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	<title>Adolf Abramowitsch Joffe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:57:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Abramowitsch_Joffe&amp;diff=414079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derim Hunt: /* Leben */ Erste wissenschaftliche Fußnote ergänzt...</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adolf_Abramowitsch_Joffe&amp;diff=414079&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T08:31:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Erste wissenschaftliche Fußnote ergänzt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolf Abramovich Ioffe.jpg|miniatur|A. A. Joffe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Abramowitsch Joffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Адольф Абрамович Иоффе}}, * {{JULGREGDATUM|22|10|1883|Link=1}} in [[Simferopol]]; † [[16. November]] [[1927]] in [[Moskau]]) war ein sowjetischer Revolutionär und Weggefährte [[Leo Trotzki]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joffe stammte aus einer wohlhabenden [[Juden in Russland|jüdischen]] bzw. [[Karäer|karäischen]] Familie. Sein Vater war Eigentümer des gesamten Post- und Personenverkehrsnetzes auf der [[Krim]], besaß ein Haus in Moskau und stand in engen Beziehungen zum russischen Politiker und zeitweiligen Regierungschef [[Sergei Juljewitsch Witte|Sergei Witte]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://crimea.ria.ru/history_crimea/20181124/1115638291.html Как крымский еврей оставил Европу с миром], RIA Nowosti vom 24. November 2018, abgerufen am 7. August 2021 (russisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joffe war schon früh in revolutionäre Aktivitäten involviert. Mit 19 Jahren wurde er Mitglied der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|SDAPR]]. Nach dem Abschluss des Gymnasiums reiste er nach [[Berlin]], wo er sich an der Medizinischen Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] immatrikulieren ließ. Dort lernte er den österreichischen Psychiater [[Alfred Adler]] kennen, von dem er später in Wien [[Psychoanalyse|psychoanalytisch]] behandelt wurde, und interessierte sich für die Lehren [[Sigmund Freud|Freuds]]. 1905 kehrte er nach Russland zurück und nahm an der Revolution teil. Nach ihrer Zerschlagung durch die zaristische Regierung ging er ins Exil nach [[Deutsches Kaiserreich|Deutschland]], von wo er als „unerwünschte Person“ verwiesen wurde und dann nach [[Österreich]]. 1908 schloss er in [[Wien]] seine Ausbildung als Arzt ab. Dort lernte er Leo Trotzki kennen, dessen Freund und Weggefährte er wurde. Gemeinsam gaben sie von 1906 bis 1912 die russischsprachige Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Prawda (Wien)|Prawda]] (Wahrheit)&amp;#039;&amp;#039; heraus, die nicht mit dem späteren Leitorgan der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zu verwechseln ist. Im Jahr 1912 wurde er während eines [[Russland]]aufenthaltes in [[Odessa]] verhaftet und in das [[Gouvernement Tobolsk]] verbannt. 1913 wurde seine Beteiligung an der Tätigkeit der illegalen Organisation der Matrosen der Schwarzmeerflotte in den frühen Jahren bekannt. Er wurde wieder verhaftet, kam nach Odessa, wo er 1916 nach einem Prozess zur lebenslangen Verbannung nach [[Sibirien]] verurteilt wurde. Dort betätigte er sich als Dorfarzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 floh Joffe aus Sibirien und wirkte an der Vorbereitung der [[Oktoberrevolution]] mit, indem er Mitglied im sogenannten „kleinen Zentralkomitee“ der Bolschewiki wurde, dessen Aufgabe unter anderem die Planung des bewaffneten Aufstandes in Petrograd und Moskau war. Vom 19. August 1917 bis 8. März 1918 war Joffe einer der ersten [[Sekretariat des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion|Sekretäre]] des ZK der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (Bolschewiki)|SDAPR(b)]] und gleichzeitig Kandidat des ZK der SDAPR und später der [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|RKP(b]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joffe war von November 1917 bis Januar 1918 Leiter der sowjetischen Delegation bei den [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Friedensverhandlungen]] in [[Brest (Belarus)|Brest-Litowsk]], bevor er durch Trotzki abgelöst wurde. Nach Trotzkis Ernennung zum [[Volkskommissar]] für Kriegswesen ersetzte er diesen kurzzeitig als Volkskommissar des Äußeren. Im April 1918 wurde er zum sowjetrussischen Vertreter (Botschafter) in Deutschland ernannt, wo er mit dem künftigen Leiter der sowjetischen Geheimpolizei [[Gossudarstwennoje Polititscheskoje Uprawlenije|OGPU]], [[Wjatscheslaw Rudolfowitsch Menschinski|Wjatscheslaw Menschinski]], zusammenarbeitete. Anfang November wurde Joffe gemeinsam mit dem ganzen sowjetrussischen Botschaftspersonal nach Anschuldigung der Vorbereitung eines Aufstands und der subversiven Tätigkeit ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludger Heid: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Cohn – Ein Sozialist und Zionist im Kaiserreich und in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main: Campus-Verlag 2002, S. 225–226. [https://www.google.de/books/edition/Oskar_Cohn/W3zk3PdfRb8C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=&amp;amp;pg=PA226&amp;amp;printsec=frontcover Hier abrufbar.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Joffe signing the Treaty of Tartu.jpg|mini|200px|Joffe unterschreibt Frieden von Dorpat]]&lt;br /&gt;
Am 2. Februar 1920 unterzeichnete er den [[Frieden von Dorpat]] zwischen [[Estland]] und [[Sowjetrussland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1920 vertrat er die sowjetrussische Seite beim [[Friede von Riga (1920)|Frieden von Riga]], der zur Anerkennung [[Lettland]]s durch die [[Russische SFSR|RSFSR]] führte. 1922 war er Teilnehmer der sowjetrussischen Delegation bei der [[Konferenz von Genua]] und war am Zustandekommen des [[Vertrag von Rapallo|Vertrags von Rapallo]] beteiligt. In den Jahren 1922 bis 1924 war er [[Botschafter]] in [[China]], führte mehrere Verhandlungen auch in [[Tokio]], wo er den Wunsch äußerte, einen [[Japanischer Garten|japanischen Garten]] als Geschenk für [[Lenin]] nach Moskau mitzunehmen. Die Krankheit Lenins vereitelte jedoch diesen Plan. In Japan erkrankte Joffe schwer und musste die Verhandlungen abbrechen. Er kehrte zur Behandlung nach Sowjetrussland zurück, und nachdem sich sein Gesundheitszustand verbessert hatte, ging er für kurze Zeit zuerst nach [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und danach als Botschafter nach [[Österreich]]. Der Tod Lenins war für Joffe ein schwerer Schlag. Nach den Worten seiner Tochter sah sie ihn damals zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben weinend. 1926 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so sehr, dass er von seinen Aufgaben zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er arbeitete im Staatskomitee für Konzessionsangelegenheiten und lehrte an der [[Moskauer Staatsuniversität]] am Lehrstuhl für internationale Beziehungen. Er verfasste mehrere Bücher über die Außenpolitik Sowjetrusslands. Joffe blieb ein loyaler Anhänger Leo Trotzkis und verübte nach dessen Machtverlust und Ausschluss aus der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] als Zeichen des Protestes am 16. November 1927 [[Suizid]]. Die Grabstätte Joffes wurde während der [[Stalinsche Säuberungen|Stalinistischen Säuberungen]] zerstört und erst 1956 von seiner Tochter wiedererrichtet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grave of Adolph Joffe, 2011.jpg|mini|100px|Grab auf dem [[Friedhof des Neuen Jungfrauenklosters]]]]&lt;br /&gt;
Joffes Tochter [[Nadeschda Adolfowna Joffe|Nadeschda Joffe]] (1906–1999) überlebte die stalinistischen Säuberungen und verfasste einen in den 1990er Jahren veröffentlichten Bericht über ihr eigenes Schicksal und das ihres Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leo Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;Die wirkliche Lage in Rußland.&amp;#039;&amp;#039; Avalun-Verlag, Hellerau bei Dresden 1931, Kapitel [https://www.projekt-gutenberg.org/trotzki/russland/chap056.html &amp;#039;&amp;#039;Die letzten Worte Adolf Joffes&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Maria Joffe: &amp;#039;&amp;#039;One Long Night: A Tale of Truth&amp;#039;&amp;#039;. New Park Publications 1977, ISBN 0-902030-93-0&lt;br /&gt;
* Nadeschda A. Joffe: &amp;#039;&amp;#039;Rückblende. Mein Leben, mein Schicksal, meine Epoche&amp;#039;&amp;#039;. Essen 1997, ISBN 3-88634-063-5 ([https://www.wsws.org/de/articles/1998/10/joff-o27.html Rezensionen])&lt;br /&gt;
* Nadeschda A. Joffe: &amp;#039;&amp;#039;A.A. Ioffe: revoljucioner i diplomat&amp;#039;&amp;#039;, in: Novaja i novejsaja istorija, Nr. 3, 1990, S. 94–103.&lt;br /&gt;
* {{GSE|056420}}, ([https://encyclopedia2.thefreedictionary.com/Adolf+Abramovich+Ioffe englisch])&lt;br /&gt;
* S. Noma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ioffe (Joffe), Adolf Abramovich&amp;#039;&amp;#039;. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Adolf Joffe}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Deutsch-Russischer Ergänzungsvertrag zu dem Friedensvertrage zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits und Rußland anderseits}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Deutsch-Russisches Finanzabkommen zur Ergänzung des Deutsch-Russischen Zusatzvertrags zu dem Friedensvertrage zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits und Rußland anderseits}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Deutsch-Russisches Privatrechtsabkommen zur Ergänzung des Deutsch-Russischen Zusatzvertrags zu dem Friedensvertrage zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits und Rußland anderseits}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/008542}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|ZEIT=1922–1924 |AMT=[[Sowjetischer Botschafter in China]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=? |NACHFOLGER=?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1924  |AMT2=[[Sowjetischer Botschafter im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=? |NACHFOLGER2=?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1924–1925 |AMT3=[[Sowjetischer Botschafter in Österreich]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=[[Voldemar Christianowitsch Aussem]] |NACHFOLGER3=[[Jan Antonowitsch Bersin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120372258|LCCN=n/95/1082|VIAF=62377370}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Joffe, Adolf Abramowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bolschewiki]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Russischen Revolution 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter in der Republik China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Botschafter im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Botschafter in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich der Zwischenkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Botschafter im Deutschen Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Joffe, Adolf Abramowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Иоффе, Адольф Абрамович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Revolutionär und Weggefährte Trotzkis&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Simferopol]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. November 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derim Hunt</name></author>
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