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	<title>Adolf Rodewyk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T16:28:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Rodewyk&amp;diff=479836&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gudrun Meyer: /* Fall Anneliese Michel */ Korr Verlinkung</title>
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		<updated>2025-12-23T15:07:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fall Anneliese Michel: &lt;/span&gt; Korr Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Rodewyk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Dezember]] [[1894]] in [[Mülheim (Köln)|Mülheim]], heute [[Köln]]; † [[9. November]] [[1989]] in [[Münster]]) war ein deutscher [[Jesuiten]]pater und [[Exorzismus|Exorzist]]. Er verfasste Standardwerke zur [[Dämonologie]] aus der Sicht der katholischen Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rodewyk legte am [[Landfermann-Gymnasium|Gymnasium in Duisburg]] das Abitur ab. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und trat nach Kriegsende im [[Niederlande|niederländischen]] [[’s-Heerenberg]] in die [[Jesuiten|Gesellschaft Jesu]] ein. Nach dem Theologiestudium an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]], der [[Universität Innsbruck]] und in [[Valkenburg aan de Geul|Valkenburg]] wurde er 1925 in Valkenburg zum [[Priester (Christentum)|Priester]] geweiht. In der Folgezeit war er [[Ordensoberer|Superior]] in Koblenz, Rektor des [[Aloisiuskolleg]]s in [[Bad Godesberg]] und Superior in Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Rodewyk als [[Lazarett]]-Seelsorger und war zugleich [[Novizenmeister]] und Rektor der [[Barmherzige Brüder|Barmherzigen Brüder]] in [[Trier]]. Danach war er Priesterseelsorger in [[Essen]] und Religionslehrer in [[Büren (Westfalen)|Büren]]. Im Jahr 1954 wurde er Rektor der Residenz der [[Sankt-Ansgar-Schule]] in [[Hamburg]], im Jahr 1960 Superior in [[Frankfurt am Main]]. Anschließend leistete er pastorale Dienste und arbeitete als [[Lektor (Universität)|Lektor]] für Hebräisch und Latein an der [[Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen|Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen]] in Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 93 Jahren übersiedelte er im Jahr 1987 ins Altersheim des Jesuitenordens nach [[Münster]], wo er 1989 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Exorzist ==&lt;br /&gt;
=== Fall ‚Magda‘ ===&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs begegnete Rodewyk als Hausgeistlichem im Standortlazarett in Trier eine 30-jährige Krankenschwester, von der er annahm, sie habe sich dem Teufel verschrieben. Laut Rodewyks Beschreibung hatte diese Frau „eine unwiderstehliche Anziehungskraft für Männer“, während sie sich ihm gegenüber „arrogant und frech“ benahm. Rodewyk nahm einen „Exorcismus probativus“ – eine probeweise Teufelsaustreibung – vor. Dazu sprach er seiner Aussage nach rein in Gedanken ein bestimmtes Gebet, worauf ‚Magda‘ zu fluchen und zu toben begann. Dass sie sich gegen das Bespritzen mit Weihwasser wehrte und Rodewyk beschimpfte, wurde als sicherer Beweis für die Anwesenheit von Dämonen genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/wende-am-1-juli-a-b23e2e72-0002-0001-0000-000041210778 Exorzismus: Wende am 1. Juli], Artikel im [[Spiegel]] vom 1. August 1976, abgerufen am 17. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Rodewyk ließ sich vom [[Bistum Trier|Trierer Bischof]] [[Franz Rudolf Bornewasser]] den Auftrag erteilen, die Frau aus dämonischer Besessenheit zu befreien, was viele Jahre in Anspruch nahm. Rodewyk schilderte seine Erfahrungen als den „Fall Magda“. Er wählte diesen [[Deckname]]n in Anlehnung an die biblische Gestalt der [[Maria Magdalena]], die durch [[Jesus]] von „sieben Dämonen“ (vgl. {{B|Lk|8|2}}; {{B|Mk|16|9}}) befreit worden war. Der Tübinger Theologe [[Herbert Haag (Theologe)|Herbert Haag]] sah in diesem Fall aber weniger einen Fall von Teufelsaustreibung als vielmehr eine Rollenanpassung, bei der der Exorzierte im Laufe der Austreibung erst die Rolle des Besessenen annimmt. Hinzu komme, so Haag, dass es sich eigentlich um einen „Fall Rodewyk“ gehandelt habe: „Der Verdacht, daß Rodewyks primäres Anliegen weniger darin bestand, der Kranken zu helfen, als vielmehr die Richtigkeit des Rituale Romanum zu beweisen, läßt sich jedenfalls nicht beseitigen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Dabei stellte Haag die katholische Lehre, die die Existenz des Teufels postuliert, generell in Frage.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Haag: &amp;#039;&amp;#039;Abschied vom Teufel.&amp;#039;&amp;#039; Benziger, Einsiedeln 1969; Neuauflage: Benziger, Zürich 2000, ISBN 3-545-70016-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Haag bat Rodewyk schriftlich um die Unterlagen zum Fall Magda. Dieser teilte mit, er hätte sie bereits vernichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fall Anneliese Michel ===&lt;br /&gt;
Rodewkys Gutachten zum Fall [[Anneliese Michel]] veranlasste den Würzburger Bischof [[Josef Stangl]], einen Exorzismus zu genehmigen. Dieser endete tödlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Die von der Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen betraute Kriminalpolizei richtete ihre kriminalistischen Untersuchungen wegen des Verdachts der [[Fahrlässige Tötung|fahrlässigen Tötung]] auch auf Rodewyk.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Ney-Hellmuth: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Anneliese Michel. Kirche, Justiz, Presse.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2014, S. 53–55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ermittlungsverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft im Juli 1977 mit der Begründung [[Einstellung des Strafverfahrens (Deutschland)|eingestellt]], dass er keinen wirklichen Kontakt zum Opfer gehabt und damit keine genaue Kenntnis von Michels Gesundheitszustand hätte haben können. Das schließe eine Strafbarkeit aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter Verweis auf die Sachdokumentation des Diözesanarchivs Würzburg: Petra Ney-Hellmuth: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Anneliese Michel. Kirche, Justiz, Presse.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2014, S. 53–55, ISBN 3-8260-5230-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rodewyk soll Anneliese Michel aber einmal in ihrem Elternhaus besucht haben. Dort soll sie plötzlich mit veränderter Stimme gesprochen haben, und Rodewyk habe den Dämon nach seinem Namen gefragt, worauf dieser „[[Judas Iskariot|Judas]]“ antwortete – was Rodewyk mit „Wir kennen uns doch!“ kommentiert habe, da Judas bereits beim „Fall Magda“ aufgetreten war.&amp;lt;ref&amp;gt;Kaspar Bullinger: Anneliese Michel und die Aussagen der Dämonen. Auszug online unter: http://ppio.de/anneliese-michel/informationen/lebenslauf.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Annliese Michel geriet Rodewyk ebenso wie die Eltern und die mit dem Exorzismus betrauten Priester in die Kritik. Am Ende der ersten Verhandlungswoche sagte er im Prozess, zu dem er als Zeuge geladen war, es sei unmöglich, dass jemand am Exorzismus sterbe, und dass er ohne jede Einschränkung von der Besessenheit Anneliese Michels überzeugt sei. Rodeywyk wurde wegen seiner Rolle im Fall Anneliese Michel von seinen Ordensoberen als Belastung angesehen. Nur aus Altersgründen wurde auf Maßnahmen gegen ihn verzichtet. Der Spiegelartikel zum Fall Michel bezeichnet Rodewyks Haltung als Exorzist als „fanatisch“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine [[Ordensoberer|Ordensoberen]] verboten ihm später, sich und die anderen zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.imagomundi.biz/wp-content/uploads/2021/01/PNGS35-Die_daemonische_Besessenheit-Adolf_Rodewyk.pdf Dämonische Besessenheit in der Sicht des Rituale Romanum]&amp;#039;&amp;#039;, Aschaffenburg 1963&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dämonische Besessenheit heute&amp;#039;&amp;#039;, Aschaffenburg 1966, {{OCLC|73869812}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Teufel ernst genommen&amp;#039;&amp;#039;, Stein am Rhein 2001, ISBN 3-7171-1091-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20180918054306/https://gul.echter.de/component/docman/doc_download/1031-24-1951-1-056-066-rodewyk-0.html &amp;#039;&amp;#039;Dämonische Besessenheit im Lichte der Psychiatrie und Theologie&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Geist und Leben]]&amp;#039;&amp;#039; 24, 1951, Heft 1, S. 56–66.&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20180910164606/https://gul.echter.de/component/docman/doc_download/1092-25-1952-2-121-134-rodewyk-0.html &amp;#039;&amp;#039;Die Teufelsaustreibung nach dem Rituale Romanum&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Leben&amp;#039;&amp;#039; 25, 1952, Heft 2, S. 121–134.&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11908371X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11908371X|LCCN=no/2010/151587|VIAF=57417131}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rodewyk, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exorzist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rodewyk, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jesuitenpater und Exorzist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Dezember 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mülheim (Köln)|Mülheim]], heute [[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. November 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gudrun Meyer</name></author>
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