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	<title>Adolph von Ottweiler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T13:48:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_von_Ottweiler&amp;diff=2900697&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: Linkfix.</title>
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		<updated>2025-12-07T17:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dillingen Ottweiler Wappen.jpg|rahmenlos|rechts|Herzoglich Dillingen- und reichsgräflich Ottweilerisches Wappen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolph-von-Ottweiler Johann-Friedrich-Dryander Reichsgraf.jpg|mini|Gemälde von [[Johann Friedrich Dryander]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolph Graf von Ottweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juni]] [[1789]] in [[Saarbrücken]]; † 9. oder 10. Dezember [[1812]] in [[Vilnius]]) war der letztgeborene und längstlebende [[Legitimität|legitime]] Sohn des Fürsten [[Ludwig (Nassau-Saarbrücken)|Ludwig von Nassau-Saarbrücken]]. Er nahm als [[Freiwilliger (Militär)|Freiwilliger]] am [[Russlandfeldzug 1812]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familienverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Adolphs Vater Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken am 28. Februar 1787 seine Mätresse [[Katharina Kest]], die er als Kammerzofe seiner früheren Geliebten Freifrau &amp;#039;&amp;#039;Frederike Amalie von Dorsberg&amp;#039;&amp;#039; kennengelernt und 1774 bereits in [[Morganatische Ehe|morganatischer Ehe]] geheiratet hatte.&amp;lt;ref name=bio&amp;gt;{{SaarBiogr|451 |Kest Katharina}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte sie 1774 als „Frau von Ludwigsberg“ in den Adelsstand, 1781 in den Freiherrenstand und 1784 zur „Reichsgräfin von [[Ottweiler]]“ erheben lassen.&amp;lt;ref name=plisch&amp;gt;Uta Plisch: [https://www.saarland-lese.de/index.php?article_id=236 My Fair Lady in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken oder wie Katharina Kest zur Gräfin avancierte]. Katharina Kest auf dem Portal „Saarland-Lese“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=bio /&amp;gt; Da sie bürgerlicher Herkunft war, scheiterte Ludwig beim Kaiser mit dem Antrag auf Verleihung des fürstlichen Wappens an Katharina am Einspruch des übrigen [[Haus Nassau|Hauses Nassau]]. Der Beziehung der beiden entstammten insgesamt sieben Kinder, sechs in morganatischer Ehe geborene und der jüngste Sohn Adolph geboren nach der standesgemäßen Eheschließung 1787. 1789 erwarb Fürst Ludwig das eigens neu geschaffene Herzogtum [[Dillingen/Saar]] und Katharina Reichsgräfin von Ottweiler erhielt im April 1789 von König [[Ludwig XVI.]] von Frankreich den Titel einer „Herzogin von Dillingen“.&amp;lt;ref name=bio /&amp;gt; Dementsprechend lautet der Saarbrücker Taufeintrag für Adolph Graf von Ottweiler 1789 „Prinz von Nassau und Herzog von Dillingen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fürstentum Nassau-Saarbrücken wurde 1793 während des [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskriegs]] von französischen Revolutionstruppen besetzt und in der Folge dem Französischen Kaiserreich einverleibt. Die Familie zog sich vor Wirkungen der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] zunächst nach [[Mannheim]], später nach [[Aschaffenburg]] ins Exil zurück, wo Fürst Ludwig 1794 verstarb. Der Erbprinz [[Heinrich Ludwig (Nassau-Saarbrücken)|Heinrich Ludwig]] folgte ihm 1797, er hinterließ keine Nachkommen. Bereits die vertraglichen Bestimmungen des am 30. Juni 1783 begründeten [[Nassauischer Erbverein|Nassauischen Erbvereins]] legten fest, dass der gerade achtjährige Adolph – obgleich er nun der letzte Überlebende im Mannesstamm der Linie Nassau-Saarbrücken war – weder Fürstentum noch Titel erben konnte. Somit erbte [[Karl Wilhelm (Nassau-Usingen)|Karl Wilhelm von Nassau-Usingen]], ein Cousin seines Vaters Ludwig. Katharina von Ottweiler hielt sich mit ihrem Sohn Adolph von 1802 bis 1805 in [[Paris]] auf, wo sie erfolglos um ihre von der Revolution eingezogenen Territorien kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderporträts von Adolph von Ottweiler befinden sich in der Alten Sammlung des [[Saarlandmuseum]]s in [[Saarbrücken]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Melcher, Stefan Heinlein: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde der Alten Sammlung im Saarlandmuseum&amp;#039;&amp;#039;, Saarland-Museum Saarbrücken, 2009, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
In Paris wurde Adolph von Ottweiler neben dem Schulbesuch auch durch Hauslehrer und im Fechten unterrichtet. Im Alter von 16 Jahren nahm er an der [[Universität Heidelberg]] das Studium der [[Kameralwissenschaft|Cameralia]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Immatrikulation Heidelberg am 13. November 1805&amp;lt;/ref&amp;gt; Er warf sich in das Heidelberger Studentenleben und wurde zunächst Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Landsmannschaft Palatia&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten|Kösener Korps-Listen 1910]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;118&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dort noch nicht aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann am 25. November 1805 Mitstifter der [[Corps Suevia Heidelberg#Geschichte|Landsmannschaft Suevia I]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;121&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem März 1807 trat er in die Landsmannschaft der [[Corps Rhenania Heidelberg#Geschichte|Oberrheiner]] über&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;119&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 119 = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;119&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 120 (Doppellistung wohl wegen unterschiedlicher Vornameninitialverwendung in den Quellen.)&amp;lt;/ref&amp;gt; und focht Anfang 1808 zwei Duelle gegen [[Georg Kloß]], Mitglied der Suevia. Nach einigen Universitätsstrafen erhielt Ottweiler am 13. August 1808 in Heidelberg das [[Consilium abeundi]]. Er wechselte somit zwangsweise an die [[Universität Göttingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Immatrikulation Göttingen am 1. Mai 1809&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er gemeinsam mit Georg Kloß Mitglied der mit der Göttinger Landsmannschaft der Rheinländer&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;83&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; vereinigten [[Corps Hannovera Göttingen|Hannovera]] und deren [[Senior (Studentenverbindung)|Senior]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;42&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 3 (insofern als Stifter vom 18. Januar, der er nach seinen Immatrikulationsdaten nicht gewesen sein kann, falsch eingeordnet.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Göttingen erhielt er nach kurzer Zeit das Consilium abeundi&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Deneke]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Göttinger Landsmannschaften.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1937, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; und verließ Göttingen sodann im Zuge der [[Gendarmen-Affäre]]. Seine Heidelberger und Göttinger Studienzeit spiegelt sich im Briefwechsel seiner Bundesbrüder Georg Kloß und [[Alexander Stein (Pfarrer)|Alexander Stein]]. Die nächste Zeit verlebte er bei seiner Mutter in Mannheim, von wo aus er auch Kontakt zum [[Heidelberger Senioren-Convent|Heidelberger Verbindungsleben]] hielt. Ein weiterer Studienanlauf erfolgte im Sommersemester 1810 an der [[Universität Jena]]. Bereits Winter 1810 studierte er an der [[Universität Erlangen]], wo er im November 1810 dem [[Corps Onoldia]] beitrat&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;42&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 163 = Kösener Corpslisten 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;23&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; und von Januar 1811 bis zu seinem Abgang von der Universität im März 1811 dessen [[Consenior]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärlaufbahn ===&lt;br /&gt;
Im März 1811 trat er als [[Fahnenjunker]] in die Armee des [[Königreich Württemberg|Königreichs Württemberg]] ein und besuchte zunächst die [[Kadettenanstalt|Kadettenschule]] in [[Ludwigsburg]]. Im August 1811 erfolgte seine Beförderung zum [[Secondeleutnant]] im Württembergischen „Garderegiment zu Fuß“ und am 19. Februar 1812 die Beförderung zum Leutnant im „Fußgänger-Bataillon Nr. 2 &amp;#039;&amp;#039;König&amp;#039;&amp;#039;“, wo er in den Kompanien „v. Gaisberg“ und „v. Wundt“ Dienst tat. Ottweiler meldete sich im März als Freiwilliger zu Napoleons [[Russlandfeldzug 1812]]. Er wurde am 16. August 1812 in der [[Schlacht um Smolensk (1812)|Schlacht um Smolensk]] durch einen Schulterschuss schwer verwundet; die Kugel konnte erst nach über vierzig Tagen operativ entfernt werden. Mit einem Krankentransport gelangte er am 9. Dezember 1812 nach Wilna, wo er bei Minusgraden von bis zu 39 Grad Celsius vor dem [[Tor der Morgenröte]] unglücklicherweise noch von einer Kanone überrollt wurde. Mit erheblichen zusätzlichen Verletzungen und schweren Erfrierungen wurde er in das Haus des Rabbis Aron gebracht, wo er in der folgenden Nacht seinen Verletzungen und den Erfrierungen erlag. Mit seinem Tod erlosch das Geschlecht der Grafen von Ottweiler im Mannesstamm; er wurde von seiner Mutter und zwei verheirateten Schwestern überlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Graf Adolph von Ottweiler. Feldzugsbriefe aus dem Jahre 1812&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Historischen Vereins für die Saargegend&amp;#039;&amp;#039;, Band 8 (1901), S. 168–220 (Hrsg. [[Johann Friedrich Köllner|Friedrich Köllner]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Meyer-Brons: &amp;#039;&amp;#039;Die Landsmannschaft Hannovera des Jahres 1809&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Corpsbericht der Hannovera für das WS 1910/11&amp;#039;&amp;#039;, S. 33–75 (Lebenslauf Ottweiler S. 61 ff.)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Meyer-Camberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der abenteuerliche Lebenslauf des Grafen Adolf von Ottweiler (1789–1812)&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt&amp;#039;&amp;#039; Band 8 (1963), S. 92–101&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Frühzeit des Heidelberger, Tübinger und Göttinger S[enioren-]C[onvents] 1807–1809. Briefwechsel der Heidelberger Schwaben Georg Kloß Rhenaniae und Hannoverae Göttingen und Alexander Stein.&amp;#039;&amp;#039; Sonderband des Jahrbuchs &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt&amp;#039;&amp;#039;, 1963&lt;br /&gt;
* [[Franz Stadtmüller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Corps Hannovera zu Göttingen 1809–1959&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1963, S. 139/140&lt;br /&gt;
* Gisela Meyer-Franck: &amp;#039;&amp;#039;Lauter kleine Leute&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 194–198&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |2284 |Ottweiler Ludwig Carl Moritz Adolph von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1153713977|VIAF=4539152080597607230004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ottweiler, Adolph von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Nassau (Linie Saarbrücken-Usingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarbrücken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1812]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ottweiler, Adolph von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ottweiler, Adolph Graf von; Ottweiler, Ludwig Carl Moritz Adolph Reichsgraf von, Herzog von Dillingen (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Sohn des Herzogs Ludwig von Nassau-Saarbrücken und Teilnehmer der Koalitionskriege&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1789&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarbrücken]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1812 oder 10. Dezember 1812&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vilnius]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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