<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolph_Schliemann</id>
	<title>Adolph Schliemann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolph_Schliemann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Schliemann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T19:15:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Schliemann&amp;diff=2440969&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Verhältnis zu Heinrich Schliemann */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Schliemann&amp;diff=2440969&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-02T10:38:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verhältnis zu Heinrich Schliemann: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Karl Adolph Schliemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mitunter fälschlich: &amp;#039;&amp;#039;Adolph Karl Wilhelm Schliemann&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juni]] [[1817]] in [[Mölln]]; † [[19. Januar]] [[1872]] in [[Leipzig]]) war ein [[Reichsoberhandelsgericht]]srat und Jurist, der auch als [[Theologie|Theologe]] und [[Schach]]spieler hervortrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Adolph Schliemann wurde im lauenburgischen Mölln geboren als ältestes von 11 Kindern des evangelischen Theologen (Christian Ludwig) Friedrich Schliemann (1790–1861) und dessen Frau (Maria Sophia) Magdalena, geb. Becker (1792–1861).&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schliemann, Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; Gebrüder Mann, Berlin 1953, S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://familysearch.org/ark:/61903/2:1:M5PJ-FVM | titel=Christian Ludwig Friedrich Schliemann | werk=familysearch.org | zugriff=2016-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;schliemanncom&amp;quot;&amp;gt;[http://www.schliemann.com.au/Schliemann%20history.docx Family history] ([[Office Open XML|OO docx]]; 384&amp;amp;nbsp;kB; englisch) auf Schliemann.com.au&amp;lt;/ref&amp;gt; Friedrich Schliemann war Bruder des Pastors Ernst (Johann Adolph) Schliemann (1780–1870), des Vaters des 1822 in [[Neubukow]] geborenen späteren Archäologen [[Heinrich Schliemann]], der von 1832 bis 1833 in Friedrichs Haushalt aufgenommen wurde. Friedrich Schliemann war nach 1816 Kantor in Mölln,&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Jürs (Bearb.): {{Webarchiv|url=http://moelln.de/files/kultur_freizeit/Findbuch/Findbuch.pdf |wayback=20131202230452 |text=&amp;#039;&amp;#039;Findbuch des Bestandes Abt. 1: Magistrat vor 1870.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB), Stadtarchiv Mölln, 2009, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Anfang 1823 zum zweiten Prediger in [[Grevesmühlen]] gewählt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Literatur-Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 43, Jena Februar 1823, S. 344.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er war seit 1826 Pastor in [[Kalkhorst]] und seit 1842 [[Propst]] des dortigen Sprengels. Als Propst traute Friedrich Schliemann 1851 [[Luise Reuter|Luise Kuntze]] und den Dichter [[Fritz Reuter]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Theodor Gaedertz]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus Fritz Reuters jungen und alten Tagen&amp;#039;&amp;#039;, Hinstorff, Wismar 1901, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Adolphs sechs Geschwister waren:&lt;br /&gt;
* Julius Ludolf (1821–1910) der 1847 in Hamburg Friederike Mathilde Kahlbrock (* 1824, † 1891) heiratete und nach 1850 in die Vereinigten Staaten auswanderte. Beide hatten 10 Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://familysearch.org/ark:/61903/2:1:M744-JPG | titel=Julius Ludolf Schliemann | werk=familysearch.org | zugriff=2016-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sophie Schliemann (1822–1868)&lt;br /&gt;
* Ferdinand (Friedrich Johann) (1825–1899), der ebenfalls nach Amerika auswanderte. Er kehrte 1857 vorübergehend zurück um Caroline Kuntze zu heiraten und nachzuholen, eine Schwester von Luise. Ferdinand war Bauer und County-Recorder in [[Woodland (Kalifornien)]].&amp;lt;ref&amp;gt;E. Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schliemann, Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1953, S. 313, 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Beruf des Vaters ergriff auch Adolphs Bruder, Friedrich (Wilhelm Andreas Franz) Schliemann (1829–1900), der Pastor in [[Alt Meteln]] war und 1859 eine &amp;#039;&amp;#039;Umschreibende Erklärung des Mecklenburgischen Landeskatechismus&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Sehlke: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogen- Pastoren- Patrioten: Biographisches Handbuch zum Druckgut für Kinder und Jugendliche von Autoren und Illustratoren aus Mecklenburg-Vorpommern von den Anfängen bis einschließlich 1945.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2009, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolph heiratete am 9. Februar 1850 Charlotte (Ernestine Katharina) Stamer (* 10. Februar 1823, † 16. Mai 1873), Tochter eines Gutspächters von [[Mechow|Hof Mechow]]. Beide hatten einen Sohn Friedrich Adolf Carl (* 19. Dezember 1858, † 15. Februar 1876).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ortsfamilienbuecher.de/famreport.php?ofb=ziethen&amp;amp;ID=586&amp;amp;nachname=STAMER&amp;amp;lang=de Ortsfamilienbuch Ziethen Familienbericht Charlotte Ernestine Katharina STAMER], Verein für Computergenealogie e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruf ==&lt;br /&gt;
Zur Vorbereitung auf das Gymnasium erhielten die Kinder im Kalkhorster Pfarrhaus Privatunterricht in [[Latein]] und Adolph zudem in [[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]] bei dem Studenten [[Carl Andreß]] (1808–1885), der später Hilfsbeamter an der Bibliothek Neustrelitz wurde. Adolph Schliemann besuchte seit 1833 die [[Große Stadtschule Wismar]]. Von Ostern 1836&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200001053 Eintrag 1836] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1842 studierte er Philologie und Theologie in Rostock, Berlin, Bonn, erneut Berlin und Rostock&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200001279 Eintrag 1841] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Rostock gewann er mit seiner eingereichten Lösung die philologische Preisaufgabe. 1839 legte er das erste theologische Examen ab. In Berlin, wo Schliemann unter Anleitung von [[Daniel Amadeus Neander]] Dogmengeschichte studierte, wurde im Sommer 1840 seine Lösung der theologischen Preisaufgabe prämiert. Eine Ausarbeitung erschien 1844 im Verlag [[Klett-Perthes Verlag|Friedrich Perthes]]. Mit dieser einflussreichen Schrift zum Thema &amp;#039;&amp;#039;die [[Clemens von Rom#Clemens-Briefe|Clementinen]] nebst den verwandten Schriften und der [[Ebioniten|Ebionitismus]]&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1844 in Königsberg zum [[Lizentiat]] promoviert und hielt ab 1844 in Rostock theologische Vorlesungen. Nun begann Schliemann ab Oktober 1845 in Rostock&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200003658 Eintrag 1845] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ein zusätzliches Studium der Rechtswissenschaften, wo er Vorlesungen bei [[Agathon Wunderlich]], [[Hermann von Buchka]], [[Heinrich Thöl]], [[Wilhelm von Türk]], [[Rudolf von Jhering]], Christoph Johann Friedrich Raspe, Burkard Wilhelm Leist und [[Johann Friedrich Kierulff]] hören konnte. Nach der Promotion 1848 ließ er sich als Privatdozent und Rechtsanwalt in Rostock nieder. Er vertrat die Regierung Mecklenburgs gegen die mecklenburgische Ritterschaft im Streit um die neue Verfassung, der 1851 mit dem [[Freienwalder Schiedsspruch]] entschieden wurde. Ab Oktober 1851 schlug Schliemann die Richterlaufbahn in Mecklenburg ein (siehe [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs #Justizverwaltung]]). Zunächst wurde er interimistisch Mitarbeiter der Justizkanzlei zu Güstrow, 1853 dort Kanzleirat, 1854 außerordentlicher Hilfsarbeiter am Oberappellationsgericht in Rostock, 1855 Mitglied der Justizkanzlei Schwerin und zudem 1856 Mitglied der juristischen Prüfungskommission. Im Jahr 1870 wurde Schliemann überdies zum Richter am neubegründeten [[Reichsoberhandelsgericht|Bundesoberhandelsgericht]] in Leipzig ernannt, erkrankte dort aber schon nach einigen Monaten schwer und verstarb im Januar 1872 an einem alten Hals- und Brustleiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Sterbejahr, welches verschiedentlich falsch mit 1871 angegeben worden ist, vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Schachzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 1891, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schliemanns 1858 erschienene &amp;#039;&amp;#039;Kritische Bemerkungen zum Entwurf eines allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuchs&amp;#039;&amp;#039; fanden den Beifall des Handelsrechtlers [[Levin Goldschmidt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Levin Goldschmidt: [[Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht|Zeitschrift für Handelsrecht]] 2 (1859), S. 464–465.&amp;lt;/ref&amp;gt; welcher auch später Quellenkenntnis, Urteilsvermögen, Scharfsinn und Form der juristischen Publikationen Schliemanns hervorhob.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ADB&amp;quot;&amp;gt;K. Wenck: &amp;#039;&amp;#039;Schliemann, Adolph Karl Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Deutsche Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 34 (1892), S. 721–722.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zu Heinrich Schliemann ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Heinrichs Mutter Luise am 22. März 1831 gestorben war, nahm Heinrichs Vater Ernst kurze Zeit später seine Geliebte Sophie Schwarz in das Pfarrhaus von Ankershagen auf, was bei den Dorfbewohnern und in der Kirchengemeinde als unsittlich galt und weshalb im Februar 1832 gegen ihn ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Heinrich und seine älteren Geschwister wurden daraufhin im Frühjahr 1832 zu Verwandten gegeben. Heinrich kam nach Kalkhorst in die Familie des Onkels Friedrich, wo er am Privatunterricht durch Carl Andreß teilnahm. Ab 1833 besuchte Heinrich für wenige Monate das [[Gymnasium Carolinum (Neustrelitz)]], musste aber aufgrund mangelnden Schulgeldes auf die Realschule wechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Heinrich im Erwachsenenalter Altgriechisch erlernt hatte, meinte er, seine Liebe zu dieser Sprache sei geweckt worden, als er den Klang von Adolphs Stimme beim Memorieren von Versen hörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Justus Cobet]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schliemann. Archäologe und Abenteurer.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1997, S. 23–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinrich wurde vom Tod der Cousine Sophie in eine Lebenskrise gestürzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Payne: &amp;#039;&amp;#039;The gold of Troy.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; und stiftete ihr Grabkreuz.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Hilse: {{Webarchiv|url=http://www.schliemann-museum.de/hsg/Spendenaufruf_071012.html#_ftnref6 |wayback=20150924095027 |text=Spendenaufruf zur Restaurierung des Grab-Monuments von Schliemanns Mutter auf dem Friedhof von Ankershagen }}, Heinrich-Schliemann-Gesellschaft Ankershagen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinrich beriet sich mit Adolph, als er seine Ehe mit der Russin Jekaterina Petrowna Lyshina gegen ihren Willen scheiden lassen wollte. Zudem sprach Adolph für Heinrich bei der philosophischen Fakultät der Universität Rostock wegen der Möglichkeit einer Promotion vor. Heinrich schickte sein Gesuch am 12. März 1869 an Adolph, der es für ihn einreichen sollte und reiste am Folgetag nach Amerika ab. Die Promotion erfolge am 27. April 1869 in Heinrichs Abwesenheit, und am 30. Juni 1869 erreichte Heinrich eine Scheidung von Jekaterina vor einem Gericht in [[Indianapolis]] (USA).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Justus Cobet]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schliemann. Archäologe und Abenteuer.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, 1997, S. 67–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schachspieler ==&lt;br /&gt;
Schliemann war ein Schachexperte von Meisterstärke. In Schwerin gründete er 1859 einen Schachclub, der den Mittelpunkt des Mecklenburger Schachlebens bildete, und organisierte jeweils zum Jahresende Turniere.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Schachliche Zustände in Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Berliner Schachzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; März 1864, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Präsident der Schweriner Schachgesellschaft besuchte er im November 1863 die Berliner Schachgesellschaft und spielte 19 Partien gegen die Meister [[Carl Mayet]], [[Jacques Mieses#Herkunft und Familie|Samuel Mieses]] und [[Gustav Richard Neumann]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Berliner Schachzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Januar 1864, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über mehrere Jahre spielte Schliemann häufig Schachpartien u.&amp;amp;nbsp;a. mit August Kliefoth (geb. 1836), der In Rostock zunächst Theologie und später auch Philosophie studierte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Schachzeitung|Schachzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Januar 1866, S. 15; zu August Kliefoth siehe [http://matrikel.uni-rostock.de/id/200007713 Rektoratsjahr 1857/1858, Nr. 37 Immatrikulation von August Kliefoth] und [http://matrikel.uni-rostock.de/id/200000063 Sommersemester 1864, Nr. 39 Immatrikulation von August Friedrich Christian Kliefoth], Rostocker Matrikelportal&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Schweriner Turnier am 29. und 30. Dezember 1862, an dem 10 Spieler teilnahmen gewann Kliefoth den ersten Preis, während Schliemann geteilter Zweiter wurde. In den folgenden Tagen spielten Kliefoth und Schliemann zudem einen auf 5 Partien angesetzten Wettkampf, in dem Schliemann mit 2,5:1,5 führte, aber die fünfte Partie nicht beendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039; Februar 1863, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Gewinnpartie Kliefoths gegen Schliemann 1862 in Schwerin nahm die bekannte Kurzpartie [[Joseph Henry Blackburne]] – H.W.B. Gifford, den Hague 1874 wesentlich vorweg.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Du Mont: &amp;#039;&amp;#039;200 miniature Games of Chess.&amp;#039;&amp;#039; 1942, S. 76–77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der &amp;#039;&amp;#039;Schliemann-Verteidigung&amp;#039;&amp;#039; oder dem &amp;#039;&amp;#039;[[Spanische Partie#Jänisch-Gambit|Jänisch-Gambit]]&amp;#039;&amp;#039; wird in der Eröffnungstheorie heutzutage die Variante der Spanischen Partie 1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–b5 f7–f5 verstanden, welche bereits 1847 von [[Carl Ferdinand Jänisch]] untersucht worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Le Palamède]].&amp;#039;&amp;#039; laut [[Tibor Flórián]]: &amp;#039;&amp;#039;The Schliemann variation of the Ruy Lopez.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Chess Player.&amp;#039;&amp;#039; 1970, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Buch „Über Adolph Schliemann und die Schweriner Schachgeschichte der 1860er-Jahre“ wird die These vertreten, dass auch Schliemann eine heute nicht mehr bekannte [[Analyse (Schach)|Analyse]] zu dieser Zugfolge anfertigte und sich hieraus die Bezeichnung der Variante als Schliemann-Verteidigung entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Hornych |Titel=Über Adolph Schliemann und die Schweriner Schachgeschichte der 1860er-Jahre |Auflage=1. |Ort=Schwerin |Datum=2022 |ISBN=9798837281310 |Seiten=72-73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Schachbrett&lt;br /&gt;
| Ausrichtung=links&lt;br /&gt;
| Titel=&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=rd/--/bd/qd/kd/--/nd/rd/&lt;br /&gt;
| Z7=pd/pd/pd/pd/--/--/pd/pd/&lt;br /&gt;
| Z6=--/--/nd/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z5=--/bl/bd/--/pd/pd/--/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/--/--/--/pl/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z3=--/--/pl/--/--/nl/--/--/&lt;br /&gt;
| Z2=pl/pl/--/pl/--/pl/pl/pl/&lt;br /&gt;
| Z1=rl/nl/bl/ql/kl/--/--/rl/&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt; &lt;br /&gt;
| Beschreibung=Stellung nach 4. … f7–f5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Hierdurch erklärt sich die Namensgebung der Eröffnung, obwohl Schliemann in einem Aufsatz von 1867 die heute als [[Spanische Partie#Cordel-Verteidigung|Cordel Verteidigung]] bezeichnete Eröffnung 1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–b5 Lf8–c5 nach 4. c2–c3 f7–f5 (&amp;#039;&amp;#039;Diagramm&amp;#039;&amp;#039;) empfohlen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolph Schliemann, &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Mai 1867, S. 133–135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schachpublizist [[Hermann Hirschbach]] hielt die von Schliemann angegebene Variante 5. d2–d4 f5xe4 6. Lb5xc6 d7xc6 7. Sf3xe5 Lc5–d6 durch die Zugfolge 8. Dd1–h5+ g7–g6 9. Se5xg6 Sg8–f6 10. Dh5–h6 Th8–g8 11. Sg6–h4 für [[Widerlegung (Schach)|widerlegt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Hirschbach: &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Oktober 1867, S. 254. Hirschbach empfahl statt 4. … f7–f5 den Zug 4. … Dd8–e7, welchen [[Johannes Hermann Zukertort]] allerdings in einer Untersuchung für verfehlt hielt, vgl. J. H. Zukertort: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Polemik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Berliner Schachzeitung.&amp;#039;&amp;#039; November 1867, S. 322–325, Dezember 1867 (Schluß), S. 353–357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Schachbrett-klein&lt;br /&gt;
| Ausrichtung=rechts&lt;br /&gt;
| Titel=&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=rd/--/bd/qd/kd/--/rd/--/&lt;br /&gt;
| Z7=pd/pd/pd/--/--/--/--/pd/&lt;br /&gt;
| Z6=--/--/pd/bd/--/nd/--/ql/&lt;br /&gt;
| Z5=--/--/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/--/--/pl/pd/--/--/nl/&lt;br /&gt;
| Z3=--/--/pl/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z2=pl/pl/--/--/--/pl/pl/pl/&lt;br /&gt;
| Z1=rl/nl/bl/--/kl/--/--/rl/&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt; &lt;br /&gt;
| Beschreibung=Stellung vor 11. … Ld6–f8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf fand Schliemann die Erwiderung 11. … Ld6–f8! (&amp;#039;&amp;#039;Diagramm&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Zur spanischen Partie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Januar 1868, S. 22–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Idee 12. Dh6–f4 Lf8–d6 13. Df4–h6 (Ausgleich wegen [[Zugwiederholung]], oder 13. Df4–e3 Dd8–e7), und sah Schwarz im Fall von 12. Dh6–e3 Dd8–e7 sogar im Vorteil.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Ein weiterer Beitrag zur Controverse in Betreff der spanischen Partie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schachzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Februar 1868, S.&amp;amp;nbsp;53–55; in der [https://www.365chess.com/game.php?gid=1283184 Partie] [[Vasik Rajlich]] – Steven M Grubbs, Dallas (USA), 1996, setze Schwarz stattdessen mit 12. … Tg8–g4 fort, mit [[Remis]] nach 55 Zügen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Liste der Deutschen Meisterschaften im Schach#Kongresse des Norddeutschen Schachbundes (NDSB) 1868–1872|1. Norddeutschen Schachkongress]] in Hamburg spielte Schliemann am 2. Juni 1868 in der Finalpartie um den Turniersieg gegen [[Max Lange (Verleger)|Max Lange]] nach 4. 0–0 erneut seine Variante. Lange reagierte mit 5. d2–d3 und konnte gewinnen. Schliemanns Zug 4. … f7–f5 wird heutzutage als zweischneidig beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Clementinen nebst den verwandten Schriften und der Ebionitismus, ein Beitrag zur Kirchen- und Dogmengeschichte der ersten Jahrhunderte.&amp;#039;&amp;#039; Perthes, Hamburg 1844.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Haftung des Cedenten. Ein Beitrag zur Lehre von der Cession.&amp;#039;&amp;#039; Preisschrift, Rostock 1848. (2. Ausg. 1850; Neuauflage: Kessinger Publishing, Whitefish Montana 2010)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Bemerkungen zum Entwurf eines allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuchs (nach den Beschlüssen der zweiten Lesung).&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 1858.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom Zwange. Eine civilistische Abhandlung.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1861.&lt;br /&gt;
* Beiträge zur Lehre von der Stellvertretung beim Abschluß obligatorischer Verträge. I. Stellvertreter, Bote, Briefträger, In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für das gesammte Handelsrecht.&amp;#039;&amp;#039; Bd. XVI (N. F. Bd. I) S. 1–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|34|721|722|Schliemann, Adolph Karl Wilhelm|[[Karl Wenck]]|ADB:Schliemann, Adolf Karl Wilhelm|}}&lt;br /&gt;
* Christoph Hornych: &amp;#039;&amp;#039;Über Adolph Schliemann und die Schweriner Schachgeschichte der 1860er-Jahre.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Schwerin 2022, ISBN 979-88-3728131-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117643726}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|772114900}}&lt;br /&gt;
* [http://matrikel.uni-rostock.de/id/200003658 Rektoratsjahr 1845/1846, Nr. 3 Immatrikulation von Adolph Carl Wilhelm Schliemann], [[Rostocker Matrikelportal]]&lt;br /&gt;
* {{Chessgames|93444}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117643726|VIAF=20462887}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schliemann, Adolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsoberhandelsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schliemann, Adolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schliemann, Wilhelm Karl Adolph (vollständiger Name); Schliemann, Adolph Karl Wilhelm (Falschschreibung); Schliemann, Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Reichsoberhandelsgerichtsrat, deutscher Jurist, Theologe und Schachexperte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1817&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mölln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1872&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>