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	<title>Adolf Hezinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen vor Beleg entfernt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-07-29T20:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen vor Beleg entfernt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Emil Hezinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Februar]] [[1905]] in [[Mettingen (Esslingen am Neckar)]]; † [[2. August]] [[2001]] in  [[Herrsching am Ammersee]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lebensdaten nach: Sebastian Weitkamp: [https://books.google.de/books?id=Q9DXouKcmZAC&amp;amp;pg=PA358&amp;amp;dq=Adolf+Hezinger++1905&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=tzgRUtLOJ8GGyQHzwICYDg#v=onepage&amp;amp;q=Adolf%20Hezinger%20%201905&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Hezinger, Adolf Emil&amp;#039;&amp;#039;.] In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus - Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1: &amp;#039;&amp;#039; Personen A-K.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, S. 358.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Diplomat und [[SS-Hauptsturmführer]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hezinger, von Beruf Kaufmann, hielt sich ab 1925 in [[Mailand]] auf. Von 1930 an war Hezinger am deutschen Konsulat in [[Florenz]] als Sekretär angestellt. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] trat Hezinger zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.565.338)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/15540222&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte von Februar 1934 bis März 1937 der [[Hitlerjugend|HJ]] an. Von 1937 bis 1940 war er bei der Landesgruppe Italien Gauhauptstellenleiter der [[NSDAP/AO]] unter Landesgruppenleiter [[Erwin Ettel]]. Ab dem 1. Januar 1940 gehörte er der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 347.190) an, in die er im Rang eines [[SS-Hauptsturmführer]]s aufgenommen wurde. Zuvor war er verbeamtet worden und wurde in das [[Auswärtiges Amt#Deutsches Reich (1933–1945, Zeit des Nationalsozialismus)|Auswärtige Amt]] übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weitkamp113&amp;quot;&amp;gt;Sebastian Weitkamp: &amp;#039;&amp;#039;Braune Diplomaten. [[Horst Wagner (Diplomat)|Horst Wagner]] und Eberhard von Thadden als Funktionäre der &amp;quot;Endlösung&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Bonn 2008, ISBN 978-3-8012-4178-0, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Auswärtigen Amt wurde Hezinger 1940 zur deutschen Gesandtschaft in den [[Iran]] nach [[Teheran]] versetzt. Als der Iran im Spätsommer 1941 durch die [[British Army|britische Armee]] besetzt wurde, erfolgte Hezinger Ausweisung. Auf schwierigen Wegen musste er über die Türkei nach Deutschland zurückkehren, wo er das Büro von Erwin Ettel im Auswärtigen Amt leitete. Hezinger wurde 1943 Konsulatssekretär I. Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR: &amp;#039;&amp;#039;Von Ribbentrop zu Adenauer: eine Dokumentation über das Bonner Auswärtige Amt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1961, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Februar 1944 war er Referent der Gruppe Inland II (u.&amp;amp;nbsp;a. zuständig für „Judenangelegenheiten“) des Auswärtigen Amtes, wo er dem Gruppenleiter [[Horst Wagner (Diplomat)|Horst Wagner]] zuarbeitete. In dieser Funktion war er auch mit antisemitischer Auslandspropaganda befasst und nahm in diesem Rahmen am 3. und 4. April 1944 an der „Arbeitstagung der [[Judenreferent]]en der Deutschen Missionen in Europa“ in [[Krummhübel]] zur Koordination entsprechender antijüdischer Maßnahmen teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benz/Weitkamp358f&amp;quot;&amp;gt;Sebastian Weitkamp: &amp;#039;&amp;#039;Hezinger, Adolf Emil&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus - Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1: &amp;#039;&amp;#039; Personen A-K.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, S. 358f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der in diesem Zusammenhang zur Forcierung der Propagandaarbeit gegründeten „Antijüdischen Aktion“ übernahm er die Funktion des Generalsekretärs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Unternehmen Margarethe|Besetzung Ungarns]] durch die [[Wehrmacht]] am 19. März 1944 war Hezinger ab April 1944 [[Judenreferent|Referent für Judenfragen]] bei der deutschen Gesandtschaft in [[Budapest]] und gehörte dem Stab des „Bevollmächtigten des Großdeutschen Reiches in Ungarn“ [[Edmund Veesenmayer]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dieckmann61&amp;quot;&amp;gt;[[Christoph Dieckmann (Historiker)|Christoph Dieckmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kooperation und Verbrechen: Formen der &amp;quot;Kollaboration&amp;quot; im östlichen Europa 1939-1945&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein Verlag, 2003, ISBN 3-89244-690-3, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hezinger war Verbindungsmann der deutschen Gesandtschaft zu den deutschen und ungarischen Dienststellen, welche die [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]]en der [[Juden in Ungarn|ungarischen Juden]] durchführten.&amp;lt;ref&amp;gt;Igor-Philip Matic: &amp;#039;&amp;#039;Edmund Veesenmayer. Agent und Diplomat der nationalsozialistischen Expansionspolitik&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg 2002, ISBN 3-486-56677-6, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hezinger registrierte in den Lagern jene Juden, die u.&amp;amp;nbsp;a. aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]] deportiert werden sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benz/Weitkamp358f&amp;quot; /&amp;gt; Für die hier zu lösenden Aufgaben zur Deportation von über 200.000 jüdischer Staatsangehöriger aus Ungarn in die Konzentrationslager war Hunzinger „unentbehrlich“, wie Adolf Eichmann feststellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher in der BRD, Berlin 1965, S. 240 &amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1944 folgte ihm [[Theodor Horst Grell]] in dieser Funktion nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dieckmann61&amp;quot; /&amp;gt; Zuletzt war Hezinger Angehöriger des Stabes von [[Adolf Eichmann]] in Ungarn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee254&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 254.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hezinger wurde Anfang August 1944 zur [[Waffen-SS]] eingezogen und leistete Kriegsdienst bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benz/Weitkamp358f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Hezinger von Dezember 1947 bis Juni 1948 mehrmals im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archives.gov/files/research/captured-german-records/microfilm/m1019.pdf &amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuernberg War Crimes trials Interrogations 1946-1949.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 186&amp;amp;nbsp;kB) 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde nach eigenen Aussagen als „Minderbelasteter“ [[Entnazifizierung|entnazifiziert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IFZ&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0923.pdf Vernehmungen Hezingers im Rahmen der Nürnberger Prozesse] (PDF; 5,3&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend war er als Kaufmann in [[Breitbrunn am Ammersee]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee254&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1957 war Hezinger Konsulatssekretär beim Bonner Auswärtigen Amt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Förster: [https://www.fr.de/politik/stasi-gewusst-haben-will-11676570.html &amp;#039;&amp;#039;Kriegsverbrechen. Was die Stasi gewusst haben will&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]] online.&amp;#039;&amp;#039; 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Weitkamp wurde Hezinger nicht wieder in den Dienst des Auswärtigen Amtes übernommen und erhielt auch keine Pension.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Weitkamp: &amp;#039;&amp;#039;Hezinger, Adolf Emil&amp;#039;&amp;#039;. In: Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]] - Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1: &amp;#039;&amp;#039; Personen A-K.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, S. 358f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hezinger ist im [[Braunbuch der DDR]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland. Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR: &amp;#039;&amp;#039;„Braunbuch“. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik. Berlin 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein gegen ihn eingeleitetes Ermittlungsverfahren wurde vom [[Landgericht Frankfurt am Main]] 1976 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee254&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]] – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1: &amp;#039;&amp;#039; Personen A-K.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0.&lt;br /&gt;
* [[Randolph L. Braham]]: &amp;#039;&amp;#039;The politics of genocide. The Holocaust in Hungary.&amp;#039;&amp;#039; Columbia University Press, New York 1981, ISBN 0-231-05208-1.&lt;br /&gt;
* Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher in der BRD, Berlin 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-11-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hezinger, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Ungarns 1944–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hezinger, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hezinger, Adolf Emil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Februar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mettingen (Esslingen am Neckar)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Herrsching am Ammersee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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