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	<title>Adolf Biedermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BiedermannAdolf.jpg|mini|Adolf Biedermann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Albert Bertram Biedermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1881]] in [[Hamburg]]; † [[11. Mai]] [[1933]] in [[Recklinghausen]]) war ein deutscher [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|sozialdemokratischer]] [[Politiker]] und [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] von 1926 bis 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaiserreich und Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Biedermann wurde als Sohn eines Malermeisters geboren, verlor aber früh seinen Vater. Er wuchs als [[Waise|Halbwaise]] in einem [[Waisenhaus]] auf, weil die Mutter ihn neben den anderen fünf Kindern und dem weitergeführten Malerbetrieb nicht versorgen konnte. Nach dem Besuch der Volksschule machte er nach viereinhalbjähriger Ausbildung seine Prüfung als Schlossergeselle in [[Eckernförde]] und ging anschließend auf [[Wanderjahre|Wanderschaft]]. Nach einer zweijährigen Militärzeit kam er im Jahr 1903 nach Hamburg zurück und belegte neben seiner Berufstätigkeit in einer Maschinenfabrik Abendkurse beim örtlichen [[Arbeiterbildung]]sverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biedermann trat 1907 in die SPD ein und wurde im Jahr 1912 Vorsitzender des Distrikts [[Barmbek]]. Der Distrikt war mit 10.000 Mitgliedern einer der größten SPD-Ortsvereine Deutschlands. Zu dieser Zeit lebte er in der Schmalenbecker Straße 25 in [[Hamburg-Barmbek-Süd|Barmbek-Süd]], unweit des U-Bahnhofes Wagnerstraße (heute: [[U-Bahnhof Hamburger Straße]]). Zudem war er Mitglied der Ortsverwaltung des [[Deutscher Metallarbeiterverband|Deutschen Metallarbeiterverbands]] der Hansestadt. Innerhalb der Partei gehörte er eher dem rechten Flügel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] machte er sich in der Hamburger SPD einen Namen als Redner und durch Veröffentlichungen von Artikeln in der Arbeiterpresse. Er sollte ab 1914 die [[Reichsparteischule (SPD)|Reichsparteischule]] der SPD in [[Berlin]] besuchen, was jedoch durch den beginnenden Krieg verhindert wurde. Während des Ersten Weltkrieges leistete er bis 1918 Kriegsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Novemberrevolution|Revolution von 1918]] wurde er vom [[Arbeiter- und Soldatenrat]] in das Arbeitsamt delegiert und ein Jahr später in die [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburger Bürgerschaft]] gewählt. 1919 wurde er zudem als SPD-Parteisekretär gewählt. Als Nachrücker für [[Friedrich Paeplow]] kam er 1926 in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], in dem er neben [[Gustav Dahrendorf]] und [[Hans Staudinger]] die SPD des Wahlkreises 34 (Hamburg) bis 1933 vertrat. Gleichzeitig legte er 1927 sein Mandat in der Hamburgischen Bürgerschaft nieder. Seit 1927 war er außerdem Gauvorsitzender des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]] in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Reichstagsabstimmung über das [[Ermächtigungsgesetz]] vom 25. März 1933 stimmte Biedermann mit seiner Fraktion mit „Nein“.&lt;br /&gt;
Am 11. Mai 1933 wurde er tot neben der Bahnstrecke bei Recklinghausen aufgefunden; er hatte am Abend zuvor die Reise mit dem Zug von [[Köln]] nach Hamburg angetreten. Auch wenn die genaue Todesursache unklar blieb, kann in „Zeiten, in denen politischer Mord auf der Tagesordnung stand, ein Anschlag nicht ausgeschlossen werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Helga Kutz-Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser zu den Stätten von Verfolgung und sozialdemokratischem Widerstand in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten. Hamburg 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits einen Tag nach Auffinden des Leichnams druckte die gleichgeschaltete Hamburger Presse eine von der Polizeipressestelle Recklinghausen abgegebene Mitteilung ab, dass Biedermann „Selbstmord begangen“ habe. Indizien, die diese Annahme stützen, wurden nicht genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abg. Biedermann durch Selbstmord geendet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Altonaer Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 111 vom 12. Mai 1933, S. 7; &amp;#039;&amp;#039;Biedermann beging Selbstmord.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 219 vom 12. Mai 1933, S. 2; &amp;#039;&amp;#039;Selbstmord festgestellt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 219 vom 12. Mai 1933, S. 1; &amp;#039;&amp;#039;Zum Tode des Abgeordneten Biedermann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 110 vom 12. Mai 1933, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Tod wurde von den Hamburger Sozialdemokraten und Kommunisten den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] angelastet. Im Gegensatz dazu berichtete der SPD-Exilvorstand in Prag Anfang 1934 rückblickend von einem Suizid. Es gab keinen Rechtsstaat mehr und keine unabhängige Polizei. So wurde eine Obduktion nicht durchgeführt. Im Falle einer Täterschaft der Nationalsozialisten hätten diese eine Untersuchung gegen sich nicht geduldet. Biedermanns Witwe plädierte aus versicherungstechnischen Gründen in einem Prozess gegen die Reichsbahn auf einen Unglücksfall. So wurde der Witwe eine Entschädigung zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Rathausmarkt 1 (Adolf Biedermann) in Hamburg-Altstadt.JPG|mini|Stolperstein für Adolf Biedermann]]&lt;br /&gt;
Bereits seine Beerdigung am 24. Mai 1933 machten tausende Sozialdemokraten zu einer Demonstration für ihre Partei und die Demokratie. Sein Grabstein trug die Inschrift „Ein Kämpfer für Freiheit und Sozialismus“. Ein Jahr später versammelten sich erneut hunderte Menschen, einige Quellen sprechen von Tausenden, an seinem Grab und legten Blumen nieder. Der Protest gegen das NS-Regime wurde unterstrichen, indem ein Kranz mit roter Schleife und der Aufschrift „D.A.E.“ (Disziplin, Aktivität, Einigkeit) niedergelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel für Adolf Biedermann in der Jarrestraße in Hamburg-Winterhude.jpg|mini|Gedenktafel in der Jarrestraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SarahEwart-138.JPG|mini|Gedenktafeln am Reichstag]]&lt;br /&gt;
Biedermann zu Ehren wurde 1947 der bisherige [[Schleidenpark|Schleidenplatz]] im Stadtteil [[Hamburg-Barmbek-Süd|Barmbek-Süd]] in der Nähe seines einstigen Wohnortes in der [[Jarrestadt|Jarrestraße]] in Biedermannplatz umbenannt, in der Jarrestraße erinnern eine Gedenktafel und ein Stolperstein an ihn. In Berlin ist Biedermann eine der [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete]] in der Nähe des [[Reichstagsgebäude|Reichstags]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg wurden am 8. Juni 2012 vor dem Rathaus [[Stolpersteine]] für die ermordeten Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft verlegt, darunter auch für Adolf Biedermann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stolpersteine-hamburg.de/dateien/Stolpersteine_fuer_ermordete_MdHB_endgueltige_Inschriften.pdf Stolpersteine für ermordete MdHB endgueltige Inschriften Rathaus Hamburg] (PDF; 16&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernd Braun: &amp;#039;&amp;#039;Biedermann, Adolf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburgische Biografie]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, S. 33–34.&lt;br /&gt;
* Frank Müller: &amp;#039;&amp;#039;Mitglieder der Bürgerschaft. Opfer totalitärer Verfolgung.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und ergänzte Auflage. Herausgegeben von der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Hamburg 1995, {{DNB|944894100}}, S.&amp;amp;nbsp;19f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adolf Biedermann&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des Sozialismus. Verstorbene Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 24.&lt;br /&gt;
* René Senenko: &amp;#039;&amp;#039;Versehentlich geräumt: Das Grab von Adolf Biedermann (1881–1933)&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Matthaei (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DenkMal Friedhof Ohlsdorf. 33 Stätten der Erinnerung und Mahnung&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.&amp;amp;nbsp;V.; VSA Hamburg 2018, S. 42–45, 2 Abb., ISBN 978-3-89965-833-0.&lt;br /&gt;
* Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Schüren, Marburg 2000, ISBN 3-89472-173-1, S.&amp;amp;nbsp;38f.&lt;br /&gt;
* SPD-Hamburg: &amp;#039;&amp;#039;Für Freiheit und Demokratie. Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2003, S. 27–28.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126200149}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|126200149}}&lt;br /&gt;
* [http://verfolgte.spd-hamburg.de/dokumente/Wegweiser-Widerstand-internet.pdf Verfolgte Sozialdemokraten aus Hamburg] (PDF-Datei; 1,64&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.reichsbanner-geschichte.de/personen/person/biedermann-adolf Kurzbiografie zum Engagement im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]&lt;br /&gt;
* [https://www.bildarchiv-hamburg.de/hamburg/gebaeude/jarrestadt/jarrestadt4.jpg Gedenktafel in der Jarrestraße]&lt;br /&gt;
* {{Biosop||20680}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabw||1240}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126200149|VIAF=74837328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Biedermann, Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Hamburg-Altstadt ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Biedermann, Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Biedermann, Adolf Albert Bertram (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdHB, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Mai 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Recklinghausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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