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	<title>Adolph Canzler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+EN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolph Canzler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Adolf Canzler&amp;#039;&amp;#039;, (* [[29. September]] [[1818]] in [[Bautzen]]; † [[1. März]] [[1903]] in [[Dresden]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stadtarchiv Dresden]], Standesamt Dresden I, Sterbe-Neben-Register 1903, Nr. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt;; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Carl Adolph Traugott Canzler&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Architekt]] und [[Denkmalpflege]]r, der als [[Baubeamter]] im [[Königreich Sachsen]] mit einem Schwerpunkt in der damaligen Residenzstadt Dresden wirkte. Er war letzter sächsischer [[Baubeamter#Königreich Sachsen|Oberlandbaumeister]] und trug den Titel eines [[Geheimrat|Geheimen Oberbaurats]]. Als sein bedeutendstes Werk gilt das Dresdner [[Albertinum (Dresden)|Albertinum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adolph Canzler war der Sohn des Königlich Sächsischen Salzverwalters in Bautzen, Adolph Bernhard Christian Canzler, Rittmeister in [[Lübben (Spreewald)]] und [[Torgau]] (* 15. Januar 1778 in Dresden; † 29. April 1838 in Bautzen) sowie dessen Ehefrau Christiane Sophie Wagner, Tochter des Amtsverwalters des preußischen Kammergutes [[Packisch|Packisch an der Elbe]] (* 21. April 1787 in Packisch; † 10. November 1853 in Bautzen). Er studierte [[Architektur]] in Dresden und war Schüler von [[Gottfried Semper]]. Im Jahr 1839 trat er als unbesoldeter Beamter in den sächsischen Staatsdienst und wurde später Landbau[[Kondukteur (Bauwesen)|kondukteur]]. Ab 1857 war er Dresdner [[Stadtbaumeister]] und schon wenige Jahre später Landbaumeister. Zum sächsischen Oberlandbaumeister, also dem landesweit höchsten Baubeamten, stieg Canzler 1879 auf und trat damit die Nachfolge von [[Karl Moritz Haenel]] an. Er war der letzte, der diesen Posten bekleidete, und steht am Schlusspunkt einer langen Tradition von [[Wolf Caspar von Klengel]] über [[Johann Friedrich Karcher]] und [[Matthäus Daniel Pöppelmann]] bis hin zu [[Friedrich August Krubsacius]] und [[Christian Friedrich Schuricht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Titel „Geheimer Oberbaurat“ bekam Canzler anlässlich seines 50. Dienstjubiläums 1889 verliehen. Drei Jahre später trat er aus dem Staatsdienst aus. Sein letzter Wohnsitz befand sich im Haus Walpurgisstraße 15 in der Dresdner [[Seevorstadt]]. Nach mehr als einem Jahrzehnt im Ruhestand verstarb Canzler 1903 in Dresden und wurde auf dem [[Trinitatisfriedhof (Dresden)|Trinitatisfriedhof]] bestattet. Sein Grab ist nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheiratet war er mit Agnes &amp;#039;&amp;#039;Cäcilie&amp;#039;&amp;#039; Heinze (* 24. Februar 1829 in Dresden; † 14. Dezember 1890 ebenda). Ihre Tochter Johanna Helene Canzler (* 15. Dezember 1857 in Dresden; † unbekannt) heiratete 1877 den Ingenieur [[Richard Ulbricht (Ingenieur)|Richard Ulbricht]]. Ihr Sohn [[Conrad Canzler]] (* 14. November 1853 in Dresden; † 11. Januar 1928 ebenda) war ebenfalls Architekt und sächsischer Baubeamter, er wirkte als Landbaumeister in [[Chemnitz]] und wurde als Geheimer Oberbau- und Ministerialrat pensioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Albertinum and police headquarters, Dresden.jpg|mini|Das Dresdner [[Albertinum (Dresden)|Albertinum]] (rechts; li. das [[Polizeipräsidium (Dresden)|Polizeipräsidium]]) gilt als wichtigstes Werk Canzlers.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden, Landgericht, Pillnitzer Straße 20, Portikus zur Pillnitzer Straße, erbaut 1876 bis 1878 von Carl Adolph Traugott Canzler (1818-1903).jpg|mini|Landgericht, Pillnitzer Straße]]&lt;br /&gt;
In Dresden, aber auch in anderen Teilen Sachsens, schuf Canzler häufig in der Kooperation mit anderen Architekten zahlreiche Bauwerke. Sie blieben nur zum Teil erhalten, da manche den [[Luftangriffe auf Dresden|alliierten Bombenangriffen von 1945]] zum Opfer fielen oder abgerissen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste größere Gebäude, das unter seiner Mitwirkung entstand, war der dritte [[Böhmischer Bahnhof|Böhmische Bahnhof]] in Dresden. Unter der Oberaufsicht des damaligen Oberlandbaumeisters [[Karl Moritz Haenel]] entwarf und baute Canzler zwischen 1861 und 1864 ein repräsentatives Empfangsgebäude mit einer 184 Meter lange Hauptfront im Stil der [[Neorenaissance]], angelehnt an den italienischen Renaissancestil seines früheren Lehrers [[Gottfried Semper|Semper]]. Der Bahnhof wurde etwa 30 Jahre später wieder abgerissen, um Platz für den heutigen [[Dresden Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den am 9. Mai 1861 eröffneten [[Zoo Dresden]] steuerte Canzler sämtliche Gebäude bei. Er schuf unter anderem das beheizbare erste Affenhaus, ein Büffelhaus, ein Eulenhaus, den Bärenzwinger und das Raubtierhaus. Die dazugehörigen Außen- und Gartenanlagen stammen von [[Peter Joseph Lenné]]. Sämtliche Zoogebäude fielen 1945 den Luftangriffen auf Dresden zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Canzler entwarf 1861 außerdem für den zehn Jahre zuvor angelegten [[Äußerer Matthäusfriedhof|Matthäusfriedhof]] in der [[Friedrichstadt (Dresden)|Friedrichstadt]] die [[Neugotik|neogotische]] [[Parentationshalle]], die Kapelle und eine kleine Wohnung für den [[Totengräber (Beruf)|Totenbettmeister]]. Auf dem im Mai 1862 eingeweihten [[St.-Pauli-Friedhof]] in der [[Leipziger Vorstadt]] entstanden ebenfalls eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]], eine [[Leichenhaus|Totenhalle]] sowie die Anlage des Torwegs nach seinen Plänen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Landbaumeister errichtete er unter anderem die katholische [[St. Kunigunde (Pirna)|Sankt-Kunigunde-Kirche]] in [[Pirna]]. Das einschiffige, neogotische Bauwerk aus [[Postaer Sandstein]] wurde 1865 begonnen und vier Jahre später geweiht. Gemeinsam mit dem Schul- und dem Pfarrhaus, die beide ebenso auf Canzler zurückgehen, bildet es ein geschlossenes Ensemble, das unter Denkmalschutz steht. Außerhalb Dresdens entstanden nach Canzlers Plänen unter anderem das [[Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen|Städtische Gymnasium Bautzen]], das Gymnasium [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]] sowie die [[Königsbrück]]er [[Evangelische Hauptkirche Königsbrück|Hauptkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht erhaltenen Bauten Canzlers zählen auch das 1872 bis 1874 ausgeführte [[Königliches Gymnasium Dresden-Neustadt|Königliche Gymnasium]] auf dem Gelände des vormaligen Holzhofs an der heutigen Holzhofgasse in der [[Äußere Neustadt|Äußeren Neustadt]] sowie das [[Landgerichtsgebäude Pillnitzer Straße]] in der [[Pirnaische Vorstadt|Pirnaischen Vorstadt]]. Letzteres wurde 1876 bis 1878 errichtet und beherbergte zeitweise das [[Landgericht Dresden]] sowie das [[Oberlandesgericht Dresden]], direkt angeschlossen an das Justizbauwerk war ein [[Haftanstalt Mathildenstraße|Gefangenenhaus an der Mathildenstraße]]. Diese später unter dem Spitznamen „Mathilde“ berüchtigte Haftanstalt war eine Außenstelle des [[Gedenkstätte Münchner Platz Dresden|Gefängnisses am Münchner Platz]] und wurde ebenfalls von Canzler geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1877 die [[Albertstadt]] eingeweiht worden war, zogen auch die in Dresden stationierten Kavallerieeinheiten der [[Sächsische Armee|Sächsischen Armee]] um. Deren altes Domizil, der [[Jägerhof (Dresden)|Jägerhof]] in der [[Innere Neustadt|Inneren Neustadt]], wurde fast vollständig abgerissen. Erhalten blieb nur der Westflügel, dessen Umbau Canzler gemeinsam mit [[Bernhard Hempel]] leitete. In dem Gebäude ist seit 1913 das [[Museum für Sächsische Volkskunst]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1878 trat Canzler neben dem Sächsischen Ingenieur- und Architektenverein sowie dem Dresdner Architektenverein als einer der Herausgeber des neu erschienenen Buchs „Die Bauten, technischen und industriellen Anlagen von Dresden“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände des Holzhofs am [[Weißeritzmühlgraben]] in [[Löbtau]] wurde nach dessen Schließung 1879 nach Canzlers Plänen bebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein bedeutendster Bau gilt das ab 1884 errichtete [[Albertinum (Dresden)|Albertinum]] an der [[Brühlsche Terrasse|Brühlschen Terrasse]] in der [[Innere Altstadt|Inneren Altstadt]] Dresdens. Dazu verwendete er auch einige Bauteile des Vorgängerbaus, des [[Dresdner Zeughaus]]es von [[Caspar Vogt von Wierandt]] aus der [[Renaissance]]-Zeit. Die Bauzeit dauerte drei Jahre. Zu den Nutzern nach der Fertigstellung 1887 gehörten vorübergehend das [[Hauptstaatsarchiv Dresden]] sowie bis in die moderne Zeit die [[Skulpturensammlung (Dresden)|Skulpturensammlung]], seit 1965 auch die [[Galerie Neue Meister]]. Auch bei diesem Gebäude kommt die [[Semper-Nicolai-Schule|Sempersche Schule]] in Form einer Außenfassade, die an die italienische Hochrenaissance angelehnt ist, zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AKL|16|207||Canzler, Carl Adolph|Frauke Hinneburg|}}&lt;br /&gt;
* Frauke Hinneburg: &amp;#039;&amp;#039;Canzler, Carl Adolph (Karl Adolf).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeines Künstlerlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Saur, München und Leipzig 1997, S. 207 ([http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/alumni/alumnidoku/Adolph%20Canzler%20im%20AKL.pdf PDF; 284&amp;amp;nbsp;kB])&lt;br /&gt;
* Ursula Pietzsch: &amp;#039;&amp;#039;Der 3. Böhmische Bahnhof und das 1. Affenhaus im Zoo. Über das Schaffen des Architekten C. A. Canzler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner Neueste Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Dezember 2003. ([http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/alumni/alumnidoku/Adolph%20Canzler%20in%20DNN%20_2003_.pdf PDF; 1,96&amp;amp;nbsp;MB])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/alumni/alumni_az/C Liste Studierender von Technischer Bildungsanstalt (TBA) / Polytechnischer Schule (PS)/ Polytechnikum Dresden (PT) für den Zeitraum (1828-) 1836–1887 -C-]&lt;br /&gt;
* Ernst Canzler: [http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/alumni/alumnidoku/Finanz-%20und%20Baurat%20Conrad%20Canzler.pdf &amp;#039;&amp;#039;Finanz- und Baurat Conrad Canzler&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 8&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtwikidd.de/wiki/Carl_Adolph_Canzler Carl Adolph Canzler im Stadtwiki Dresden]&lt;br /&gt;
* [http://www.ritterstaedt.de/images/Ahnentafel.jpg Ahnentafel der Familien Ritterstaedt und Ulbricht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1045648531|VIAF=305919579}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Canzler, Adolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Historismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberlandbaumeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Oberbaurat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Canzler, Adolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Canzler, Carl Adolph Traugott (vollständiger Name); Canzler, Karl Adolf; Canzler, Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt und Denkmalpfleger, sächsischer Baubeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1818&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. März 1903&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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