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	<title>Adolf Frederik Gravenberch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T01:07:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Frederik_Gravenberch&amp;diff=1580966&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Visualnarrative: Akademische Grade im Text entfernt</title>
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		<updated>2024-06-09T18:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Akademische Grade im Text entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dr. Adolf Frederik Gravenberch.png|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Frederik Gravenberch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Februar]] [[1811]] auf der Plantage Clarenbeek in [[Commewijne]]; † [[16. November]] [[1906]] in [[Paramaribo]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.delpher.nl/nl/kranten/view?query=Gravenberch&amp;amp;page=1&amp;amp;cql%5B%5D=%28date+_gte_+%2201-10-1906%22%29&amp;amp;cql%5B%5D=%28date+_lte_+%2231-12-1906%22%29&amp;amp;coll=ddd&amp;amp;identifier=ddd%3A011215644%3Ampeg21%3Aa0042&amp;amp;resultsidentifier=ddd%3A011215644%3Ampeg21%3Aa0042 De Surinamer vom 18. November 1906, Familienbericht, Todesanzeige] niederländisch, abgerufen am 10. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein als [[Sklaverei|Sklave]] geborener und wahrscheinlich der erste [[Arzt]] [[Atlantischer Sklavenhandel|afrikanischer]] Abstammung in der [[Niederländische Kolonien|niederländischen Kolonie]] [[Suriname]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Adolf Frederik wurde auf der Plantage Clarenbeek, 52 Jahre vor Abschaffung der Sklaverei durch die Niederlande geboren. Clarenbeek war eine bereits seit 1671 bestehende [[Zuckerrohr]]-Plantage am linken Ufer des [[Commewijne (Fluss)|Commewijne]]. Im Jahre 1821 vermeldet der [[Almanach]] von Suriname, dass die Plantage aufgegeben worden war. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Grundbesitz den Brüdern S. und S.H. de la Parra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paramaribo ===&lt;br /&gt;
Im Alter von 15 Jahren wurde Adolf Frederik durch seinen Eigentümer S. de la Parra als Hilfskraft an den in [[Zittau]] geborenen Mediziner Gottlieb August Steglich (1766–1838) gegeben. &lt;br /&gt;
Steglich leitete in Paramaribo ein großes Hospital. &lt;br /&gt;
Als Steglich erkrankte, gab er den Jungen an seinen Freund und Kollegen George Cornelis Berch Gravenhorst, der ebenfalls in Paramaribo, an der Gravenstraat, ein eigenes Hospital besaß. Hier vertiefte Adolf Frederik seine medizinischen Kenntnisse und wurde schließlich als Assistenzarzt angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits diese „Karriere“ ist bemerkenswert, war es doch bis 1844 verboten, Sklaven Schulunterricht zu geben. Auch danach blieb es noch verboten, Sklaven [[Niederländische Sprache|Niederländisch]] – die Amtssprache – zu lehren, und erst ab 1856 durfte ihnen in Suriname Schreibunterricht gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte der Unterricht unter der Sklavenbevölkerung in erster Linie durch Missionare der [[Herrnhuter Brüdergemeine]]. Er war überwiegend auf christliche Inhalte beschränkt und wurde nur in der Kreolsprache [[Sranantongo]] erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Adolf Frederik infolgedessen nie richtig niederländisch lesen und schreiben gelernt hatte, sollte ihm später noch zum Vorwurf gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freikauf ===&lt;br /&gt;
Seinen Lohn musste Adolf Frederik an seinen Eigentümer abtreten, der ihm einen Teil davon überließ. Nachdem Adolf Frederik genügend gespart hatte, konnte er durch Vermittlung von Berch Gravenhorst 1842 einen &amp;#039;&amp;#039;Manumissiebrief&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet von [[Freigelassener|&amp;#039;&amp;#039;manumissio&amp;#039;&amp;#039;]], einem Begriff aus dem Römischen Recht) erwerben und sich damit von der Sklaverei beim Gouvernement freikaufen. Beim Eintrag in das Bürgerregister wählte er den Nachnamen &amp;#039;&amp;#039;Gravenberch&amp;#039;&amp;#039; – dies wahrscheinlich aus Respekt vor dem Lehrmeister und in Anlehnung an römische Sittem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Datenbank des &amp;#039;&amp;#039;Nationaal Archief&amp;#039;&amp;#039; in [[Den Haag]] erwarb Adolf Frederik Gravenberch vier Jahre später, 1846, Freikauf-Briefe für die Hausangestellte Adolphina Margaretha und sechs Kinder, die ebenfalls die Nachnamen &amp;#039;&amp;#039;Gravenberch&amp;#039;&amp;#039; erhielten. Vermutlich handelt es sich hierbei um seine Frau und ihre Kinder, sicher aber um [[Blutsverwandtschaft|Blutsverwandte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1832 waren zum Freikauf für Kinder 250 [[Gulden]], für Sklaven älter als 40 Jahre 400 Gulden und für alle anderen Sklaven 500 Gulden an die öffentliche Hand zu zahlen. Weitere Voraussetzung für die &amp;#039;&amp;#039;Manumissie&amp;#039;&amp;#039; war, dass man eingetragenes Mitglied einer anerkannten Glaubensgemeinschaft war. Zwei Jahre nach Erhalt des &amp;#039;&amp;#039;Manumissiebriefes&amp;#039;&amp;#039; konnten Freigelassene die Bürgerrechte beanspruchen, sofern sie eine Erklärung über ihr untadeliges Betragen in diesen zwei Jahren vorlegen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arzt ===&lt;br /&gt;
Nach zwei abgewiesenen Anträgen wurde Gravenberch 1855 durch königlichen Beschluss [[Ehrendoktor|Honoris causa]] die Erlaubnis zur Ausübung der [[Heilkunde]] gegeben. Ein damals – acht Jahre vor der Emanzipation – Aufsehen erregender Vorgang, der auf Widerstand in der kolonialen Gesellschaft stieß, denn die Kommission für Gesundheitswesen hatte sich erneut gegen die Zulassung des Afro-Surinamers ausgesprochen. In einem Brief an den Gouverneur [[Johann George Otto Stuart von Schmidt auf Altenstadt|von Schmidt auf Altenstadt]] war die Hauptbeschwerde, dass Gravenberch kaum lesen und schreiben und sich nur in Sranantongo ausdrücken könne. So könne er unmöglich die Theorie der Heilkunde studieren. Der Gouverneur antwortete, er halte es für eine respektlose Anmaßung, dem König zu unterstellen, er hätte vor seinem Beschluss nicht alle Umstände entsprechend gewürdigt. Dies wirkte – die Kommission beeilte sich, Gravenberch am 1. August 1855 als Mitglied in das Kollegium Medikus einzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später eröffnete Gravenberch in Paramaribo eine eigene Arztpraxis. Er übte seinen Beruf bis ins hohe Lebensalter aus und starb 1906 nach kurzer Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.delpher.nl/nl/kranten/view?query=Gravenberch&amp;amp;page=1&amp;amp;cql%5B%5D=%28date+_gte_+%2201-10-1906%22%29&amp;amp;cql%5B%5D=%28date+_lte_+%2231-12-1906%22%29&amp;amp;coll=ddd&amp;amp;identifier=ddd%3A010974555%3Ampeg21%3Aa0115&amp;amp;resultsidentifier=ddd%3A010974555%3Ampeg21%3Aa0115 Algemeen Handelsblad vom 13. Dezember 1906, Nachruf auf Gravenberch] niederländisch, abgerufen am 10. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paramaribo erinnert die &amp;#039;&amp;#039;Gravenberchstraat&amp;#039;&amp;#039; an den ehemaligen Sklaven und späteren Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. F. A. Bruijning, J. Voorhoeve (Hauptredaktion): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedie van Suriname&amp;#039;&amp;#039;.  [[Elsevier]], Amsterdam u. Brussel 1977, ISBN 90-10-01842-3, S. 255.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=288608122|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-10-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gravenberch, Adolf Frederik}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklave]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Surinamer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gravenberch, Adolf Frederik&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Adolf Frederik (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Sklave und Arzt in Suriname&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Februar 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Commewijne]], [[Suriname]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. November 1906&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paramaribo]], [[Suriname]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Visualnarrative</name></author>
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