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	<title>Adolph von Vangerow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T11:51:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_von_Vangerow&amp;diff=347035&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-59585-7: Die Angabe, dass die weiteren Kinder keine Nachkommen hinterlassen haben, ist inkorrekt. Die Erstgeborene Tochter Mathilde heiratete Arweg von Fischer und hatte mit ihm 4 Kinder. Das lässt sich u.a. als dem Wiki-Artikel zu Arweg von Fischer entnehmen</title>
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		<updated>2026-01-27T19:55:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Angabe, dass die weiteren Kinder keine Nachkommen hinterlassen haben, ist inkorrekt. Die Erstgeborene Tochter Mathilde heiratete Arweg von Fischer und hatte mit ihm 4 Kinder. Das lässt sich u.a. als dem Wiki-Artikel zu Arweg von Fischer entnehmen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf von Vangerow.jpg|mini|hochkant|Adolph von Vangerow, Professor der Rechte in Heidelberg (um 1860)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Philipp Adolph von Vangerow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juni]] [[1808]] in [[Schiffelbach]]; † [[11. Oktober]] [[1870]] in [[Heidelberg]]) war [[Professur|Professor]] der [[Rechtswissenschaften]] an den Universitäten [[Universität Marburg|Marburg]] und [[Universität Heidelberg|Heidelberg]], Experte auf dem Gebiet der [[Pandekten]] und [[Geheimer Rat|geheimer Hofrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Vangerow entstammte einem alten [[Pommern|pommerschen]] Adelsgeschlecht und war das einzige Kind des [[Kurfürstentum Hessen|kurfürstlich hessischen]] [[Rittmeister]]s Wilhelm von Vangerow (1786–1824) und der Friederike von Tilemann gen. Schenck (1785–1862). Sein Vater diente zur Zeit von Karl Adolphs Geburt in Spanien, wo er auf der Seite der Gegner [[Napoléon Bonaparte|Napoleons]] kämpfte, und der Junge verbrachte seine ersten Jugendjahre auf dem Gutshof der Eltern seiner Mutter in Schiffelbach. Als der Vater nach dem Ende des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] wieder in kurhessischem Dienst stand, war er erst in [[Melsungen]], dann in [[Fulda]] und schließlich in [[Marburg]] stationiert, und der Sohn besuchte daher die [[Gymnasium|Gymnasien]] in Fulda und Marburg. Er machte im Alter von 16 Jahren sein [[Abitur]] und schrieb sich 1824, dem Jahr, in dem sein Vater bald darauf starb, an der Universität Marburg ein. Sechs Jahre später, am 23. Januar 1830, erfolgte die Promotion zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Doktor jur.]], der zu Ostern die [[Habilitation]] als [[Privatdozent]] an der Marburger juristischen Fakultät folgte. Berührungspunkte mit der Rechtspraxis erlangte er im Heidelberger Spruchkollegium der Fakultät.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HPH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihm das Gehalt eines [[Privatdozent]]en zum Leben nicht ausreichte, verdiente sich Vangerow den zusätzlich notwendigen Unterhalt mittels zahlreicher [[Tutor]]ien, die er neben seinen Vorlesungen hielt. Er erzählte später gerne, dass er durch diese Repetitorien neben den Vorlesungen zwar eine fast übermenschliche Arbeit geleistet hätte, diesem Einsatz jedoch die volle Beherrschung des Stoffes der [[Pandekten]] und die Gewandtheit des Vortragens als bleibenden Gewinn verdanke.&lt;br /&gt;
[[Datei:Adol vangerow grab.JPG|mini|hochkant|Vangerows Grabmal auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Heidelberger Bergfriedhof]], nach Auflassung der Familiengrabstätte in der Abt. „D neu“ wieder errichtet]]&lt;br /&gt;
Drei Jahre später, am 6. September 1833 wurde er im Alter von 25 Jahren zum außerordentlichen Professor an der [[Universität Marburg]] ernannt und vier Jahre später, am 14. Juni 1837, zum ordentlichen Professor. Er erwarb sich den Ruf einer außergewöhnlichen Lehrbegabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im März 1840 der [[Lehrstuhl]] für [[Römisches Recht]] an der [[Universität Heidelberg]], nach dem Tod von [[Anton Friedrich Justus Thibaut]], neu zu besetzen war, folgte Karl Adolph von Vangerow einem Ruf für dieses Ordinariat. Vangerow lehrte an der Heidelberger Universität 30 Jahre lang Römisches Recht und zog Studenten aus ganz Deutschland an, so dass der Hörsaal vergrößert werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vangerow heiratete am 15. Mai 1834 in Marburg &amp;#039;&amp;#039;Dorothea Graf&amp;#039;&amp;#039; (* 5. August 1806 in [[Treis an der Lumda]]; † 4. Oktober 1857 in Heidelberg), die Tochter des kurfürstlich hessischen Gerichtsprokurators &amp;#039;&amp;#039;Konrad Graf&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Luise Theis&amp;#039;&amp;#039;. Sie hatten drei Söhne und drei Töchter. Zwei der Söhne und eine Tochter verstarben bereits im frühen Kindesalter. Die anderen Kinder überlebten ihre Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzter Lebensabschnitt ==&lt;br /&gt;
Vangerows Frau verstarb nach längeren Leiden im Alter von 51 Jahren im Jahr 1857, Karl Adolph von Vangerow überlebte sie um 13&amp;amp;nbsp;Jahre. Er hielt bis kurz vor seinem Tod, obgleich lungen- und zuckerkrank, Vorlesungen und verstarb am 11. Oktober 1870 in dem von ihm bewohnten Palais von Wieser in der Märzgasse 18 in Heidelberg. Das Haus der Familie in der Märzgasse 18 war bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein unter den Heidelberger Bürgern als „Vangerow-Haus“ bekannt. Die Universität Heidelberg ehrt Vangerow als einen ihrer bedeutendsten Professoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolph von Vangerow und seine Ehefrau Dorothea Christine von Vangerow fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)]]. Nach Auflösung der Familiengrabstätte befindet sich heute der Grabstein, im Stile der Neogotik gearbeitet, zum Gedenken an den großen Rechtsgelehrten in der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;D neu&amp;#039;&amp;#039; auf dem Bergfriedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Heidelberg verlieh Karl Adolph von Vangerow die [[Ehrenbürger]]würde. Ihm zur Ehre wurde eine Straße in [[Heidelberg-Bergheim]] Vangerowstraße genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In der Hauptsache war Karl Adolph von Vangerow von seiner Lehrtätigkeit eingenommen. Zeitgenossen merkten an, Vangerow verfüge nicht nur über umfassendes Wissen, er habe zudem noch die Gabe in freier, fließender Sprache auch die trockenste Materie noch lebendig vortragen zu können. [[Hans-Peter Haferkamp|Haferkamp]] bezeichnet ihn als den wahrscheinlich erfolgreichsten Pandektenlehrer des 19. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HPH&amp;quot;&amp;gt;Hans-Peter Haferkamp: &amp;#039;&amp;#039;Pandektistik und Gerichtspraxis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Quaderni Fiorentini per la storia del pensiero giuridico moderno&amp;#039;&amp;#039;. 2011, S. 177–211 (180).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Hauptwerk ist ein Lehrbuch über die &amp;#039;&amp;#039;Pandekten&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039; genannt) aus der [[Justinian I.|iustinianischen]] Zeit der [[Spätantike]]. Es wurde insgesamt siebenmal überarbeitet. Die im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vorherrschende [[Pandektenwissenschaft]] baute auf der Würdigung und Bearbeitung der Quellen durch die [[Historische Rechtsschule]] auf. Deren praktisch-dogmatische Orientierung floss in die Konzeption des heutigen [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuchs]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu [[Franz Wieacker]]: &amp;#039;&amp;#039;Privatrechtsgeschichte der Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Göttingen 1967. S. 430 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Pandekten&amp;#039;&amp;#039;, 7., verm. u verb. Aufl., Marburg [u.&amp;amp;nbsp;a.]&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211828%22 Band 1 – 1863] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211829%22 Band 2 – 1867] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211830%22 Band 3 – 1869] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für Pandekten-Vorlesungen&amp;#039;&amp;#039;, Marburg [u.&amp;amp;nbsp;a.]&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211832%22 Band 1.1: (1. Buch: Allg. Lehren) – 1843] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211833%22 Band 1.2: (2. Buch: S.g. Familienrecht; 3. Buch: Dingliche Rechte) – 1843] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211834%22 Band 2: (4. Buch: Das Erbrecht) – 1843] (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
** [http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/books/%22211835%22 Band 3: (5. Buch: Die Obligationen) – 1849]  (vollständiger Bildscan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|709|711|Vangerow, Karl Adolph von|Martin Avenarius|117346039}}&lt;br /&gt;
* [[Genealogisches Handbuch des Adels]], &amp;#039;&amp;#039;Adelige Häuser A&amp;#039;&amp;#039;. Band XVII, Seite 493, Band 81 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1983.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Haferkamp: &amp;#039;&amp;#039;Karl Adolph von Vangerow (1808–1870). Pandektenrecht und „Mumiencultus“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Europäisches Privatrecht|ZEuP]]&amp;#039;&amp;#039;. 16. Jg., Bd. 2, 2008, S. 813–844.&lt;br /&gt;
* Gábor Hamza: &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Entwicklung der modernen Privatrechtsordnungen und die römischrechtliche Tradition&amp;#039;&amp;#039;. Eötvös Universitätsverlag Eötvös-Loránd-Universität, Budapest 2009, ISBN 978-963-284-095-6, S. 196–200.&lt;br /&gt;
* {{ADB|39|479|482|Vangerow, Karl Adolf von|[[Ernst Landsberg]]|ADB:Vangerow, Karl Adolf von}}&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=l7grAQAAIAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA382&amp;amp;lpg=RA1-PA382&amp;amp;dq=schiffelbach+Tilemann&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=EX1RLiWhXT&amp;amp;sig=hg4Xjx1cRdnMXHUI8iX9FxGvLtc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2_sUU8fxJNO50AGXw4DwDQ&amp;amp;ved=0CD4Q6AEwAw#v=onepage&amp;amp;q=schiffelbach%20Tilemann&amp;amp;f=false Friedrich von Weech (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Badische Biographien&amp;#039;&amp;#039;, Erster Theil. Fr. Bassermann, Heidelberg, 1875, S. 382–385]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117346039|titel=Vangerow, Karl Adolf von|datum=2020-10-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117346039|LCCN=n/97/6096|VIAF=22916831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vangerow, Adolph Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (Römisches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vangerow, Adolph von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vangerow, Karl Philipp Adolph von (vollständiger Name); Vangerow, Carl Adolph von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schiffelbach]] bei Marburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1870&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-59585-7</name></author>
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