannen Diffamierungen, ausgelöst durch Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Er ließ alle noch verfügbaren Leichenschriften vom Rat einsammeln, doch sie hatten sich schon längst unter seinen zahlreichen Anhängern verteilt. So schrieben Historiker die Geschichte kurzerhand um. Bis heute ist das Bild von Aegidius Strauch von diesen Fälschungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aegidius Strauch hat mit seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Breviarium chronologiae&amp;#039;&amp;#039; (1657 weitere Auflagen bis 1717), das auch ins Englische übersetzt wurde, bis lange nach seinem Tod das Geschichtsverständnis in Europa geprägt. Als Folge seines Wirkens erhielten die Bürger Danzigs mehr Mitsprache im Stadtrat. Die finanzielle Unterstützung des schwedischen Gesandten [[Anders Lilliehöök]] ermöglichte, dass er die Beziehung zwischen Polen und Schweden verbessern konnte. Strauch hatte sich am 9. Februar 1658 mit Martha Magarethe Sibylle Cranach (* 29. September 1634 in Wachsdorf; † 20. Juni 1705 in [[Danzig]]) verheiratet, die eine Tochter von [[Lucas Cranach III.]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strauch - Tabulae per universam mathesin summopere necessariae, 1662 - 875746.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Tabulae per universam mathesin summopere necessariae&amp;#039;&amp;#039;, 1662]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De numerorum doctrina aphorismi CCCXLII&amp;#039;&amp;#039;. Schumacher, Wittenberg 1662. ([https://books.google.de/books?id=SRRaAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tabulae per universam mathesin summopere necessariae&amp;#039;&amp;#039;. Röhner, Wittenberg 1662. ([https://books.google.de/books?id=GN8GAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Consensus repetitus fidei vere Lutheranae in LXXXVIII. punctis … a calumniis … F. U. Calixti … vindicatus&amp;#039;&amp;#039;. Schumacher, Wittenberg 1665. ([https://books.google.de/books?id=jhROAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat der Ausg. 1668])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Breviarium chronologicum&amp;#039;&amp;#039;. Henckel, Wittenberg 1656. ([https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.zvdd.de%2Fdms%2Fmetsresolver%2F%3FPPN%3DPPN718547179&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=5&amp;amp;tx_dlf%5Bpagegrid%5D=1&amp;amp;cHash=9b10aafd24c4bd299674d31cfc17a203 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Continuatio synopseos Johannis Sleidani, a Carolo V. imper. augusto, usque ad annum MDCLXIX&amp;#039;&amp;#039;. 1668&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Tage Purim Der Evangelischen-Lutherisch-benenneten-Christhertzen. Zu deren Heiligen Begehung Seine Andächtige und Volckreiche Gemeinen, in der Königlichen Stadt Dantzig, Bey einfallenden letzten Tag des Weinmonaths alten Kalenders, Als an welchen im Jahr 1517 … Ein … glücklicher Anfang gemacht worden, … In den Jahren 1670, 1671, 1672. bey der ordentlichen Sontags-Andacht, Auffgemuntert hat D. Aegidius Strauch&amp;#039;&amp;#039;. Rhete, Danzig 1672. ([https://books.google.de/books?id=8J1pAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Starcke- und Milch-Speise. In Hundert Sechs und Siebenzig Sonn- und Fest-Tages Predigten / Der Christlichen Gemeine in Dantzig / dergestalt vorgetragen / Daß so viel Schwere Sprüche Heiliger Göttlicher Schrifft … gründlich sind erkläret / Und … in den Druck gegeben worden&amp;#039;&amp;#039;. Rhete, Danzig 1683. ([https://opendata2.uni-halle.de/explore?bitstream_id=7250158a-7ffa-42c0-aa07-dfdce7d07012&amp;amp;handle=1516514412012/11772&amp;amp;provider=iiif-image Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* „Vergnügung müßiger“ von Th. Crusius, Band III, Seite 11–52.&lt;br /&gt;
* „Von des seligen D. Strauch’s fatalen Begebenheiten“ in den „Vergnügung müßiger“ von Th. Crusius, Band 4, Seite 5–31.&lt;br /&gt;
* „Streitigkeiten der lutherischen Kirche“ von Walch, Band 1, Seite 339–351.&lt;br /&gt;
* „Kirchen und Ketzerschrift“ von Arnold, Teil 2, Buch XVII, c. 7, 19. und c. 11, 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|525|527|Aegidius Strauch|[[Adolf Schimmelpfennig (Historiker)|Adolf Schimmelpfennig]]|ADB:Strauch, Aegidius}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Armin Strauch: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Aegidius Strauch – Gefangener des Kurfürsten von Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Tredition, Hamburg 2018, ISBN 978-3-7469-3406-8.&lt;br /&gt;
* Heinrich Kühne, Heinz Motel: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Persönlichkeiten und ihre Verbindung zu Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 1990, ISBN 3-924781-17-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aegidius Strauch II.}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117311421}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117311421}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004265572}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Strauch%2C+Aegidius%2C+1632-1682%22 Aegidius Strauch] im Internet Archive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117311421|LCCN=no/92/5482|VIAF=59289237}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strauch, Aegidius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Akademisches Gymnasium Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Geistlicher (Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1632]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1682]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strauch, Aegidius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Strauch, Ägidius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Theologe, Historiker, Mathematiker und Astronom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Februar 1632&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Dezember 1682&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gloser</name></author>
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