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	<title>Adolf Greverade - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-29T16:13:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BERNT NOTKE GREGORSMESSE LüBECKCOLOR crop.jpg|mini|Mögliches Porträt Adolf Greverades, Detail aus [[Bernt Notke]]s &amp;#039;&amp;#039;Gregorsmesse&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gregorsmesse 001.jpg|mini|hochkant|Mögliches Porträt von Heinrich Greverade, Adolfs Neffen und Testamentsvollstrecker, Detail aus der Gregorsmesse]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Greverade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch: &amp;#039;&amp;#039;Odolfus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Alf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Greverode&amp;#039;&amp;#039; (* um 1452 in [[Lübeck]]; † Januar [[1501]] in [[Löwen]]) war zunächst Kaufmann, dann Geistlicher, [[Humanist]] und [[Stifter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Greverade stammte aus einer Familie Lübecker Kaufleute und Ratsherren, deren Vorfahr vermutlich aus [[Greverath]] zugewandert war. Er war der Sohn des Heinrich Greverade († 1468/9); auch sein Bruder († 1500) und ein Onkel, als dessen Nachlassverwalter Adolf fungierte, hießen so. Am 19. September 1477 wurden die seit dem Tod ihres Vaters unter der Vormundschaft ihres Onkels Heinrich und des späteren Ratsherrn [[Hermann Claholt]] stehenden Brüder Adolf und Heinrich vom Lübecker Rat für volljährig erklärt; zu diesem Zeitpunkt mussten sie nach dem [[Lübisches Recht|Lübecker Recht]] daher 25 Jahre alt sein. Die Familie gilt als typisch für den sozialen Aufstieg Zugewanderter im Lübeck des 15. Jahrhunderts; sie bildete den Kern der nach ihr benannten &amp;#039;&amp;#039;Greveradenkompanie&amp;#039;&amp;#039;, einer Gilde von Kaufleuten, die von der Forschung als &amp;#039;&amp;#039;Sammelbecken für vielversprechende und aufstiegsverdächtige Großkaufleute&amp;#039;&amp;#039; charakterisiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Antjekathrin Graßman: &amp;#039;&amp;#039;Die Greveradenkompanie. Zu den führenden Kaufleutegesellschaften in Lübeck um die Wende des 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: Stuart Jenks und Michael North (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Hansische Sonderweg? Beiträge zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Hanse&amp;#039;&amp;#039; (Quellen und Darstellungen zur hansischen Geschichte N.F. 39) Köln etc: Böhlau 1993, S. 109–134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1484 wurde Adolf als Nachlassverwalter seines gleichnamigen Onkels, des Ratsherrn [[Adolf Greverade (Ratsherr)|Alf Greverade]] († 1481), aktenkundig. Zusammen mit seinem Bruder war er zu diesem Zeitpunkt und wohl noch bis 1494 Inhaber einer [[Bank|Wechselbank]] und im Handel nach Westen, insbesondere nach [[Brügge]], tätig. Dann jedoch entschied er sich für eine geistliche Laufbahn und immatrikulierte sich am 4. September 1495 an der [[Geschichte der Universität Löwen#Die alte Universität (1425–1797)|Universität Löwen]]. 1497 erhielt er nach einer Nominierung durch Papst [[Alexander VI.]] ein [[Kanonikat]] am [[Lübecker Dom]]. Im selben Jahr kamen seine Neffen Heinrich (der Jüngere)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100030952 Eintrag 1493] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ludolf,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100030961 Eintrag 1493] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; die Söhne seines Bruders Heinrich, als Studenten zu ihm nach Löwen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Greverade war der Adressat eines Briefes von [[Erasmus von Rotterdam]] vom 18. Dezember 1497 oder 1498.&amp;lt;ref&amp;gt;Ep 141, siehe Bietenholz (Lit.)&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Brief rühmte Erasmus, der Adolf Greverade nicht persönlich kannte, aber durch den bei ihm wohnenden Lübecker Studenten [[Heinrich Northoff]]&amp;lt;ref&amp;gt;später Kirchenjurist, Bruder des Kaufmanns [[Christian Northoff]].&amp;lt;/ref&amp;gt; von ihm gehört hatte, Adolf wegen seiner &amp;#039;&amp;#039;besonderen Nähe&amp;#039;&amp;#039; zum [[Kirchenvater]] [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] und lud ihn zur Mitarbeit an einer Ausgabe der Werke des Hieronymus ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftungen ==&lt;br /&gt;
Zu Lebzeiten und durch sein Testament sorgte Adolf Greverade für Stiftungen in zwei Lübecker Kirchen und deren Ausstattung mit Kunstwerken von europäischem Rang. Schon sein Vater war 1462 einer der Stifter der [[Marientiden]]-/Sängerkapelle in der [[Marienkirche (Lübeck)|Marienkirche]] gewesen. Doch mit der Generation von Adolf und seinem Bruder Heinrich &amp;#039;&amp;#039;sind einige der spektakulärsten frommen Stiftungen an die Kirchen der Hansestadt verbunden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Tamara Thiesen: &amp;#039;&amp;#039;Benedikt Dreyer - Das Werk des spätgotischen Bildschnitzers.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 2007, ISBN 978-3-937719-57-3, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vikarie und Altar in St. Marien ===&lt;br /&gt;
Die [[Kapellen der Lübecker Marienkirche|Kapelle unter dem Norderturm]] der Marienkirche wurde am 3. März 1493 dem [[Heiliges Kreuz|Heiligen Kreuz]], der [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]], dem [[Johannes (Evangelist)|Evangelisten Johannes]] und dem Heiligen Hieronymus geweiht. Am 23. Februar 1494 stifteten Adolf und sein Bruder Heinrich eine [[Vikarie]] an dem in der Nordostecke der Kapelle errichteten Altar. Der Altar erhielt im selben Jahr als [[Retabel]] ein von [[Hermen Rode]] gemaltes [[Diptychon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermen Rode 001 crop.jpg|mini|Außenansicht des Altars von Hermen Rode (1942 verbrannt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 17. Mai 1494 wurde eine zweite Vikarie an diesem Altar aus dem Nachlass des 1489 gestorbenen Goldschmiedes Dietrich Loff gestiftet, zu dessen Testamentsvollstreckern Adolf Greverade gehörte. Noch 1539 ist die Kapelle nach dem Heiligen Kreuz benannt, weil in ihr bis zur Einführung der [[Reformation]] 1531 an jedem Freitag eine [[Votivmesse]] zum Heiligen Kreuz zelebriert wurde; später kommt neben der weiteren ursprünglichen Bezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;Greveraden-Kapelle&amp;#039;&amp;#039; der Name &amp;#039;&amp;#039;Orgelkapelle&amp;#039;&amp;#039; vor, da sich an ihrer Südseite der Aufgang zur großen Orgel befand. 1761 wurde der Altar abgebrochen, ein ihn umgebendes kunstvoll gearbeitetes Messing-Gitter zum Metallwert verkauft. Das Altarbild blieb zunächst erhalten, wurde jedoch mehrfach umgehängt; zuletzt hing das 1846 von [[Carl Julius Milde]] restaurierte Diptychon seit 1904 an der Nordwand der Marientidenkapelle (Beichtkapelle), wo es 1942 verbrannte. Das geschlossen 1,64 m hohe und 1,88 m breite Altarbild zeigte außenseitig in [[Grisaille]] unter einem niedrigen geschweiften Spitzbogen mit der Aussicht in drei radiante Seitenkapellen die Patrone der Greveraden-Kapelle und ihres Altars: in der Mitte Christus am Kreuz, zu seiner Rechten Maria und Johannes, auf der anderen Seite der Heilige Hieronymus, der kniend mit der steinbewehrten Rechten zum Schlage gegen die entblößte Brust ausholt, sowie die Jahreszahl 1494 und die [[Lateinische Sprache|lateinische]] Inschrift: &amp;#039;&amp;#039;Aspice qui transis quia ti mihi causa doloris&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Schau her, der du vorübergehst, da du ja der Grund meines Schmerzes [bist]&amp;#039;&amp;#039;). Die Innenseite des Flügels schilderte in einem bürgerlich ausgestatteten Zimmer den [[Marientod|Tod der Maria]]. An der eben entschlafenen Gottesmutter, der ein Engel die Augen zudrückt, vollziehen die zwölf Apostel die kirchliche Einsegnung, während die verklärte Gestalt der Verstorbenen von vier Engeln zum Himmel emporgeführt wird. Durch eine rundbogige Fensteröffnung erblickt man die den Sarg zu Grabe tragenden Apostel. Die Mitteltafel zeigte eine figurenreiche Kreuzigungsdarstellung. Auch hier fand sich als Patron des Altars der Heilige Hieronymus, der sich vor dem Bilde des Gekreuzigten kasteite. Den Hintergrund füllte eine bergige Landschaft mit der Ansicht von Jerusalem, die sich an der 1486 erschienenen Beschreibung Jerusalems durch [[Bernhard von Breydenbach]] orientierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung nach BuKD II, S. 216f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gregorsmesse ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernt Notke Gregorsmesse Lübeck.jpg|miniatur|Gregorsmesse]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gregorsmesse (Bernt Notke)}}&lt;br /&gt;
Vermutlich als [[Epitaph]] für Adolf Greverade und als Teil seines Testaments entstand eins der bis zu seiner Zerstörung 1942 am meisten bewunderten und beschriebenen Kunstwerke der Marienkirche: die [[Gregorsmesse (Bernt Notke)|Gregorsmesse]], benannt nach dem vor dem Altar kniend betenden Papst [[Gregor I.]], geschaffen von [[Bernt Notke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tafelbild mit der in Ölfarben auf Kreidegrund gemalten Gregorsmesse war 2,50 m hoch und 3,57 m breit. Das Bild wird zunächst in der Familienkapelle unter dem Nordturm gehangen haben. Bei seiner ersten schriftlichen Erwähnung 1666 sowie im folgenden Jahrhundert hing es an der Südwand der südlichen Kapelle des Chorumganges, später gelangte es (zurück) in die Greveraden- und von da in die Bergenfahrerkapelle zwischen den Türmen; seit seiner 1895 erfolgten Restaurierung durch [[Johannes Nöhring]] hing es wieder im Chorumgang, wo es 1942 verbrannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vikarie und Altar im Dom ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border-collapse:collapse;border:1px solid;padding:10px; width:550px; text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 002.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 007.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 003.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 004.jpg|144px|Mittelteil]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 008.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 006.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Memling 005.jpg|62px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der [[Greveraden-Altar]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Greveraden-Altar}}&lt;br /&gt;
Am 30. April 1504 bestätigte Bischof Dietrich II. Arndes Hinrich Greverade sowie den anderen Testamentsvollstreckern von Adolf Greverade die Stiftung einer Vikarie im [[Lübecker Dom]]. Mit einem Stiftungskapital von 600 [[Lübische Mark|Mark Lübsch]] ausgestattet, wurde sie in der nordseitigen Marienkapelle des Domes angesiedelt, der vierten Kapelle von Westen her. Dafür wurde aus dieser Kapelle eine der beiden dortigen älteren Vikarien verlegt. Die Vikarie erhielt den Titulus zum Heiligen Kreuz und den Heiligen [[Johannes der Täufer]], Hieronymus, [[Blasius von Sebaste|Blasius]] und [[Ägidius (Heiliger)|Ägidius]]. Etwas später wird auch eine &amp;#039;&amp;#039;nova preciosa tabula&amp;#039;&amp;#039;, also ein &amp;#039;&amp;#039;neues schönes Altarbild&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Dabei handelt es sich um einen schon 1491 entstandenen Passionsaltar, ein Spätwerk des 1494 gestorbenen [[Hans Memling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in seiner Grundform 2,05 m hohe und 1,50 m breite Doppel-[[Triptychon]] besteht aus insgesamt neun einzelnen Tafeln. Ist der Schrein vollständig geschlossen, so ist eine Verkündigung in Grisaille-Malerei zu sehen. Bei der ersten Wandlung zeigen sich auf den vier doppelt gegliederten inneren Flügeln die vier heiligen Patrone, von denen Blasius links und Ägidius rechts die Rückseite des ersten Flügelpaares, dagegen Johannes links und Hieronymus rechts die Außenseite des zweiten Flügelpaares einnehmen. Bei der zweiten Wandlung werden die Haupttafel mit einer vielfigurigen Kreuzigung sowie die Innenseiten des zweiten Flügelpaares sichtbar, mit links einer Kreuztragung, und rechts Grablegen und Auferstehung.&lt;br /&gt;
[[Datei:GreveradenDom.JPG|miniatur|Greveradenkapelle im Dom, Schrankenwerk von 1769]]&lt;br /&gt;
Der Altar, der bald als Sehenswürdigkeit galt, schon 1825 auf Anregung [[Carl Friedrich von Rumohr]]s durch Carl Julius Milde und [[Erwin Speckter|Erwin]] und [[Otto Speckter]] [[Lithographie|lithographisch]] und dann vielfach abgebildet wurde, blieb zunächst über Jahrhunderte an seinem Platz. Die Kapelle, die unter der Verwaltung der &amp;#039;&amp;#039;Greveraden- und Warneböken-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; stand, erhielt 1769 ein neues Schrankenwerk unter Verwendung von Teilen des gotischen Messing-Gitters nach einem Plan des Ratsbaumeisters [[Johann Adam Soherr]]. Das übrige Messing wurde an den Ratsgießer [[Johann Hinrich Armowitz]] verkauft. Zwei [[Putto|Putte]]n mit Kreuz und Bibel umrahmen das Wappen der Familie Greverade. 1883 wurden die Wände der Kapelle mit &amp;#039;&amp;#039;Glasplatten&amp;#039;&amp;#039; ausgelegt; im Jahr darauf erhielt sie eine neue Ausmalung.&amp;lt;ref&amp;gt;BuKD III, S. 65f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert stand der Altar mehrfach im öffentlichen Interesse: Nachdem es in den 1920er Jahren zu Angeboten gekommen war, den Altar zu kaufen, ließ die Stadt Lübeck 1930 durch ein Gutachten &amp;#039;&amp;#039;die Eigentumsverhältnisse der Kunstgegenstände in Lübeckischen Kirchen&amp;#039;&amp;#039; klären.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gutachtlicher Bericht betreffend die Eigentumsverhältnisse der Kunstgegenstände in Lübeckischen Kirchen, 1930 erstattet von Archivrat Dr. Fink.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Vorbemerkung von Antjekathrin Graßmann. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; (ZVLGA). Band 84, 2004, S. 225–247.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ergebnis wurde das Eigentum der &amp;#039;&amp;#039;Greveraden- und Warmböken-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;, vertreten durch die Stiftungsverwaltung der Hansestadt Lübeck, festgehalten. 1939 wurde der Altar als Akt nationalsozialistischer Kultur-Außenpolitik zur Memling-Gesamtausstellung nach Brügge geschickt. Die Stadtverwaltung verwies in diesem Zusammenhang jedoch darauf, dass sie lediglich als Treuhänder für die Stiftung fungiere und eine dauernde Abgabe des Altars, wie von nationalsozialistischen Funktionären gewünscht, nicht in Betracht käme.&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Lübeck blieb der Altar für die Dauer des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in seiner Transportkiste, was ihn vor der Zerstörung rettete. 1948 brachte der damalige Bischof [[Johannes Pautke]] einen Verkauf des Altars aufs Neue ins Spiel, um damit die immensen Kosten für die Rettung der kriegszerstörten Lübecker Kirchen zu begleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44417665.html &amp;#039;&amp;#039;Lübeck bietet an: Memling-Altar&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel|Spiegel]]-Artikel vom 3. Juli 1948, abgerufen am 25. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt als Stiftungsverwalterin überließ den Altar jedoch im gleichen Jahr der Sammlung des [[St.-Annen-Kloster Lübeck|St.-Annen-Museums]], wo er bis heute ausgestellt ist,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museen-sh.de/Objekt/DE-MUS-088015/lido/1948-138 Beschreibung des Altars] Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V., abgerufen am 7. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; während alle anderen Flügelaltäre aus dem Dom wieder dorthin zurückgekehrt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Albrecht (Kunsthistoriker)|Uwe Albrecht]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Band I, Hansestadt Lübeck, St. Annen-Museum. Kiel 2005. &amp;#039;&amp;#039;# 31 Architekturfragmente vom ehemaligen Hochaltarretabel der Marienkirche von 1425,&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3933598753, S. 261–271&lt;br /&gt;
* Uwe Albrecht, Ulrike Nürnberger, [[Jan Friedrich Richter]], Jörg Rosenfeld, Christiane Saumweber: &amp;#039;&amp;#039;Corpus der Mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band II: Hansestadt Lübeck, Die Werke im Stadtgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Ludwig, Kiel 2012. &amp;#039;&amp;#039;# *13 Kreuzigungsaltar (sog. Greveraden-Altar)&amp;#039;&amp;#039;, S. 501–510; &amp;#039;&amp;#039;# *23 Gregorsmesse&amp;#039;&amp;#039;, S. 540–549. ISBN 3-933598-76-1&lt;br /&gt;
* F. Hirsch, G. Schaumann, [[Friedrich Bruns]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Baubehörde. Band II: Petrikirche. Marienkirche. Heili.-Geist-Hospital. Verlag von Bernhard Nöhring, Lübeck 1906 ([https://books.google.com/books?id=VeIDAAAAYAAJ Digitalisat]), S. 171 (Kapelle), 216f (Altar), 320–322 (Gregorsmesse)&lt;br /&gt;
* [[Johannes Baltzer (Architekt)|Johannes Baltzer]], [[Friedrich Bruns]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Baubehörde. Band III: Kirche zu Alt-Lübeck. Dom. Jakobikirche. Ägidienkirche. Verlag von Bernhard Nöhring, Lübeck 1920 Unveränderter Nachdruck 2001: ISBN 3-89557-167-9, S. 63–66 (zur Kapelle); 143–146 (zum Altar)&lt;br /&gt;
* Peter G. Bietenholz: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Greverade of Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the Renaissance and Reformation.&amp;#039;&amp;#039; Toronto/Buffalo/London: University iof Toronto press 1986 ISBN 0-8020-2571-4, Sp. 127–130&lt;br /&gt;
* Andrea Boockmann: &amp;#039;&amp;#039;Das zerstörte Gemälde der &amp;#039;Gregorsmesse&amp;#039; von Bernt Notke in der Marienkirche und der Aufenthalt des Kardinals Raimundus Peraudi in Lübeck 1503&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; (ZVLGA). Band 81, 2001, S. 105–122.&lt;br /&gt;
* [[Georg Wilhelm Dittmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lübeckischen Familien Greverade und Warneböke im sechzehnten Jahrhunderte: ein Beitrag zur Culturgeschichte dieser Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1859&lt;br /&gt;
* [[Theodor Gaedertz]]: &amp;#039;&amp;#039;Hans Memling und dessen Altarschrein im Dom zu Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: Engelmann 1883 ([https://books.google.com/books?id=buUkAAAAYAAJ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Hans Schröder (Kunsthistoriker)|Hans Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Passions-Altar des Hans Memling im Dom zu Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: Bibliographisches Institut 1937&lt;br /&gt;
* Kerstin Petermann: &amp;#039;&amp;#039;Bernt Notke&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Reimer 2000, ISBN 3-496-01217-X, S. 249–251&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Greverade family}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Greveraden|Die Greveraden (Lübsche Sage)}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|Greverade}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1144743117|VIAF=2715151172696339210003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Greverade, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lübecker Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1501]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Greverade, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Greverade, Odolfus; Greverade, Alf; Greverode, Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kaufmann, Geistlicher, Humanist und Stifter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1452&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Januar 1501&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Löwen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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