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	<title>Adolf Dyroff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T02:26:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Dyroff&amp;diff=569928&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aschroet: BKL aufgelöst</title>
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		<updated>2024-01-08T13:38:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf Dyroff2JS.jpg|mini|hochkant|Professor Adolf Dyroff, um 1905]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Dyroff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1866]] in [[Damm (Aschaffenburg)|Damm]]; † [[3. Juli]] [[1943]] in [[München]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Damm, Bezirksamt Aschaffenburg, geboren, wuchs im benachbarten [[Aschaffenburg]] auf und studierte von 1884 bis 1888 in [[Würzburg]] und [[Bonn]] [[Altertumswissenschaft]], [[Germanistik]], [[Geschichte]], [[Kunstgeschichte]] und Philosophie. Seine beiden Vettern – vgl. Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Heimatregister, D 1, Tab. 84 (Andreas Dyroff 1824–1878, Vater von Karl und Anton) u. Tab. 214 (Heinrich Dyroff 1834–1879, Bruder von Andreas und Vater von Adolf) – [[Karl Dyroff|Karl]] und [[Anton Dyroff|Anton]] waren ebenfalls Professoren, die in München habilitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dyroff promovierte 1892 in Würzburg, wechselte danach als Lehrer an das Humanistische Gymnasium der Stadt und habilitierte sich 1899 in [[München]]. 1901 wurde er zum außerordentlichen Professor an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] ernannt und 1903 folgte er dem Ruf an die [[Universität Bonn|Bonner Universität]]. Dort lehrte er bis 1934 katholische Philosophie, in den Jahren 1925 und 1926 war er Dekan der Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der [[1920er]] Jahre setzte Dyroff sich entschieden für den Wiederaufbau des Universitätshauptgebäudes ein, das nach dem verheerenden Brand von 1777 nicht mehr vollständig aufgebaut worden war. Für die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] war er als tiefreligiöser Mensch nicht tragbar und wurde 1934 zwangsemeritiert. Seitens der [[NSDAP]] wurde auch verhindert, dass Dyroff die [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]] verliehen wurde. 1943 starb Adolf Dyroff in München. In seinem Geburtsort [[Aschaffenburg-Damm]] und in Bonn wurde jeweils eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dyroff war seit seinen Studententagen ein sehr aktives Mitglied im katholischen Korporationsverband [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine|KV]]. In Würzburg war er aktiv im K.St.V. Normannia und in München in der [[KSStV Alemannia München|K.S.St.V. Alemannia]], in dessen Festschrift zum 25. Gründungsjubiläum er auch 1906 erwähnt und abgebildet ist (Jahrgang 1885/86). In Bonn wurde er Ehrenphilister des [[KStV Arminia Bonn|K.St.V. Arminia]] und des K.St.V. Vandalia, alle im [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine|KV]]. Seit 1907 war er Ehrenmitglied der [[KDStV Ripuaria Bonn]] und seit 1920 der [[KDStV Bavaria Bonn]], beide im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Seit 1912 war er Mitglied des [[KDB Rheno-Guestphalia|Akademisch-Wissenschaftlichen Vereins Renaissance]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Fritz Aldefeld |Titel=Gesamt-Verzeichnis des R.K.D.B. |Ort=Neuß |Datum=1931}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dyroff war außerdem Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Philologischen Vereins Bonn&amp;#039;&amp;#039; im [[Deutscher Wissenschafter-Verband|Naumburger Kartellverband]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Göbel, A. Kiock, Richard Eckert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Herren und Ehrenmitglieder des Naumburger Kartell-Verbandes Klassisch-Philologischer Vereine an deutschen Hochschulen&amp;#039;&amp;#039;, A. Favorke, Breslau 1913, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dyroff galt als profunder Kenner der Geschichte der Philosophie und als einer der bedeutendsten katholischen Denker in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s. Seine wissenschaftliche Lebensaufgabe sah er darin, die abendländische Philosophie als Einheit zu sehen. Er hat wohl als erster die Bedeutung der Renaissance-Philosophie erkannt. Dass er versuchte, den katholischen Glauben an die neuzeitliche Philosophie heranzuführen, wurde von katholischer Seite z.&amp;amp;nbsp;T. kritisiert. Von seinen Studenten, etwa [[Heinrich Lützeler]] und [[Johannes Maria Verweyen]], wurde er liebevoll &amp;#039;&amp;#039;Papa Dyroff&amp;#039;&amp;#039; genannt. Seine bedeutendsten Schüler waren [[Peter Wust]] und [[Theodor Steinbüchel]]. Auch [[Martin Honecker (Philosoph)|Martin Honecker]] und [[Erich Feldmann (Pädagoge)|Erich Feldmann]] waren seine Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er vom inneren Zusammenhang jeglicher Kultur überzeugt war, umfassten seine Forschungen auch die klassische Altertumswissenschaft, die Literatur und die Kunst- und Religionsgeschichte. Sein Text „Das Schöne in der Geschichte“ ist durch (typisch katholische) Warnungen vor der Faszination des Sexuellen gekennzeichnet. Kritisch beurteilt Dyroff insbesondere [[Johann Bernhard Basedow|Basedows]] „Elementarwerk“. Stattdessen favorisiert er eine Vorbildästhetik des Sittlichen (Vgl. „Betrachtungen über Geschichte“, S. 46), fordert dabei aber durchaus eine realistische „Weltanschauung, die ... von verstiegenem Idealismus und von glättender Schönfärberei“ frei ist (ebd., S. 53). Dabei beschränkte er seine Tätigkeit keineswegs nur auf die Universität. In vielen Vorträgen und Zeitungsbeiträgen verbreitete er seine Ideen in der Öffentlichkeit, solange dies möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ethik der alten Stoa&amp;#039;&amp;#039; (1897)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Demokritstudien&amp;#039;&amp;#039; (1899)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Existenzialbegriff&amp;#039;&amp;#039; (1902)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Psychologie&amp;#039;&amp;#039; (1908)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet „Kulturvolk“? Nietzsche und der deutsche Geist.&amp;#039;&amp;#039; Bonn (1915). {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-538566}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion und Moral&amp;#039;&amp;#039; (1925)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen über Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (1926)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die wissenschaftliche Aktivität der deutschen Katholiken&amp;#039;&amp;#039; (Akademische Monatsblätter 1928)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis von Medizin und Naturwissenschaft in der Renaissance&amp;#039;&amp;#039; (1937)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gottesgedanke bei den europäischen Philosophen&amp;#039;&amp;#039; (1941)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in die Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (1950, posthum)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ästhetik des tätigen Geistes&amp;#039;&amp;#039; (1950 posthum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Winfried Stadtmüller&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Siegfried Koß, Wolfgang Löhr&lt;br /&gt;
   |Titel=Dyroff, Adolf&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Biographisches Lexikon des KV&lt;br /&gt;
   |Reihe=Revocatio historiae&lt;br /&gt;
   |BandReihe=6&lt;br /&gt;
   |Band=5. Teil&lt;br /&gt;
   |Verlag=SH-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Schernfeld&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89498-055-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=38 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|212|213|Dyroff, Adolf|Wladimir Szylkarski|118528432}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118528432}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118528432}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.ulb.uni-bonn.de/de/historische-sammlungen/nachlaesse/dyroff-adolf Nachlass Adolf Dyroff in der ULB Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118528432|LCCN=n83825007|VIAF=13098683}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dyroff, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuscholastik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in katholischer Burschenschaft (RKDB/RKAB)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dyroff, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Damm (Aschaffenburg)|Damm]], Bayern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Juli 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]], Bayern&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aschroet</name></author>
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