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	<title>Adolf von Boog - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GT1976: Nur die höchste Stufe ist hier üblich.</title>
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		<updated>2025-11-12T09:14:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nur die höchste Stufe ist hier üblich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf von Boog.jpg|mini|Adolf von Boog im Range eines Generalmajors]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf von Boog&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. April]] [[1866]] in [[Belluno]]; † [[15. Februar]] [[1929]] in [[Wien]]) war ein [[Feldmarschallleutnant]] der [[Gemeinsame Armee|k.u.k. Armee]] und 1918 bis 1919 [[Oberbefehlshaber]] der „[[Volkswehr]]“  [[Deutschösterreich|Deutsch-Österreichs]], der kurzlebigen Vorgängerorganisation des [[Bundesheer (1. Republik)|Bundesheeres der Ersten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Militärkarriere ===&lt;br /&gt;
Boog war einer der fünf Söhne des 1899 geadelten [[k.k.]] Polizeirats Wenzel Boog, außerdem hatte er noch zwei Schwestern, der [[Jugendstil]]-[[Architekt]] [[Carlo von Boog]] war sein älterer Bruder. Adolf von Boog begann seine Laufbahn nach Absolvierung der [[k.u.k. Technische Militärakademie|k.u.k. Technischen Militärakademie]] mit seiner Ausmusterung zum [[Leutnant]] am 18. August 1886. Er diente zunächst als [[Artillerie]]offizier bei der schweren Batteriedivision&amp;amp;nbsp;4 und wurde nach dem Besuch der [[Kriegsschule]] dem [[Generalstab]] zugeteilt. Von 1892 bis 1907 war er in verschiedenen Generalstabsfunktionen tätig – unterbrochen 1901/1902 und 1907/1909 durch [[Truppendienst]] bei den [[Kaiserlich und königlich|k.u.k.]] [[Infanterieregiment]]ern Nr.&amp;amp;nbsp;31 in [[Siebenbürgen]] und Nr.&amp;amp;nbsp;88 in [[Böhmen]]. 1909 wurde er zum [[K.u.k. Stabswesen|Generalstabschef]] des XV.&amp;amp;nbsp;[[Korps]] in [[Sarajevo]] bestellt und am 1. Mai 1910 zum [[Oberst]] des Generalstabes befördert. Nach kurzer Tätigkeit als Kommandant des [[K.u.k. Infanterieregiment „Albert I. König der Belgier“ Nr. 27|Infanterieregiments Nr.&amp;amp;nbsp;27 „Belgier“]], in [[Graz]], folgte 1911 bis 1913 eine Verwendung im Präsidialbüro des [[K.u.k. Kriegsministerium|Kriegsministeriums]]. Anschließend wurde er zum Kommandanten der 8.&amp;amp;nbsp;Infanteriebrigade der 4.&amp;amp;nbsp;Infanterietruppendivision in [[Brünn]] ernannt und am 12. August 1914 zum [[Generalmajor]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Mit seiner [[Brigade]] (Infanterie-Regimenter Nr. 8 und 49) zu Kriegsbeginn an die [[Erster Weltkrieg|russische Front]] verlegt, nahm er im Rahmen des II.&amp;amp;nbsp;Korps (General der Infanterie [[Blasius Schemua|Schemua]]) Ende August 1914 im Raum [[Zamość]] an der [[Schlacht von Komarów]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarns letzter Krieg&amp;#039;&amp;#039;. Band I. Wien 1930, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Rückzug zum [[San (Fluss)|San]] rang die 4. Division (FML [[Rudolf Stöger-Steiner von Steinstätten|Stöger-Steiner]]) vergeblich um den Erhalt des Brückenkopfes bei [[Sieniawa]].&lt;br /&gt;
Im Jänner 1915 wurde Generalmajor Boog Generalstabschef der [[3. Armee (Österreich-Ungarn)|3.&amp;amp;nbsp;Armee]] des [[General der Infanterie]] [[Svetozar Boroević von Bojna]], die in der winterlichen [[Schlacht in den Karpaten|Karpatenschlacht]] im Abwehrkampf stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegseintritt Italiens (Mai 1915) wurde er mit dem Kommando der 93.&amp;amp;nbsp;Division an der neugebildeten [[Isonzofront]] betraut. Anfang September 1915 übernahm er die 25.&amp;amp;nbsp;Infanterietruppendivision im Rahmen der [[1. Armee (Österreich-Ungarn)|1.&amp;amp;nbsp;Armee]] am [[Styr]]-Abschnitt an der östlichen Grenze von [[Galizien]]. Während der [[Brussilow-Offensive]] (Juni/Juli 1916) im Abschnitt des XVIII. Korps (General [[Claudius von Czibulka|Czibulka]]) eingesetzt, wurde die Front seiner Division von den Russen bei Saponow durchbrochen und durch Gegenangriffe deutscher Truppen unter General [[Johannes von Eben|von Eben]] wiederhergestellt. Am 14. August 1917 wurde Boog zum Feldmarschalleutnant befördert. Ab Mai 1918 übernahm der das Kommando der 4.&amp;amp;nbsp;Infanteriedivision die im Rahmen des XXVI. Korps (General [[Ernst Horsetzky von Hornthal|Horsetzky]]) Abwehrkämpfe im Gebiet des [[Monte Grappa]] und der [[Sieben Gemeinden (Italien)|Sieben Gemeinden]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 regte Oberstleutnant Adolf von Boog die Einführung von [[Chemische Waffe|Gaskampfstoffen]] an. Zwar wurden daraufhin vom Technischen Militärkomitee Versuche durchgeführt, aber schließlich wegen Unzuverlässigkeit beim Einsatz abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Werner Soukup: &amp;#039;&amp;#039;Das k.u.k. Technische Militärkomitee im Spannungsfeld von Routineuntersuchungen und Innovationen.&amp;#039;&amp;#039; In: Herbert Matis, Juliane Mikoletzky, Wolfgang Reiter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Technik und das Militär 1914–1918. Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; LIT, Wien 2014, ISBN 978-3-643-50635-1, S. 307–324.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1916, nachdem Giftgas als chemische Waffe schon weite Verbreitung gefunden hatte, beanspruchte Boog in einem Schreiben an das k.u.k. Armeeoberkommando die Urheberschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RauchensteinerPresse&amp;quot;&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gaswerfer von Flitsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]]&amp;#039;&amp;#039; (Print), 20. Oktober 2007; [https://www.diepresse.com/338148/die-gaswerfer-von-flitsch diepresse.com, 19. Oktober 2007] abgerufen am 17. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswehr ==&lt;br /&gt;
Unmittelbar zu Kriegsende ordnete die neue [[Deutschösterreich|deutsch-österreichische]] Regierung unter dem [[Staatskanzler (Österreich)|Staatskanzler]] [[Karl Renner]] die Aufstellung einer eigenen bewaffneten Macht an. [[Staatssekretär]] für [[Bundesministerium für Landesverteidigung#Geschichte|Heereswesen]] wurde der Deutschnationale [[Josef Mayer (Politiker, 1877)|Josef Mayer]], während der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|sozialdemokratische]] [[Staatssekretär|Unterstaatssekretär]] [[Julius Deutsch]] die eigentliche Organisationsarbeit leistete. Zum Oberbefehlshaber des neuen Heeres wurde Feldmarschalleutnant Adolf von Boog bestellt, der aus seiner Zeit als Präsidialchef des Kriegsministeriums „noch Beziehungen zu den politischen Parteien im Parlament hatte“ (Jedlicka). Mit der von Deutsch geforderten Beförderung geeigneter [[Unteroffizier]]e zu [[Offizier]]en –&amp;amp;nbsp;den „Volkswehrleutnanten“&amp;amp;nbsp;– erklärte er sich einverstanden. Es habe ihn stets schon empört, dass der „jüngste unbedeutende [[Notabitur|Notmaturant]]“ eher Offizier werden konnte als ein tüchtiger Mann aus dem [[Mannschaften|Mannschaftsstand]]. Seine kurzfristige Tätigkeit „fand durch eine Rede vor dem Offizierskorps über die staatsbürgerlichen Fragen ein rasches Ende … Auf Grund scharfer Angriffe aus dem Offizierskorps zog sich Boog von der Aufbauarbeit der Volkswehr bald zurück“ (Jedlicka). Erst später wurde anerkannt, dass er sich und seinen Ruf geopfert habe, um gemeinsam mit Julius Deutsch zu verhindern, dass radikale Kräfte die Macht in der Volkswehr an sich reißen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgrund für die erzwungene Demission Boogs war allerdings die geplante Aufstellung von sieben [[Freikorps]] zusätzlich zur [[Volkswehr]]. Diese waren für die geplante Besetzung [[Geschichte des Burgenlandes|Deutsch-Westungarns]], also des heutigen [[Burgenland]]es, vorgesehen. In den Richtlinien Boogs für die Anwerbung dieser Verbände findet sich der Satz: „Nehmen sie keine [[Juden]] und keine [[Arbeiter- und Soldatenrat|Soldatenräte]]. Jene sind ein zersetzendes Element, diese unnötig, wenn die Führer am Platze sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Glaubauf]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Volkswehr 1918–1920 und die Gründung der Republik&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsbuchhandlung Stöhr, Wien 1993, ISBN 3-901208-08-9, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Instruktionen Boogs schließen mit dem Satz: „Ein deutsches ‚Heil‘ für das Gelingen unserer guten Sache.“ Damit konnte nun Staatssekretär [[Julius Deutsch]], selbst jüdischer Abstammung, aus vielen Gründen –&amp;amp;nbsp;wie etwa der darin enthaltenen [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] Äußerung, die noch dazu eine massive persönliche Beleidigung war&amp;amp;nbsp;– auf keinen Fall einverstanden sein. Er veranlasste daher Boog zum Rücktritt als Oberbefehlshaber der Volkswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser erfolgte am 27. Mai 1919. Boog begründete ihn in seinem Rücktrittsgesuch fadenscheinig mit dem schlechten Gesundheitszustand seines mutterlosen Sohnes nach einem chirurgischen Eingriff im Gehörbereich, vermied dabei aber sachliche, dienstliche Argumente völlig, um seinen Pensionsanspruch nicht zu gefährden. Er wurde am evangelischen Teil des [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.evang-friedhof.at/vs/SearchDetails.php?id=111801233 Grabstelle Adolf von Boog.] evang-friedhof.at; Wien, Zentralfriedhof, Gruppe A-6, Nr. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichische Militärauszeichnungen (Stand 31. Dezember 1918) ==&lt;br /&gt;
* [[Militär-Jubiläumskreuz]] 1908&lt;br /&gt;
* [[Jubiläums-Erinnerungsmedaille 1898|Militär-Jubiläumsmedaille 1898]]&lt;br /&gt;
* Dienstzeichen für Offiziere III. Klasse&lt;br /&gt;
* Bronzene [[Militär-Verdienstmedaille (Österreich)|Militär-Verdienstmedaille]], Kriegsdekoration mit Schwertern&lt;br /&gt;
* Silberne [[Militär-Verdienstmedaille (Österreich)|Militär-Verdienstmedaille]], Kriegsdekoration mit Schwertern&lt;br /&gt;
* [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Militärverdienstkreuz]] III. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Orden der Eisernen Krone]] Ritter III. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden|Leopoldorden]] Ritterkreuz, Kriegsdekoration mit Schwertern&lt;br /&gt;
* Orden der Eisernen Krone Ritter II. Klasse, Kriegsdekoration mit Schwertern&lt;br /&gt;
* Militärverdienstkreuz II. Klasse, Kriegsdekoration mit Schwertern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Jedlicka]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Heer im Schatten der Parteien&amp;#039;&amp;#039;. Graz / Köln 1955.&lt;br /&gt;
* [[Peter Broucek]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein General im Zwielicht. Die Erinnerungen Edmund Glaises v. Horstenau&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Wien / Köln / Graz 1980, ISBN 3-205-08740-2, S. 263, Fußnote 444.&lt;br /&gt;
* 1918–1968, &amp;#039;&amp;#039;Die Streitkräfte der Republik Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Katalog zur Sonderausstellung im Heeresgeschichtlichen Museum. Wien 1968.&lt;br /&gt;
* [[Karl Glaubauf]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Volkswehr 1918–1920 und die Gründung der Republik&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsbuchhandlung Stöhr, Wien 1993, ISBN 3-901208-08-9 (Standardwerk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas Weigel (Literaturwissenschaftler)|Andreas Weigel]]: {{Toter Link|url=https://starsingars.wordpress.com/2019/05/09/hanna-daubergers-verbindung-mit-franz-von-suppe-und-dessen-schwieger-enkel-adolf-von-boog/ |date=2024-11-01 |text=wordpress.com}} [https://starsingars.wordpress.com/2019/05/09/hanna-daubergers-verbindung-mit-franz-von-suppe-und-dessen-schwieger-enkel-adolf-von-boog/ &amp;#039;&amp;#039;Hanna Daubergers Verbindung mit Franz von Suppè und dessen Schwieger-Enkel Adolf von Boog.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1314980769|VIAF=313557887}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boog, Adolf von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldmarschallleutnant (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boog, Adolf von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Feldmarschalleutnant der k.u.k. Armee&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. April 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Belluno]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Februar 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GT1976</name></author>
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