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	<title>Adolf Quensen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:46:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Quensen&amp;diff=419903&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heiner Martin: +WL</title>
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		<updated>2025-08-13T03:30:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf Quensen.jpg|mini|hochkant|Adolf Quensen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Quensen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1851]] in [[Lamspringe]]; † [[16. April]] [[1911]] in [[Helwan]], [[Ägypten]]) war deutscher Hofdekorations- und [[Kirchenmalerei|Kirchenmaler]] des [[Historismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach einer Malerlehre bei seinem Vater erhielt Quensen eine Ausbildung am [[Collegium Carolinum (Braunschweig)|Collegium Carolinum]] in [[Braunschweig]] und an der [[Königliche Kunstgewerbeschule München|Königlichen Kunstgewerbeschule]] in [[München]]. In den Jahren 1872 und 1873 studierte er Kirchenmalerei in [[Wien]]. Er bekam danach Aufträge zur Bemalung von Kirchen in Stuttgart und Nürnberg. 1879 erhielt er durch [[August Essenwein (Architekt)|August von Essenwein]] seinen ersten Auftrag zur Ausmalung des [[Braunschweiger Dom|Doms St. Blasii]] in Braunschweig. Ebenfalls führte er Malerarbeiten in Kirchen  in [[Helmstedt]], [[Riddagshausen]], [[Mariental (Niedersachsen)|Mariental]], [[Runstedt (Helmstedt)|Runstedt]] und [[Waggum]] aus. Im März 1881 begründete er ein eigenes Malergeschäft. Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau Marie. Im Jahre 1892 wurde er zum „Herzoglich Braunschweiger Hof-Dekorationsmaler“ ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quensen führte innerhalb und außerhalb des [[Herzogtum]]s Braunschweig Malerarbeiten in [[Sakralbau|Sakral-]] und [[Profanbau]]ten aus, u. a. in dem schon erwähnten Braunschweiger Dom, im [[Kaiserdom (Königslutter)|Kaiserdom Königslutter]] (1887–94; 2010 vollständig restauriert), in der [[Burg Dankwarderode]] (1893/1898) und im neuen Braunschweiger Rathaus (1902). 1891  beendete er die Ausmalung der Kirche St. Maria zur Höhe in [[Soest]]. Im Jahre 1895 malte er die [[Berlin]]er [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche]] aus.  Er arbeitete auch in [[Schöningen]], in [[Bielefeld]] und in [[Oelber am weißen Wege]] als Kirchenmaler. Außerhalb Deutschlands war er in den Sultanspalästen in [[Istanbul]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 wurde Quensen mit dem [[Roter Adlerorden|preußischen roten Adlerorden vierter Klasse]] für seine Arbeiten an der Christuskirche im böhmischen [[Marienbad]], dem jetzigen Mariánské Lázně in Tschechien, ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus gesundheitlichen Gründen übergab Quensen 1910 seine Firma einem seiner Söhne. Quensen starb 1911  als Folge seiner Blutarmut in Ägypten und wurde auf dem [[Braunschweiger Hauptfriedhof]] bestattet. In sein Steinkreuz wurde die [[Inschrift]] „Die Liebe höret nimmer auf“ gemeißelt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Adolf Quensen.JPG|mini|Grabstätte Adolf Quensens auf dem Hauptfriedhof Braunschweig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Einige seiner Arbeiten, v. a. die [[Deckenmalerei]]en im [[Rittersaal]] der Burg Dankwarderode, wurden im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstört. Es sind hier jedoch [[Wandmalerei]]en erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Arbeiten gingen zum Teil durch Renovierungen verloren. So wurden Innenausmalungen, zu denen Quensen 1883 in der Kirche zu [[Neuerkerode]] verpflichtet wurde, 1958 mit Pastelltönen überdeckt. Erst 1998 wurde im Rahmen einer erneuten Renovierung die Originalbemalung wieder freigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Schicksal hatten Ausmalungen der Lutherkirche in [[Bad Harzburg]], die 1903 von ihm geschaffen wurden. Bei der ersten Renovierung nach 1945 strich man fast alles über. Nur die beiden [[Apostel]] [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]] ließ man in ihren Umrissen aus dem Wandanstrich herausschauen. Bei einer weiteren Renovierung wurde der gesamte [[Triumphbogen]] mit den beiden Aposteln, sechs [[Engel]]n und [[Christus]] als Weltenrichter restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Kreuzkirche (Braunschweig-Lehndorf)|Kreuzkirche]] in [[Alt-Lehndorf]] (Stadtbezirk von [[Braunschweig]]), in der Adolf Quensen von 1903 bis 1905 die Decke und Wände ausmalte, verschwand das künstlerische Werk nach dem Krieg unter Tapeten und grau-weißer Farbe. Erst 1972 wurden die Decke und 1989 auch die [[Apsis]], Bögen und Fensterlaibungen wieder freigelegt. Auf eine Gesamtwiederherstellung aller Wandmalereien wurde hier verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso erging es der Ausmalung der St.-Christinen-Kirche in [[Walle (Schwülper)|Walle]] bei [[Schwülper]], die in den 1890er Jahren entstanden war. Diese verschwand jedoch im Zuge der Umgestaltung Mitte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur der Krieg, sondern auch Verfall war eine Bedrohung für Quensens Werke. So wurde die [[Apelnstedt]]er Kirche 1894 (bei [[Sickte]]) durch Quensen großflächig ausgemalt, die [[Sternbild]]er des [[Zodiak|Tierkreises]] und ein musizierender Engel über der [[Orgel]] gingen verloren, wohingegen die vier Evangelisten an der prächtig erhaltenen Altarwand gut erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschuldiplomarbeiten befassen sich mit dem Zustand, dem Erhalt und der Restaurierung seiner Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf Quensen Kirche Lelm Deckenmalerei.jpg|mini|Deckenmalerei der Kirche in Lelm von Adolf Quensen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasselfelde St. Antonius 05.jpg|mini|Altar-Wandbild der [[St. Antonius (Hasselfelde)|St.-Antonius-Kirche]] in Hasselfelde]] &lt;br /&gt;
In einigen Kirchen sind seine Werke noch heute zu sehen:&lt;br /&gt;
* [[Tempera]]malereien in den Seitenapsiden des Querhauses der [[Kloster Marienberg (Helmstedt)|Klosterkirche St. Marienberg]] in [[Helmstedt]] (um 1881, renoviert 2000),&lt;br /&gt;
* Wand- und Decken-Malerei in der Schlosskirche St. Annen in [[Oelber am weißen Wege]] ([[Baddeckenstedt]] bei [[Salzgitter]]) aus dem Jahr 1888, renoviert 1995,&lt;br /&gt;
* [[Wandgemälde]] an der [[Apsis]] der Kirche in [[Eitzum (Schöppenstedt)|Eitzum]] (1891/1892),&lt;br /&gt;
* Innenausmalung der [[Immanuelkirche (Berlin)|Immanuelkirche in Berlin]] (bis 1893),&lt;br /&gt;
* Vier Evangelistenbilder im Altarraum der St.-Thomas-Kirche in [[Wolfshagen im Harz|Wolfshagen]] im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] (bis 1894),&lt;br /&gt;
* „Stiftskirche St. Peter und Paul“ ([[Kaiserdom (Königslutter)|Kaiserdom Königslutter]]):&lt;br /&gt;
** Wandmalereizyklus am nordwestlichen [[Vierung]]spfeiler,&lt;br /&gt;
** Mittelalterliche Muster (1890–1894) nach den Plänen des süddeutschen Professors Dr. August von Essenwein,&lt;br /&gt;
* Johannes-der-Täufer-Kirche in Oberg (1903, [[Landkreis Peine]]),&lt;br /&gt;
* [[Lutherkirche (Bad Harzburg)]] (ab 1903, teilweise erhalten),&lt;br /&gt;
* Malereien in der [[Dorfkirche Benzingerode]],&lt;br /&gt;
* Deckenmalereien in der Kirche in [[Lelm]],&lt;br /&gt;
* Wandmalereizyklus im Chor und im Querhaus der [[Augustinerorden|Augustiner]]chorherren-Klosterkirche St.-Lorenz westlich der Stadt [[Schöningen]],&lt;br /&gt;
* Wandgemälde an der Altarwand der &amp;#039;&amp;#039;St.-Antonius-Kirche&amp;#039;&amp;#039; zu [[Stadt Hasselfelde|Hasselfelde]] (freigelegt und restauriert [[2002]]),&lt;br /&gt;
* Himmelszelt in Jugendstilformen im [[Kreuzrippengewölbe]] des Chors der [[Dreifaltigkeitskirche (Görlitz)|Dreifaltigkeitskirche]] in [[Görlitz]] (1909–1910).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adolf Quensen&amp;#039;&amp;#039; in Braunschweiger Stadtlexikon, 4. Aufl., Braunschweig, 1996.&lt;br /&gt;
* Regionalnachrichten Wolfenbüttel der Braunschweiger Zeitung vom 13. April 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=141994649|VIAF=96362497}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Quensen, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler des Historismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freskant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1851]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Quensen, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hofdekorations- und Kirchenmaler des Historismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1851&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lamspringe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1911&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Helwan]], [[Ägypten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heiner Martin</name></author>
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