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	<title>Adolf Rein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:43:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-09T17:30:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Rein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. August]] [[1885]] in [[Eisenach]]; † [[6. Januar]] [[1979]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Historiker]] und [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Hochschulpolitiker. Als Staatskommissar (ab 1933) sowie als Rektor der [[Universität Hamburg]] (1934–1938) hatte er maßgeblichen Anteil an der [[Gleichschaltung]] der Hochschule sowie an der Entlassung zahlreicher jüdischer und politisch unliebsamer Professoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Akademischer Werdegang ===&lt;br /&gt;
Adolf Rein, Sohn des Pädagogen [[Wilhelm Rein]], studierte Geschichte in [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]], [[Universität Florenz|Florenz]], [[Universität Paris|Paris]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]], wo er 1910 bei [[Karl Lamprecht]] zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Nach Auslandsaufenthalten in [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und den USA [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1914 mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;[[Verfassung der Vereinigten Staaten|Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Nordamerika]]&amp;#039;&amp;#039; an der damaligen [[Universität Straßburg#Kaiser-Wilhelm-Universität|Kaiser Wilhelm-Universität Straßburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wechselte Rein 1919 an die neu gegründete Hamburger Universität, wo er als Nordamerikaexperte sogleich Mitglied des Senatsausschusses für [[Auslandskunde]] wurde und 1927 ein [[Professur|Extraordinariat]] für [[Kolonialgeschichte|Kolonial-]] und Überseegeschichte erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochschulpolitiker und Rektor in Hamburg zur Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
1932 verfasste Rein seine einflussreiche Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die Idee der politischen Universität&amp;#039;&amp;#039;, in der er eine „Anpassung der Wissenschaften an die Erfordernisse der Zeit“ propagierte. Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.000.707).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34190483&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heiber: &amp;#039;&amp;#039;Universität unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitulation der Hohen Schulen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, München 1992, S. 511.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterstützt vom [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund]], wurde Rein im Mai 1933 zum Regierungsdirektor in der Hamburger Hochschulbehörde ernannt, mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet und begann in der Folge, die Universität nach seinen Vorstellungen umzugestalten. In diese Zeit fiel unter anderem die Entlassung zahlreicher jüdischer und politisch unliebsamer Professoren. Im September 1933 wurde Rein ordentlicher Professor für &amp;#039;&amp;#039;Kolonial- und Überseegeschichte und Geschichte des Deutschtums im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. Im November 1933 unterzeichnete er das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. Nach der Verabschiedung eines neuen Hochschulgesetzes, das die akademische [[Selbstverwaltung]] zugunsten des [[Führerprinzip]]s des [[NS-Staat]]s abschaffte, übernahm Rein 1934 das Amt des Rektors und behielt es bis 1938. In dieser Zeit betrieb er die Neugründung des Hamburger [[Kolonialinstitut]]s – nunmehr als nationalsozialistische Forschungsstätte – sowie die Ansiedlung einer Außenstelle der [[Hohe Schule der NSDAP|Hohen Schule der NSDAP]], die er von 1938 bis 1945 selbst leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rein nahm als Gast im März 1941 an der Eröffnung des [[Institut zur Erforschung der Judenfrage|Instituts zur Erforschung der Judenfrage]] von [[Alfred Rosenberg]] in [[Frankfurt am Main]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Rein im August 1945 von der [[Control Commission for Germany/British Element|britischen Militärregierung]] aus dem Hochschuldienst entlassen. Obwohl es ihm in der Folge gelang, im Rahmen der [[Entnazifizierung]] nur als „Mitläufer“ und später gar als „entlastet“ eingestuft zu werden, scheiterte er bis zu seinem Tod mehrfach bei dem Versuch, wieder als Professor in die Universität aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen organisierte Rein intellektuelle Gesprächskreise, aus denen später u.&amp;amp;nbsp;a. der Wissenschaftliche Studienkreis der [[Evangelische Akademie|Evangelischen Akademie]] Hamburg hervorging, und beteiligte sich 1950 an der Gründung der [[Ranke-Gesellschaft]], deren Vorsitz er bis 1968 behielt. 1953 trat Rein erstmals wieder im Rahmen einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie in der Universität auf; 1955 wurde er Vorsitzender des Stiftungsrats der [[Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.]], dem er auf Wunsch von [[Alfred Toepfer]] bereits seit Juni 1933 angehört hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Toepfer.&amp;#039;&amp;#039; Ellert &amp;amp; Richter, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8319-0295-8, S.&amp;amp;nbsp;63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rein gab zusammen mit [[Wilhelm Schüßler (Historiker)|Wilhelm Schüßler]] seit 1962 die Jahrhundertausgabe von [[Bismarck]]s &amp;#039;&amp;#039;Werken in Auswahl&amp;#039;&amp;#039; heraus. Er begründete die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Das Historisch-Politische Buch]]&amp;#039;&amp;#039;, die im [[Muster-Schmidt]]-Verlag erschien. Seine Weltanschauung hatte sich nicht geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In der Vorgeschichte des Kriegseintrittes von [[USA|Nordamerika]] hat unzweifelhaft der von Hitler ständig bekämpfte ‚Weltfeind‘, das [[Judentum]], zu den Beratern des Präsidenten gehört.|Rein, &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche und die Politik&amp;#039;&amp;#039;, 1974}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden Reins Schriften &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit über Hitler aus englischen Munde&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Warum führt England Krieg?&amp;#039;&amp;#039; (beide [[Junker und Dünnhaupt|Junker &amp;amp; Dünnhaupt]], Berlin 1940) und &amp;#039;&amp;#039;Europa und das Reich&amp;#039;&amp;#039; ([[Essener Verlagsanstalt]], Essen 1943) sowie das von ihm unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Wolf&amp;#039;&amp;#039; verfasste &amp;#039;&amp;#039;Zyperns Leidensweg&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Informationsstelle, Berlin 1940, inklusive aller fremdsprachlichen Ausgaben auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-r.html Liste der auszusondernden Literatur, Buchstabe R], [http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-w.html Liste der auszusondernden Literatur, Buchstabe W].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Geoffrey J. Giles: &amp;#039;&amp;#039;Students and National Socialism in Germany&amp;#039;&amp;#039;, Princeton University Press, Princeton, N.J. 1985, S. 111 ff., ISBN 0-691-05453-3.&lt;br /&gt;
* Arnt Goede: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Rein und die „Idee der Politischen Universität“&amp;#039;&amp;#039;. Reimer, Berlin 2008 (= &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17), ISBN 978-3-496-02806-2.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 136.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Heiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Universität unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitulation der Hohen Schulen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Saur, München 1992, ISBN 3-598-22630-6, S. 511–528.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115620346}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014366}}&lt;br /&gt;
* [http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/year/2008/docId/19800 35 Jahrfeier des Kolonial-Instituts der Hansischen Universität: Reden und Ansprachen anlässlich des „Überseetages“ der Hansischen Universität am 16. November 1943 im Kaisersaal des Rathauses zu Hamburg] (Online abrufbar)&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/173 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rektoren und Präsidenten der Universität Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115620346|LCCN=n/82/127776|VIAF=5664780}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rein, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rein, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rein, Gustav Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und NS-Hochschulpolitiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. August 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eisenach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Januar 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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