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	<title>Adynaton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:00:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adynaton&amp;diff=75366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;S.K.: veraltete Vorlage ersetzt; WP:ZIT; WP:TYP</title>
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		<updated>2021-07-10T12:33:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;veraltete Vorlage ersetzt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:ZIT&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:ZIT (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:ZIT&lt;/a&gt;; &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:TYP&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:TYP (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:TYP&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adynaton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ἀδύνατος/ον|adynatos/on|de=unmöglich}}), [[Plural]]: &amp;#039;&amp;#039;Adynata&amp;#039;&amp;#039;, wird eine Aussage bezeichnet, in der jemand sagen will, dass etwas auf keinen Fall geschehen kann, dies aber indirekt zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So heißt es zum Beispiel im [[Gleichnis vom Nadelöhr]]: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ {{Bibel|Matthäus|19|24}} Auf direktem Wege ausgedrückt hieße die gleiche Aussage: „Ein Reicher kommt niemals in das Reich Gottes.“ Das Wort „niemals“ wird also indirekt durch „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr“ ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser sprachliche „Trick“ wird &amp;#039;&amp;#039;Adynaton&amp;#039;&amp;#039; genannt: Umschreibung von „niemals, auf keinen Fall“ durch etwas, von dem man weiß, dass es unmöglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rhetorische Figur ==&lt;br /&gt;
Das Adynaton ist eine [[Rhetorische Figuren|rhetorische Figur]], die die Bedeutung oder Behauptungsstärke einer Aussage durch den (expliziten oder impliziten) Wahrscheinlichkeitsvergleich mit etwas Unmöglichem betont, nach dem Schema: „Eher geht die Welt unter, als dass…“. Das Adynaton stammt aus der altgriechischen Dichtung und wird ursprünglich meist im Zusammenhang eines [[Schwur]]es, später abgeschwächt einer Beteuerung gebraucht. In der formalen Ausführung sind nach [[Gregor Maurach|Maurach]] §&amp;amp;nbsp;158 d (explizit) [[komparativ]]ische Adynata von nicht (nur implizit) komparativischen Adynata zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältester Beleg ist das nicht-komparativische Adynaton bei [[Homer]], &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; I 233 ff.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Doch ich verkündige dir, und mit mächtigem Eide beschwör&amp;#039; ich&amp;#039;s: &amp;lt;br /&amp;gt; Bei &amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration:underline&amp;quot;&amp;gt;dem&amp;lt;/span&amp;gt; Zepter allhier, das niemals Blätter und Zweige &amp;lt;br /&amp;gt; Wieder erzeugt, seitdem es vom Stamm im Gebirge sich loswand, &amp;lt;br /&amp;gt;  Und nie wieder ergrünt […] |Quelle=Übers. J. J. C. Donner, 1864}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisches Beispiel der komparativischen Form ist [[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;Bucolica&amp;#039;&amp;#039; I 59-63:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Eher werden also leicht im Äther Hirsche weiden &amp;lt;br /&amp;gt; und die Brandung nackt die Fische auf dem Strand verlassen, &amp;lt;br /&amp;gt; eher wird, indem beide Himmelsrichtungen durcheinandergeraten, fern &amp;lt;br /&amp;gt;  entweder der Parther aus dem Arar trinken oder Germanien aus dem Tigris, &amp;lt;br /&amp;gt;  als dass aus unserem Herzen sein Antlitz entschwindet.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere musterhaft ausgeprägte Adynaton-Reihungen liegen etwa in den mit der [[Appendix Vergiliana]] überlieferten &amp;#039;&amp;#039;Dirae&amp;#039;&amp;#039; sowie, zum [[paradox]]en Genuss einer kompletten Adynaton-Dichtung gesteigert, im [[spätantike]]n Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Aurea concordi …&amp;#039;&amp;#039; der Dichterin [[Eucheria]] vor (Text und Übersetzung bei [[Helene Homeyer]], S. 185–187). Die mittelalterliche, v.&amp;amp;nbsp;a. karolingische Dichtung verallgemeinert das Adynaton zum [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] der &amp;#039;&amp;#039;verkehrten Welt&amp;#039;&amp;#039;, der in parodistischer oder moralisierender Weise gebraucht wird (siehe Curtius Kap. 5 §&amp;amp;nbsp;7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ernst Robert Curtius]]: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. 4. Aufl. Francke Verlag, Bern und München 1963, Kapitel 5 §&amp;amp;nbsp;7.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3. neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8.&lt;br /&gt;
* [[Helene Homeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichterinnen des Altertums und des frühen Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Zweisprachige Textausgabe. Schöningh, Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 1979.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lausberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der literarischen Rhetorik&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. Franz Steiner Verlag,  Stuttgart 1990, §§&amp;amp;nbsp;899; 1180, 1; 1218; 1243.&lt;br /&gt;
* [[Gregor Maurach]]: &amp;#039;&amp;#039;Lateinische Dichtersprache&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995, §&amp;amp;nbsp;158 d.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 231). 8., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2001, ISBN 3-520-23108-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;S.K.</name></author>
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