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	<title>Adrien Lachenal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adrien_Lachenal&amp;diff=55409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Triomint69: Verständlichkeit u. sprachliche Glättung</title>
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		<updated>2024-08-11T21:50:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verständlichkeit u. sprachliche Glättung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Adrien Lachenal.jpg|mini|hochkant|Adrien Lachenal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adrien Lachenal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1849]] in [[Genf]]; † [[29. Juni]] [[1918]] in [[Versoix]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Plan-les-Ouates]]) war ein [[Schweiz]]er [[Rechtsanwalt]] und [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]). Von 1880 bis 1892 gehörte er dem Parlament des [[Kanton Genf|Kantons Genf]] an, von 1881 bis 1884 dem [[Ständerat]]. Anschliessend war er [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] und zweimal [[Nationalratspräsident (Schweiz)|Nationalratspräsident]]. Im Dezember 1892 wurde er in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt, dem er bis 1899 angehörte. 1896 war er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]. Nach seinem Rücktritt aus der Landesregierung blieb er noch fast zwei Jahrzehnte lang politisch aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und Kantonspolitik ===&lt;br /&gt;
Lachenal war der Sohn des Gerichtsdieners Jacques Lachenal und von Marie-Thérèse Jacquier. Nach der [[Matura]] studierte er [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Universität Genf|Genf]], [[Universität von Paris|Paris]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Er war Mitglied der akademischen Gesellschaft [[Société d’Étudiants de Belles-Lettres|Belles-Lettres]] und schloss 1872 mit dem [[Lizenziat]] ab, im selben Jahr erlangte er das Genfer [[Anwaltschaft in der Schweiz|Anwaltspatent]]. 1874 wurde er als stellvertretender [[Staatsanwalt]] angestellt. Diese Tätigkeit übte er vier Jahre lang aus und eröffnete daraufhin seine eigene Anwaltskanzlei. 1878 heiratete er Anne Louise Eggly, mit der er vier Kinder hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lachenal206&amp;quot;&amp;gt;Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer seiner Söhne trug denselben Namen. [[Adrien Lachenal junior|Adrien Lachenal jr.]] (1889–1962) war u.&amp;amp;nbsp;a. Präsident der [[Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz|Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|6445|Adrien Lachenal|Autor=Martine Piguet / EG|Datum=2009-03-10 |Zugriff=2020-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tochter Jeanne war mit dem späteren Botschafter in den USA, [[Marc Peter]], verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht fiel [[Lachenal (Familienname)|Lachenal]] als hervorragender Redner und Strafverteidiger auf, durch Verteidigungsmandate in Aufsehen erregenden Prozessen erlangte er Bekanntheit. Von 1885 bis 1892 war er Ersatzrichter am Genfer Kantonsgericht. Lachenal wurde in die [[Freimaurerloge]] «Fidélité et Prudence» aufgenommen, deren Meister er von 1890 bis 1893 sowie im Jahr 1900 war. Seine militärische Karriere führte ihn bis in den Rang eines [[Oberstleutnant]]s. Darüber hinaus war er Vorsitzender des [[Militärjustiz (Schweiz)|Militärkassationsgerichts]] und Mitglied der Freimaurerloge «Fidélité et Prudence», der er vorübergehend vorstand. Obschon er katholisch war, engagierte sich Lachenal im [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampf]] auf Seiten der Radikalen. Von [[Anton Carteret|Antoine Carteret]] gefördert, schaffte er 1880 die Wahl in den [[Grosser Rat (Genf)|Grossen Rat]], dem er bis 1892 angehörte. Bald zählte er zu den einflussreichsten Politikern der radikalen Fraktion. Mit der Zeit schwenkte er zu einer Politik der Versöhnung über. Sein Engagement in der Sozialpolitik führte schliesslich zur Bildung einer Allianz mit den Sozialisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lachenal206&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
1881 wählte der Grosse Rat Lachenal, als Nachfolger von [[Moïse Vautier]], in den [[Ständerat]]. Dort äusserte er sich insbesondere zu Themen in den Bereichen Militär, Zoll und Finanzen. Nach den [[Schweizer Parlamentswahlen 1884|Parlamentswahlen 1884]] wechselte er in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]], in den Jahren 1885 und 1891 amtierte er als [[Nationalratspräsident (Schweiz)|Nationalratspräsident]]. Er befasste sich hauptsächlich mit dem [[Marke (Recht)|Markenschutz]], der Erweiterung des [[Haftung (Recht)#Haftpflicht|Haftpflichtrechts]] sowie mit dem [[Schuldbetreibungs- und Konkursrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Numa Droz]] seinen Rücktritt auf Ende 1892 bekanntgegeben hatte, begann die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Dieser sollte insbesondere die angespannten schweizerisch-französischen Handelsbeziehungen wieder ins Lot bringen und einen Zollkonflikt vermeiden. Zunächst stand der Neuenburger [[Robert Comtesse]] im Fokus, dann jedoch schien angesichts der schlechter werdenden Beziehungen zu Frankreich ein Genfer Kandidat geeigneter zu sein. Das liberale Zentrum wollte [[Gustave Ador]] vorschlagen, doch dieser lehnte eine Kandidatur ab. Damit war der Weg frei für Lachenal. Am 15.&amp;amp;nbsp;Dezember 1892 setzte er sich bereits im ersten Wahlgang mit 139 von 169 gültigen Stimmen durch; auf Comtesse entfielen 22 Stimmen, auf weitere Personen acht Stimmen. Zwei Wochen nach der Wahl brach die Schweiz ihre Handelsbeziehungen zu Frankreich ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1893 übernahm Lachenal das [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politische Departement]]. Wie sein Vorgänger Droz durchbrach auch er das damals sonst übliche Rotationsprinzip, wonach der Aussenminister jährlich wechselte. Lachenals dringlichste Aufgabe war die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zu Frankreich. Es gelang ihm nach einigen Monaten, die vorher üblichen Zolltarife zumindest für die [[Zollfreigebiet|Freizone]] um Genf wiederzuerlangen. Dank dem Einfluss der am [[Freihandel]] interessierten französisch-schweizerischen Handelskammer &amp;#039;&amp;#039;Union franco-suisse&amp;#039;&amp;#039; gelang es ihm schliesslich im Sommer 1895, eine dauerhafte Lösung zu erzielen und den von Frankreich angezettelten Handelskrieg zu beenden. Darüber hinaus nahm die Schweiz offizielle diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Bulgarien, Japan, Norwegen, Rumänien, Spanien und Tunesien auf. 1896 war Lachenal Bundespräsident und eröffnete in dieser Funktion die [[Schweizerische Landesausstellung#1896 in Genf|Landesausstellung]] in Genf.&amp;lt;ref&amp;gt;Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 207–208.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr stellte er sich als letzter Bundesrat einer [[Komplimentswahl]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Fink |Titel=Die Komplimentswahl von amtierenden Bundesräten in den Nationalrat 1851–1896 |Sammelwerk=[[Schweizerische Zeitschrift für Geschichte]] |Band=Band 45 |Nummer=2 |Verlag=[[Schweizerische Gesellschaft für Geschichte]] |Ort=Bern |Jahr=1995 |Seiten=226–227 |ISSN=0036-7834 | DOI=10.5169/seals-81131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Wiedereinführung des Rotationsprinzips gab Lachenal 1897 sein Amt als Aussenminister ab und wechselte ins [[Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung|Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement]]. Neben dem Aufbau weiterer Handelsbeziehungen war er unter anderem mit der Organisation der Schweizer Präsenz an der [[Weltausstellung Paris 1900|Weltausstellung 1900]] in [[Paris]] beschäftigt. Ab 1898 stand er dem [[Eidgenössisches Departement des Innern|Departement des Innern]] vor. Er erarbeitete Gesetzesvorlagen zur Kranken- und Unfallversicherung, ausserdem setzte er sich für die Vereinheitlichung des Zivil- und Strafrechts sowie für den Rückkauf der Eisenbahnen ein. Im Bundesrat war er zunehmend marginalisiert, zumal er krankheitsbedingt häufig abwesend war. Am 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 1899 gab er seinen Rücktritt per Ende Jahr bekannt und machte dafür gesundheitliche Gründe geltend.&amp;lt;ref&amp;gt;Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 208–209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tombe d&amp;#039;Adrien Lachenal, cimetière des Rois, Genève.jpg|mini|hochkant|Grab von Adrien Lachenal in Genf]]&lt;br /&gt;
Lachenal wurde im Oktober 1899 wieder in den Ständerat gewählt und gehörte diesem bis zu seinem Tod an. Er setzte sich weiterhin für Verbesserungen in der Handels- und Zollgesetzgebung ein. Von 1900 bis 1912 war er ein zweites Mal im Genfer Grossen Rat vertreten. Dabei nahm er eine Vermittlerrolle zwischen Freisinnigen und Konservativen einerseits sowie zwischen Katholiken und Protestanten andererseits ein. Er initiierte das 1907 in Kraft getretene Gesetz über die [[Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen|Trennung von Kirche und Staat]]. Ausserdem gehörte er dem Verwaltungsrat der [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] und der Kommission des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Landesmuseums]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab mit einer Skulptur des Bildhauers Carl Albert Angst befindet sich auf dem [[Cimetière des Rois]] in Genf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nzz.ch/gottesacker_fuer_die_republikanische_aristokratie-1.3944619 |titel=Gottesacker für die republikanische Aristokratie |autor=Christoph Büchi |hrsg=In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; | datum=2009-10-30 |abruf=2017-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=dis-001:1920:24#886 Fotografie des Grabdenkmals, 1920]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Irène Herrmann |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Adrien Lachenal |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=206–210}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|3874|Adrien Lachenal|Autor=Martine Piguet / EG|Datum=2006-12-22 |Zugriff=&amp;lt;!--2020-10-02--&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=11663894X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Numa Droz]]|NACHFOLGER=[[Robert Comtesse]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1893–1899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Volkswirtschaftsminister&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11663894X|VIAF=3227439}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lachenal, Adrien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Nationalrat (Genf)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ständerat (Genf)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Grossrat (Genf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Absolvent der Universität Genf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lachenal, Adrien&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker (FDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Genf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Versoix]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Triomint69</name></author>
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