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	<title>Adolf Ellissen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meier89: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2024-11-30T18:40:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:A.Ellissen-best1.jpg|miniatur|Adolf Ellissen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Anton Adolf Ellissen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. März]] [[1815]] in [[Gartow]]; † [[5. November]] [[1872]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Politiker]] und [[Literaturhistoriker]]. Er war an der [[Deutsche Revolution 1848/1849|deutschen Revolution 1848/1849]] sehr engagiert beteiligt und später Mitglied und Präsident der Zweiten Kammer der [[Ständeversammlung des Königreichs Hannover]] sowie Abgeordneter im [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Konstituierenden Reichstag des Norddeutschen Bundes]], im [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußischen Abgeordnetenhaus]] und im [[Hannöverscher Provinziallandtag|Hannöverschen Provinziallandtag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[File:Göttinger Gedenktafel - Ellissen, Adolf.jpg|thumb|[[Göttinger Gedenktafeln|Göttinger Gedenktafel]] für Adolf Ellissen]]&lt;br /&gt;
Ellissen wuchs als Sohn des Mediziners [[Gerhard Ellissen]] in [[Gartow]] auf&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wendland-Lexikon]], Bd. 1, Lüchow 2000, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; und studierte an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] [[Medizin]], [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]], [[Literaturwissenschaft|Literatur-]] und [[Sprachwissenschaft]]. Weitere Studien betrieb er in [[Berlin]] und [[Paris]]. Seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] erfolgte an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]. 1838 und 1860 reiste er nach [[Griechenland]], um die mittel- und neugriechische Literatur vor Ort zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Adolf Ellissen groß.png|miniatur|hochkant|Ellissens Ehrengrab auf dem historischen Göttinger [[Bartholomäusfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
Zunächst machte Ellissen sich als Übersetzer von [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieu]] (&amp;#039;&amp;#039;Geist der Gesetze&amp;#039;&amp;#039;) und [[Voltaire]] (Werke in Auswahl) einen Namen. Mit seinem &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Polyglotte der europäischen Poesie&amp;#039;&amp;#039; war er seinerzeit bahnbrechend für die kulturgeschichtliche Betrachtungsweise und die [[Komparatistik|vergleichende Literaturgeschichte]]. In Zusammenarbeit mit [[Heinrich Loedel]] machte er sich um [[Hans Holbein der Jüngere|Hans Holbein]] und dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Totentanz]]&amp;#039;&amp;#039; verdient. Besondere Verdienste erwarb er sich durch Erschließung der bis dato nahezu unerforschten mittel- und neugriechischen Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ellissen lebte ab 1842 in Göttingen, wo er 1847 Mitarbeiter der [[Universitätsbibliothek]] wurde. Sein 30-jähriger Aufenthalt in Göttingen wurde durch seine Beteiligung an der [[Märzrevolution]] 1848 zeitweilig unterbrochen. Ellissen setzte sich in diesem Kontext sehr kritisch und gewandt mit den herrschenden politischen Verhältnissen auseinander. Nach Angaben in der [[Allgemeine Deutsche Biographie|Allgemeinen Deutschen Biographie]] war er seinerzeit der populärste Bürger Göttingens, weshalb er lange Jahre hindurch gewählter Göttinger Bürgervorsteher und Wortführer des Bürgervorsteherkollegiums (Bürgermeister) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Göttinger Bürgerverein wurde Ellissen zunächst als Condeputierter der hannoverschen Ständeversammlung nach Hannover und später nach Frankfurt am Main gesandt. 1849 wurde er Abgeordneter Göttingens in der Zweiten Kammer der hannoverschen Ständeversammlung, welche ihn 1852 zum Vizepräsidenten und 1854 zum Präsidenten wählte. Dort war er Wortführer im Protest gegen die Absichten der hannoverschen Regierung, die alten Zustände vor 1848 wiederherzustellen. Die Regierung versuchte, seine Opposition zu brechen, indem sie jegliche Beförderung des Philologen verhinderte, hatte damit aber keinen Erfolg. 1864 ging er als Abgeordneter für [[Osnabrück]] wieder in die Zweite Kammer und 1867 in den konstituierenden Reichstag des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]],&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, Fritz / Schwabe, Paul: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl., Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußische Abgeordnetenhaus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Mann (Historiker)|Bernhard Mann]] (Bearb.) unter Mitarbeit von [[Martin Doerry]], [[Cornelia Rauh]], Thomas Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 121; zu den Wahlergebnissen siehe Kühne, Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten&amp;#039;&amp;#039;. Droste Verlag, Düsseldorf 1994, S. 547–549 (&amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 6).&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Hannöverscher Provinziallandtag|hannöverschen Provinziallandtag]], wo er jeweils der nationalliberalen Fraktion angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Haunfelder|Haunfelder, Bernd]] / [[Klaus Erich Pollmann|Pollmann, Klaus Erich]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Droste Verlag, Düsseldorf 1989, Foto S. 113, Kurzbiographie S. 397 (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 2).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttingen-Weende, road sign Adolf-Ellissen-Weg.jpg|mini|Göttingen-Weende, Adolf-Ellissen-Weg]]&lt;br /&gt;
Ellissen war Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Corps Hildesia Göttingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, S. 76, 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser Zugehörigkeit zu einer Verbindung wurde er mit zehn Tagen [[Göttinger Karzer|schwerem Karzer]] bestraft. Die Strafe musste er im Karzer in der [[Aula der Georg-August-Universität]] absitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Motel: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Persönlichkeiten und ihre Verbindung zu Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1993, S. 72 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf-Ellissen.JPG|miniatur|hochkant|Detail vom Grabmal]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thee- und Asphodelosblüten&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1840 (metrische Bearbeitungen chinesischer und neugriechischer Gedichte).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Polyglotte der europäischen Poesie&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1846.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der alte Ritter&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1846.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Michael Akominatos, Erzbischof von Athen&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1846.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte Athens nach dem Verlust seiner Selbständigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1848.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Analekten zur mittel- und neugriechischen Litteratur&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1855–62.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Französische Thronfolger. Eine retrospektive Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1870.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spaziergang durch das alte Athen: Sonette und Bilder aus dem 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. hrsg. v. Alexander Sideras u. Paraskevi Sidera-Lytra. Athen 2010. ISBN 3-990-21001-7.&lt;br /&gt;
* mit Heinrich Lödel: &amp;#039;&amp;#039;Hans Holbeins Initialbuchstaben mit dem Todtentanz.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1849.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|458|459|Ellissen, Adolf|Annemarie Borsche|118688790}}&lt;br /&gt;
* Eberhard Borsche: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Ellissen (1815–1872) als Politiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (NsJbLG). Bd. 25, 1953, S. 87&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* {{ADB|6|54|57|Ellissen, Adolf|Hans Ellissen|ADB:Ellissen, Adolf}}    &lt;br /&gt;
* Karl Goedecke: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Ellissen zu seinem hundertjährigen Geburtstag am 14. März 1915.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Blätter für Geschichte und Heimatkunde in Südhannover.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1915&lt;br /&gt;
* Georg Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Ellissen, ein Vorkämpfer nationaler Politik aus der letzten Periode des Königreiches Hannover.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Jahrbücher.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 161, 1915, S. 470&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Albrecht Saathoff: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., Göttingen 1937–1940, Bd. 2, S. 172&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118688790}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118688790}}&lt;br /&gt;
* Marco Hillemann: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Ellissen&amp;#039;&amp;#039;, in: Alexandros-Andreas Kyrtsis und [[Miltos Pechlivanos]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Compendium der deutsch-griechischen Verflechtungen&amp;#039;&amp;#039;, 08.09.20, ([https://comdeg.eu/artikel/95918/ online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118688790|LCCN=n/82/250321|VIAF=72188317}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ellissen, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Byzantinist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neogräzist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Hannover (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landkreis Lüchow-Dannenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ellissen, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ellissen, Georg Anton Adolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Literaturhistoriker, Philologe und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. März 1815&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gartow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1872&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meier89</name></author>
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