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	<title>Adolf Kindermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:00:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Kindermann&amp;diff=1767343&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Divus.Homerus: Sachliche Ergänzung.</title>
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		<updated>2025-10-29T21:40:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sachliche Ergänzung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den katholischen Theologen; für den deutschen Maler und Fotografen siehe [[Adolph Diedrich Kindermann]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Königstein, Denkmal Kirchenväter, Kindermann.jpg|mini|Adolf Kindermann auf dem Denkmal in Königstein im Taunus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Kindermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. August]] [[1899]] in [[Šluknov|Neugrafenwalde]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[23. Oktober]] [[1974]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[Deutsche Staatsangehörigkeit|deutscher]] [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Theologe]] und [[Titularbischof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adolf Kindermann wurde als Sohn des [[Weber]]s und [[Landwirt|Bauern]] Anton Kindermann (1865–1932) und der Maria (1868–1937), geborene Sonntag, in Neugrafenwalde (tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;Nové Hraběcí&amp;#039;&amp;#039;, heute Ortsteil von [[Šluknov]]) in [[Nordböhmen]] geboren. Nach Absolvierung des [[Gymnasium|Jesuitengymnasiums]] in [[Bohosudov|Mariaschein]] belegte Kindermann in [[Sapienza Universität von Rom|Rom]] philosophisch-theologische Studien. Nach seiner [[Weihesakrament#Priesterweihe|Priesterweihe]] im Jahre 1924 und einer [[Seelsorge]]arbeit im [[Braunkohlebergbau|Braunkohlerevier]] [[Duchcov|Dux]] studierte er von 1928 bis 1931 [[Kanonisches Recht]] in Rom und erreichte die Zulassung zur [[Advokat]]ur an der [[Römische Rota|Römischen Rota]] und [[Apostolische Signatur|Signatura Apostolica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindermann wurde von seinen Romerlebnissen stark geprägt. Nach seiner Rückkehr wurde er [[Religionslehrer]] am Gymnasium in [[Ústí nad Labem|Aussig an der Elbe]]. Danach erhielt er einen [[Lehrbeauftragter|Lehrauftrag]] für [[Kirchenrecht]] am [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] in [[Litoměřice|Leitmeritz]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich für Kirchenrecht an der [[Karl-Ferdinands-Universität]] in Prag, seit 1937 als [[Professur|außerordentlicher Professor]]. Anfang 1939 begründete und leitete er das [[sudetendeutsche]] [[Katholisches Priesterseminar|Theologenkonvikt]], ein de facto Generalseminar für den deutschen Priesternachwuchs der [[Diözese|Bistümer]] [[Böhmen]]-[[Mähren]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Kindermann von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] überwacht und in seiner priesterlichen Tätigkeit behindert. 1945 wirkte er als Seelsorger in den Prager [[Internierungslager]]n, bis er 1946 nach [[Königstein im Taunus]] kam. Dort begründete er – zuerst an der Seite des vertriebenen Bischofs von [[Bistum Ermland|Ermland]] [[Maximilian Kaller]] und des [[Päpstliche Ehrentitel#Päpstlicher Ehrenprälat|Prälaten]] Albert Büttner, später jedoch allein – die &amp;#039;&amp;#039;Königsteiner Anstalten&amp;#039;&amp;#039;, worin eine [[Philosophisch-Theologische Hochschule Königstein|Philosophisch-Theologische Hochschule]] (bis 1978), ein Gymnasium mit [[Internat]] (die heutige &amp;#039;&amp;#039;Bischof-Neumann-Schule&amp;#039;&amp;#039;), ein &amp;#039;&amp;#039;Haus der Begegnung&amp;#039;&amp;#039;, ein &amp;#039;&amp;#039;Institutum Balticum&amp;#039;&amp;#039;, ein &amp;#039;&amp;#039;Katholisches Institut für Sozialforschung und Flüchtlingsfragen&amp;#039;&amp;#039; sowie ein &amp;#039;&amp;#039;Institut für Kirchengeschichte der böhmischen Länder&amp;#039;&amp;#039; integriert wurden. Kindermann schuf damit ein Zentrum der kirchlichen Betreuung der katholischen Heimatvertriebenen, das hauptsächlich durch private Spenden getragen wurde. Dazu förderte er die Begegnung der [[Auswanderung|Emigranten]] aus [[Ostmitteleuropa]] mit den Einheimischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1952 stattfindenden [[Tagung|Kongresse]] &amp;#039;&amp;#039;Kirche in Not&amp;#039;&amp;#039; dienten der Information über die Lage der Kirche in den [[Ostblock|kommunistischen Ländern]]. Kindermanns gute Auslandsbeziehungen setzten den Impuls für die später internationale Hilfsaktion &amp;#039;&amp;#039;Ostpriesterhilfe&amp;#039;&amp;#039; des [[Prämonstratenser]]s [[Werenfried van Straaten]]. Daneben regte er materielle Hilfe in Form von [[Patenschaft]]en für Theologiestudenten aus [[Indien]] und [[Jugoslawien]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Kindermann förderte die theoretische Erörterung der durch die Vertreibung aufgetretenen Probleme, beispielsweise das Recht auf Heimat oder Gruppenrechte. Für den sudetendeutschen [[Klerus]] schuf er in Königstein und in [[Degerndorf am Inn|Degerndorf]] Stützpunkte, nämlich das &amp;#039;&amp;#039;Sudetendeutsche Priesterwerk e. V.&amp;#039;&amp;#039; 1959 wurde Kindermann zum Sprecher für sudetendeutsche kirchliche Angelegenheiten bestimmt. 1962 wurde er zum [[Päpstliche Ehrentitel#Apostolischer Protonotar|Apostolischen Protonotar]] sowie am 11. Juli 1966 zum Titularbischof von &amp;#039;&amp;#039;[[Titularbistum Utimmira|Utimmira]]&amp;#039;&amp;#039; und zum [[Weihbischof]] in [[Bistum Hildesheim|Hildesheim]] mit Sitz in Königstein ernannt. Am 8. September desselben Jahres empfing er die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] durch Bischof [[Heinrich Maria Janssen]]; Mitkonsekratoren waren der [[Bistum Limburg|Limburger]] Bischof [[Wilhelm Kempf (Bischof)|Wilhelm Kempf]] und der [[Litauen|litauische]] Exilbischof [[Franz Brazys]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Kindermann starb 1974 in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Kindermann ist eine der drei Figuren auf dem Denkmal für die Königsteiner Kirchenväter in Königstein im Taunus. Das Denkmal wurde von Christoph Loch entworfen und am 1. September 2011 eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1953: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz]] (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1959: Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Nordgau (Prag) Stuttgart&amp;lt;ref&amp;gt;CV-Gesamtverzeichnis 1961, Seite 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1963: [[Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen]]&lt;br /&gt;
* 1969: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das landesfürstliche Ernennungsrecht.&amp;#039;&amp;#039; 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Wandlungen und Probleme im katholischen Bereich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Eugen Lemberg]] und andere (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vertriebenen in Westdeutschland und ihr Einfluß auf Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Geistesleben.&amp;#039;&amp;#039; III. 1959, S. 92–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche, Recht und Land.&amp;#039;&amp;#039; [[Festschrift]] für Weihbischof Dr. Adolf Kindermann. 1969. [https://archive.org/details/kircherechtundla0000unse archive.org]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weihbischof Dr. Adolf Kindermann, Leben, Werk und Wirken.&amp;#039;&amp;#039; 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des sudetendeutschen Priesterwerks Königstein am Taunus.&amp;#039;&amp;#039; 1957 ff.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|615|616|Kindermann, Adolf|Kurt A. Huber|118905244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Adolf Kindermann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118905244}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bkind}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20101231072651/http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2010/08-02-deutsche-heimatvertriebene-60-jahre-charta-und-wiesbadener-abkommen 60 Jahre Charta der Vertriebenen und Wiesbadener Abkommen - Meilensteine christlicher Aussöhnungsbemühungen.] Ein Beitrag des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Rudolf Grulich&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20141022211558/http://www.kirche-in-not.de/kirchengeschichte/2014/10-22-40-todestag-weihbischof-adolf-kindermann Der Engel der Verfolgten] – Julia Nagel zum 40. Todestag von Weihbischof Adolf Kindermann&lt;br /&gt;
* [https://www.kirche-in-not.de/allgemein/aktuelles/nuntius-alois-muench-vater-der-vertriebenen-und-notleidenden Der Koreakrieg und die Königsteiner Kasernen - Wie Adolf Kindermann das Vaterhaus der Vertriebenen vor der Beschlagnahmung bewahrte] Ein Beitrag des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Rudolf Grulich&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118905244|titel=Kindermann, Adolf|datum=2023-11-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118905244|VIAF=32795138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kindermann, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihbischof in Hildesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularbischof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Reichsuniversität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sudetendeutschen Kulturpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kindermann, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Theologe und Weihbischof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Šluknov|Neugrafenwalde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Divus.Homerus</name></author>
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