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	<title>Adolf Kurtz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:47:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Kurtz&amp;diff=1905265&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Literatur */ Mitautor ergänzt</title>
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		<updated>2024-12-03T08:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Mitautor ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel An der Apostelkirche 1 (Schön) Adolf Kurtz.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus An der Apostelkirche 1, [[Berlin-Schöneberg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Kurtz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. August]] [[1891]] in [[Berlin]]; † [[25. September]] [[1975]] in [[London]]) war Pfarrer in [[Berlin-Schöneberg]] und Mitglied der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
1922 wurde Kurtz Pfarrer in der [[Zwölf-Apostel-Kirche (Berlin)|Schöneberger Zwölf-Apostel-Kirche]]. 1923 gründete er Notküchen in der Zeit der völligen Geldentwertung infolge der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|galoppierenden Inflation]]. Verheiratet war er mit [[Eva Kurtz]] (1908–2001), Tochter des jüdischen Neurochirurgen [[Moritz Borchardt]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Ost und West (Zeitschrift 1901–1923)|Ost &amp;amp; West. Illustrierte Monatsschrift für das Gesamte Judentum]]&amp;#039;&amp;#039;, X. Jahrgang, Heft 11, November 1910, S.&amp;amp;nbsp;741–752.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten 1933 organisierte er für Christen jüdischer Herkunft ein Hilfsbüro und half mit, eine Schule für vertriebene Kinder jüdischer Herkunft einzurichten. Viele konnten sich mit Kurtz’ Hilfe durch Ausreise retten. 1934 verhandelte Kurtz für die [[Bekennende Kirche]] mit dem preußischen Ministerpräsidenten [[Hermann Göring]] und erwirkte einen großen öffentlichen Gottesdienst mit [[Martin Niemöller]] als Prediger. Mit Propst [[Heinrich Grüber]] kooperierte Kurtz zeitweise, bis dieser im Dezember 1940 seine Hilfsstelle für Verfolgte, das [[Büro Grüber]], schließen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Adolf Kurtz.jpg|mini|hochkant=0.6|Grabstätte auf dem [[Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof|Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof]]]]&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1941 sprach Kurtz zusammen mit dem katholischen Bischof [[Heinrich Wienken]] bei [[Adolf Eichmann]] vor; so konnte Kurtz die 1939 für die aus dem öffentlichen Schulwesen als „Juden“ vertriebenen christlichen Kinder jüdischer Herkunft eingerichtete [[Familienschule Oranienburger Straße]] vorerst weiterführen, deren Schließung bereits angeordnet gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht von Adolf Kurtz über den Besuch bei Adolf Eichmann, abgegeben am 24. Juni 1960, zit. n. Eberhard Röhm, Jörg Thierfelder: &amp;#039;&amp;#039;Juden-Christen-Deutsche. Band 4/I: 1941-1945. Vernichtet.&amp;#039;&amp;#039; Calwer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-7668-3887-3: „Wir beschlossen, wie wir es schon öfters getan hatten, in die Höhle des Löwen zu gehen und mit dem Höchstverantwortlichen in der Gestapo zu verhandeln. […] Man warnte uns dringend, zu Eichmann zu gehen. […] Die wildesten Gerüchte kursierten über ihn, schlimmer noch als über Himmler. Allgemein wurde er als der ‚Judenmörder‘ bezeichnet.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Der später ermordete Rechtsanwalt [[Carl Langbehn]] konnte 1942 eine Deportation von Kurtz nach [[Konzentrationslager Dachau|Dachau]] verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 unternahm Kurtz in England Anstrengungen zur Versöhnung zwischen Briten und Deutschen. 1948 verließ er auch in Gram über die restaurative Kirchenpolitik Deutschland und übernahm die Flüchtlingsgemeinde in Oxford bis 1962. Kurtz war ab 1950 maßgeblich am Versöhnungswerk in [[Coventry]] beteiligt. Die Grundsteinlegung für die zerstörte Kathedrale vollzog Königin [[Elisabeth II.]] Die Spende für ein Fenster überbrachte  Bundespräsident [[Theodor Heuss]]. Jahre zuvor war diese mit ihm abgesprochen – Kurtz und Heuss kannten sich aus dem Kirchenkampf während der NS-Zeit. Die Spende war überkonfessionell und keinerlei staatliche Stelle war involviert, was bei den damaligen Vorbehalten gegenüber Deutschland ausgesprochen wichtig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Kurtz ruht auf dem [[Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof|Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1960: [[Bundesverdienstkreuz 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
* 2010 wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an Adolf Kurtz am Pfarrhaus seiner früheren Pfarrkirche Zwölf-Apostel enthüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ökumenische Initiative [[Rogate e.V.]]: [http://rogateberlin.wordpress.com/2010/02/24/terminhinweis-gendenkveranstaltungen-fur-adolf-kurtz-1891-1975/ Gedenkveranstaltungen für Adolf Kurtz (1891 – 1975).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hartmut Ludwig, [[Eberhard Röhm]], [[Jörg Thierfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch getauft – als «Juden» verfolgt. Theologen jüdischer Herkunft in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Gedenkbuch.&amp;#039;&amp;#039; Calwer Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-7668-4299-2, S. 190–191.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zwoelf-apostel-berlin.de/gedenken-adolf-kurtz-teil-1 &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken an Adolf Kurtz&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website der Evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1036127818|VIAF=304437756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kurtz, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kurtz, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pfarrer, Gegner des Nazi-Regimes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. August 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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