<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolph_Frank</id>
	<title>Adolph Frank - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolph_Frank"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Frank&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T14:30:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Frank&amp;diff=329448&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: tk k</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolph_Frank&amp;diff=329448&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T09:31:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Chemiker Adolph Frank. Zu anderen Personen siehe [[Adolf Frank]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolph Frank.jpg|mini|Adolph Frank]]&lt;br /&gt;
[[Datei:H. Grossmann Nachruf 1916 auf A. Frank.pdf|mini|Nachruf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Bismarckstr 11 (Charl) Adolph Frank.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Bismarckstraße 11, in [[Berlin-Charlottenburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolph Frank&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Januar]] [[1834]] in [[Klötze]], heute zu [[Sachsen-Anhalt]]; † [[30. Mai]] [[1916]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]], heute zu [[Berlin]]) war ein deutscher [[Chemiker]]. Ende der 1850er Jahre erkannte er die Bedeutung von [[Kalisalz]] als [[Dünger]] und errichtete 1861 in [[Staßfurt]] die erste Kalifabrik. Frank gilt als Begründer der Kali- und [[Cellulose]]industrie in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Adolph Frank wurde in der Stadt [[Klötze]] in der [[Altmark]] geboren. Sein Vater, der jüdische Kaufmann Salomon Philipp Frank, betrieb, wie schon der Großvater, in Klötze einen Gemischtwarenhandel. Adolph Frank besuchte die Realschule in [[Strelitz (Stadt)|Strelitz]], später die [[Jacobsonschule]] in Seesen am Harz und trat, weil ihn die Chemie besonders interessierte, bei einem Apotheker in [[Osterburg (Altmark)|Osterburg]] in die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abbruch seiner kaufmännischen Lehre studierte er von 1855 bis 1857 Pharmazie, Naturwissenschaften und Technologie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], wo er im selben Jahr das Staatsexamen zum [[Apotheker]] mit der Note 1 ablegte. Die Mittel für sein Studium verdiente er sich durch Nachtdienste in einer Apotheke. 1861 bis 1862 promovierte er in Chemie an der [[Universität Göttingen]] mit einer Arbeit über die Zuckerfabrikation. Bereits vor dem Abschluss der Dissertation hatte er 1858 im Rahmen seiner Arbeit für die [[Staßfurt]]er Rübenzuckerfabrik &amp;#039;&amp;#039;Bennecke, Hecker &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; sein erstes Patent für die „Reinigungsmethode der Rübensäfte mittels Tonerdeseifen“ eingereicht, auf das weitere folgen sollten. Schwerpunkt seiner weiteren Arbeiten war dann der Einsatz von [[Kalisalz]]en als künstliche [[Düngemittel]] in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er entdeckte und erschloss nach 1860 die Kalisalzlager bei Staßfurt und [[Leopoldshall]] und begründete damit die deutsche und zugleich Welt-Kali-Industrie. Im Rahmen dieser Arbeit ließ er sich 1861 das Patent auf die Kalidüngemittel auf der Basis von [[Kaliumchlorid]] erteilen. Weitere Erfindungen waren ein Verfahren zur industriellen Gewinnung von Iod-freiem [[Brom]] aus Abraumsalzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeiten auf dem Gebiet der Kunstdüngung führten zu der Einführung des [[Thomasmehl]]s (auch: Thomasschlacke) zur Verwendung als Düngemittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1890er Jahren griff er Beobachtungen von [[Ludwig Mond]] auf, wonach bei der [[Carbid]]herstellung unter den hohen Temperaturen auch Luftstickstoff „gebunden“ wurde. Auch im Ausland wurde auf diesem Gebiet durch M. Margueritte und Sourdeval, [[Henri Moissan]] und [[Thomas Willson]] gearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Polytechnisches Journal |Dokumentencode=ar248148 |Autor= |Titel=Mond&amp;#039;s Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen und Ammoniak. |Jahr=1883 |Seiten=366–368}} – Nachruf auf Adolph Frank, Seite 376.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit seinen neuen Mitarbeitern [[Nikodem Caro]] und [[Albert Frank (Chemiker)|Albert Frank]] fand er heraus, dass [[Calciumcarbid]] bei hohen Temperaturen um 1100 °C [[Stickstoff]] aufnehmen kann und [[Calciumcyanamid]] (Kalkstickstoff) bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;caro&amp;quot;&amp;gt;Nicodem Caro: &amp;#039;&amp;#039;Industrien des Kalkstickstoffs und verwandter Verfahren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Angewandte Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 22, 1909, S.&amp;amp;nbsp;1178–1182, [[doi:10.1002/ange.19090222404]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;anderson&amp;quot;&amp;gt;John R. Anderson: &amp;#039;&amp;#039;Catalysis: Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Springer, 1990, ISBN 3-642-64666-2, S.&amp;amp;nbsp;48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anfangs glaubten Frank und Caro an die Bildung von Calciumcyanid. Nachdem eine Bildung von stöchiometrischen Blausäure-Mengen bei der Hydrolyse ausgeschlossen werden konnte, wählte man bald die neutrale Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kalkstickstoff&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im März 1895 meldeten Adolph Frank und Caro das erste Patent für das &amp;#039;&amp;#039;Frank-Caro-Verfahren&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=88363| Code=C| Titel=Verfahren zur Darstellung von Cyanverbindungen aus Carbiden| A-Datum=1895-03-31| V-Datum=1896-08-26| Erfinder=Nikodem Caro, Adolph Frank| Kommentar=entgegen der Patentbeschreibung wird der Stickstoff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Cyanid gebunden}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=108971| Code=C| Titel=Verfahren zur Darstellung von Cyamidsalzen| A-Datum=1898-06-16| V-Datum=1900-01-20| Erfinder=Adolph Frank, Nikodem Caro}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Fritz Rothe]] hatte nur die Aufgabe zur kurzzeitigen Betreuung einer neuen Versuchsanlage in Hamburg-Billwerder.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Rothe: &amp;#039;&amp;#039;Zur Nutzbarmachung des atmosphärischen Stickstoffs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Angewandte Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 16, 1903, S.&amp;amp;nbsp;658, [[doi:10.1002/ange.19030162708]]. - Disput Fritz Rothe vs. Adolph Frank.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkstickstoff wurde die Grundlage für landwirtschaftlich genutzte Stickstoffdünger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=152260| Code=C| Titel=Künstliches stickstoffhaltiges Düngemittel| A-Datum=1901-05-01| V-Datum=1904-06-06| Anmelder=Cyanid-Gesellschaft m.b.H}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Kalkstickstoffindustrie gelegt. Durch Hydrolyse von Calciumcyanamid wurde es möglich, Ammoniak freizusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Frank: &amp;#039;&amp;#039;Die Nutzbarmachung des freien Stickstoffs der Luft für Landwirtschaft und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Angewandte Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 16, 1903, S.&amp;amp;nbsp;536, [[doi:10.1002/ange.19030162303]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Verfahren wurde erst später durch das günstigere [[Haber-Bosch-Verfahren]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cyanid-Gesellschaft Berlin ==&lt;br /&gt;
Sofort nach Erteilung des ersten Patents gründeten beide Chemiker zusammen mit anderen Gesellschaftern die &amp;#039;&amp;#039;Cyanidgesellschaft mbH&amp;#039;&amp;#039;, aus der die &amp;#039;&amp;#039;Bayrischen Stickstoff-Werke AG (BStW)&amp;#039;&amp;#039;, die spätere [[SKW Trostberg AG]] in [[Trostberg]], hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die Braunfärbung der [[Bier]]flasche, um den Inhalt vor der Einwirkung von Licht zu schützen, geht auf Adolph Frank zurück. Auch forschte er mit [[Carl von Linde]] an der Gewinnung von [[Wasserstoff]] für die [[Luftschifffahrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war seit 1862 Mitglied des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] und Mitgründer sowie Gründungsvorsitzender des Sächsisch-Anhaltinischen Bezirksvereins des VDI, dem er von 1862 bis 1867 vorsaß. Ab 1881 gehörte er dem Berliner Bezirksverein des VDI an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZdVdI&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Adolph Frank † |Sammelwerk=[[VDI-Z Integrierte Produktion|Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure]] |Band=30 |Nummer=30 |Datum=1916-07-22 |Seiten=604}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1905 ernannte die [[Technische Universität Dresden|Technische Hochschule Dresden]] Adolph Frank zum [[Ehrendoktor]] der Ingenieurwissenschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZdVdI&amp;quot; /&amp;gt; 1907 wurde ihm die [[Liebig-Denkmünze]] des [[Verein Deutscher Chemiker|Vereins Deutscher Chemiker]] verliehen. Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde er zum Ehrenmitglied des Berliner Bezirksvereins des VDI ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZdVdI&amp;quot; /&amp;gt; In  Staßfurt sind eine Straße und das [[Dr.-Frank-Gymnasium Staßfurt|Gymnasium]] nach ihm benannt. In seiner Geburtsstadt [[Klötze]] ist ein Platz in der Innenstadt nach ihm benannt. Anlässlich der Wiederkehr seines 100. Todestages hat die Stadt Klötze ein Gedenkwochenende mit 18 Nachfahren der Familie Frank organisiert. In einem Festakt am 29. Mai 2016 wurde ein Buch über das Leben des &amp;#039;&amp;#039;Chemikers und Unternehmers&amp;#039;&amp;#039; vorgestellt. Auf Initiative der Stadt Klötze wurde an der 1938 in &amp;#039;&amp;#039;Heubnerweg&amp;#039;&amp;#039; umbenannten &amp;#039;&amp;#039;Frankstraße&amp;#039;&amp;#039; in Berlin-Charlottenburg ein Straßenergänzungsschild angebracht, das jetzt wieder an Adolph Frank erinnert.&lt;br /&gt;
* Am 30. Mai 2025 wurde an seinem ehemaligen Wohnort, [[Berlin-Charlottenburg]], Bismarckstraße 11, eine [[Gedenktafel]] enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|337|338|Frank, Adolph|Kurt Ziekursch|116699779}}&lt;br /&gt;
* [[Lexikon bedeutender Chemiker]] von Winfried R. Pötsch (Federführung); Annelore Fischer; Wolfgang Müller. Unter Mitarbeit von [[Heinz Cassebaum]]. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, ISBN 3-323-00185-0, S. 152–153.&lt;br /&gt;
* Kompletter Nachlass „Adolf Frank Collection 1857–1958“ [https://archive.org/details/adolffrank mit zeitgenössischen Dokumenten]&lt;br /&gt;
** hieraus [http://www.archive.org/stream/adolffrankcollec01fran#page/n137/mode/1up Nachruf von N. Caro], Sonderdruck aus der Chemiker-Zeitung&lt;br /&gt;
* Andreas Dornheim: &amp;#039;&amp;#039;Forschergeist und Unternehmermut.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag Köln Weimar, 2006, ISBN 978-3-412-03006-3, S.&amp;amp;nbsp;123–125 ({{Google Buch |BuchID=vk_67t6LxpAC |Seite=123}}).&lt;br /&gt;
* [http://geschichte.evonik.de/sites/geschichte/de/gesellschaften/skw-trostberg/frank_adolph/pages/default.aspx Lebenslauf] auf der Website von Evonik&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Adolph Frank (1834–1916). Chemiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ekkehard Vollbach: &amp;#039;&amp;#039;Dichter, Denker, Direktoren. Porträts deutscher Juden&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: edition chrismon, ISBN 978-3-96038-243-0, S. 66–75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116699779|LCCN=n91032382|VIAF=62307005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frank, Adolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Verein Deutscher Ingenieure)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Staßfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1834]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frank, Adolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Frank, Adolf (Falschschreibung)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker; Gründer der deutschen Kalisalz- und Celluloseindustrie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Januar 1834&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Klötze]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1916&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
	</entry>
</feed>