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	<title>Adolf Ludwig Follen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:38:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Ludwig_Follen&amp;diff=314268&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-22T15:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Ludwig Follen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich August Adolf Ludwig Follenius, (* [[21. Januar]] [[1794]] in [[Gießen]]; † [[26. Dezember]] [[1855]] in [[Bern]]) war ein [[Liberalismus|liberaler]] deutscher  [[Schriftsteller]] und [[Verleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adolf Ludwig Follen war Bruder von [[Karl Follen|Karl Theodor Christian Friedrich Follen]] und [[Paul Follen]]. Der Sohn seiner Schwester Luise war der Naturwissenschaftler [[Carl Vogt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Follen besuchte das Gymnasium in Gießen und studierte von 1811 bis 1816 an der [[Universität Gießen]] [[Philologie]], [[Evangelische Theologie]] und [[Rechtswissenschaft|Jura]]. 1810 wurde er Mitglied des [[Erloschene Corps#Gießen|Corps Franconia II]].&amp;lt;ref&amp;gt;Groos Fritz: &amp;#039;&amp;#039;Die erste und zweite Franconia zu Gießen (1788-1795 und 1801-1814) im Spiegel des politischen und studentengeschichtlichen Zeitgeschehens.&amp;#039;&amp;#039; In:  Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung. Band 7 (1962), S. 49–73, hier S. 71, {{ISSN|0420-8870}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 zog er als Freiwilliger in den [[Befreiungskriege]]n nach [[Frankreich]]. Nach der Rückkehr wurde er unter dem Eindruck der [[Restauration (Geschichte)|Restauration]] 1814 zu einem Mitgründer der [[Teutsche Lesegesellschaft|Teutschen Lesegesellschaft]] und des &amp;#039;&amp;#039;[[Germanenbund|Gießener Germanenbundes]]&amp;#039;&amp;#039; (1815).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Wentzcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafterlisten.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: Hans Schneider und Georg Lehnert: &amp;#039;&amp;#039;Gießen – Die Gießener Burschenschaft 1814 bis 1936.&amp;#039;&amp;#039; Görlitz 1942, &amp;#039;&amp;#039;B. Germania oder Germanenbund.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb von der Universität [[Relegation|relegiert]], wechselte er 1816 an die [[Universität Heidelberg]], wo er sich 1815 der &amp;#039;&amp;#039;[[Alte Heidelberger Burschenschaft|Burschenschaft Teutonia Heidelberg]]&amp;#039;&amp;#039; anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 war er [[Redakteur]] in [[Elberfeld]] und erarbeitete den Verfassungsentwurf &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge für eine künftige Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. 1818 gab er das politisch gehaltene Liederbuch der Deutschen Burschenschaft &amp;#039;&amp;#039;Freye Stimmen frischer Jugend&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1819 wurde er wegen „deutscher Umtriebe“ verhaftet und erst 1821 krankheitshalber entlassen. Die [[Emigration]] in die [[Schweiz]] bewahrte ihn vor zehn Jahren [[Festungshaft]], zu denen er in Abwesenheit wegen [[Hochverrat]]s verurteilt worden war. Von 1822 bis 1827 war Follen [[Professor]] in [[Aarau]]. Nach seiner Heirat, die ihm Vermögen brachte, zog sich Follen 1824 als Privatmann nach [[Zürich]] zurück. Er wurde Mitglied des [[Grossrat Aargau|Aargauer Großrats]] und übernahm die Geßnersche Druckerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zürcher Atheismusstreit Karikatur.jpg|mini|Der Zürcher Atheismusstreit 1845 (Ruge, Follen, Heinzen, Schulz). Karikatur eines unbekannten Zeichners]]&lt;br /&gt;
Im Jahrzehnt vor der [[Märzrevolution]] 1848 bildete sein Zürcher Wohnsitz „Am Sonnenbühl“ eine Anlaufstelle für politisch Verfolgte, unter ihnen die Dichter [[Georg Herwegh]], [[Hoffmann von Fallersleben]] und [[Ferdinand Freiligrath]]. Hier trafen deutsche Emigranten, darunter viele Hochschullehrer wie [[Julius Fröbel]] und [[Friedrich Wilhelm Schulz]], mit einheimischen [[Liberalismus|Liberalen]] zusammen. Follen förderte den jungen Dichter [[Gottfried Keller]]. Dessen erste Gedichte erschienen im [[Literarisches Comptoir Zürich und Winterthur|Literarischen Comptoir Zürich und Winterthur]], einem von Fröbel gegründeten Verlag, der vor allem Schriften deutscher „[[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;flüchtlinge“ herausbrachte. 1843 rettete Follen diesen Verlag durch seine Beteiligung vor dem finanziellen Ruin. Als [[Arnold Ruge]] und [[Karl Heinzen]] in Zürich erschienen, brach der „[[Zürcher Atheismusstreit]]“ aus, ein Federkrieg, in welchem Follen gegen die [[Linkshegelianer]] Ruge und Heinzen für den Glauben an Gott und [[Unsterblichkeit]] eintrat. Schulz und Keller unterstützten ihn, Fröbel hielt sich auf der Seite Ruges. Der Streit entzweite die Zürcher Emigrantenkolonie und führte zum Niedergang des Literarischen Comptoirs, als Follen seine Beteiligung zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 erwarb Follen das [[Schloss Liebenfels]] (Thurgau), das nach der Niederlage der Revolution in Deutschland Flüchtlingen Asyl bot. Er versuchte sich in Liebenfels mit der [[Seidenspinner|Seidenraupen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zucht, scheiterte und starb verarmt im Haus seiner Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dichter der Spätromantik schrieb er Romanzen und Balladen. Bekannt ist das Epos &amp;#039;&amp;#039;Tristans Eltern&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;F–H.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 52–53.&lt;br /&gt;
* {{HLS|28113|August Follen|Autor=Markus Bürgi}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|7|148|149|Follen, August Adolf Ludwig|[[Ernst Kelchner]]|ADB:Follen, August}}&lt;br /&gt;
* Prozessakte im Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. Hauptabteilung, Repositur 77, 21 Spez. F, Nr. 2.&lt;br /&gt;
* [[Günter Steiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Follen, Adolf Ludwig (eigentlich August Adolf Follenius)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur deutschen Geschichte]]. Von den Anfängen bis 1917&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1967, S. 120–121.&lt;br /&gt;
** Günter Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Follen, Adolf Ludwig (eigentlich August Adolf Follenius)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur deutschen Geschichte. Von den Anfängen bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1970, S.&amp;amp;nbsp;178–179.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116646772}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116646772|titel=Follen, August Ludwig Adolf Christoph|datum=2020-12-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116646772|LCCN=no/2002/31882|VIAF=59840894}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Follen, Adolf Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1794]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Follen, Adolf Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Follenius, August Adolf Ludwig (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1794&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gießen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1855&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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