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	<title>Adolf Harbich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Silewe: Normdaten korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-11T16:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Harbich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[15. April]] [[1887]] in [[Ljubljana|Laibach]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[8. Mai]] [[1970]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher [[Opernsänger]] ([[Bariton (Stimmlage)|Bariton]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grab Adolf Harbich.jpg|thumb|Das Grab von Adolf Harbich auf dem Friedhof Sonnenberg in Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adolf Harbich erhielt seine musikalische Ausbildung in [[Wien]] und debütierte 1920 am [[Opernhaus Graz|Stadttheater Graz]], dessen Mitglied er bis 1923 war. 1923 bis 1937 sang er am [[Staatstheater Wiesbaden]]. Er trat aktiv gegen den jüdischen Intendanten in Wiesbaden [[Paul Bekker]] auf und bereits zum 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.121.761).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/362780&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Heer u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Verstummte Stimmen&amp;#039;&amp;#039;, S. 288, Fn. 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] 1933 denunzierte er jüdische Ensemble-Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Heer u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Verstummte Stimmen&amp;#039;&amp;#039;, S. 289&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harbich heiratete 1929 die Sängerin [[Olly Heidenreich]] (1899–1945), die seit 1927 in Wiesbaden engagiert war. Heidenreich und ihre drei Brüder wurden von den Nationalsozialisten verdächtigt, jüdischer Herkunft zu sein. Im Unterschied zu ihren Brüdern, die ihre Stellen verloren, stand Olly Heidenreich unter der Protektion ihrer Freundin [[Emmy Sonnemann]], Lebensgefährtin und ab 1935 Ehefrau des [[Liste der preußischen Ministerpräsidenten|preußischen Ministerpräsidenten]] [[Hermann Göring]], dem auch die Wiesbadener Oper unterstand. Als aber das Wiesbadener Theater 1936 als „Reichsbühne“ in den Zuständigkeitsbereich des [[Reichspropagandaministerium]]s kam, wurde Heidenreich entlassen und erhielt ein [[Berufsverbot]]. Harbich als nunmehr [[jüdisch versippt|„jüdisch Versippter“]] musste 1937 an das [[Staatstheater Kassel]] ausweichen, wo seine Gage aus der Schatulle des preußischen Ministerpräsidenten gezahlt wurde.&lt;br /&gt;
Harbichs Probleme endeten, als die [[Reichsstelle für Sippenforschung]] 1939 einen außerehelichen und arischen Vater für Olga Helene Heidenreich-Harbich attestierte, sie nahm aber ihre Karriere nicht mehr auf, 1945 wurde sie ein Opfer des [[Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg|Luftkriegs]]. Harbich war 1941 und 1942 als Gast am Theater von [[Aussig]] im [[Sudetenland]] verpflichtet. Seit 1940 nahm er einen Lehrauftrag an der [[Akademie der musischen Künste in Prag|Musikhochschule Prag]] im [[Protektorat Böhmen und Mähren]] wahr, 1943 wurde er dort zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Entnazifizierung]]sverfahren in Wiesbaden wurde Harbich als Mitläufer eingestuft und zu einer Sühneleistung von eintausend [[Reichsmark|RM]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen ==&lt;br /&gt;
Harbich sang in Kassel 1939 in der Uraufführung der Oper &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth von England&amp;#039;&amp;#039; von [[Paul von Klenau]] die Rolle des Cecil; bereits 1931 hatte er in Wiesbaden die Titelrolle in der deutschen Erstaufführung von [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski|Tschaikowskis]] &amp;#039;&amp;#039;[[Mazeppa (Oper)|Mazeppa]]&amp;#039;&amp;#039; übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde zu Gastspielen an die [[Berliner Staatsoper]] und an das [[Gran Teatre del Liceu|Teatro Liceo Barcelona]] eingeladen. 1936 sang er an der [[Opéra de Monte-Carlo|Oper von Monte Carlo]] den Wanderer und den Gunther im &amp;#039;&amp;#039;[[Ring des Nibelungen]]&amp;#039;&amp;#039;, 1939 an der [[Mailänder Scala]] den Wanderer. Harbich war vornehmlich ein Wagner-Sänger: den Hans Sachs in den &amp;#039;&amp;#039;[[Die Meistersinger von Nürnberg|Meistersingern]]&amp;#039;&amp;#039; hat er über 350-mal gesungen, außerdem den Wotan im Ring des Nibelungen, die Titelpartie im &amp;#039;&amp;#039;[[Der fliegende Holländer|Holländer]]&amp;#039;&amp;#039;, den Telramund im &amp;#039;&amp;#039;[[Lohengrin]]&amp;#039;&amp;#039; und den Kurwenal im &amp;#039;&amp;#039;[[Tristan und Isolde (Oper)|Tristan]]&amp;#039;&amp;#039;. Er sang auch in [[Richard Strauss|Strauss]]-Opern, große Rollen in Verdi-Opern und auch den Scarpia in &amp;#039;&amp;#039;[[Tosca]]&amp;#039;&amp;#039; und den Escamillo in &amp;#039;&amp;#039;[[Carmen (Oper)|Carmen]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl-Josef Kutsch]], [[Leo Riemens]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Großes Sängerlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 10187&lt;br /&gt;
* [[Hannes Heer]]; Sven Fritz; Heike Brummer; Jutta Zwilling: &amp;#039;&amp;#039;Verstummte Stimmen : die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin : Metropol, 2011, ISBN 3-86331-032-2&lt;br /&gt;
* Otto Renckhoff: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Annalen. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Wiesbaden 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1327878054|VIAF=9408171594744103380000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Harbich, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bariton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernsänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der musischen Künste in Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Wiesbaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Harbich, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Opernsänger (Bariton)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. April 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ljubljana|Laibach]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Mai 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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