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	<title>Adolf Sydow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T17:38:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-03-19T11:45:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf Sydow.jpg|mini|Adolf Sydow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Leopold Adolf Sydow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. November]] [[1800]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]; † [[23. Oktober]] [[1882]] in [[Berlin]]) war ein protestantischer Theologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war Otto Ferdinand Sydow, Bürgermeister von Charlottenburg, seine Mutter Sophie Henriette, geb. Müncheberg. Er hatte sechs Geschwister. Adolf Sydow heiratete am 23. Mai 1828 Rosalie Ziegler († 1840), die Tochter eines Berliner Polizeirats. Der Ehe entstammten sieben Kinder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Privatunterrichts besuchte Sydow das [[Gymnasium zum Grauen Kloster]] in Berlin unter dem Direktorat von [[Johann Joachim Bellermann|Joachim Bellermann]], das er als [[Primus Omnium|primus omnium]] verließ. 1819 erfolgte seine [[Immatrikulation]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], wo er ein begeisterter Schüler von [[Friedrich Schleiermacher]] wurde. Nach dessen Tod gab er 1836 und 1837 mehrere Bände mit Schleiermachers Predigten, darunter die &amp;#039;&amp;#039;Homilien über das Evangelium des Johannes&amp;#039;&amp;#039;, heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor seinem [[Prüfung#Examen|Examen]] bot ihm 1822 der Kommandeur der Berliner [[Kadettenanstalt]] [[Johann Georg Emil von Brause]] die freie [[Repetent]]enstelle am [[Kadettenkorps]] an, die Sydow dankbar annahm. Nach einer schweren Erkrankung absolvierte er 1827 sein Examen und wurde auf Grund seines vorzüglichen Abschlusses sofort für zum Predigeramt wahlfähig erklärt. Durch eine direkte Eingabe an den preußischen König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] erreichte der Kadettenkommandant von Brause, dass Sydow gleich darauf die freigewordene Stelle des Predigers am Kadettenkorps erhielt, die er bis zum Jahre 1837 innehatte. Am 27. Januar 1828 fand die [[Ordination]] unter Assistenz von Schleiermacher und [[Friedrich August Pischon]] statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1836 wurde Sydow durch Friedrich Wilhelm III. zum Hof- und Gardedivisionsprediger in [[Potsdam]] ernannt. Von [[Friedrich Wilhelm IV.]] wurde er 1841 nach England zur Beobachtung der dortigen kirchlichen Zustände geschickt und gab ein von der Königin [[Victoria (Vereinigtes Königreich)|Victoria]] veranlasstes Gutachten über die schottische Kirchentrennung heraus: &amp;#039;&amp;#039;Die schottische Kirchenfrage&amp;#039;&amp;#039; (Potsdam 1845). Nachdem er 1843 die Gründung der [[Free Church of Scotland]] (die [[Disruption (1843)|sogenannte „disruption“]]) miterlebt hatte, trat er auch in seiner Heimat für eine Befreiung der evangelischen Kirche vom [[Landesherrliches Kirchenregiment|landesherrlichen Kirchenregiment]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrengrab Mehringdamm 21 (Kreuz) Karl Leopold Adolph Sydow.jpg|mini|hochkant|Grab von Adolf Sydow in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
1844 kehrte Sydow nach [[Potsdam]] zurück, wo er in die [[Provinzialsynode (Evangelische Kirche)|Provinzialsynode]] berufen wurde. Auch der [[Preußische Generalsynode 1846|preußischen Generalsynode von 1846]] gehörte er an. 1846 tauschte er seine Hofpredigerstelle mit der vom [[Berliner Magistrat]] angebotenen Predigerstelle an der [[Deutscher Dom|Neuen Kirche]] in Berlin. 1848 wurde Sydow vom Berliner Magistrat zum Redner für die evangelischen [[Märzgefallene]]n ernannt und als Mitglied in die [[Preußische Nationalversammlung]] gewählt. Sydow überlebte zwei Attentate und hatte eine große Anhängerschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sydow war neben seinem Amt als Gemeindepfarrer auch kirchenpolitisch engagiert, unter anderem als Mitbegründer der &amp;#039;&amp;#039;Monatszeitschrift für die unierte evangelische Kirche&amp;#039;&amp;#039; und Vorstandsmitglied des [[Gustav-Adolf-Werk|Gustav-Adolf-Vereins]]. Zwischen 1850 und 1856 gab er eine deutsche Werkausgabe des amerikanischen unitarischen Theologen [[William Ellery Channing]] heraus. Am 12. Januar 1872 hielt er im Berliner &amp;#039;&amp;#039;Unionsverein&amp;#039;&amp;#039; den Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Über die wunderbare Geburt Jesu&amp;#039;&amp;#039; (gedruckt in der Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Protestantischer Vorträge&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1873). Seine Bezweiflung der [[Jungfrauengeburt]] führte zu einer Disziplinaruntersuchung durch den Berliner Konsistorialpräsidenten [[Immanuel Hegel]], die zunächst zu seiner Amtsentsetzung führte. Der [[Evangelischer Oberkirchenrat (Preußen)|Evangelische Oberkirchenrat]] wandelte jedoch am 5. Juli 1873 die Strafe in einen &amp;#039;&amp;#039;geschärften Verweis&amp;#039;&amp;#039; um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Sydow starb 1882 im Alter von fast 82 Jahren in Berlin. Beigesetzt wurde er auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde|Friedhof&amp;amp;nbsp;II der Jerusalems- und Neuen Kirche]] vor dem [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;235.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erhaltene Grabstein wurde bis 1945 durch ein bronzenes Porträtrelief Sydows geschmückt, ein Werk des Bildhauers [[Otto Lessing]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Lessing 1846–1912. Bildhauer, Kunstgewerbler, Maler. Leben und Werk eines Bildhauers des Späthistorismus. Unter besonderer Berücksichtigung seiner Tätigkeit als Bauplastiker&amp;#039;&amp;#039;, Phil. Diss. Freie Universität Berlin 1994 (Leseexemplar u. a., in der Kunstbibliothek Berlin, Kulturforum am Matthäikirchplatz 8).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Marie Sydow verfasste nach seinem Tod eine Lebensbeschreibung (Berlin 1883).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rede am Grabe des Herrn [[Johann Georg Emil von Brause]] am 13. April 1836.&amp;#039;&amp;#039; Dietericische Buchdruckerei (E. S. Mittler), Berlin 1836&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Charakteristik der kirchlichen Dinge in Großbritannien&amp;#039;&amp;#039;, 2 Teile, Potsdam 1844f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Worte gesprochen im Friedrichshain bei der Bestattung der am 18. und 19. März Gefallenen.&amp;#039;&amp;#039; Literarisches Inst., Berlin [1848] (siehe auch: [[Friedhof der Märzgefallenen]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Worte am Sarge [[Ludwig Tieck]]’s gesprochen, am 1. Mai 1853.&amp;#039;&amp;#039; Schulze, Berlin 1853&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Worte bei der Grundsteinlegung zu Schiller’s Denkmal in Berlin am 10. November 1859.&amp;#039;&amp;#039; Schulze, Berlin 1859&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aktenstücke betreffend das vom Königlichen Consistorium der Provinz Brandenburg über mich verhängte Disciplinarverfahren wegen meines Vortrags „Über die wunderbare Geburt Jesu“.&amp;#039;&amp;#039; Henschel, Berlin 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|37|275|279|Sydow, Adolf|[[Marie Sydow]]|ADB:Sydow, Adolf}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629140752/http://www.bautz.de/bbkl/s/s4/sydow_k_l_a.shtml |autor=[[Margit Ksoll-Marcon]]|artikel=SYDOW, Karl Leopold Adolf|band=11|spalten=320-321}}&lt;br /&gt;
* [[Martin Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin dort kirchlicher geworden und doch zugleich viel freier“. Adolf Sydow in England und Schottland 1841–1844&amp;#039;&amp;#039;. In: Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte 60, 1995, S. 137–154.&lt;br /&gt;
*Marie Sydow: Dr. Adolf Sydow. Ein Lebensbild den Freunden gewidmet. Reimer, Berlin 1885. Digitalisiert von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018. URN [https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-13015132 urn:nbn:de:kobv:109-1-13015132]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl Leopold Adolf Sydow}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.berlin.friedparks.de/such/gedenkstaette.php?gdst_id=621 |wayback=20150923183940 |text=Kurzbiographie auf der Website www.berlin.friedparks.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104047550|VIAF=42268742}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Sydow, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Geistlicher (Potsdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1800]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gustav-Adolf-Werk)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sydow, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sydow, Karl Leopold Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. November 1800&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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