<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolf_Stoltze</id>
	<title>Adolf Stoltze - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adolf_Stoltze"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Stoltze&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T01:04:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Stoltze&amp;diff=165332&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Stoltze&amp;diff=165332&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-05T07:30:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lino Salini, Adolf Stoltze.jpg|mini|Karikatur von Adolf Stoltze von [[Lino Salini]] [[Datei:Signatur Adolf Stoltze.PNG|rahmenlos]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Adolph Stoltze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juni]] [[1842]] in [[Mainz]] als &amp;#039;&amp;#039;Carl Adolph Retting&amp;#039;&amp;#039;; † [[19. April]] [[1933]] in [[Frankfurt am Main]]) war [[Journalist]] und [[Schriftsteller]] in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Stoltze war der Sohn des Frankfurter Dichters und Verlegers [[Friedrich Stoltze]] und dessen Geliebter Maria Christina Retting (1816 bis 1843). Maria Christina Retting war die Tochter eines Buchbindermeisters, der ihr Liebesverhältnis mit einem Demokraten nicht dulden wollte. Sie musste ihr Kind deshalb heimlich zur Welt bringen und gab es zu Pflegeeltern nach [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|Enkheim]]. Adolf Stoltze führte bis zu seinem 22. Lebensjahr den Namen Carl Adolph Retting.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod seiner Mutter kam er in die Obhut seiner Großmutter Anna Maria Stoltze (1789 bis 1868). Bereits als Junge wollte er Dichter werden und für die Bühne schreiben. Sein Vater gab ihn jedoch nach der [[Konfirmation]] in die Lehre als [[Uhrmacher]], nach einem Jahr wechselte er zu dem [[Feinmechanik]]ermeister J.W. Albert. Stoltze war 1860 durch seinen Meister Teilnehmer an den ersten Experimenten mit der [[Telefonie]], die [[Philipp Reis]] im [[Physikalischer Verein|Physikalischen Verein]] anstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Lehrzeit wurde Stoltze Mitglied des Arbeiter-Bildungsvereins. Für eine vereinsinterne Weihnachtsfeier der Frankfurter Turngemeinde Eintracht, die er mitbegründet hatte, verfasste er 1861 sein erstes Festspiel &amp;#039;&amp;#039;Germanias Trost&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Schülke |url=https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ausstellung-die-zweitbesetzung-11840168.html |titel=Die Zweitbesetzung |hrsg=FAZ.net |datum=2012-08-01 |abruf=2015-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine beiden ersten Dramen – &amp;#039;&amp;#039;König Hiarne&amp;#039;&amp;#039; von 1861 und &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Schill&amp;#039;&amp;#039; (1863) – kamen beim Publikum in öffentlichen Vorlesungen gut an. Daraufhin beschloss Stoltze, künftig als freier Schriftsteller zu arbeiten. Er heiratete 1864 seine Jugendliebe Luise Mannberger (1844 bis 1924) und gründete das &amp;#039;&amp;#039;Erste Frankfurter Annoncenblatt&amp;#039;&amp;#039;, das sich ähnlich wie heutige Anzeigenblätter durch Inserate finanzierte. Eine behördliche Anordnung zwang ihn aber, das Blatt bald wieder einzustellen. Stoltze lebte daraufhin einige Jahre als Journalist in [[München]] und [[Wien]]. 1871 kehrte er auf Drängen seiner Großmutter in das inzwischen von [[Preußen]] annektierte Frankfurt zurück. Als Herausgeber der satirischen Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Schnaken&amp;#039;&amp;#039; (1872–1881) hatte der „junge Stoltze“ endlich auch wirtschaftlichen Erfolg. Bis 1887 ließ er rund 40 sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Kreppelzeitung|Krebbelzeitungen]]&amp;#039;&amp;#039; erscheinen, kleine Festschriften zu unterschiedlichen Gelegenheiten, z.&amp;amp;nbsp;B. zur Eröffnung des neuen [[Alte Oper|Opernhauses]] 1880. 1878 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Kraut und Rüben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Erfolge als Journalist blieb sein eigentliches Ziel, als Bühnendichter Anerkennung zu finden. Sein am 19. März 1884 uraufgeführtes Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Eine gute Partie&amp;#039;&amp;#039; fiel beim Publikum jedoch durch. Es dauerte drei Jahre, bis er ein weiteres Stück bei der Frankfurter Intendanz platzieren konnte. Das Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Alt-Frankfurt]]&amp;#039;&amp;#039;, ein abendfüllender [[Schwank]] in [[Frankfurterisch|Frankfurter Mundart]], wurde bei seiner Uraufführung am 31. Dezember 1887 vom Publikum stürmisch gefeiert. Es brachte Stoltze den endgültigen Durchbruch als Bühnenautor. Von nun an schrieb er ein Stück nach dem anderen: Das Weihnachtsmärchen &amp;#039;&amp;#039;Schönklärchen&amp;#039;&amp;#039; (1888), den Lokalschwank &amp;#039;&amp;#039;Neu-Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; (1889, 1987 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rendezvous im [[Palmengarten Frankfurt|Palmengarten]]&amp;#039;&amp;#039; vom [[Volkstheater Frankfurt|Frankfurter Volkstheater]] wieder aufgeführt) sowie 17 weitere Stücke zwischen 1890 und 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seine Mundartstücke naturgemäß vor allem dem Frankfurter Publikum gefielen, brachte er seine hochdeutschen Dramen u.&amp;amp;nbsp;a. auch an Theatern in [[Hamburg]], [[Berlin]], [[München]] und [[Wien]] unter. In seinen Dramen &amp;#039;&amp;#039;Vom gleichen Stamme&amp;#039;&amp;#039; (Uraufführung 1895 in München) und &amp;#039;&amp;#039;Die Schuld der Schuldlosen&amp;#039;&amp;#039; (1896 in Frankfurt, 1898 in Berlin) setzte er sich für die Rechte [[Unehelichkeit|unehelicher Kinder]] ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stoltze Adolf a.jpg|mini|Grab von Carl Adolph Stoltze auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
1906 veröffentlichte Stoltze seinen einzigen [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;Weltstadtbilder&amp;#039;&amp;#039;, in dem er eigene Erlebnisse aus Berlin verarbeitete. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete er auch weiterhin journalistisch, unter anderem für die &amp;#039;&amp;#039;Kleine Presse&amp;#039;&amp;#039; der [[Frankfurter Zeitung]] (1905 bis 1925), später auch für den Frankfurter Rundfunk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er-Jahren wurde Stoltze bei einer Umfrage des [[Frankfurter General-Anzeiger]]s zum &amp;#039;&amp;#039;populärsten Frankfurter&amp;#039;&amp;#039; gewählt. Dies war vor allem dem nachhaltigen Erfolg seines berühmtesten Stückes &amp;#039;&amp;#039;Alt-Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; zu verdanken, wodurch er zum Repräsentanten des Alt-Frankfurter Bürgertums geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoltze lebte von 1896 bis 1933 in einem repräsentativen Wohnhaus in der Miquelstraße&amp;amp;nbsp;1 (heute [[Bockenheimer Landstraße]]&amp;amp;nbsp;92, Ecke Siesmayerstraße) im [[Frankfurt-Westend|Westend]]. Stoltze starb hochbetagt am 19. April 1933, kurz nach der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Machtergreifung]]. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Hauptfriedhof]] beigesetzt. Der nationalsozialistische Oberbürgermeister [[Friedrich Krebs (Politiker)|Friedrich Krebs]] versuchte Stoltzes Popularität zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], der 1944 zur vollständigen Zerstörung des alten Frankfurt im [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Bombenkrieg]] geführt hatte, wurde Stoltzes Stück &amp;#039;&amp;#039;Alt-Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; bereits 1948 wieder von den [[Städtische Bühnen Frankfurt|Städtischen Bühnen]] mit großem Erfolg aufgeführt. Das sogenannte „Alt-Frankfurter Trio“, die Schauspieler [[Carl Luley]], [[Anny Hannewald]] und [[Else Knott]] weckten beim Publikum wehmütige Erinnerungen. Bis heute ist &amp;#039;&amp;#039;Alt-Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; das beliebteste Frankfurter Mundartstück geblieben. Stoltzes Grab wird bis heute als städtisches Ehrengrab gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stoltze-Museum in Frankfurt am Main (in der „neuen Altstadt“, Markt 7), das eigentlich seinem berühmten Vater Friedrich Stoltze gewidmet ist, finden sich auch Bilddokumente, Texte und Möbel aus seinem Nachlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germanias Trost&amp;#039;&amp;#039; (1861)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;König [[Hiarne]]&amp;#039;&amp;#039; (1862)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Schill&amp;#039;&amp;#039; (1863)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kraut und Rüben&amp;#039;&amp;#039; (1877) ({{archive.org |bub_gb_BFMTAAAAYAAJ |2. Aufl. anno 1878 online}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Alt-Frankfurt]]&amp;#039;&amp;#039; (1887)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neu-Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; (1889) (heute unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rendezvous im Palmengarten&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verspekuliert&amp;#039;&amp;#039; (1892)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom gleichen Stamme&amp;#039;&amp;#039; (1895)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schuld der Schuldlosen&amp;#039;&amp;#039; (1896)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Rentier&amp;#039;&amp;#039; (1898)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte in Frankfurter Mundart&amp;#039;&amp;#039; (1902) ({{archive.org |bub_gb_IFkTAAAAYAAJ |online}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dodgeschosse&amp;#039;&amp;#039; (1905)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Vinzenz Fettmilch]]&amp;#039;&amp;#039; (1927)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte im Volkston&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Heinrich Stoltze Nachfolger, Frankfurt am Main ca. 1930&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lydia Lerner-Stoltze: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Stoltze. Ein Dichterleben für Frankfurt. Bearbeitet und ergänzt durch Luise Bodensohn.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main: Verlag Waldemar Kramer 1983. ISBN 3-7829-0266-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachlass Adolf Stoltze. Katalog&amp;#039;&amp;#039;. Bearb. von Alfred Estermann. Stadt- und Univ.-Bibliothek, Handschriften-Abt., Frankfurt am Main 1992.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: {{Frankfurter Personenlexikon|1352|Stoltze (bis 1864: Retting), Carl Adolph, gen. Adolf}} (Überarbeitete Onlinefassung), sowie in: {{BibISBN|3-7829-0459-1}} S. 439–441.&lt;br /&gt;
* Petra Breitkreuz: &amp;#039;&amp;#039;„Alt is der Deiwel – ich net!“ Adolf Stoltze zum 170. Geburtstag&amp;quot; im Stoltze-Museums der Frankfurter Sparkasse, vom 18. Juni bis 31. Oktober 2012&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurter Sparkasse / Kunstforum, Frankfurt (Main) 2012.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|429||Stoltze, Adolf|[[Sabine Hock]]|11861861X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11861861X}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|575}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|titel=Stoltze, Carl Adolph |DB=HBN |ID=11861861X |datum=2018-08-01|abruf=2018-10-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11861861X|LCCN=n84174937|VIAF=77108865}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stoltze, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stoltze, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stolze, Carl Adolph (vollständiger Name); Retting, Carl Adolph (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. April 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
	</entry>
</feed>