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	<title>Administrierter Preis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:27:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Administrierter_Preis&amp;diff=1646223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: doppelten Link entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-18T22:35:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelten Link entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;administrierter Preis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Wirtschaft]] ein [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] für eine auf einem [[Markt]] angebotene [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]], der durch eine [[Staatsinterventionismus|staatliche Intervention]] festgelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei administrierten Preisen handelt es sich nicht um [[Marktpreis]]e, die sich durch den [[Marktmechanismus]] aufgrund der freien [[Preisbildung]] durch [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage]] entwickelt haben, sondern einseitig durch staatlichen [[Hoheitsakt]] festgelegt worden sind. Administrierte Preise gibt es für [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en, die vollständig oder überwiegend durch den Staat oder auch [[Regulierungsbehörde]]n bestimmt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Österreichische Nationalbank, &amp;#039;&amp;#039;Administrierte Preise, Inflation und Konjunkturzyklus – Selektive Aspekte&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weiteren Sinne werden auch die von [[Großunternehmen]] gesetzten Preise, die aus der [[Marktmacht]] dieser Unternehmen entstehen, als administrierte Preise bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1984, Sp. 81; ISBN 3-409303839&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Der [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung]] hat die staatlich administrierten Preise nach der Intensität ihrer Beeinflussung durch den Staat wie folgt aufgeteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, &amp;#039;&amp;#039;Jahresgutachten 1982/1983&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 244 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Direkt administrierte Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Tarifsystem (Öffentlicher Personenverkehr)|Beförderungstarife]], [[Gebührenordnung]]en, [[Rundfunkbeitrag]] oder Gebühren für [[Nachrichtenübermittlung]] werden vom Staat unmittelbar festgelegt (Anteil am [[Warenkorb]]: 4,6 %).&amp;lt;ref&amp;gt;der Anteil ist durch [[Deregulierung]] von [[Deutsche Bundespost]] und [[Deutsche Bundesbahn]] gesunken.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teiladministrierte Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Öffentliches Versorgungsunternehmen|Öffentliche Versorgungstarife]], [[Versicherungstarif]]e, [[Public Health|Gesundheitspflege]] oder [[Ticket (Luftfahrt)|Flugtarife]] werden vom Staat kontrolliert und sind genehmigungspflichtig (Anteil am Warenkorb: 10,9 %).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quasi-administrierte Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Motorenbenzin|Benzin]], [[Heizöl]], [[Tabak]] und [[Getränk#Alkoholische Getränke|Alkohol]] werden über die [[Steuerlast]] (hoher Steueranteil) massiv beeinflusst (Anteil am Warenkorb: 10,9 %).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indirekt administrierte Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Weite Teile des [[Lebensmittel]]bereichs werden über [[Marktordnung|EU-Marktordnungen]] durch [[Mindestpreis|Mindest-]], [[Höchstpreis|Höchst-]] oder [[Richtpreis]]e beeinflusst (Anteil am Warenkorb: 14,9 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen am Warenkorb besitzen somit 41,3 % der Güter/Dienstleistungen administrierte Preise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Aspekte in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Diese administrierten Preise sind [[Festpreis]]e, werden vom [[Staat]] durch [[Gesetz]]e fixiert und zeigen sich meist in feststehenden [[Gebühr]]en. Rechtsgrundlage ist unter anderem das [[Bundesgebührengesetz]] (BGebG), das die Erhebung von Gebühren für öffentliche Leistungen durch [[Behörde]]n regelt. Im Geschäftsverkehr mit [[Verbraucher]]n und mit Behörden werden &amp;#039;&amp;#039;Bruttopreise&amp;#039;&amp;#039; vereinbart. Diese Preise bleiben auch bei einer Erhöhung der [[Mehrwertsteuer]] verbindlich. Nur wenn die Preise mehr als 4 Monate vor dem Inkrafttreten der Steueränderung vereinbart wurden, kann eine Preisanpassung erfolgen ({{§|29|ustg_1980|juris}} [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|UStG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökonomische Einordnung ==&lt;br /&gt;
=== Ökonomische Begründung ===&lt;br /&gt;
Administrierte Preise kommen häufig dort zum Einsatz, wo [[Marktversagen]] vorliegt oder die [[Daseinsvorsorge]] gesichert werden soll. [[Öffentliche Güter]] sind ein typisches Beispiel hierfür, da eine rein marktwirtschaftliche Preisbildung hier nicht die gewünschte Versorgung garantieren würde. Dieser Güter werden daher sowohl direkt durch die [[öffentliche Verwaltung]] zur Verfügung gestellt als auch indirekt durch [[Staatsunternehmen]] und [[öffentliches Unternehmen|öffentliche Unternehmen]], ihre [[Finanzierung]] erfolgt durch [[Zwangsabgabe]]n oder administrierte Preise.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Interessenvermittlung_und_Politik/hxucBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%C3%B6ffentliche+g%C3%BCter+administrierte+preise&amp;amp;pg=PA29&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich von Alemann, &amp;#039;&amp;#039;Interessenvermittlung und Politik&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 29]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für die Inflation ===&lt;br /&gt;
Für die [[Geldpolitik]] sind administrierte Preise relevant, da sie eine natürliche Preisstarrheit aufweisen. Sie reagieren damit kaum auf [[Zinspolitik|zinspolitische Maßnahmen]] der Zentralbanken. Statistische Ämter berechnen häufig eine separate Inflationsrate für administrierte Preise, um deren Einfluss auf den [[Harmonisierter Verbraucherpreisindex|HVPI]] zu isolieren. Je höher ihr Anteil am [[Warenkorb]], desto geringer ist kurzfristig die Steuerbarkeit der Gesamteinflationsrate durch die Geldpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorkommen ===&lt;br /&gt;
Historisch gesehen ist der klassische Bereich administrierter Preise innerhalb eines [[marktwirtschaft]]lichen Systems die [[Landwirtschaft]], welcher der Staat zwecks Sicherung einer autarken Versorgung mit [[Nahrungsmittel]]n durch Hoheitsakt beispielsweise [[Mindestpreis]]e zusichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich diese Agrarpreis-Garantien im Zuge der weltweiten Liberalisierungstendenzen umfassend zurückbildeten, hat sich der administrierte Preis in einigen anderen Bereichen gehalten, vor allem im [[Gesundheitswesen]]. Auch die [[Autobahnmaut]] oder ähnliche [[Benutzungsgebühren]] öffentlicher Infrastruktur gehören zu den administrierten Preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationaler Vergleich ==&lt;br /&gt;
=== Euroraum ===&lt;br /&gt;
Die Bedeutung administrierter Preise variiert im Euroraum stark. Im Jahr 2010 betrug der Durchschnittsanteil am [[HVPI|HVPI-Warenkorb]] laut [[Eurostat]] 11,0 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Österreichische Nationalbank, &amp;#039;&amp;#039;Administrierte Preise, Inflation und Konjunkturzyklus – Selektive Aspekte&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Land !! Anteil am HVPI-Warenkorb (2010)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Slowakei]] || 23,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutschland]] || 13,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Österreich]] || 12,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Slowenien]] || 6,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Malta]] || 6,0 % (ca.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Finnland]] || 5,0 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurostat verwendet für den [[Harmonisierter Verbraucherpreisindex|HVPI]] eine eigene methodische Definition für administrierte Preise und erfasst diese lediglich in den Kategorien „vollständig administrierte Preise“ und „hauptsächlich administrierte Preise“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eurostat |titel=HICP recommendation on administered prices |url=https://ec.europa.eu/eurostat/documents/272892/7048317/HICP-recommendation-on-administered-prices-July-2018/   |datum=2018 |abruf=2026-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz spielt die Administration von Preisen eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Grundversorgung und der Korrektur von Marktversagen. Eine Bestandsaufnahme (2026) unterscheidet dabei vier Wirkungskategorien:&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSS2026&amp;quot;&amp;gt;Lukas Mergele, Damian Wehrli, Nils Winistörfer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen%20Dienstleistungen/Publikationen%20und%20Formulare/Wettbewerb%20Service%20Public/staat-und-wettbewerb/administrierte%20preise.html Administrierte Preise.]&amp;#039;&amp;#039; Grundlagen für die Wirtschaftspolitik Nr. 62, Studie von BSS Volkswirtschaftliche Beratung im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Direkt administrierte Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unmittelbare staatliche Festlegung (z. B. Gebühren der öffentlichen Verwaltung).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preise öffentlicher Monopole:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Typisch für Netzsektoren wie Strom und Post, in denen der Staat Preise häufig über seine Rolle als Unternehmenseigentümer oder durch spezifische Konzessionsvorgaben beeinflusst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fiskalisch beeinflusste Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Beeinflussung durch Lenkungs- und Verbrauchssteuern (z. B. Tabak- oder Mineralölsteuer) sowie gezielte Subventionen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indirekt regulatorisch beeinflusste Preise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Preise, die durch staatliche Rahmenbedingungen determiniert werden (z. B. durch Sicherheitsvorschriften).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt der Preisadministrierung liegt in gesundheitsnahen und energiebezogenen Märkten. So ist der [[Bundesebene (Schweiz)|Bund]] befugt, Krankenkassenprämien zur Überarbeitung zurückzuweisen, wenn diese die zur Deckung von Kostensteigerungen notwendigen Beträge unverhältnismäßig übersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Instrumente sind die staatliche Festlegung von ärztlichen Labortarifen (wie 2009 durch Bundesrat [[Pascal Couchepin]] initiiert) oder die Deckelung von Medikamentenpreisen durch [[Höchstpreis]]e zur Kostendämpfung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Preissenkung bei 500 Medikamenten |Sammelwerk=[[Tages-Anzeiger]] |Datum=2013-11-01 |Online=https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/preissenkung-bei-500-medikamenten/story/11704970}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem weiteren Sinne werden auch die Interventionen des [[Preisüberwacher]]s, der Preismissbräuche in monopolistischen Strukturen verhindert, als Form der Preis-Administrierung gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Rudolf Schwarzenbach: &amp;#039;&amp;#039;Grundriss des allgemeinen Verwaltungsrechts: Eine Einführung für Behördemitglieder, Beamte und Studierende&amp;#039;&amp;#039;. Edition: 7, Stämpfli, 1978, ISBN 3-7272-9694-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141434-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliche Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preispolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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