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	<title>Adolf Mussafia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf Mussafia by Rudolf Krziwanek.jpg|mini|Adolf Mussafia, Fotografie von [[Rudolf Krziwanek]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf Mussafia (Nr. 44) Bust in the Arkadenhof, University of Vienna-1411.jpg|mini|Büste von Adolf Mussafia im Arkadenhof der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Mussafia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Februar]] [[1835]] in [[Split]] als &amp;#039;&amp;#039;Adolfo Mussafia&amp;#039;&amp;#039;; † [[7. Juni]] [[1905]] in [[Florenz]]) war ein österreichischer [[Romanist]] italienischer Herkunft, der die Romanistik an der [[Universität Wien]] begründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Adolfo Mussafia entstammte einer [[Sepharden|sephardischen]] [[Rabbiner]]familie aus [[Dalmatien]]. Sein Vater war der Rabbiner Jacob (Johann) Amadeo Mussafia († 1854)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-06 |url=http://www.sddsp.it/getFile.php?id=334. |text=Carlo Cetteo Cipriani: &amp;#039;&amp;#039;Un documento della famiglia Mussafia.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Autor mehrerer Studien über jüdische Theologie, und seine Mutter Rachele Levi, genannt Nina aus [[Sarajevo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam als Siebzehnjähriger zum Medizinstudium nach Wien. Hier studierte er dieses Fach von 1852 bis 1854. Mussafia war dann aber bald als [[Italienische Sprache|Italienischlehrer]] und [[Repetent|Repetitor]] der Lehramtskandidaten tätig und ab dem Jahre 1857 (bis 1876) an der [[Hofbibliothek]] angestellt. Zu dieser Zeit, am 28. September 1855, konvertierte er zum katholischen Glauben. Dank seiner großen Begabung und rastlosen Forschertätigkeit in der romanischen Philologie – ohne jedes reguläre sprachwissenschaftliche Studium – wurde er im Jahre 1860 gleichsam per Erlass vom [[k. u. k.]] Unterrichtsministerium, das seine Fähigkeiten erkannte, zum außerordentlichen Professor der romanischen Sprachen und Literaturen ernannt – übrigens dem ersten seiner Art in Wien –, dann 1867 zum ordentlichen Professor und 1869 – zur [[Verbrämung]] seiner offiziellen Ungeprüftheit – zum [[Ehrendoktor]] der [[Universität Wien]]. In [[Bonn]] hatte der Vierunddreißigährige die Gelegenheit zu einer Begegnung mit dem vierzig Jahre älteren [[Friedrich Diez]], der seine Schriften sehr schätzte: Er soll sehr erstaunt über die Jugendlichkeit seines wissenschaftlichen Gegenübers gewesen sein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolfo Mussafia.jpg|mini|200px|Adolf Mussafia, Büste, geschaffen 1910–1912 von [[Caspar von Zumbusch]], im Arkadenhof des [[Hauptgebäude der Universität Wien|Hauptgebäudes der Universität Wien]]]]&lt;br /&gt;
Mussafia war ab 1865 im Vorstand der [[Deutsche Dante-Gesellschaft|Deutschen Dante-Gesellschaft]], ab 1866 war er korrespondierendes, ab 1871 Vollmitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Wiener Akademie der Wissenschaften]], ab 1901 Mitglied des [[Herrenhaus (Österreich)|Herrenhauses]] und ab 1900 korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]]. Rufe nach [[Straßburg]] im Jahre 1872 und Florenz lehnte er ab. Der später von ihm vorgeschlagene Tausch mit [[Hugo Schuchardt]] in [[Graz]] kam nicht zustande. Mussafia gründete 1870 das Wiener Seminar für Französisch und Englisch (1891 getrennt) und holte sich 1890 [[Wilhelm Meyer-Lübke]] als Kollegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mussafias wissenschaftliche Interessen galten der Textedition, der Quellenforschung und der Motivgeschichte, jeweils im Bereich des Mittelalters. Er bewegte sich dabei auf den Gebieten des Altitalienischen, des Altfranzösischen, des Altprovenzalischen und des Altspanischen, mit einer eindeutigen Vorliebe für altitalienische, speziell altoberitalienische Texte, die dialektale Elemente enthalten oder franko-italienischen Charakter haben.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Hans Helmut Christmann]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Italienische Studien&amp;#039;&amp;#039; Jahresschrift-Wien (1978–2000); (1982) 5, S.&amp;amp;nbsp;154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Mussafia habilitierten sich: [[Wendelin Foerster]], [[Wolfram Zingerle]], [[Antonio Ive]], [[Matthias Friedwagner]] und [[Jan Urban Jarník]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Biographien/Mussafia,_Adolf Austria-Forum. Mussafia, Adolf.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im [[Hauptgebäude der Universität Wien#Der Arkadenhof|Arkadenhof der Wiener Universität]] – der Ruhmeshalle der Universität – steht seit 1917 eine Büste Mussafias, geschaffen von [[Caspar von Zumbusch]]. Im Rahmen von „Säuberungen“ durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] Anfang November 1938 wurden zehn Skulpturen jüdischer oder vermeintlich jüdischer Professoren im Arkadenhof im Zusammenhang der „[[Mythos von Langemarck#Nationalsozialismus|Langemarck-Feier]]“ umgestürzt oder mit Farbe beschmiert. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der kommissarische Rektor [[Fritz Knoll]] eine Überprüfung der Arkadenhof-Plastiken veranlasst; auf seine Weisung hin wurden fünfzehn Monumente entfernt und in ein Depot gelagert, darunter diejenige von Adolf Mussafia.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=[[Mitchell Ash|Mitchell G. Ash]], [[Josef Ehmer]]|title=Universität – Politik – Gesellschaft|url=https://books.google.com/books?id=B3vwCQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA118|date=17. Juni 2015|publisher=Vienna University Press|isbn=978-3-8470-0413-4|pages=118}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Kriegsende wurden im Jahr 1947 alle beschädigten und entfernten Denkmäler wieder im Arkadenhof aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt in Florenz auf dem &amp;#039;&amp;#039;Cimitero degli Ingles&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Adolf Tobler]] hat er das [[Tobler-Mussafia-Gesetz]] formuliert, das besagt, dass in den romanischen Sprachen ein unbetontes Element einen Satz nicht eröffnen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Italienische Sprachlehre in Regeln und Beispielen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1860, 32. Auflage 1925, dann unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der neue Mussafia&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1935, 11. Auflage 1962, dann u. d. T. &amp;#039;&amp;#039;Der neueste Mussafia&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1981, 15. Auflage 1999 ([https://books.google.de/books?id=j8QM4cZetWsC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat der Ausg. 1873]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scritti di filologia e linguistica&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Antonio Daniele e Lorenzo Renzi, Padua 1983&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kunde der norditalienischen Mundarten im XV. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 1873&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band Dalmatien, Wien 1892&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bausteine zur romanischen Philologie.&amp;#039;&amp;#039; Festgabe, Halle 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Monumenti antichi di dialetti italiani.&amp;#039;&amp;#039; Vienna (Wien) 1864&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sul testo della Divina Commedia.&amp;#039;&amp;#039; Vienna (Wien) 1865&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Quelle der altspanischen „Vida de S. Maria Egipciaca“.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Mussafia, Adolph|19|475|477}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bausteine zur romanischen Philologie. Festschrift für Adolf Mussafia.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1905.&lt;br /&gt;
* Kurt Weihs: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lehrkanzeln und des Seminars für romanische Philologie der Universität Wien.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1950 (Dissertation Wien 1950, maschinenschriftlich).&lt;br /&gt;
* Lorenzo Renzi: &amp;#039;&amp;#039;Adolfo Mussafia a sessant’anni dalla morte,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Atti dell’Istituto Veneto di scienze, lettere ed arti. Classe di scienze morali e lettere.&amp;#039;&amp;#039; 123, 1964/65, S.&amp;amp;nbsp;369–403.&lt;br /&gt;
* [[Elise Richter]]: Adolf Mussafia. &amp;#039;&amp;#039;Zur 25. Wiederkehr seines Todestages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für französische Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Band 55, Jena/Leipzig 1932, S.&amp;amp;nbsp;169–193.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|3|4|Mussafia Adolf, Romanist|[[Erika Kanduth]]}}&lt;br /&gt;
* Adolfo Mussafia: &amp;#039;&amp;#039;Scritti di filologia e linguistica&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Antonio Daniele und [[Lorenzo Renzi]], Padua 1983 (mit Würdigung, Bild und Bibliographien durch die Herausgeber).&lt;br /&gt;
* Walter N. Mair: &amp;#039;&amp;#039;Romanistik in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Acham (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der österreichischen Humanwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2003, S.&amp;amp;nbsp;257–292.&lt;br /&gt;
* Thierry Elsen: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Mussafia – Zur 100. Wiederkehr seines Todestages.&amp;#039;&amp;#039; Grin Verlag, München 2005.&lt;br /&gt;
* Žarko Muljačić: &amp;#039;&amp;#039;Uno pseudoenigma concernente la biografia di Adolfo Mussafia, primo ordinario di filologia romanza all&amp;#039;Università di Vienna.&amp;#039;&amp;#039; Estudis romànics, Volume 24 (2002) ISSN (format digital) 2013–9500, S.&amp;amp;nbsp;211–215 ([https://www.raco.cat/index.php/estudis/article/viewFile/237637/319897 raco.cat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{BibNatFrance|ID=12679382}}&lt;br /&gt;
* [https://monuments.univie.ac.at/index.php?title=Adolf_Mussafia Biografie Universität Wien]&lt;br /&gt;
* [http://www.treccani.it/enciclopedia/adolfo-mussafia_%28Dizionario_Biografico%29/ Biografie in italienischer Sprache von Rita Tolomeo. Treccani. L’enciclopedia italiana.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11718912X|LCCN=n84174834|VIAF=22264311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mussafia, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Herrenhauses (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1835]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mussafia, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mussafia, Adolfo; Mussafia, Abraham Arturo Adolfo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Romanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Februar 1835&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Split]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1905&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Florenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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