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	<title>Adolf Kanter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Kanter&amp;diff=1730501&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prüm: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-12-23T12:14:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Josef Kanter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arte.tv/de/videos/109370-000-A/adolf-kanter-der-spion-der-zu-viel-wusste/ |titel=Adolf Kanter - Der Spion, der zu viel wusste - Die ganze Doku |sprache=de |abruf=2023-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[27. März]] [[1925]] in [[Plaidt]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elvira Bell |url=https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/andernach-und-mayen_artikel,-deckname-fichtel-plaidter-war-topspion-der-ddr-_arid,2257356.html |titel=Deckname „Fichtel“: Plaidter war Top-Spion der DDR |werk=rhein-zeitung.de |hrsg=Mittelrhein-Verlag GmbH |datum=2021-05-12 |sprache=de |abruf=2021-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[17. November]] [[2004]] in [[Vallendar]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dirk Koch |url=https://www.cicero.de/innenpolitik/ddr-spion-brd-adolf-josef-kanter/plus |titel=DDR-Spion Adolf Josef Kanter - Deckname „Fichtel“ |werk=cicero.de |hrsg=Res Publica Verlags GmbH |datum=2019-11-22 |sprache=de |abruf=2019-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Agent (Nachrichtendienst)|Agent]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und Lobbyist des [[Friedrich Flick|Flick-Konzerns]]. 1995 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Kanter eine Drogistenlehre, die er 1943 beendete. Direkt im Anschluss meldete er sich freiwillig bei der [[Wehrmacht]] und geriet 1945 in amerikanische [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]], aus der er 1946 entlassen wurde. Im selben Jahr gründete er die [[Freie Deutsche Jugend]] (FDJ) im Rheinland, deren Vorstand er bis 1949 angehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;  Kanter war ab 1948 Agent der [[Hauptverwaltung A]] (HVA) des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] der DDR mit dem Decknamen „Fichtel“. Im Auftrag der HVA trat er 1949 zur [[Junge Union|Jungen Union]] über, wo er viele wichtige [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Politiker wie z. B. [[Eberhard von Brauchitsch]] kennenlernte, der [[Helmut Kohl]]s Aufstieg in der CDU förderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ebenfalls im Auftrag der HVA engagierte sich Kanter im [[Junge Europäische Föderalisten Deutschland|Bund Europäischer Jugend]] in [[Rheinland-Pfalz]] und wurde dessen Generalsekretär. Er war 1951 Mitbegründer und bis 1967 zuerst ehrenamtlicher und später hauptamtlicher Leiter des [[Europahaus Marienberg|Europahauses Marienberg]] im Westerwald. Nach Prüfung der Geldflüsse durch den Bundesrechnungshof und Vorwürfen unsittlichen Verhaltens Lehrgangsteilnehmerinnen gegenüber musste Kanter das Europahaus verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/abt-ab-a-230abe7e-0002-0001-0000-000046394444 &amp;#039;&amp;#039;Abt ab&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 10, vom 26. Februar 1967, abgerufen am 20. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren führte Kanter ein Büro für Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen in [[Bonn]] und gab mit wesentlicher Unterstützung durch die HVA einen Informationsdienst für Verantwortliche in Politik und Wirtschaft heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Solide Arbeit beim Klassenfeind |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2001-02-04 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/solide-arbeit-beim-klassenfeind-a-ca5e6c2a-0002-0001-0000-000018423319 |Abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte beste Kontakte zu zahlreichen Bonner Politikern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stasi: &amp;#039;&amp;#039;Der Grat zwischen Held und Verräter ist schmal&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2014-11-02 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2014/43/stasi-geheimdienst-spionage/seite-3 |Abruf=2017-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1970er Jahren vermietete Kanter sein Haus in [[Sankt Augustin]]-[[Hangelar]] an [[Egon Bahr]]. Die Staatssicherheit hatte es zuvor mit Abhöranlagen ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Dirk Koch]] |url=https://www.cicero.de/innenpolitik/ddr-spion-brd-adolf-josef-kanter/plus |titel=DDR-Spion Adolf Josef Kanter: Deckname „Fichtel“ |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]] |datum=2019-11-22 |sprache= |abruf=2025-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1974 wurde Kanter Prokurist im Flick-Konzern und stellvertretender Leiter der Stabsstelle der Geschäftsführung. Ihm unterstanden die Auszahlungen der umfangreichen [[Parteispende]]n, die 1981 in der [[Flick-Affäre]] zutage kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Felix Kellerhoff |Titel=Adolf Josef Kanter: Der Stasi-Agent, der die WELT narrte |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2022-01-26 |Online=https://www.welt.de/geschichte/article203906830/Adolf-Josef-Kanter-Der-Stasi-Agent-der-die-WELT-zum-Narren-hielt.html |Abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eberhard von Brauchitsch ging davon aus, dass die Aufdeckung durch die HVA gesteuert worden sei, um seine Wahl zum Präsidenten des [[Bundesverband der Deutschen Industrie|BDI]] zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Trotzig im Ungefähren |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1999-08-15 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/trotzig-im-ungefaehren-a-112681d7-0002-0001-0000-000014225442 |Abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der damals amtierende Chef der HVA, [[Markus Wolf]], dementierte hingegen eine Einflussnahme seines Geheimdienstes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Schließung des Lobby-Büros des Flick-Konzerns blieb Kanter für die Stasi aktiv. Er baute einen Hintergrunddienst für wichtige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik auf. Über seine Freundschaft zu [[Philipp Jenninger]] gelangten viele Informationen aus der seit 1982 regierenden CDU nach [[Ost-Berlin]]. Kanter blieb bis 1989 ein Spitzenlieferant des MfS über die Christdemokraten. HVA-Chef Markus Wolf verglich seine Bedeutung mit der von [[Günter Guillaume]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde Kanter vom [[Oberlandesgericht Koblenz]] zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 D-Mark verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dirk Koch |Titel=DDR-Agent Adolf Kanter: Wie ein Topspion unantastbar wurde |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2021-04-29 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/ddr-agent-adolf-kanter-wie-ein-topspion-unantastbar-wurde-a-6fe3e70a-5580-43b3-9c54-c37e3006767d |Abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Prozess dauerte nur vier Wochen, das Urteil wird als „auffallend milde Strafe“ bewertet, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer doch drei Jahre Gefängnis gefordert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Prozess fand teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch das Urteil gegen Kanter wurde unter Verschluss genommen. In der Urteilsbegründung hieß es u.&amp;amp;nbsp;a.: „Der Angeklagte berichtete dem MfS während der gesamten Dauer seiner nachrichtendienstlichen Tätigkeit durch seine Kontaktpersonen umfassend über seine politischen Beziehungen und über alle wesentlichen Erkenntnisse, die er im Rahmen seiner vielfältigen beruflichen Aktivitäten gewann, und übergab hierzu auch umfangreiches schriftliches Material, das beim MfS etliche Aktenordner an Operativakten füllte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Insgesamt umfassten seine Informationen 14.400 Blatt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Felix Kellerhoff |Titel=Adolf Josef Kanter: Der Stasi-Agent, der die WELT narrte |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2022-01-26 |Online=https://www.welt.de/geschichte/article203906830/Adolf-Josef-Kanter-Der-Stasi-Agent-der-die-WELT-zum-Narren-hielt.html |Abruf=2023-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hubertus Knabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die unterwanderte Republik. Stasi im Westen&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 2001, ISBN 3-548-36284-2, S. 54–56.&lt;br /&gt;
* [[Dirk Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Deckname „Fichtel“. Wie der Spion Adolf Josef Kanter die Bonner Republik kaufte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cicero.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12, Dezember 2019, S. 20–33.&lt;br /&gt;
* Dirk Koch: &amp;#039;&amp;#039;Der Schützling: Stasi-Agent Adolf Kanter, Helmut Kohl, die Korruption und die größte Spionageaffäre der Bundesrepublik &amp;#039;&amp;#039;.  Dietz, Bonn 2021, ISBN 978-3-8012-0586-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-pk06980-|zugriff=2021-05-04}}&lt;br /&gt;
* [https://www.arte.tv/de/videos/109370-000-A/adolf-kanter-der-spion-der-zu-viel-wusste/ &amp;#039;&amp;#039;Adolf Kanter - Der Spion, der zu viel wusste&amp;#039;&amp;#039;] ARTE-Dokumentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1232353760|LCCN=|NDL=|VIAF=6061161999107144610007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kanter, Adolf Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kanter, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kanter, Adolf Josef (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wirtschaftsberater und DDR-Spion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1925&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plaidt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. November 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vallendar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Prüm</name></author>
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