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	<title>Adolf Zeising - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JFH-52: /* Leben */ tk entsprechend WP:TYP#Kursiv auszeichnen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; tk entsprechend &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:TYP&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:TYP (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:TYP#Kursiv auszeichnen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grab-Adolf-Zeising-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-GF-1-5-16-Bueste-Kopf.png|mini|Bronzebüste auf Zeisings Grab]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Zeising&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. September]] [[1810]] in [[Ballenstedt]]; † [[27. April]] [[1876]] in [[München]]; Pseudonym: &amp;#039;&amp;#039;Richard Morning&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher Autor und Gelehrter, der vor allem als Verbreiter der Lehre vom [[Goldener Schnitt|Goldenen Schnitt]] bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Zeising war der Sohn eines Kammermusikers am Ballenstedter Hof des Herzogs von [[Anhalt-Bernburg]]. Er wuchs in [[Ballenstedt]] und [[Bernburg]] auf, erwarb am [[Gymnasium Carolinum Bernburg|Gymnasium]] in Bernburg das Abitur und studierte in [[Berlin]] und [[Halle (Saale)]] hauptsächlich Philologie und Philosophie. Danach wirkte er zunächst als Lehrer in Bernburg, 1848 wurde er zum [[Professor]] am Bernburger Gymnasium ernannt. 1856 wurde er zum Mitglied der [[Akademie|Gelehrtenakademie]] [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|2550|IDName=adolf-zeising|Name=Adolf Zeising|Kommentar=|Datum=08. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Revolution von 1848/49]] war er einer der liberalen Wortführer und Herausgeber eines oppositionellen Blattes &amp;#039;&amp;#039;Sprechsaal für das anhaltische Volk&amp;#039;&amp;#039;. Er gehörte 1848 dem linken Flügel des demokratischen Landtags von [[Anhalt-Bernburg]] an. Wegen dieser politischen Betätigung in Ungnade gefallen, schied er 1852 mit einer [[Wartegeld]]-Regelung für zehn Jahre aus dem anhaltinischen Schuldienst aus. Seine späteren Anträge auf Rückkehr wurden von der herzoglichen Regierung abgelehnt. Zeising lebte ab 1855 als Schriftsteller in [[München]], wo er in erstaunlicher Fülle wissenschaftliche, philosophische und literarische Texte (Romane, Dramen, Novellen, Übersetzungen aus dem Griechischen, Sachbücher u.&amp;amp;nbsp;a.) publizierte und am lokalen literarischen Leben, u.&amp;amp;nbsp;a. im Dichterkreis [[Die Krokodile]], teilnahm. Seit 1862 gehörte Zeising zu den von der [[Deutsche Schillerstiftung|Deutschen Schillerstiftung]] unterstützten Schriftstellern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Karl Gutzkow]]s Votum über Zeising in: &amp;#039;&amp;#039;178 literarische Gutachten der Deutschen Schillerstiftung. Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Zusammengestellt u. hrsg. von Rudolf Goehler.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1909, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb in finanzieller Not und nach schwerer Krankheit 1876 im Alter von 65 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab-Adolf-Zeising-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-GF-1-5-16.jpg|mini|Grab von Adolf Zeising auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Adolf Zeising befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München (Gräberfeld 1 – Reihe 5 – Platz 16, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Adolf Zeising|NS=48/7/49.40/N|EW=11/33/59.70/E|type=landmark|region=DE-BY}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Schiermeier, Scheungraber: &amp;#039;&amp;#039;Alter Südlicher Friedhof in München&amp;#039;&amp;#039;, Übersichtsplan, 2008, ISBN 978-3-9811425-6-3 ([https://www.stadtatlas-muenchen.de/shopdb1f8b85/Alter-Südlicher-Friedhof-in-München-p160402830 Titel auf Verlagsseite]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dem Grab befinden sich gemäß Inschrift auf dem Grabstein auch seine Tochter Magda und sein Schwiegersohn [[Nikolaus Wecklein]]. Die Büste stammt vom Bildhauer [[Caspar von Zumbusch]] aus dem Jahr 1884.&amp;lt;ref&amp;gt;Inschrift auf der Rückseite der Büste: {{Inschrift |Text=C. ZUMBUSCH 1884}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Zeisigs Tochter Magda (* 26. April 1848; † 23. Dezember 1923) heiratete den Altphilologen und späteren Direktor des Maximiliansgymnasiums in München, [[Nikolaus Wecklein]] (* 19. Februar 1843; † 19. November 1926). Derer beiden Tochter Anna (1871–1945) heiratete den Byzantinisten [[August Heisenberg]] und aus dieser Verbindung entstammt der Physiker und Nobelpreisträger [[Werner Heisenberg]], somit ein Urenkel Zeisings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Schon aus der Studentenzeit stammen erste Veröffentlichungen von Gedichten und Prosatexten, u.&amp;amp;nbsp;a. im von [[Gustav Schwab]] und [[Adelbert von Chamisso]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Musenalmanach&amp;#039;&amp;#039;. Aus der Zeit vor 1848 ragt der unter dem Pseudonym Richard Morning erschienene Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Zeitgedichte&amp;#039;&amp;#039; (1846) hervor, eine Sammlung kraftvoller Dichtungen im liberalen Geist des [[Vormärz]]. Die Auflage wurde von der Zensur weitgehend eingestampft. Aus der Münchner Zeit stammen u.&amp;amp;nbsp;a. umfangreiche Romane wie &amp;#039;&amp;#039;Hausse und Baisse&amp;#039;&amp;#039; (1864), &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Gunst&amp;#039;&amp;#039; (1865), &amp;#039;&amp;#039;Joppe und Krinoline&amp;#039;&amp;#039; (1865), die Tragödie &amp;#039;&amp;#039;Kaiserin Eudoxia&amp;#039;&amp;#039; (1861). Der Schwerpunkt von Zeisings Schaffen lag im ästhetischen, wissenschaftlichen und philosophischen Bereich. Seine Schrift &amp;#039;&amp;#039;Neue Lehre von den Proportionen des menschlichen Körpers&amp;#039;&amp;#039; (1854) machte ihn als Protagonisten der Teilungsregel vom [[Goldener Schnitt|Goldenen Schnitt]] bekannt, die Zeising in der Folgezeit in vielen Schriften als allgemeines Gestaltungsgesetz in Natur, menschlichem Körper, Kunst, Architektur u.&amp;amp;nbsp;a. nachzuweisen und zu begründen suchte. Eine Synthese seines religiös-philosophischen Weltbildes gibt er in dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Religion und Wissenschaft, Staat und Kirche&amp;#039;&amp;#039; (1873), das eine lebensbejahende Philosophie entwickelt, die alle Erscheinungen der Natur wie des Geistes als Ausfluss des „gemeinsamen Urgrunds“ des göttlichen Seins interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische Forschungen&amp;#039;&amp;#039;, 1855.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verhältnisse der Menschengestalt und der Blattstellung in ihrer Gleichheit und Verschiedenheit&amp;#039;&amp;#039;, 1855.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der menschliche Kopf im Profil&amp;#039;&amp;#039;, 1856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Proportionen von reinen antiken Statuen&amp;#039;&amp;#039;, 1856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Metamorphosen in den Verhältnissen der menschlichen Gestalt von der Geburt bis zur Vollendung des Längenwachtums&amp;#039;&amp;#039;, 1858.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verhältnisse des Kölner Doms&amp;#039;&amp;#039;, 1869.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die regulären Polyeder&amp;#039;&amp;#039;, 1869.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|55|404|411|Zeising, Adolf|[[Nikolaus Wecklein]]|ADB:Zeising, Adolf}}&lt;br /&gt;
* [[Moriz Carrière]]: Nachruf, in: Beilage zur [[Allgemeine Zeitung (19. Jahrhundert)|Allgemeinen Zeitung]], 4. Mai 1876.&lt;br /&gt;
* Johannes Mahr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Krokodile. Ein Münchner Dichterkreis&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, Stuttgart 1987.&lt;br /&gt;
* Roger Herz-Fischler: &amp;#039;&amp;#039;Adolph Zeising (1810-1876). The Life and Work of a German Intellectual&amp;#039;&amp;#039;, Ottawa 2004.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Gerhard Ulbrich]]: &amp;#039;&amp;#039;„…mit Rücksicht auf dessen tadelnswerthe frühere politische Haltung…“. Dokumente und Anmerkungen zur Lebensgeschichte von Adolf Zeising&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde]] 14 (2005), S. 149–168.&lt;br /&gt;
* Bernd Gerhard Ulbrich: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Zeising und das Bernburger „ästhetische Kränzchen“ 1835 bis 1838&amp;#039;&amp;#039;, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde 17 (2008), S. 207–217.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116970413}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116970413}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bsb-muenchen.de/sammlungen/handschriften/personen/nachlaesse/ Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116970413|LCCN=no2002059016|VIAF=22906870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zeising, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär 1848/49]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zeising, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Morning, Richard (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ballenstedt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. April 1876&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JFH-52</name></author>
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