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	<title>Adolf Wilhelm Kessler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T15:40:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Wilhelm_Kessler&amp;diff=932020&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Katanga: /* Nobilitierung */</title>
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		<updated>2021-11-16T12:31:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nobilitierung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kessler Graf Adolf Wilhelm.jpg|mini|Adolf Wilhelm Graf von Kessler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Wilhelm Kessler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1879 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Kessler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1881 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graf von Kessler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. November]] [[1839]] in [[Hamburg]]; † [[22. Mai]] [[1895]] in [[Paris]]) war ein deutscher [[Bankier]] und der Vater des Kunstsammlers und Schriftstellers [[Harry Graf Kessler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kessler war ein Sohn des reformierten Predigers Johann Ulrich Kessler, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus [[St. Gallen]] in der [[Schweiz]] nach Hamburg gekommen war, wo er als [[Pastor]] der deutsch-reformierten Gemeinde wirkte und in die Hamburger Bankiersfamilie [[Auffm’Ordt]] einheiratete. Die Mutter war Henriette Louise Auffm’Ordt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|11|545||Kessler, Harry Graf von|Hans-Ulrich Simon|118561685}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Wilhelm Kessler trat in das Bankhaus seines Onkels Clement Auffm’Ordt ein und wurde Leiter der Pariser Niederlassung der Bank. Nach seiner Heirat mit Alice Harriet Blosse-Lynch im Jahre 1867 lebte er mit der Familie in [[Paris]], bis der [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französische Krieg]] sie 1870 zur Übersiedlung nach England zwang, wo er die Londoner Filiale des Bankhauses leitete. 1872/73 hielt er sich mit seiner Familie in den [[Vereinigte Staaten|USA]] auf und kehrte anschließend nach London und Mitte der 1870er Jahre nach Paris zurück. Adolf Wilhelm Kessler erwarb sich ein beträchtliches Vermögen und besaß eine herausgehobene Stellung in deutschen und internationalen Gesellschaftskreisen. Bei Sommeraufenthalten pflegte er enge Kontakte zum preußischen Hof und verkehrte insbesondere mit den kaiserlichen Generaladjutanten [[Heinrich von Lehndorff]] und [[Anton von Radziwill|Fürst Anton Radziwill]] sowie Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] selbst. Er unternahm häufige Reisen, besonders nach England und Amerika, und starb unmittelbar nach der Rückkehr von einer Amerikareise in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer seiner direkten Vorfahren soll der Schweizer Reformator [[Johannes Kessler (Theologe)|Johannes Kessler]] gewesen sein, der 1522 im [[Hotel Schwarzer Bär|Schwarzen Bären]] in [[Jena]] mit [[Martin Luther|Luther]] disputierte. Aufgrund der Herkunft seines Vaters besaßen Adolf Wilhelm Kessler und seine Familie neben der hamburgischen&amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Drewes: &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Adel: Nobilitierungen von Juden im Europa des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main 2013, S. 84, Anm. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch die [[Schweizer Bürgerrecht|Schweizer Staatsbürgerschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nobilitierung ==&lt;br /&gt;
1879 wurde Kessler von Kaiser Wilhelm in den erblichen preußischen [[Adel]]sstand erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918&amp;#039;&amp;#039;. Görlitz 1939, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Erhebung in den erblichen [[Graf]]enstand zwei Jahre darauf durch den [[Heinrich XIV. (Reuß jüngere Linie)|Fürsten Reuß j.&amp;amp;nbsp;L.]] erregte großes Aufsehen in der Hofgesellschaft und wurde von zahlreichen Standesgenossen mit Argwohn betrachtet. In dem winzigen thüringischen Fürstentum gab es sonst keine Grafen, und die Zwischenstufe des [[Freiherr]]nstandes war bei der Erhebung übersprungen worden. Das preußische [[Heroldsamt]] erkannte den Grafenstand des Bankiers in Preußen nicht an. Die spätere Behauptung [[Bernhard von Bülow]]s, diese Standeserhebung habe dazu geführt, dass die vier deutschen Königreiche den deutschen Kleinstaaten das Recht auf selbständige [[Nobilitierung#Adelserhöhung|Grafenstandserhebungen]] entzogen hätten,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bernhard von Bülow: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdigkeiten&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 4, S. 497 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist allerdings unzutreffend.&amp;lt;ref&amp;gt;Bülow bezieht sich auf das Geheimabkommen „zur Verhinderung mißbräuchlicher Adelsverleihungen“ vom 26. Oktober 1888 zwischen den Königreichen [[Königreich Preußen|Preußen]], [[Königreich Sachsen|Sachsen]], [[Königreich Bayern|Bayern]] und [[Königreich Württemberg|Württemberg]], dem die übrigen deutschen Bundesstaaten bis 1912 sukzessive –&amp;amp;nbsp;wenn auch nicht ohne Widerstände&amp;amp;nbsp;– beitraten; hierzu vgl. Kai Drewes: &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Adel: Nobilitierungen von Juden im Europa des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main 2013, S. 338 mit Anm. 207 u. 208. Ein generelles Verbot der Verleihung von Grafendiplomen enthielt dieses Abkommen freilich nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kessler Alice Harriet 1868.jpg|mini|hochkant|Kesslers Frau Alice, um 1868 (kurz nach ihrer Heirat)]]&lt;br /&gt;
Am 10. August 1867 heiratete Kessler in Paris &amp;#039;&amp;#039;Alice Harriet Blosse-Lynch&amp;#039;&amp;#039; (* 17. Juli 1844 in Bombay; † 19. September 1919 in der Normandie), eine Tochter des irischen Marineoffiziers Henry Blosse-Lynch, des Befehlshabers der anglo-indischen Flotte in [[Bombay]]. Alice brachte am 23. Mai 1868 in Paris ihren einzigen Sohn Harry (ab 1881 [[Harry Graf Kessler]]) zur Welt. 1877 wurde in London die Tochter Wilma geboren (Wilhelma Karoline Louise Alice Kessler, die sich später verheiratet Wilma Marquise de Brion nannte; †&amp;amp;nbsp;1963); ihr [[Taufpate]] wurde Kaiser Wilhelm I. Diesem wurde eine Affäre mit Alice nachgesagt und man hielt ihn auch für den Vater Harrys, der in seinem Tagebuch festhielt: „Ich gelte allgemein als ein Hohenzoller, ein Sohn Wilhelms I.“&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Graf Kessler, zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43367929.html Der rote Graf.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 52/1961, S. 78–82 (Zitat: S. 79).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gerücht, das besonders der als Verehrer von Alice Kessler abgewiesene spätere Reichskanzler (und selbst 1899 zum [[Graf]]en, 1905 zum [[Fürst]]en erhobene) Bernhard von Bülow verbreitete, gilt unter Historikern als ungewiss, da die erste verbürgte Begegnung zwischen dem König und Alice erst 1870 in [[Bad Ems]] stattfand, sodass Harry wohl nicht aus dieser Verbindung stammen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Gruber und Ulrich Ott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Harry Graf Kessler. Das Tagebuch. Bd. 9: 1926–1937&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2010, S. 11 (Einleitung der Herausgeber); S. 872 (Namensregister der Herausgeber, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Kessler, Alice Harriet Gräfin von&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bülow verkehrte als Mitarbeiter der [[Hôtel Beauharnais|Deutschen Botschaft in Paris]] ab 1878 im Auftrag des Berliner Hofes regelmäßig als Spitzel in Kesslers Pariser Domizil und hatte vergeblich versucht, die Bankiersfrau in Abwesenheit ihres Ehemannes zu verführen. In seinen späteren Erinnerungen unterstellte er Adolf von Kessler, dieser habe die Schönheit seiner Frau gewinnbringend für seine geschäftlichen Interessen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Laird M. Easton: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Graf. Harry Kessler und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Klaus Kochmann. Klett-Cotta, Stuttgart 2005 (2. Aufl. 2007, ISBN 978-3-608-93694-0), S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Sabine Gruber und Ulrich Ott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Harry Graf Kessler. Das Tagebuch. Bd. 9: 1926–1937&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft; Bd. 50.9). Stuttgart 2010, S. 871–873.&amp;lt;br /&amp;gt;(Namensregister der Herausgeber, Einträge &amp;#039;&amp;#039;Kessler, Adolf Wilhelm Graf von&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kessler, Alice Harriet Gräfin von&amp;#039;&amp;#039;; {{Google Buch|BuchID=pZFc9czkCKwC|Seite=872}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116157879|VIAF=5675163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kessler, Adolf Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kessler, Adolf Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kessler, Adolf Graf von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier in Paris&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Mai 1895&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Katanga</name></author>
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