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	<title>Adolf Fleischmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:29:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Fleischmann&amp;diff=666483&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heinz Huster: ausstellungen ergänzt</title>
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		<updated>2025-04-13T12:45:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ausstellungen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Maler. Für den gleichnamigen Pfarrer und Abgeordneten siehe [[Adolf Fleischmann (Politiker)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Richard Fleischmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. März]] [[1892]] in [[Esslingen am Neckar|Eßlingen am Neckar]]; † [[28. Januar]] [[1968]] in [[Stuttgart]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Malerei|Maler]]. Sein Spätwerk wird in der Nähe des [[Konstruktivismus (Kunst)|Konstruktivismus]] eingeordnet. Er gilt als Vorläufer der [[Op-Art]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adolf Fleischmann wurde als drittes Kind des Kaufmanns Wilhelm Adolf Fleischmann und seiner Ehefrau Paulina Maria in Eßlingen geboren. Nach dem Abitur studierte er ab 1908 an der [[Kunstgewerbeschule]] in [[Stuttgart]] und wechselte 1911 an die [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart|Königliche Kunstakademie]]. Hier lernte er unter anderem bei [[Adolf Hölzel]] und [[Robert Poetzelberger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzer Tätigkeit als angestellter Zeichner und Maler beim &amp;#039;&amp;#039;Städtischen Ausstellungsamt für Gesundheitspflege&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, sowie an der &amp;#039;&amp;#039;Werkstätte für graphische Kunst&amp;#039;&amp;#039; unter [[Paul Hahn]] wurde Fleischmann 1914 zum [[Erster Weltkrieg|Kriegsdienst]] eingezogen. Im Folgejahr wurde er an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] so schwer verwundet, dass er aus dem Kriegsdienst entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorübergehend entwarf er Buchumschläge bei der [[Deutsche Verlags-Anstalt|Deutschen Verlags-Anstalt]] und für die [[J.B. Metzler|J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung]], beide in Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Fürsprache seiner Halbschwester Lotte Luise Volger, die als [[Moulage]]use am Kantonsspital [[Zürich]] beschäftigt war, erhielt er 1917 dort ebenfalls eine Anstellung. Fleischmann arbeitete bis Juli 1928 (mit Unterbrechungen) als [[Technisches Zeichnen|wissenschaftlicher Zeichner]] und Moulageur in Zürich. Viele der von ihm damals hergestellten Moulagen sind erhalten geblieben und im [[Universitätsspital Zürich]] zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 nahm Fleischmann an der Ausstellung der [[Münchener Secession]] teil. Hier wurde er besonders von [[Franz Marc]] und weiteren [[Expressionismus|Expressionisten]] angeregt. In der Folge malte er stark expressionistische Gemälde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Arbeitsaufenthalte in [[Italien]], [[Spanien]], der [[Schweiz]], [[Paris]], aber auch in [[Deutschland]] ([[Berlin]] und [[Hamburg]]). Aus dem Jahr 1925 stammt Fleischmanns erstes erhaltenes, vom [[Kubismus]] nicht unbeeinflusstes [[Abstrakte Malerei|abstraktes Gemälde]]. 1928 nahm er an den „[[Jury (Wettbewerb)|Juryfreien]]“-Ausstellungen in Stuttgart und Berlin sowie erneut an der „Neuen Sezession“, München, teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 bis 1936 verbrachte er lange Zeit auf [[Mallorca]] und in Paris. In den Jahren 1936 bis 1938 reiste er in Begleitung seiner Geliebten Bertha Loof durch Italien und hielt sich vor allem auf [[Ischia (Insel)|Ischia]] auf. Im Juli 1938 wurde sein Sohn Dieter Loof geboren, der bereits im Alter von etwa vier Jahren starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er mittlerweile nur noch abstrakt malte, entzog er sich einer möglichen Auseinandersetzung mit den [[NS-Staat|nationalsozialistischen Machthabern]] durch Übersiedlung nach Frankreich. In Paris schloss er sich der Gruppe &amp;#039;&amp;#039;l’Équipe&amp;#039;&amp;#039; an. Dadurch begegnete er prägenden Künstlern wie [[Robert Delaunay]] und [[Albert Gleizes]]. Dort unterstützte er die [[Résistance]] gegen die [[Vichy-Regime|deutsche Besatzungsmacht]]. Bis Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] lebte er in verschiedenen Orten Südfrankreichs, vor allem in [[Graulhet]], [[Département Tarn]]. Mehrfach wurde er interniert, so im Lager „[[Les Milles]]“ bei [[Aix-en-Provence]], aus dem es ihm im Oktober 1940 zu fliehen gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1944 kehrte Adolf Fleischmann aus seinem südfranzösischen Versteck zurück in das befreite Paris, wo er in seinem völlig verwüsteten Atelier nur noch die Reste seiner Bilder, die Arbeit vieler Jahre, vorfand. Fleischmann wörtlich: „ich erlebte einen Nervenzusammenbruch“. Mit Hilfe seiner französischen Freunde konnte er jedoch schon bald seine künstlerische Arbeit wieder aufnehmen, und bis zu seiner Ausreise in die USA 1952 sich auch an Ausstellungen in Paris beteiligen. Fleischmann unterzeichnete jene, in der frühen Nachkriegszeit entstandenen Arbeiten unter dem Druck einer noch heftigen Deutschfeindlichkeit mit dem Pseudonym Richard, seinem zweiten Vornamen. In dem Katalog der Realitéts Nouvelles Nr. 1, 1947 ist ein Bild von Fleischmann zu sehen, das hier einem Maler Richard zugeschrieben wird. Fleischmann hat das Pseudonym Richard in den USA nicht weiter verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Realitéts Nouvelles (Nr. 1, 1947, S. 72)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ende des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren hatte Fleischmann erstmals eine kurze „geometrische Phase“ im Sinne der [[Konkrete Kunst|Konkreten Kunst]], die er aber bald wieder zugunsten weniger strenger Motive aufgab. Er schloss sich der Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Réalités nouvelles&amp;#039;&amp;#039; an und zog für einige Jahre nach Paris. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit Entwürfen für [[Plakat]]e, Zeitschriften-Titel, [[Tapete]]n und Stoffe (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Tuch|Tücher]] für [[Christian Dior|Dior]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 heiratete er Elly Abendstern, und im gleichen Jahr hatte er seine erste Einzelausstellung in der &amp;#039;&amp;#039;Galerie Creuze&amp;#039;&amp;#039; in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 wandte sich Fleischmann erneut der geometrischen Form zu, allerdings weniger im Sinne der Konkreten Kunst, sondern eher im Rahmen serieller Malerei. Er wurde damit ein früher Vorläufer der [[Op-Art]]. Im Alter von nunmehr fast 60 Jahren hatte er seinen eigenen unverkennbaren Stil gefunden, der sich durch rhythmisch gruppierte schmale Streifen auszeichnet, die in schmale Winkel eingebunden sind. 1951 stellte er seine neuesten Werke in der &amp;#039;&amp;#039;Galerie Colette Allendy&amp;#039;&amp;#039; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er in den [[Vereinigte Staaten|USA]] bessere Arbeitsmöglichkeiten geboten bekam, übersiedelte er 1952 nach [[New York City|New York]]. Hier lebte er sowohl als angestellter Zeichner am &amp;#039;&amp;#039;College of Physicians and Surgeons&amp;#039;&amp;#039; der [[Columbia University]] als auch als freischaffender Maler. Einzelausstellungen und Experimente mit Pappe, Karton und ähnlichen Materialien begleiten seine New Yorker Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 kehrte er besuchsweise für knapp drei Monate nach Europa zurück; in diese Zeit fällt auch die nuancierte Änderung der Strenge seines geometrischen Stils zugunsten aufgelockerter Linien, Streifen und Figurationen. Nach wie vor blieb er aber der Geometrie verpflichtet, allerdings wurden seine Bilder weicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1962 erkrankte er schwer. 1963 und 1964 hielt er sich 16 Monate in Stuttgart auf. In dieser Zeit entstanden die „Metamorphosen“-Bilder: Die einzelnen L-Formen werden als Blöcke zusammengezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleischmann reiste Ende 1964 zurück nach New York, wo er 1965 einen schweren [[Schlaganfall]] erlitt. Aufgrund der besseren medizinischen Versorgung kehrte er endgültig nach Stuttgart zurück. Hier gab es 1966 die &amp;#039;&amp;#039;Adolf-Fleischmann-Jubiläumsausstellung&amp;#039;&amp;#039; im [[Württembergischer Kunstverein Stuttgart|Württembergischen Kunstverein]], die ihn schlagartig berühmt machte und seinen endgültigen Durchbruch in Deutschland bedeutete. In den nächsten beiden Jahren erstellte er trotz einer teilweisen Lähmung noch rund zwanzig [[relief]]artige [[Collage]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleischmann starb am 28. Januar 1968 in Stuttgart an den Spätfolgen des Schlaganfalls; er wurde auf dem [[Ebershaldenfriedhof]] in Esslingen am Neckar beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 gab es die ersten großen Adolf-Fleischmann-[[Retrospektive]]n im [[Ulmer Museum]] und im [[Westfälisches Landesmuseum|Westfälischen Landesmuseum]] [[Münster]]; 1987 wurden seine Werke in der &amp;#039;&amp;#039;Modernen Galerie&amp;#039;&amp;#039; des Saarlandmuseums in [[Saarbrücken]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1959: &amp;#039;&amp;#039;Adolf R. Fleischmann: Ölbilder und Gouachen 1951–1959&amp;#039;&amp;#039;. Galerie Weiss, Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg W. Költzsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adolf Fleischmann&amp;#039;&amp;#039;, Katalog zur Retrospektive, Moderne Galerie des Saarland-Museums, Saarbrücken 1987, ISBN 3-925303-37-5&lt;br /&gt;
* Renate Deniz (Hrsg.): „Vater gesucht – Maler gefunden… Adolf R. Fleischmann“, 2009, ISBN 978-3-00-028440-3&lt;br /&gt;
* {{AKL|41|155||Fleischmann, Adolf Richard|[[Alexander Klee (Kunsthistoriker)|Alexander Klee]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118955705}}&lt;br /&gt;
* http://www.adolf-richard-fleischmann.com/d/index.shtml&lt;br /&gt;
* http://www.kgi.ruhr-uni-bochum.de/projekte/opart/op_fleisch.htm&lt;br /&gt;
* [http://www.moulagen.ch/ Moulagenmuseum der Universität Zürich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118955705|LCCN=n/50/3521|VIAF=32796057}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fleischmann, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Esslingen am Neckar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fleischmann, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fleischmann, Adolf Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Esslingen am Neckar|Eßlingen am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Januar 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heinz Huster</name></author>
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