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	<title>Adolf Deißmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T14:10:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dmicha: Gliederung (es fehlte mindestens ein zweiter Unterpunkt)</title>
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		<updated>2025-08-15T07:26:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gliederung (es fehlte mindestens ein zweiter Unterpunkt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Adolf Deissmann (HeidICON 28660) (cropped).jpg|mini|Adolf Deißmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Deißmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Adolf Deissmann&amp;#039;&amp;#039;, * [[7. November]] [[1866]] in [[Langenscheid]]; † [[5. April]] [[1937]] in [[Wünsdorf]]) war ein deutscher evangelischer Theologe, [[Papyrologe]] und [[Ökumenische Bewegung|Ökumeniker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Deißmann stammte aus einer Pfarrersfamilie. Nach dem Abitur in [[Wiesbaden]] studierte er [[evangelische Theologie]] an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] sowie am Theologischen Seminar der [[Evangelische Landeskirche in Nassau|Evangelischen Landeskirche in Nassau]] in [[Herborn]]. 1890 wurde er [[Vikar]] in [[Dausenau]] bei Nassau (Lahn); 1892 [[Repetent]] und [[Privatdozent]] in [[Marburg]]. Nach einer Zwischenzeit als Dozent am Theologischen Seminar in Herborn erhielt er 1897 einen Ruf als [[Professor]] für das [[Neues Testament|Neue Testament]] an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]]; 1908 ging er in gleicher Funktion als Nachfolger von [[Bernhard Weiss (Theologe)|Bernhard Weiß]] nach Berlin, wo er bis zur Emeritierung 1935 lehrte. Politisch wurde Deißmann durch [[Friedrich Naumann]] geprägt und war zeitweilig Mitglied in dessen [[Nationalsozialer Verein|Nationalsozialem Verein]]. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gehörte er als langjähriges Mitglied der [[Deutsche Demokratische Partei| Deutschen Demokratischen Partei]] (DDP) zu den Unterstützern der Weimarer Republik.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grüttner]] u.&amp;amp;nbsp;a., Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945, Berlin 2012 (Geschichte der Universität Unter den Linden, Bd. 2), S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1930/31 hatte er das Amt des [[Rektor#Akademische Ämter|Rektors]] der Berliner Universität inne. In dieser Zeit geriet er in erbitterte Konflikte mit dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund |Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund]].&amp;lt;ref&amp;gt; [[Christoph Markschies]]: Gustav Adolf Deissmann als Rektor der Berliner Universität 1930/31, in: Cilliers Breytenbach / Christoph Markschies (Hg.), Adolf Deissmann. Ein (zu Unrecht) fast vergessener Theologe und Philologe, Brill, Leiden 2019, S. 216–291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deissmann wurde 1904 Mitbegründer des [[Eranos-Kreis]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Deißmanns wissenschaftliches Hauptinteresse galt der Einwirkung des griechischen Geistes auf das Christentum (&amp;#039;&amp;#039;Hellenisierung&amp;#039;&amp;#039;). Als einer der ersten beschäftigte er sich mit [[Papyrologie|Papyrusfunden]] in Ägypten und ihrer Bedeutung für das Verständnis des Griechisch der [[Septuaginta]] und des Urtexts des neuen Testaments. 1908 erschien sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Licht vom Osten&amp;#039;&amp;#039;, das bis 1923 vier Auflagen erlebte und auch ins Englische und Schwedische übersetzt wurde. Deißmann, der der [[Liberale Theologie|liberalen Theologie]] zugerechnet werden kann, war zeitweilig der bekannteste Vertreter der deutschen neutestamentlichen Wissenschaft im Ausland. Er war auch kirchenpolitisch aktiv und Teilnehmer der [[Deutscher Evangelischer Kirchentag (1919–1930)|deutschen evangelischen Kirchentage]] in [[Dresden]] 1919 und [[Stuttgart]] 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sich formenden ökumenischen Bewegung gehörte Deißmann seit der Begegnung mit [[Nathan Söderblom]] im Jahr 1910 zu den führenden deutschen Persönlichkeiten. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges begann er mit dem Schreiben von hektographierten &amp;#039;&amp;#039;Evangelischen Wochenbriefen&amp;#039;&amp;#039;, durch die er ein theologisches Netzwerk zwischen Deutschland und den neutralen Staaten knüpfte und die bis 1921 bestanden. Neben Söderblom hatte er großen Anteil am Zustandekommen und am Erfolg der [[Stockholmer Weltkirchenkonferenz]] im Jahre 1925, der ersten &amp;#039;&amp;#039;Weltkirchenkonferenz für Praktisches Christentum&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Life and Work&amp;#039;&amp;#039;), deren Dokumentation er 1926 herausgab. Er nahm auch an der ersten [[Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung]] (&amp;#039;&amp;#039;Faith and Order&amp;#039;&amp;#039;) im Jahre 1927 in Lausanne teil. Ab 1929 war er Mitglied des Ökumenischen Rats für Praktisches Christentum, eines Vorgängers des [[Weltkirchenrat]]s. In dieser Funktion gehörte er zu den Förderern des ökumenischen Engagements von [[Dietrich Bonhoeffer]]. Gemeinsam mit [[George Kennedy Allen Bell|George Bell]] veranstaltete er zwei deutsch-britische Theologentagungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Deißmanns umfangreicher Nachlass befand sich von 1938 bis 2023 in der [[Zentral- und Landesbibliothek Berlin]] und wird seit 2023 im Archiv der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] verwahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neutestamentliche Formel »in Christo Jesu«.&amp;#039;&amp;#039; 1892.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibelstudien.&amp;#039;&amp;#039; 1895.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Bibelstudien.&amp;#039;&amp;#039; 1897.&lt;br /&gt;
: Beide zusammen engl.: &amp;#039;&amp;#039;Bible Studies: Contributions Chiefly from Papyri and Inscriptions to the History of the Language, the Literature, and the Religion of Hellenistic Judaism and Primitive Christianity.&amp;#039;&amp;#039; 1901, 2nd edition 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die sprachliche Erforschung der griechischen Bibel.&amp;#039;&amp;#039; 1898.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Hellenisierung des semitischen Monotheismus.&amp;#039;&amp;#039; 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evangelium und Urchristentum.&amp;#039;&amp;#039; 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Septuaginta-Papyri und andere altchristliche Texte der Heidelberger Papyrussammlung.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Licht vom Osten. Das Neue Testament und die neuentdeckten Texte der hellenistisch-römischen Welt.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen: Mohr 1908. ([[iarchive:lichtvomostenda00deisgoog|online]])&lt;br /&gt;
: Engl: &amp;#039;&amp;#039;Light from the Ancient East the New Testament Illustrated by Recently Discovered Texts of the Graeco-Roman World.&amp;#039;&amp;#039; London: Hodder &amp;amp; Stoughton, 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Urchristentum und die unteren Schichten.&amp;#039;&amp;#039; 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Urgeschichte des Christentums im Lichte der Sprachforschung.&amp;#039;&amp;#039; 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paulus. Eine kultur- u. religionsgeschichtliche Skizze.&amp;#039;&amp;#039; 1911 (2. Auflage 1925; schwedisch 1910, 2. Auflage 1918; englisch 1912, 2. Auflage 1926; japanisch 1926).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stockholmer Bewegung. Die Weltkirchenkonferenzen zu Stockholm 1925 und Bern 1926 von innen betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Una Sancta. Zum Geleit in das ökumenische Jahr 1937&amp;#039;&amp;#039;. Gütersloh 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Als Herausgeber&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stockholmer Weltkirchenkonferenz. Vorgeschichte, Dienst und Arbeit der Weltkonferenz für praktisches Christentum, 19.–30. August 1925. Amtlicher deutscher Bericht.&amp;#039;&amp;#039; 1926.&lt;br /&gt;
* mit [[George Kennedy Allen Bell]]: &amp;#039;&amp;#039;Mysterium Christi. Christologische Studien britischer und deutscher Theologen.&amp;#039;&amp;#039; 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Cilliers Breytenbach]], Christoph Markschies (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adolf Deissmann. Ein (zu Unrecht) fast vergessener Theologe und Philologe.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2019, ISBN 978-90-04-39227-4.&lt;br /&gt;
* Cilliers Breytenbach: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Deissmann als Historiker des antiken Christentums.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag am 26. April 2013 beim Internationalen Kolloquium „Adolf Deissmann – Ein (zu Unrecht) fast vergessener Theologe und Philologe“, Zentral- und Landesbibliothek Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin ([https://www.theologie.hu-berlin.de/de/professuren/professuren/nt/personen/breytenbach/deissmann] auf theologie.hu-berlin.de)&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Frischmuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Deißmann. Ein Leben in Christo für die Una Sancta.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ökumenische Profile. Brückenbauer der einen Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Günter Gloede, I, 1961, S. 280 ff.&lt;br /&gt;
* Albrecht Gerber: &amp;#039;&amp;#039;Deissmann the Philologist&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/New York, de Gruyter, 2010 (Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der älteren Kirche Bd. 171) ISBN 9783110224313.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Deißmann – ein Heidelberger Pionier der Ökumene.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für neuere Theologiegeschichte&amp;#039;&amp;#039; 12 (2005), S. 47–89.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl= |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Adolf Deißmann|band=1|spalten=1248–1249}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|571|572|Deissmann, Adolf|[[Hermann Strathmann]]|116056045}}&lt;br /&gt;
* Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, {{DNB|453960286}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gustav Adolf Deissmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116056045}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/003823}}&lt;br /&gt;
* Der [https://www.zlb.de/fachinformation/spezialbereiche/historische-sammlungen/sammlungsuebersicht/a-k/deissmann Nachlass] wird durch die [https://www.zlb.de/fachinformation/spezialbereiche/historische-sammlungen.html Historischen Sammlungen der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin] verwaltet.&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fddab75e-3d62-427c-853b-da685e531b9e/ Nachlass Bundesarchiv N 2046]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116056045|titel=Deißmann, Gustav Adolf|datum=2025-03-18}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-116056045}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116056045|LCCN=n/85/376207|VIAF=32160084}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Deissmann, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalsozialen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papyrologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neutestamentler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Deißmann, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Deißmann, Gustav Adolf (vollständiger Name); Deissmann, Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe, Papyrologe und Ökumeniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. November 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langenscheid]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. April 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wünsdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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