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	<title>Adiaphora - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:34:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adiaphora&amp;diff=544227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gladiophorus: Seitenzahl korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-30T09:35:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Seitenzahl korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adiaphora&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Singular|Sg.]] &amp;#039;&amp;#039;Adiaphoron&amp;#039;&amp;#039;), auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adiáphora&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adiaphorismen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Sg. &amp;#039;&amp;#039;Adiaphorismus&amp;#039;&amp;#039;), (von [[Griechische Sprache|griech.]] ἀδιάφορα „nicht Unterschiedenes“, „Mitteldinge“) sind nach dem Verständnis der [[Stoa|stoischen]] [[Philosophie]] sowie auch in der christlichen [[Theologie]] Dinge, die in [[Ethik|ethischer]] Hinsicht neutral sind, das heißt, die sich einer Zuordnung als gut oder böse entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauer sind es zwei voneinander zu trennende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Was ist für den Menschen [[Das Gute|das eigentlich Gute]] – und was ist dafür letztlich gleichgültig?&lt;br /&gt;
* Gibt es konkrete Handlungen, die weder gut noch böse, d. h. moralisch neutral sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Adiaphora in der stoischen Ethik ==&lt;br /&gt;
Die [[Stoiker]], die den Begriff geprägt haben, definierten nur zwei Dinge als sittlich festlegbar:&lt;br /&gt;
* Die [[Tugend]] als das einzige Gute sowie&lt;br /&gt;
* das [[Laster]] als das einzige Übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles andere ist ein Adiaphoron. So sind Dinge wie das Leben, die Schönheit, der Reichtum oder die Gesundheit sittlich neutral, sozusagen „gleichgültig“. Gut ist also allein, was der Tugend dient. Alles andere ist indifferent, insbesondere alle konventionellen Güter/Übel.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
E. König, K. H. Hülser: &amp;#039;&amp;#039;Adiaphora.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Band&amp;amp;nbsp;1.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Metzler, Stuttgart 2005, ISBN 3-476-01372-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den an sich indifferenten Gütern gibt es solche, zu denen der Mensch eine natürliche Neigung hat. Tugend besteht in der vernünftigen Wahl und im vernünftigen Umgang mit diesen naturgemäßen Dingen. Ob man diese jedoch tatsächlich erwirbt, besitzt oder verliert, sei für die Tugend und das Glück des Menschen letztlich gleichgültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot;&amp;gt;Maximilian Forschner: &amp;#039;&amp;#039;Adiaphora.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Kasper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche (LThK),&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;A–Barcelona.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Rom 1993, ISBN 3-451-22001-6, Sp.&amp;amp;nbsp;157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ethisch wichtig an der stoischen Adiaphora-Lehre ist die Herausarbeitung des Unterschieds zwischen dem moralisch Guten und dem außermoralisch Guten. Damit wird der Fokus auf die Frage gelenkt, was die menschliche Moralität eigentlich ausmacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stoische Adiaphora-Lehre wurde schulintern teilweise ([[Ariston von Chios]] u.&amp;amp;nbsp;a.) in dem Sinne einseitig weiter entwickelt, dass alles mit der inneren Einstellung nicht Identische absolut gleichgültig sei. Dies ließ einen kynischen Libertinismus propagieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophische Positionen ==&lt;br /&gt;
Der „Kern menschlicher Moralität“: Nach [[Plutarch]] ist der Weise nur hypothetisch besorgt: Er handelt, &amp;#039;&amp;#039;als ob&amp;#039;&amp;#039; Leben, Wohlstand, Ehre usw. wirkliche Güter wären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot; /&amp;gt; [[Kant]] betont, dass gut allein der menschliche Wille sein könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Möglichkeit konkreter neutraler Handlungen“: [[Johann Gottlieb Fichte|Fichte]] und Kant – und zuvor schon [[Epikur]] (341–270 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) – waren der Auffassung, im Konkreten gebe es keine &amp;#039;&amp;#039;Adiáphora&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption im Christentum ==&lt;br /&gt;
Das „hypothetische Weltverhältnis der Adiophorie“: Das von Plutarch vertretene „hypothetische Weltverhältnis der Adiophorie“&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot; /&amp;gt; wird auch als spezifisch christlich gesehen: keine übertriebene [[Sorge]] um die Lebensgüter und Bewusstsein ihres unverdienten und vorübergehenden Geschenkcharakters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Möglichkeit indifferenter Handlungen“: In der [[Patristik]] griffen [[Klemens von Alexandrien]] sowie [[Origenes]] die Lehre von den Adiaphora auf – bei Origenes allerdings mit dem neuen Gesichtspunkt, dass indifferente Dinge durch die Beziehung zur Gottes- oder [[Nächstenliebe]] gut werden könnten. Für [[Augustinus]] hingegen gab es keine Handlungen, „die zwischen Tugend und [[Sünde]] neutral bleiben könnten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Teichtweier: &amp;#039;&amp;#039;Adiaphora.&amp;#039;&amp;#039; In: Josef Höfer, Karl Rahner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche (LThK),&amp;#039;&amp;#039; Band 1. 2. Auflage 1957, Sonderausgabe. Herder, Freiburg 1986, Sp.&amp;amp;nbsp;145, 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert gab es einen [[Adiaphoristischer Streit|Adiaphoristenstreit]] zwischen orthodoxen [[Lutheraner]]n und Anhängern Melanchthons, die bestimmte religiöse Praktiken (im Unterschied zu den eigentlichen Glaubensangelegenheiten) als Adiaphora betrachteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Burkhard Kunkel |Titel=Mitteldinge as semiophora? Lutheran-intentioned transformations and the &amp;quot;Schöne Tür&amp;quot; of St. Anne&amp;#039;s Church in Annaberg |Hrsg=Krista Kodres, Merike Kurisoo, Ulrike Nürnberger |Sammelwerk=Inifferent Things? Objects and Images in Post-Reformation Churches in the Baltic Sea Region |Verlag=Imhof |Ort=Petersberg |Datum=2020 |ISBN=978-3-7319-1036-7 |Seiten=12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Oxford English Dictionary]] kennt diesen Begriff als eine Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Indifferentismus]]&lt;br /&gt;
* [[Moralphilosophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maximilian Forschner: &amp;#039;&amp;#039;Adiaphora.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Kasper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche (LThK),&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;A–Barcelona.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Rom 1993, ISBN 3-451-22001-6, Sp.&amp;amp;nbsp;157–158.&lt;br /&gt;
* Reimund B. Sdzuj: &amp;#039;&amp;#039;Adiaphorie und Kunst: Studien zur Genealogie ästhetischen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2005, ISBN 978-3-484-36607-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.textlog.de/7515.html Artikel im Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe von 1907]&lt;br /&gt;
* [https://www.textlog.de/31890.html Immanuel Kant zum Problem der Adiaphora nach Eintrag im Kant-Lexikon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Theologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gladiophorus</name></author>
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